Fröhlich,

mit heimlichem Schalk im Auge,

schüttel ich mir

das Winterdunkel ab.

Griesgrämig haben sich die Nebelschwaden

aus dem Tal davongemacht.

Grübelnd in Gedanken,

schau ich dem Naturschauspiel zu.

Auf dem Tisch liegt ein weißes Blatt Papier.

In Gedanken versunken

halte ich den Schreibstift in der Hand.

Plötzlich fällt mir etwas ein.

Ich lache vor mich hin

und staune,

mit welcher Unbefangenheit

fängt der neue Tag heute an?

Die Morgensonne nahm alle Trübsal weg.

Ich stehe schon eine ganze Weile am Fenster.

Schaue nachdenklich auf die Dächer der Häuser.

So schön hab ich es hier.

Mein Haus, der Garten,

das ist für mich eine glückliche Insel.

Keine Brücke führt in die lärmende Welt.

Hier hör ich die Vögel jauchzen.

Hier sehe ich, wie die Schmetterlinge

mit fleißigen Bienen um bunte Blumen tanzen.

Da lacht das Herz vor Lebensfreude

über die Schönheit in der Natur.

Das gibt mir das Gefühl der Dankbarkeit

und Weltzufriedenheit.

Es gibt im Leben viele Dinge,

über die man glücklich und vergnüglich sein kann.

Über allem steht Gottes Segen.

Das macht Mut.

 

© Helga von Hubatius-Kottnow

 

Bilder: Pixabay


Freunde

 

Dir einmal zu sagen,

welch Freund du mir bist,

werde ich heute wagen,

weil es eigentlich ganz einfach ist.

Doch Menschen reden selten,

sagen nicht, was sie fühlen,

kommen, gehen in alle Welten,

wollen aber nicht in Gedanken wühlen.

Vielleicht sind wir nur Tropfen

auf einem heißen Stein

und viele Menschen hoffen,

so wie wir zu sein.

Viele Gedanken zusammen machen,

sich Geheimnisse anvertrauen,

miteinander weinen, miteinander lachen,

immer aufeinander bauen.



Ja - so bin ich, so bist du,

und dafür möchte ich dir Danke sagen,

als Freundin hörst du mir immer zu,

mit jedem Schmerz kann ich mich zu dir wagen.

Auch ich werde immer zu dir halten,

werde dir Trost und Stärke geben,

hoffe, dass unsere Gefühle nie erkalten,

wir Freunde bleiben fürs weitere Leben!

 

© Kerstin Clever (Text und Bild)


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Glück

 

 

Grundlos Güte angediehen; Großes in der Welt vollbracht.

 

Leise Töne angeschlagen; Lust und Liebe angefacht.

 

Übermaß in Gut und Übel mal vermieden, mal ernährt.

 

Charme und Geist als Ziel gesetzt; Chance ergriffen und gewährt.

 

Kunstvoll wird von jedem Schmied sein eigenes Glück gemacht.

 

 

© Philipp Namberger

 

 

Bild und Grafik: Pexels und Pixabay


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Und am Morgen die Sonne


Und am Morgen die Sonne –

nicht diese warme, sanfte, ruhige, diskrete,

nein, eine grelle, aufdringliche, schrille,

eine, die sich ungefragt

in dein Gesicht brennt

wie ein Scheinwerfer auf

einer dunklen Bühne.


Und du blinzelst, halb blind vor Licht,

aufgewacht durch strahlende Helligkeit,

schlaftrunken, noch ziemlich weit weg,

dabei waren es gestern

nur drei Glas zu viel

und ein Gedanke zu wenig.


Aber die Sonne –

sie weiß das nicht,

sie weiß von nichts und

sie urteilt nicht,

sie scheint,

sonst nichts.


Sie scheint auf deinen

dicklichen Bauch, der sich

über deine Moral hinwegwölbt,

scheint auf die Haare,

die sich konstant weigern,

ordnungsgemäß in die Stirn

zu fallen,

auf das Leben,

dass gerade auf Socken durch

die Küche schlurft und

Kaffee mit Milch und Zucker verlangt

wie ein König ohne Reich,

aber mit Haltung.


Und draußen: die Welt.

In dieser Morgenkühle, dieser

unverschämten Frische, als hätte sie sich

über Nacht völlig neu erfunden

und nichts mehr gemein

mit der schwülen, warmen Luft

des vorigen Abends.


Tautropfen blitzen in den

Ästen der Bäume,

Vögel singen in Opernlaune,

als hätten sie Stimmunterricht

genommen bei einer Amsel

in Mailand.



Und da stehst du

zwischen Zahnpasta und

After Shave und denkst:

Vielleicht ist es ja gar nicht so schlimm,

dieses Leben.

Vielleicht ist es sogar

ein kleines bisschen großartig

auf eine freche, unverschämte,

leicht exaltierte, überzogene Weise.


Denn schau doch nur -

wie die Sonne sich breitmacht,

als gehöre ihr das alles hier,

auch du

und vielleicht hat sie sogar recht.

Vielleicht gehört ihr alles,

weil sie nichts will -

außer zu leuchten.


Und du?

Du willst so viel.

So verdammt viel

verlangst du von dieser Welt.

Und bekommst immerhin

diesen Morgen.


Und das ist

bei Sonnenlicht betrachtet

gar nicht mal so wenig.


© Harald Schneider


Bild: Pixabay


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Sein Gedichtband „Worte wie rostige Nägel“ ist hier erhältlich oder überall im Buchhandel: https://t1p.de/z3xxk

Das Tattoo

 

Erst ist es nur ein Gedanke,

der langsam Formen annimmt.

Dann überlegt man, an welche Stelle würde es mir gefallen.

Ich erkundige mich nach einem guten Tattoo-Studio.

 

Es wird ein Bild angefertigt

und auf meine Haut übertragen.

Es sollte je nach Symbol gut sichtbar sein

und meine Persönlichkeit unterstreichen.



Nun geht es los, die Prozedur beginnt.

Die Nadel sticht in meinen Körper,

Stich für Stich ein Kunstwerk entsteht

und eine weitere Erinnerung bleibt für immer bei mir.

 

© Maren Sommer

 

Bild: Pexels


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Der Rasen                                                                   

 

Der Rasen des anderen ist grüner.

Immer. Heißt es. Sagen sie.

Hat sogar Petula Clark gesungen.

 

Ich sitze auf meiner Veranda.

Ein Bier in der Hand,

ein Schnaps auf dem Tisch

und mein Löwenzahn wächst

wie eine schlechte Angewohnheit.

Und ich störe ihn nicht.

 

Der Nachbar mäht,

immer samstags,

immer von 14.00- 16.00,

als hinge sein

armseliges Leben

davon ab.

 

Sein Rasen wirkt

herausgeputzt wie ein

Versicherungsmakler.

Meiner dagegen

sieht so aus, wie ich mich fühle:

Ausgelutscht, verlebt, nicht optimiert.

 

Ab und zu sieht er rüber,

der Nachbar.

Mitleid im Blick und mit

verstecktem 

missionarischem Eifer.

Er würde gerne

meinen Rasen anpassen, denn

er entwertet

seine Perfektion.

 

Er glaubt an Nagelschere

und an Rasenkanten.

Ich glaube ans Ausschlafen.

Er düngt mit Fachwissen

und Ehrgeiz,

ich dünge mit Gleichgültigkeit.

Beides riecht ein wenig.



Ich glaube, sein Grün

ist wirklich grüner,

vielleicht auch nur glatter.

Ein Rasen wie ein Fußballfeld.

Aber nachts,

wenn das Bier warm wird

und die Grillen

vor sich hin zirpen,

sind nicht nur alle Katzen grau,

auch alle Rasen

sehen gleich aus.

 

Dann existiert kein besseres,

kein schlechteres Gras,

nur Erde. Und wir auf ihr.

Und morgen?

Ist Samstag,

und er wird wieder mähen.

Und ich werde hier sitzen,

ihm zuschauen und

wieder trinken.

Und keiner von uns

hat gewonnen.

 

Und mein Löwenzahn

blüht trotzdem. 

 

© Harald A. Schneider

 

Bilder: Pexels und

Montage aus Pixabay-Bildern

 

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Da ist alles verloren

 

Da ist alles verloren,

was er hat besessen,

was ihm einst so wichtig,

hat er lange vergessen.

 

So steht er jetzt vor ihm,

welch klägliches Bild

von dem einst stolzen Manne,

unbezwungen und wild.

 

Der die Welt für sich einnahm,

der doch allem getrotzt,

nie verweichlicht und blutarm,

der vor Kraft hat gestrotzt.

 

Für den gab es nie Grenzen,

der doch alles erreicht,

Möglichkeiten genutzt hat,

ist nun wachsweich erbleicht.

 

Ganz in Demut verloren,

steht er so furchtsam da,

ein Bettler ums Leben,

der stolzer König einst war.



Fürbitte um Gnade,

auf das Morgen Kredit,

dass das Jetzt sei verschoben,

es erst später geschieht.

 

Doch es ist ihm entschieden,

diesen Weg nun zu gehen,

der für alle bestimmt,

weil es so vorgesehen.

 

Denn da gibt es kein Zaudern,

keine Spur von Vielleicht,

wenn der Ruf des Erwählten

uns kleine Menschlein erreicht.

 

© Harry Krumpach

 

Bild: Pixabay


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Die Zugfahrt des Lebens


Auf der Zugfahrt des Lebens sind alle wir doch gleich,

egal, ob wir arm sind, egal, ob wir reich.


Wir steigen ein und die Zugfahrt beginnt,

meist merkt man es nicht, wie die Zeit doch verinnt.


Erster Halt ist am Bahnhof zum Kind,

alles ist so unbeschwerlich - wir sind frei wie der Wind.


Die Fahrt geht weiter zum Bahnhof der Liebe,

haben wir nicht gehofft, dass es immer so bliebe.


Schon sind wir auf Gleis 2 angekommen

und merken erst jetzt, dass uns die Jugend genommen.


Die Fahrt geht weiter und die Welt zieht vorbei,

hast du einen Begleiter, dann seid ihr schon zwei.


Vorbei geht die Fahrt über Berg und Tal,

was aus dem Leben du machst - allein deine Wahl.



Der nächste Halt nennt sich Herbst des Lebens,

du wünscht dir die Jugend zurück - du wartest vergebens.


Du schaust aus dem Fenster auf dein Leben zurück,

die Zugfahrt geht weiter - wenn auch nur noch ein Stück.


Du sitzt im Abteil und denkst noch einmal zurück,

siehst das Licht am Ende des Tunnels, doch kommst noch einmal wieder zurück.


Am letzten Bahnhof gehen die Lichter jetzt aus,

das Leben, es endet ohne großen Applaus.


© Michael Mehlhorn (2025)


Bild: Pixabay


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Lauf barfuß in meinen Schuhen, ohne mich auszuruh'n


Einst folgte ich dir ohne Worte

heimlich öffnetest du meine Pforte …

Du stießt mich in einen Trümmerhaufen

Ein Ticket fürs Vergessen kann man nicht kaufen …

Deine Stimme wurde zu einer unsichtbaren Axt

Mein Inneres in kleinste Scherben zerhackt …

Lauf barfuß in meinen Schuhen

Ohne Pause, ohne mich auszuruh'n

Denn in keinem Leben gibt es eine Pausetaste

In dem ich mich ausklinke oder mal raste

Denn mein Herz schlägt immer weiter

Meine Seele trägt mich an jedes Ufer, traurig oder heiter ...

Atme mit meinem Herzen

Trage meine Last und spüre meine Schmerzen

Mein Einhorn im Kopf fliegt durch Wolken und Regenbogenfarben

Scrollt sich durch Lachen und Tränen mit all meinen Narben

Geboren zwischen all meinen Träumen

Spendet mir Mut in den dunkelsten Räumen ...

Als ob dein Asphaltweg meinen Stolz durchbohren würde

Stellt dir mein Trotz ein Bein und streichelt meine Würde ...


© Nina Kroeger


Bild: Pixabay


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Der alte Mann

 

Einsam im Wald auf einer Bank,

da saß ein Mann, mir schien er war krank.

 

Er sah mich an mit traurigen Blick –

und sagte: „Er kommt nie mehr zurück!

 

Schon lange Zeit komm ich her jeden Tag,

zu meinem Freund, dem Fuchs, den ich so sehr mag.

 

Jeden Morgen habe ich ihn hier gesehen,

ich hab mit ihm geredet – konnte er mich verstehen?

 

Stand ich auf, ging er neben mir her,

doch seit einigen Tagen ist sein Platz plötzlich leer.“

 

Ich schaute ihn an, sein Blick, er war leer,

er sagte: „Warum nur kommt er nicht mehr her?“



Dann lief eine Träne aus seinen Augen hervor,

er dachte, dass seinen Freund er verlor.

 

Aus dem Unterholz drang plötzlich ein Fiepen ans Ohr,

da kam sein Freund mit vier Kleinen hervor.

 

Freudig stand der Mann auf und ging zu den Kleinen,

ich zog mich zurück, hörte den Mann vor Glück weinen.

 

© Michael Mehlhorn, 2022

 

Bilder: KI kreiert von C. Hasse und Pixabay


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Freiheit     

                                             

Du gehst deinen Weg.

Du lebst deinen Traum.

Freiheit wie ein Schmetterling, flieg.

 

Du hast ein Ziel, fest auf den Füßen stehen.

Wenn auch der Wind dich durchs Leben weht,

du bist mittendrin, dein Leben macht Sinn.

Freiheit wie ein Schmetterling, flieg.



Die Zeit bleibt stehen, die Erinnerung verblasst,

du musst weitergehen. Vertrau auf dich.

Freiheit wie ein Schmetterling, flieg.

 

Der Weg war lang, hab Kraft und Mut,

sei stark und flieg, du bist am Ziel.

Freiheit wie ein Schmetterling, flieg.

 

© H. Z. (Text und Bild)

 

Hintergrund: Pixabay (bearbeitet)

Sooo müde

 

Müde - lang war der Tag,

der Körper es sagt -

Hände, Füße so schwer,

Kopf so leer -

 

Fenster auf, ich brauche Luft,

das Bett, es ruft -

die Lider sich senken,

möcht nicht mehr denken -

 

Augen mach ich zu,

komm vielleicht nun zur Ruh -

Gedanken verstummen,

ein Liedchen summen -



der Tag zieht vorbei,

ist doch alles einerlei -

endlich schlafen, träumen,

keine Minuten mehr versäumen -

 

ich schwebe hinein,

wie schön ist es doch,

müde zu sein!!

 

Das Leben duftet nach Glück.

 

© Renate Martinecz

 

Bild: Pixabay


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Seele reifen

 

Es sind wie so oft nur Kleinigkeiten,

welche viel Freude bereiten.

Manchmal Blumen im Garten

oder auf unsere Liebsten zu warten.

 

Vielleicht wollen wir es wagen,

Danke, lieber Gott, für alles zu sagen.

Für alles Gute in unserer Welt,

einfach alles, was uns gut gefällt.

 

Jedoch auch für die Schattenseiten,

die jeden von uns begleiten.

Denn dadurch darf unsere Seele reifen,

auch wenn wir dies erst später begreifen.



Achtsam und bewusst durchs Leben gehen,

lässt uns vieles mit der Sonne im Herzen sehen.

Dann können wir auch schwierige Zeiten überwinden

und zum Frieden im Herzen finden.

 

© Helmut Mühlbacher (Text und Bilder)


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Der Schweinehund


Zeit zum Aufstehn, Wecker klingelt,

doch mein Schweinehund, der streikt.

Als wär er vom Stacheldraht umzingelt,

er nicht mal eine Regung zeigt.


Wollt ne Stunde früher aufstehn,

denn Frühsport hatte ich im Plan,

doch davon will er heut nichts sehn,

denn Schweinehund wurd nicht gefragt.


Ich will mich lieben, doch ich kann nicht.

Bin zu dick, um schön zu sein.

Ich seh im Spiegel mein Gesicht,

hass mich, möcht wer anders sein.

Ich möcht Glanz in den Haaren, Traurigkeit geht,

möcht schön mich finden, Tanz auf dem Seil.

Ich heb mein' Arsch hoch und ich tret

dem Schweinehund ins Hinterteil.


Mittagspause, ich hänge nur herum,

schaffs noch nicht mal die Wäsche zu waschen,

denn Schweinehund lungert um mich herum,

und lässt nur zu, Schokolade zu naschen.


Nach der Arbeit fange ich an

die Hecken zu schneiden, ich hab nämlich Zeit,

doch kaum bin ich draußen, bellt er mich an

und fordert gekrault zu werden gescheit.



Ich will mich lieben, doch ich kann nicht.

Bin zu dick, um schön zu sein.

Ich seh im Spiegel mein Gesicht,

hass mich, möcht wer anders sein.

Ich möcht Glanz in den Haaren, Traurigkeit geht,

möcht schön mich finden, Tanz auf dem Seil.

Ich heb mein' Arsch hoch und ich tret

dem Schweinehund ins Hinterteil.


Da liegt er am Boden und wimmert mich an.

Ich zeige kein Mitleid, bleib mal hart

und fang endlich mich zu bewegen an,

denn heut ist dafür ein guter Tag!

Ja, heute ist ein guter Tag!


Denn ich will mich jetzt lieben und ich kanns.

Ich möcht wieder strahlen, um schön zu sein.

Ich seh im Spiegel das Gesicht voller Glanz,

das bin ich und fühl mich fein.

Silber in den Haaren, Traurigkeit geht,

kann schön mich finden, Tanz auf dem Seil.

Denn ich heb mein' Arsch hoch und ich tret

dem Schweinehund ins Hinterteil.

Ja, ich heb mein' Arsch hoch und ich tret

dem Schweinehund ins Hinterteil.


© Stefanie Kaiser


Bilder: Pixabay


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Wenn Träume sterben

 

Wenn Träume sterben, bleibt es still,

ein leiser Riss im Weltgefühl.

Ein Flüstern nur, das weiterzieht,

wo einst ein Herz im Feuer glüht.

Die Wege, die wir einst gebaut,

zerfallen sacht, doch ungeahnt.

Und in den Händen bleibt ein Rest,

von dem, was uns einst hoffen lässt.

Doch selbst im Staub der alten Zeit

liegt manchmal neue Möglichkeit.

Denn wo ein Traum zu Ende geht,

ein anderer leise aufersteht.

So weine nicht um jedes Licht,

das Dunkel nimmt dir nichts zurück.



Es schenkt dir Raum, in stillen Zimmern,

damit neue Sterne für dich schimmern.

Wenn Träume sterben – glaub daran:

Es fängt ein neues Leben an.

 

© 2025 Michael Mehlhorn

 

Bild: KI kreiert von Michael Mehlhorn


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Nur ein Mädchen

 

Ich wär so gerne nochmal klein,

na ja, ein Teenie möcht ich sein.

Ein Teenie ja, doch bitte sehr,

nen andren Vater wünsch ich her!

Mit 16 wollt ich gern mal raus,

doch durft ich nicht aus Vaters Haus.

Die Freundin war stets überall,

ich durft das nicht, auf keinen Fall!

Tischtennis gabs im Jugendheim,

da durfte ich nicht einmal sein!

Zur Jugendweihe schwofen gehen,

konnt man nur die andren sehn.

„Beim Teetanz, ach du lieber Schreck,

da holen dich die Männer weg!“,

sprach mein Vater ganz rigoros,

ich war ein Mädchen nämlich bloß!

 

© Petra Genz (Text und Bild)


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Einst waren wir Kinder

 

Einst waren wir Kinder.

Wir spielten mit Puppen

und Zinnsoldaten.

Und taten alles,

was Kinder so tun.

 

Einst waren wir Kinder ...

Es war Krieg.

Wir verließen die Heimat,

den vertrauten Ort.

Wir hatten die Mutter.

Der Vater war fort.

 

Einst waren wir Kinder.

Wir gingen zur Schule,

wir fühlten uns groß.

Klein waren wir nur

auf Großmutters Schoß.

 

Einst waren wir Kinder

Wir wippten beim Gehen.

Wir reckten die Brust.

Wir schielten nach Buben.

Meine Schwester und ich,

wir hatten Lust.

Der Körper veränderte unser Sein.

Wir entdeckten die Liebe

im Mondenschein.


Einst waren wir Kinder.

Die Zeit blieb nicht stehen.

Wir verließen die Schule.

Traten ein in die Welt.

Wir hatten Arbeit, etwas Geld.


 

Einst waren wir Kinder.

Nun haben wir sie.

Mit ihnen zu scherzen

freut uns von Herzen.

 

Einst waren wir Kinder.

Doch die Zeit, sie tickt.

Zwischen Arbeit und Kindern

kommen wir in Konflikt.

 

Einst waren wir Kinder.

Nun sind sie erwachsen.

Wir reisen jetzt viel.

Neue Länder zu sehen

Ist unser Ziel.

 

Einst waren wir Kinder.

Jetzt gibt es Enkel und Urenkel v i e r .

Wie freuen sich wir!!

 

© Stefanie Siebert-Pawnyk

 

Bilder: Pixabay


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Ihre Bücher: „Wer ist Otto?“, Verlagshaus Schlosser, ISBN-13: ‎978-3869376066   

und „Ich wollte, ich wäre ein König“, Verlagshaus Schlosser, ISBN-13: ‎978-3869376066

Spuren

 

Meine Spuren im Sand

zeigen den Moment, wo ich stand.

Die Wellen haben sie mitgenommen,

ein schöner Augenblick verronnen

Die Spuren in meinem Herzen

von Glück und Schmerzen

kann keiner je sehen,

doch bleiben sie für immer bestehen.

Die Spuren meines Lebens,

die sucht man vergebens.

In hundert Jahren keiner mehr an mich denkt,

die letzten Spuren im Staub der Zeit versenkt.

Nur die Worte meiner Verse allein

werden Zeuge meiner gestrigen Existenz noch sein.

 

© Marion Foltin (Text und Bild)

 

Hintergrund: Pixabay (bearbeitet)


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Verlerne nie

 

Verlerne nie, dein Leben zu lieben,

lass es durch Krisen dir nicht vermiesen.

Denke immer daran:

Heute – hier und jetzt

feiert das Leben für dich ein Fest.

Du bist dabei der Ehrengast,

auch wenn das Leben dir nicht immer passt.

Ist auch nicht immer alles erste Wahl,

irgendwann sagt das Leben:

Es war einmal.

 

© Doris M. Schlechta

 

Bild: Pexels


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Blickwinkel

 

Ich sehe was, was Du nicht siehst,

genieße, was Du nicht genießt,

bewerte, was Dir einerlei,

vereine, was für Dich sind zwei.

 

Doch tu ich dies nicht gegen Dich.

Im Gegenteil, es wundert mich,

dass ich nur Ablehnung erreich;

ich dachte mir, wir dächten gleich.

 

So kommt’s, dass wir uns missverstehn.

Und je nachdem, wie weit wir gehn,

wird Missverständnis auch zum Streit,

der Hirn und Herz und Hand entzweit.

 

Und ich hab recht, sag ich, sagst Du.

Dies schlägt auf Dauer Türen zu.

Ob wir gedanklich näher rücken,

sollte ich meine Klinke drücken?

 

© Philipp Namberger

 

Bild: Pixabay


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Erinnerung an den Isarstrand

 

Einst lag ich am Isarstrand,

wo ich stets meine Freunde fand

... und viele, viele Steine.

 

Runde, spitze, dicke, kleine,

große, schwere - und ich meine,

sie ähnelten den Menschen dort.

 

Da gab es feste, kantige, spitze und eckige,

runde, weiche, pralle und speckige ...

lang ausgestreckte Körper, sitzend oder kauernd,

manche in Bewegung dauernd.

 

Das Isarwasser, grün und kalt,

erfrischte alle, Jung und Alt.

 

Jetzt sitze ich auf meiner Liege,

umschwirrt von einer lästigen Fliege.

Träume mich wieder an den Strand,

lehne mich zurück entspannt.

 

Genieße nun auf meine Weise - leise.

 

© Stefanie Siebert-Pawnyk

 

Bild: Pixabay


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Auf eigenen Füßen

 

Guten Abend,

ich bin noch auf Tour.

Wieder ging ein Tag zu Ende.

Stark und kühn

auf eigenen Füßen zu stehen,

das stärkt

das Selbstbewusstsein.

Die Arbeit hat Spaß gemacht,

weil Fleiß und Gedanken

von außen Anerkennung fanden.

Das macht Mut,

weiter und weiter zu machen,

weil es das Leben fördert.

Im Augenblick des Entzückens

beuge ich die Knie in Dankbarkeit.

 

© Helga von Hubatius-Kottnow

 

Bild: Pixabay


Pralinenschachtel

 

Seit Tagen habe ich einen Feind im Haus,

der macht mir das Leben schwer.

Ein ganz besonderer Gaumenschmaus.

Es gelüstet mich so sehr.

Ich spür die steigend‘ Gier.

Verführ mich nicht.

Die Gedanken schlagen Kapriolen.

Ich schleich herum, liebäugle ganz verstohlen.

Bin gewillt, mich selbst zu linken.

Zu ignorieren, wie sie winken

gelingt mir nicht.

Es ist ein Kampf.

Ein Für und Wider.

Verlangen fährt durch alle Glieder.

Kann ich stark sein, widerstehen?

Schon wieder ertapp ich mich dabei

in ihre Richtung zu gehen.

Unwahrscheinlich dieser Drang,

den Gelüsten nachzugeben.

Der Versuchung Stand zu halten

und die Vernunft einzuschalten.

Ich schaff es nicht und lass mich treiben.

Nun muss ich sie mir einverleiben.

Bin erst zufrieden, wenn sie gänzlich leer da vor mir liegt.

Ich habe es getan, die Versuchung hat mich besiegt,

bin gespannt, was diese Niederlage wiegt.

 

© Marion Kulzer

 

Bild: Pixabay


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Schatten der Vergangenheit

 

Schatten der Vergangenheit

wird es immer geben,

reich der Gegenwart die Hand,

lebe jetzt dein Leben.

Spuren der Erinnerung

werden immer bleiben,

trotzdem wird die Zukunft

neue Zeilen schreiben.

 

© Doris M. Schlechta

 

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In froher Kartenrunde

 

Das Kartenspiel in froher Runde

macht uns allen recht viel Spaß.

So mancher Seufzer aus unserem Munde

ertönt beim Verlieren ohn ' Unterlass.

 

Das Klimpern in der vollen Dose

erfreut ganz sehr unser Spielerherz.

Manch' Sprüche ertönen keck und lose –

doch immer verbunden mit einem Scherz.

 

Kaffee und Kuchen mit viel Sahne

genießen wir mal hier mal dort.

Und Edelsteine, Armband, Püppchen als Talisman

sind stets vor Ort.

 

Und haben wir genügend Geld

gesammelt in der frohen Runde,

erkunden wir die weite Welt.

Sobald ein Ziel wir gefunden!

 

Das allerdings macht Kopfweh sehr.

Der eine liebt den Wind am Meer.

Der andere ist für die Höh.

Doch keiner besteigt Berge mehr.

 

Die Freundschaft begann vor Jahren,

als wir noch jung und knusprig waren.

Hoffentlich bleiben wir noch alle gesund

in unserer frohen Kartenrund!

 

© Stefanie Siebert-Pawnyk

 

Bilder: Pixabay


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Die Zeit

 

Die Zeit geht durch das stille Tal,

ein stetig fließend Strom,

zündet Leben an und löscht es aus.

Im Wind verweht der Menschen Staub,

war einst ein Herz, ein Traum.

Führt uns durch Glück und Leid,

bis nichts mehr übrig bleibt,

nur die Stille und die Ewigkeit.

 

© Margot Hulek

 

Bild: Pexels


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Website: www.kerzenmeile.com



Der Seele Zeit geben


Wenn man in die Natur so schaut,

dabei auf Gottes Schöpfung vertraut,

kann dies unsere Gedanken lenken

sowie sehr viel Zuversicht schenken.


Zuversicht, vor allem in diesen Zeiten,

mögen auch wir selbst verbreiten.

Ich darf dies mit Fotos tun,

darum kann die Seele ruhn.


Wir müssen nämlich im Leben

auch unserer Seele die Zeit geben.

Damit sie nachkommen kann,

wenn fängt die Hektik des Alltags an.


Zeit, um die Schönheit wirken zu lassen,

Zeit, um sich mit dem Guten zu befassen.

Dann werden wir nämlich erst sehen,

dass wir im Paradies Gottes stehen.


© Helmut Mühlbacher (Text und Fotos)


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Eines seiner Bücher „Seelenstrip eines Mannes“: https://www.amazon.de/s?k=Helmut+m%C3%BChlbacher&ref=nb_sb_noss

Das schönste Geschenk

 

Das schönste Geschenk an so manchem Tag,

das ist und bleibt die Zeit der Gemeinsamkeit.

Sie umarmt die Seele

und erwärmt das Herz.

Nichts ist so kostbar wie sie,

sie heilt so manchen Schmerz.

Als Erinnerung bleibt sie unvergessen,

wohl dem, der sie verschenkt,

oder der sie hat besessen.

 

© Doris M. Schlechta

 

Bilder: Pixabay



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Das Haus am See


Oft schon kam ich hier vorbei

an diesem alten Haus.

Es sieht geheimnisvoll

und irgendwie verwunschen aus.

Ich glaube nicht, dass hier noch jemand wohnt,

dass es zu leben hier noch lohnt.

Verfall droht der Fassade,

gruselig knarrt die Fensterlade,

lässt mich erschauern sogleich.

Mystisches Klangwerk spielt dem Verstand einen Streich.

In knorrigen Ästen bricht sich der Wind,

jammert verletzlich wie ein Kind.

Ich höre Stimmen, wo alles still,

und sehe Gestalten, wo keine sind.

Ein altes Paar auf einer Bank,

ihre Blicke voller Dank.

Die Liebe lässt sie lächeln weich,

die Haut schon dünn und bleich,

weiß-grau glänzend ihr Haar,

so, als säßen sie hier schon viele Jahr.

Altbacken wirkt ihr Gewand.

Ich verharre in Gedanken wie gebannt,

denn plötzlich meine ich, mich selbst zu erkennen

in einer ganz anderen Zeit

sitzend hier zu zweit.

Ich ahne, wie ich einst hier gelebt und meinen Tag verbracht,

genau wie heute, viel geweint und viel gelacht.

Ich liebe diese alten Leute,

die meine Phantasie mir zeigt.

Den Blick zurück in ferne oder vor in nahe Zeit

den will ich mit nach Hause nehmen

und irgendwann vielleicht zu zweit

an eine alte Bank mich lehnen.


© Marion Kulzer


Bild: Montage aus zwei Pixabay-Bildern


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Träume

 

In jungen Jahren sind die Träume noch so viel,

du siehst den Weg, du kennst das Ziel.

Mit den Dreißigern dann das Leben oft andere Wege geht,

ein Teil deiner Träume somit im Winde verweht.

Bist du in den Vierzigern, Teile deiner Träume im Herzen noch ruhn,

findest keine Zeit, hast zu viel zu tun.

In den Fünfzigern das Leben die Weichen wieder neu schaltet,

im Grunde werden deine Träume nur noch verwaltet.

Mit den Sechzigern das Feuer der Träume noch mal beginnt zu glimmen,

du willst nicht, dass sie im Takt der Zeit verrinnen.

In den Siebzigern dann hast du es bis zur Rente geschafft,

doch zur Erfüllung deiner Träume fehlt dir nun die Kraft.

Bist du in den Achtzigern dann, bevor du liegst im Wald der alten Bäume,

grinst dich das Leben nochmal hämisch an:

„Was hast du denn gedacht, es waren eben nur deine Träume!“

 

© Marion Foltin

 (Text und Bild)


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Freundschaft

 

Leider werde ich nie durch deine Augen sehen

Doch stets an deiner Seite stehen

Vielleicht bin ich nicht immer greifbar nah

So gut ich kann, bin ich für dich da

 

Zusammen gehen, ständig auf einer Reise

Wir ziehen um unsere Welt kleine Kreise

Stehst du auch mal vor einem Problem davor

Ich schenke dir, so gut ich kann, mein Ohr

 

Zusammen vieles neu entdecken

Kein Alleinsein oder Verstecken

Hand in Hand, gemeinsam sind wir stark

Rund um die Uhr, jeden Tag

 

© Christian Arendt

 

Bild: Pexels


Unsichtbar jung

 

Man sieht nur das Alter,

die Schritte, die zögerlich sind,

die Jahre verflogen im Wind.

Hände, die zittern im Licht,

die tiefen Falten im Gesicht,

Narben, die Geschichten erzählen,

immer mehr Menschen, die fehlen.

Niemand mehr deinen Vornamen kennt,

das Leben wird dir zunehmend fremd.

 

Doch das Funkeln in den Augen,

kann auch die Zeit mir nicht rauben.

Denn innen drin,

bin ich noch immer da.

Ich lache, wie einst,

träume, wie damals,

spüre den Wind auf der Haut

und kann kaum glauben,

dass das niemand mehr sieht.

 

Im Herzen tanze ich weiter,

klettere auf die höchste Leiter,

umarme die bunte Welt,

fühle mich wie ein Held.

Hab' so viele Fragen,

so viel zu sagen,

so viel Neues noch zu wagen,

an meinen verbleibenden Tagen,

während Erinnerungen mich durch den Alltag tragen.

 

Das Feuer im Inneren mich lebendig hält,

bis der letzte Vorhang für mich endgültig fällt.

 

© Margot Hulek

 

Bild: Pixabay


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Nachher ist man immer schlauer

 

Nachher ist man immer schlauer,

hat aus Erfahrungen gelernt,

kennt die Tatsachen genauer,

hat die Unklarheit entfernt.

 

Es wäre oft die Chance da,

das Wichtige sofort zu sehen.

Warum liegts doch dem Menschen nah,

oft erst verspätet zu verstehen?

 

Weils hier der Prävention bedarf.

Des Denkens noch vor Wort und Tat.

So manches wäre weniger scharf,

beherzte man Verstand und Rat.

 

© Philipp Namberger

 

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Ich bin wieder da. Ich lebe!

 

Im Aufwachraum riecht's nach Chlorid.

Schatten huschen hin und her.

Wie fest geklebt mein rechtes Lid.

Gedanklich noch am weiten Meer.

 

Ich bin wieder da. Ich lebe!

 

Laute dringen an mein Ohr.

Durchbrechen die graue Nebelwand.

Gruppieren sich zu einem Chor.

Die absolute Stille um mich verschwand.

 

Ich bin wieder da. Ich lebe!

 

Freude kehrt ein ins pochende Herz.

Ich spüre keinen wehen Schmerz.

Langsam lehne ich mich zurück.

Und blicke vorwärts Stück für Stück.

 

Ich bin wieder da. Ich lebe!

 

© Stefanie Siebert-Pawnyk

 

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Ihre Bücher: „Wer ist Otto?“, Verlagshaus Schlosser, ISBN-13: ‎978-3869376066   

und „Ich wollte, ich wäre ein König“, Verlagshaus Schlosser, ISBN-13: ‎978-3869376066



Am Sonntag

 

Am Sonntag freut sich jedermann,

die Wochenarbeit ist getan,

denn nun ist Zeit, mal nichts zu tun

und sich vom Nichtstun auszuruhen.

Heut kann man einfach all die Sachen,

die einen freuen, mal richtig machen.

 

Faulenzend in der Sonne liegen,

die Augen schließen, die so müden.

Und kann sofort nach dem Erwachen,

mit diesem Ausruhen weitermachen.

Denn dieser Tag, sieht jeder ein,

ist einfach da zum Müßigsein.

 

Man kann jedoch spazieren gehen,

Wälder, Wiesen und Wasser sehen,

dann in Lokalen Pause machen,

um zu genießen all die Sachen,

die märkisch gute Gastlichkeit

dem müden Wanderer hält bereit.

 

Bei einer Kutschfahrt kann man schön

auf prachtvoll blühend Heide sehn;

man lauscht dem Klang der Pferde Traben,

der Glöckchen, die am Hals sie haben.

Ermüdet dann, vom stetig Winken,

kann man in Orpheus Arme sinken.

 

Und hält dann später irgendwann

das Fuhrwerk vor zu Hause an,

kann man das Tageswerk abschließen,

den Abend würdevoll genießen,

fragt sich beim Fernsehsesselliegen,

wo ist der Tag denn nur geblieben.

 

Dann sieht man schon ne Woche weiter,

freut sich auf Sonntag und ist heiter,

bedenkt dabei auch all der Sachen,

die nächsten Sonntag man will machen.

Das ist ermüdend, man will nun,

sogleich ins Bett, um auszuruhen.

 

© Harry Krumpach

 

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Auf allen Wegen

 

Du bist auf allen Wegen,

die du gehst im Leben,

niemals ganz allein.

Du wirst an manchen Tagen

oft sogar getragen,

das lass gesagt dir sein.

Von einer Hand geführt,

auch wenn du es nicht spürst,

durch jede Jahreszeit.

Gehalten und getragen

an allen deinen Tagen,

dazu ist Gott bereit.

 

© Doris M. Schlechta

 

Bild: Pixabay



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