Haarige Zeiten


Die Welt der Haare ist enorm,

im Schnitt, in Länge und in Form,

von all den Arten, die wir kennen,

will ich zunächst ein paar nur nennen,

den Pferdeschwanz, den Bubi-Kopf,

den Dutt und den geflocht'nen Zopf,

die Dauerwelle und die Locken,

die langen Haare, um zu rocken,

den Irokesenschnitt der Punker,

ein strenger Kurzhaarschnitt beim Banker,

und viele, viele and’re mehr,

sie zu benennen, ist zu schwer.


Frisuren waren einst im Trend,

die heute kaum noch jemand kennt,

wie Vokuhila, Pagenschnitt,

der Mann von Welt nahm alles mit,

auch Minipli und Rastazöpfe,

die zierten früher Männer-Köpfe.


Dass Frauen ihre Haare lieben,

ist sicher NICHT ganz übertrieben,

und wenn sie mähnengleich bei Damen

ein puppenhaftes Antlitz rahmen,

dann sind die Frauen glatt der “Burner”,

wie damals die Frau Tina Turner,

die kurz berockt und hoch beschuht,

bei einem Auftritt NIEMALS ruht’.


Die Frau galt einst als gut frisiert,

trug sie ihr Haupthaar hoch toupiert,

so täuschte sie des Haares Fülle,

doch diese höchst fragile Hülle

in Strähnen schlaff herunterhing,

wenn's plötzlich an zu regnen fing,

dann stand sie sprichwörtlich fürwahr

wie ein begoss'ner Pudel da.


Erregung steigert sich in Wellen,

wenn sich die Körperhärchen stellen,

womit wir zwar beim Thema wär’n,

doch liegt die “Schlüpfrigkeit” mir fern,

zur Schambehaarung hier zu schreiben,

das lasse ich wohl besser bleiben,

zu diesen höchst intimen Sachen,

könnt ihr euch selbst Gedanken machen.


Empfindest du bei Haarverlust

nur Schamgefühl und tiefen Frust,

und haderst mit des Schicksals Tücke,

greifst du am besten zur Perücke,

dann wirkst du wieder jung und frisch

und attraktiv und jugendlich.


Ein Weib, das setzt verbal Schachmatt,

wenn's Haare auf den Zähnen hat,

womit man oft ein böses Weib,

das Gift und Galle spritzt, beschreibt.

Trägt man als Dame einen Bart,

wirkt das auf viele nicht apart,

es sei denn, man(n) hat mächtig Durst,

dem wär’ dann selbst Conchita wurst.



Die Beatles hatten Pilzkopf-Haare,

dann kam die Zeit der Ha(a)rdrock-Jahre,

man(n) trug das Haar in voller Länge,

zu Luftgitarre “Headgebänge”,

und später dann, im Disco-Fieber,

trug Afrolook-Frisur man(n) lieber,

es folgten Popkultur und Punk,

Rap blieb mir schnuppe, Gott sei Dank!


Ein Haar, das in der Suppe schwimmt,

man gern als Grund zum Nörgeln nimmt,

sucht wer ein Haar in JEDER Suppe,

ist Harmonie ihm völlig schnuppe,

kommt der dann plötzlich in Gefahr,

dann sträubt sich ihm das Nackenhaar,

und wenn die Lage krass entgleist,

beschreibt man sie als haarig meist,

entkommt man ihr um Haaresbreite,

dann sucht man haarscharf schnell das Weite.


Ein Mann, der Haare spalten kann,

ist wohl ein sehr penibler Mann,

bei Frauenhaaren-Spalterei

führt ungeliebter Spliss zum Schrei,

ansonsten wachsen Haare still,

auch dort, wo man sie oft nicht will,

wenn sie aus Ohr und Nase schießen,

statt zierlich auf dem Kopf zu sprießen,

auch Achselhaare sind verpönt,

da ist man heute sehr verwöhnt.


Haarsträubend sind Geschichten dann,

wenn man sie fast nicht glauben kann,

sorgt Haarausfall für kahle Stellen,

dann muss man sie auf Dauer wellen,

Haar wird gewaschen und gekämmt,

gezupft, geschnitten, abgeflämmt,

toupiert, gefärbt, gegelt, getönt,

gescheitelt und adrett geföhnt,

wenn keins mehr wächst, dann wird poliert,

wächst's im Gesicht, wird es rasiert,

und wenn am Morgen es mal eilt,

wird wildes Frauenhaar gestylt,

mit Haarband oder einer -spange,

das hält und dauert auch nicht lange.


Schon nach dem ersten Satz war klar,

heut ging es mir mal um das Haar,

darüber könnt’ man Bücher schreiben,

doch keine Angst, ich lass’ es bleiben!


© Klaus Dattner, 2026


Bilder: Pixabay


Facebookprofil: https://www.facebook.com/klaus.dattner

Musikinstrumente

 

Musik ist eine Himmelspracht,

vor allem, wenn man´s selber macht.

 

Der Musiker sich glücklich fühlt,

wenn er sein Instrument bespielt.

 

Die Fußnoten sind wichtig dann,

so fängt doch jeder mal klein an.

 

Der Geigerzähler ist gut drauf,

zieht ständig andre Saiten auf.

 

Manch einer ehrfurchtsvoll dann staunt,

während ein andrer rumposaunt.

 

Manche Aktion ist konzertiert,

damit nichts unkontrolliert passiert.

 

Orchester spielen einen Streich

Tri-Angler meist an einem Teich.

 

Es wird gegrätscht ins Flügelspiel,

auch Trübsal blasen bringt nicht viel.

 

Und wer hat´s nicht schon mal erlebt,

dass dir ein Nasenflügel bebt?

 

Wer gern im Freien musiziert,

die Luftgitarre ausprobiert.

 

Die Biker orgeln pausenlos,

finden die Laustärke famos.

 

Der Trommler lässt sich gern verkabeln,

der Marschbläser liebt es zu tadeln.



Er hält die Standpauke dann gern

und sich von Diskussionen fern.

 

Er bringt dir Flötentöne bei,

Musik ist ihm da einerlei.


In Pik sind Flöten diffizil,

zu oft vergeigt man´s Farbenspiel.

 

Die Sektflöte jedoch ist leicht,

sie wird sehr gern herumgereicht.

 

Werden mal Hörner aufgesetzt,

fühlt sich der Mensch ganz tief verletzt.

 

Bei Martinshörnern wächst kein Grimm,

auch Nebelhörner sind nicht schlimm.

 

Schade ist nur, wenn schräg es klingt

und das Niveau andauernd singt.

 

Der Ohrwurm hat dann keine Ruh

und hält sich nur die Ohren zu.

 

© Volker Hilbt

 

Bilder: Pixabay


Autorenprofil: https://double-wan.de/ueber-uns/volker-hilbt.html


Mehr über ihn: https://www.halloherne.de/artikel/wenn-der-mops-auf-skatern-rollt-64903


Das Buch „Das Wort beim Wort nehmen – sei kein Frosch“:

https://shop.tredition.com/booktitle/Das_Wort_beim_Wort_nehmen_-_sei_kein_Frosch/W-1_127253

Das Orakel von Delfin

 

Vor sportlich wichtigen Turnieren

wird immer wieder manchen Tieren

 

glatt unterstellt, so wüssten alles,

erst recht im Fall des Fußball-Falles.

 

Sie müssen ein Ergebnis tippen

(das Sportler oft anschließend kippen).

 

Ob Krake, Kuh, ob Elefant,

sie haben es in ihrer Hand,

 

wer denn ganz sicher wohl gewinnt,

obwohl sie ahnungslos ja sind.

 

Es gibt halt nur dies eine Tier,

das hat für so etwas Gespür.

Nur der Delfin ist klug genug,

da wittert niemand je Betrug.

 

Er ist das einzige Orakel,

das weissagt ohne Fehl und Makel.

 

© Volker Hilbt

 

Bild: Pixabay


Autorenprofil: https://double-wan.de/ueber-uns/volker-hilbt.html


Mehr über ihn: https://www.halloherne.de/artikel/wenn-der-mops-auf-skatern-rollt-64903


Das Buch „Das Wort beim Wort nehmen – sei kein Frosch“:

https://shop.tredition.com/booktitle/Das_Wort_beim_Wort_nehmen_-_sei_kein_Frosch/W-1_127253

Spaziergang an der Elbe

 

Sonntag war's, die Sonne schien,

man sah viele Menschen am Elbufer vorüberziehen.

Es war in Dresden, also Sachsen,

wo die schönsten Mädchen auf den Bäumen wachsen.

 

Darunter ging auch ein Paar mit Kind,

das Kind sah Angler, fragte, ob das Angelsachsen sind.

Der Mann, ein Lehrer, um Fassung rang,

brauchte für eine Antwort doch recht lang.

 

„Liebes Kind, ich sage dir,

die Angelsachsen sind nicht mehr hier.

Damals zur Völkerwanderungszeit

machten sie sich woanders breit.



Diese hier sind hiergeblieben,

weil sie ihr „Elbflorenz“ so lieben.

Beim Angeln kann man so schön träumen,

von hübschen Mädchen an den Bäumen!

 

Angler lieben Bäume, Blatt für Blatt,

weil Baumobst auch mal Würmer hat!“

Zweifelnd schaute das Kind den Vater an,

besonders nach der Story mit dem Weihnachtsmann!

 

© Karl-Heinz Remer (Lichterfelder Verseschmied)

 

Bilder: Pixabay


Facebookprofil: https://www.facebook.com/karlheinz.remer.5

Der Hüte-Hund

 

Der Hund sieht sich als Typ von Welt,

so hat er´s oft schon rausgebellt.

 

So will er heute shoppen gehn,

dass ihn die andren auch so sehn.

 

Er geht ins feinste Modehaus,

nimmt sich die feinsten Sachen raus.

 

Schaut ständig in den Spiegel rein,

es soll schließlich das Rechte sein.

 

Nimmt sich beim Anprobieren Zeit,

dann endlich ist der Hund so weit.

 

Er schnappt er sich einen schwarzen Hut,

dreht sich im Kreis, findet sich gut.

Der Hut betont sein Angesicht,

was andres kommt in Frage nicht.

 

Man nennt ihn halt nicht ohne Grund

den wunderschönen Hüte-Hund.

 

© Volker Hilbt

 

Bilder: Pixabay


Autorenprofil: https://double-wan.de/ueber-uns/volker-hilbt.html


Mehr über ihn: https://www.halloherne.de/artikel/wenn-der-mops-auf-skatern-rollt-64903


Das Buch „Das Wort beim Wort nehmen – sei kein Frosch“:

https://shop.tredition.com/booktitle/Das_Wort_beim_Wort_nehmen_-_sei_kein_Frosch/W-1_127253

Meerteiler

 

So mancher Krimi wird erst schön,

wenn man ihn mehrteilig kann sehn.

 

Die Spannung steigt am Ende wieder,

der Schreck fährt schnell dir in die Glieder.

 

Dann musst du ein paar Tage warten

und in die neue Folge starten.

 

Du schaust in dein Gerät gebannt

und bist von Anfang an gespannt.

 

Der erste Meerteiler ist alt,

auch da ging es schon um Gewalt.

 

Das Moses-Volk sah einst tiefrot,

die Häscher kamen bald in Not.

 





Der Typ konnte das Wasser teilen

und den Ägyptern so enteilen.

 

Die mussten in den Wassermassen

beim Wellenritt ihr Leben lassen.

 

© Volker Hilbt

 

Bild: Pixabay


Autorenprofil: https://double-wan.de/ueber-uns/volker-hilbt.html


Mehr über ihn: https://www.halloherne.de/artikel/wenn-der-mops-auf-skatern-rollt-64903


Das Buch „Das Wort beim Wort nehmen – sei kein Frosch“:

https://shop.tredition.com/booktitle/Das_Wort_beim_Wort_nehmen_-_sei_kein_Frosch/W-1_127253

Gemüse-Kartenspiel

 

Junges Gemüse spielt im Garten

nach Herzenslust im Sommer Karten.

 

Ob Rommé, Poker, ob Quartett –

die Zocker finden vieles nett.

 

Sitzen im Hochbeet in der Sonne

und trinken Wasser aus der Tonne.

 

Die Paprika spielt gerne Skat,

weil sie dann was zu reizen hat.

 

Der Möhre wird es schnell zu heiß,

sie sich sofort zu helfen weiß.

 

Sie kann sich aus der Schale schälen

und muss sich so nicht lange quälen.

 

Die Erbse hier am schnellsten zählt

und wird zum Schreiben stets gewählt.

 

Erzählt auch gern die tollsten Schoten,

manch´ Witz jedoch gehört verboten.

 

Die Zwiebel kann nicht gut verlieren.

Da kann es schon mal leicht passieren,

 

dass sie stark heult, wenn sie´s versaut.

hat dicht am Wasser halt gebaut.



Der Grün- und auch der Blumenkohl

fühlen sich bei Patiencen wohl.

 

Die Gurken überhaupt nichts taugen,

haben Tomaten auf den Augen.

 

Die Bohnen ohne Pause grinsen.

Doch warnen alle sie: „Nicht linsen!“

 

Übrigens: Klar ist, wer hier siegt,

die ganzen Mangoldblüten kriegt.

 

© Volker Hilbt

 

Bild: Montage aus Pixabay-Bildern


Autorenprofil: https://double-wan.de/ueber-uns/volker-hilbt.html


Mehr über ihn: https://www.halloherne.de/artikel/wenn-der-mops-auf-skatern-rollt-64903


Das Buch „Das Wort beim Wort nehmen – sei kein Frosch“:

https://shop.tredition.com/booktitle/Das_Wort_beim_Wort_nehmen_-_sei_kein_Frosch/W-1_127253

Des Pudels Kern

 

Der Pudel sucht doch immer gern

all überall den eignen Kern.

 

Auch geht er sehr, sehr häufig shoppen,

um die Verkäuferin zu foppen.

 

Er macht dann wieder seine Witze

und fragt nach einer Pudelmütze.

 

Er liebt den Sport, er liebt das Spiel,

das Rennen wird ihm nie zu viel.

 

Nur Bowling steht nicht auf dem Plan,

die Gosse er nicht leiden kann.

 

© Volker Hilbt

 

Bilder: Pixabay


Autorenprofil: https://double-wan.de/ueber-uns/volker-hilbt.html


Mehr über ihn: https://www.halloherne.de/artikel/wenn-der-mops-auf-skatern-rollt-64903


Das Buch „Das Wort beim Wort nehmen – sei kein Frosch“:

https://shop.tredition.com/booktitle/Das_Wort_beim_Wort_nehmen_-_sei_kein_Frosch/W-1_127253

Samen

 

Die Seltsamen,

Wundersamen,

Gemeinsamen,

die Achtsamen,

Sorgsamen,

Heilsamen,

die Bedeutsamen,

Behutsamen,

Duldsamen,

die Mühsamen,

Arbeitssamen

und Erholsamen.

 

Wie gut, dass all diese Samen

zu uns auf die Erde hier kamen.

Sie pflanzen ihre Eigenschaft fort

und ich suche sie weiter, Wort für Wort.

 

Die Unbeugsamen,

Strebsamen,

Aufmerksamen,

die Langsamen,

Schmiegsamen,

Biegsamen,

die Empfindsamen,

Furchtsamen,

Schweigsamen,

die Beredsamen,

Gleichsamen

und Unliebsamen.

 

Was wären wir ohne die Samen?

Ein jeder steht in seinem Rahmen.

Tot wäre schon jegliches Leben,

würde es diese Samen nicht geben.

 

Die Einfühlsamen

 

sind die kostbarste Saat,

wohl dem, der nur einen fand.

Wer ihn in seiner Nähe hat,

hält den Samen der Liebe in der Hand.

 

© Christina Udwari

 

Bild: Pixabay


Facebookprofil: https://www.facebook.com/christina.udwari


Facebookseite: https://www.facebook.com/udwari.christina


Die Bank

 

Die Bank strahlt hell im Sonnenlicht,

dass Fliegen da sind, stört sie nicht.

 

Auf ihr dürfen doch alle sitzen

und in der Wärme etwas schwitzen.

 

Sie lädt stets zum Verweilen ein,

ein jeder darf ihr Gast hier sein.

 

Sie gönnt doch allen ihre Ruh

und hört ihnen beim Reden zu.

 

Probleme werden hier gewälzt,

sind sie gelöst – der Bank gefällt´s.

 

Was sie besonders gern genießt?

Ein Paar, das sich die Lippen schließt,

 

sich zärtlich bei den Händen hält,

versinkt in seine eigne Welt.

 

Leider verteilt so mancher Müll,

was eine Bank so gar nicht will.

 

Die Ferkelei ist nicht ihr Bier,

sie hätt´s gern immer sauber hier.

 

Sie wird oft traurig über Nacht,

wenn jemand dort sein Schläfchen macht,

 

der erst den größten Hunger stillt

und sich dann in die Decken hüllt.

 

Das Schlimmste, was passieren kann,

dass so ein Typ sich schleicht heran,

 

um eine Bank – man mag´s kaum glauben –

so spät am Abend dann zu rauben.

 

Sie hofft, dass der, der sie stibitzt,

bald lange ganz woanders sitzt.

 

© Volker Hilbt

 

Bild: Pixabay


Autorenprofil: https://double-wan.de/ueber-uns/volker-hilbt.html


Mehr über ihn: https://www.halloherne.de/artikel/wenn-der-mops-auf-skatern-rollt-64903


Das Buch „Das Wort beim Wort nehmen – sei kein Frosch“:

https://shop.tredition.com/booktitle/Das_Wort_beim_Wort_nehmen_-_sei_kein_Frosch/W-1_127253



Saiten

 

Saiten, die mit a geschrieben,

muss ein Klavierspieler wirklich lieben.

 

Er zupft an ihnen, lässt sie springen,

bringt durch streicheln sie zum Klingen

 

und sich selbst in dieser Phase

bis zum Gipfel der Ekstase.

 

Drum findet er sie unentbehrlich

und Saitensprünge einfach herrlich.

 

© Dieter Kauertz

 

Bilder: Pixabay


Facebookprofil: https://www.facebook.com/profile.php?id=100017123198327



Der Ohrwurm

 

Der Ohrwurm macht es sich bequem,

hörst du Musik, weißt nicht, vom wem.

 

Er nistet sich lang bei dir ein,

du denkst und denkst, findest es gemein,

 

dass er sich nicht erkennbar macht,

nur andauernd über dich lacht.

 

Verzweifelt strengt sich an dein Hirn,

du haust dir oftmals vor die Stirn,

 

doch nichts hilft dir für lange Zeit,

du bist zur Aufgabe befreit.

 

Doch Stunden später, irgendwann,

kommt bei dir doch die Lösung an.

 

Du kennst das Lied, den Interpreten,

auch wenn sich beide blöd verspäten.

 

Hier kommt der Tipp: Sei doch nicht dumm,

und lauf mit Ohrenschützern rum!

 

© Volker Hilbt

 

Bild: Pixabay


Autorenprofil: https://double-wan.de/ueber-uns/volker-hilbt.html


Mehr über ihn: https://www.halloherne.de/artikel/wenn-der-mops-auf-skatern-rollt-64903


Das Buch „Das Wort beim Wort nehmen – sei kein Frosch“:

https://shop.tredition.com/booktitle/Das_Wort_beim_Wort_nehmen_-_sei_kein_Frosch/W-1_127253



Der Obsthändler

 

Sie reden in der Industrie –

Metall, Maschinen und Chemie –

 

schon seit geraumer Zeit davon,

doch keiner hat´s mit Tradition.

 

Das Kerngeschäft – ein Modewort,

manch´ Manager springt da sofort

 

auf diese Möglichkeiten an,

weil damit einsparen er kann.

 

Bereiche werden abgegeben,

um Potenziale so zu heben.

 

Kollegen bleiben auf der Strecke,

strecken fortan sich nach der Decke.

 

Das ist den Vorständen egal,

für sie gilt nur die Euro-Zahl.

 

Das mit dem Kern macht erst dann Sinn,

schaust du zum Obsthändler mal hin.

 

Der hebt dir lächelnd seinen Daumen,

zeigt Aprikosen, Kirschen und Pflaumen.

 

Hier steht das Modewort zu Recht:

Sein Kerngeschäft ist wirklich echt.

 

© Volker Hilbt

 

Bild: Pixabay


Autorenprofil: https://double-wan.de/ueber-uns/volker-hilbt.html


Mehr über ihn: https://www.halloherne.de/artikel/wenn-der-mops-auf-skatern-rollt-64903


Das Buch „Das Wort beim Wort nehmen – sei kein Frosch“:

https://shop.tredition.com/booktitle/Das_Wort_beim_Wort_nehmen_-_sei_kein_Frosch/W-1_127253


Augenli(e)der

 

Es war an einem schönen Sommertag,

da traf mich voll ein Wimpernschlag,

von dem ich mich nicht mehr erholte,

weil er sich ständig wiederholte.

 

Danach, das mag wie Schwachsinn klingen,

hörte ich meine Augen singen.

Seitdem hör` ich sie immer wieder,

es sind wohl meine Augenli(e)der.

 

© Dieter Kauertz

 

Bild: Pixabay


Facebookprofil: https://www.facebook.com/profile.php?id=100017123198327



Die Schlange

 

Die Schlange wartet schon am Fluss,

weil ihr Besuch bald kommen muss.

 

Der Anlass ist die Kinderschar –

vier waren hier auf einmal da.

 

Erblickten grad das Licht der Welt

und werden sofort vorgestellt.

 

Sind sich jetzt schon nicht immer grün,

werden noch reichlich Gift versprühn.

 

Nun steht sie (fast) in Reih und Glied:

die Rasselbande, wie man sieht.

 

© Volker Hilbt

 

Bild: Pixabay



Autorenprofil: https://double-wan.de/ueber-uns/volker-hilbt.html


Mehr über ihn: https://www.halloherne.de/artikel/wenn-der-mops-auf-skatern-rollt-64903


Das Buch „Das Wort beim Wort nehmen – sei kein Frosch“:

https://shop.tredition.com/booktitle/Das_Wort_beim_Wort_nehmen_-_sei_kein_Frosch/W-1_127253


Brücken

 

Die Brücken haben es meist schwer

durch immer stärkeren Verkehr.

 

Sind in die Jahre oft gekommen,

werden aus selbigem genommen.

 

Doch manche bleiben Monumente

und gehen niemals je in Rente.

 

Ob Golden, Brooklyn oder Tower –

man sieht sie sich gern an genauer.

 

Auch in Venedig und Florenz

gibt´s die Touristiker-Lizenz.

 

Die Zahnärzte verdienen dran,

gehen sie an schlechte Zähne ran.

 

In einem Lied gibt´s davon sieben,

das viele Schlagerfans so lieben.

 

Als erstes sang es einst Karat,

was dann auch Peter Maffay tat.

 

Auch in der Kino-Industrie

vergaß man diese Brücken nie.

 

Zum Auftakt zeigten sie geschwind,

wie irrsinnig doch Kriege sind.

 

Will man nach vorn gemeinsam schauen,

gilt es oft, Brücken erst zu bauen.

 

Und sicher der tut gut daran,

der Kabel überbrücken kann.

 

Daheim die Brücke liegt, dass man

schön auf dem Teppich bleiben kann.

 

Drum ist es wahrlich nicht verkehrt,

wenn man die Brücken heute ehrt.

 

© Volker Hilbt

 

Bilder: Pixabay


Autorenprofil: https://double-wan.de/ueber-uns/volker-hilbt.html


Mehr über ihn: https://www.halloherne.de/artikel/wenn-der-mops-auf-skatern-rollt-64903


Das Buch „Das Wort beim Wort nehmen – sei kein Frosch“:

https://shop.tredition.com/booktitle/Das_Wort_beim_Wort_nehmen_-_sei_kein_Frosch/W-1_127253



Die Spinne


Die Spinne ist schon sehr erregt,

da hat sich doch ihr Netz bewegt.


Es ist gesponnen dicht im Baum,

zu sehen ist die Falle kaum.


Sie geht dem Schaukeln auf den Grund

und staunt sofort mit offnem Mund.


Ein Schmetterling, recht gut erhalten,

kann sich nicht mehr so recht entfalten.


Er klebt zu fest, ist bald verbunden

und wenig später ganz verschwunden.


Die Spinne denkt: So einen Happen

würde ich mir gern täglich schnappen.


Ein Vogel fliegt bald auf den Ast,

macht dicht am Netz Rast ohne Hast.


Und weil er dort noch länger kaut,

dabei auch ab und zu verdaut,


fragt sie ihn heiter: „Fühlst du auch

wie ich den Schmetterling im Bauch?


© Volker Hilbt


Bild: Montage aus Pixaby-Bildern


Autorenprofil: https://double-wan.de/ueber-uns/volker-hilbt.html


Mehr über ihn: https://www.halloherne.de/artikel/wenn-der-mops-auf-skatern-rollt-64903


Das Buch „Das Wort beim Wort nehmen – sei kein Frosch“:

https://shop.tredition.com/booktitle/Das_Wort_beim_Wort_nehmen_-_sei_kein_Frosch/W-1_127253



Die Sandale

 

Eine Sandale spricht zum Schuh:

„Super, dass ich nicht bin wie du.

 

Ich bin für alles immer offen,

darauf kannst du ja niemals hoffen.“

 

Dem Schuh ist das total egal.

Er denkt sich nur: „Die kann mich mal.

 

Und spricht zu ihr dann unverdrossen:

„Halt dich doch einfach mal geschlossen.“

 

© Volker Hilbt

 

Bild: Pixabay


Autorenprofil: https://double-wan.de/ueber-uns/volker-hilbt.html


Mehr über ihn: https://www.halloherne.de/artikel/wenn-der-mops-auf-skatern-rollt-64903


Das Buch „Das Wort beim Wort nehmen – sei kein Frosch“:

https://shop.tredition.com/booktitle/Das_Wort_beim_Wort_nehmen_-_sei_kein_Frosch/W-1_127253


Speckulatius

 

Die Maus steht staunend vor dem Baum,

sie traut dort ihren Augen kaum.

 

Da hängt nicht nur der Zuckerguss,

sondern auch Speckulatius.

 

Schnell holt sie die Familie ran,

damit auch sie gleich futtern kann.

 

Sie alle sofort speckulieren,

was sie als Erstes woll´n probieren.

 

Den Baum hinauf und wieder runter,

die Leckerei macht alle munter.

 

Der Baum ist ratzfatz leergefegt,

der Speckulatius erlegt.

 

Die Mäuse denken insgeheim,

Weihnachten könnte täglich sein!

 

© Volker Hilbt

 

Bilder: Pixabay


Autorenprofil: https://double-wan.de/ueber-uns/volker-hilbt.html


Mehr über ihn: https://www.halloherne.de/artikel/wenn-der-mops-auf-skatern-rollt-64903


Das Buch „Das Wort beim Wort nehmen – sei kein Frosch“:

https://shop.tredition.com/booktitle/Das_Wort_beim_Wort_nehmen_-_sei_kein_Frosch/W-1_127253



Spitzkuchen und Katzenzungen

 

In einem süßen Hundekuchen

haben die Hunde nichts zu suchen.

 

Er ist mit Hunden nicht gefüllt,

der Hund hier seinen Hunger stillt.

 

Keine Gefahr droht ja auch Katzen,

wenn Menschen Katzenzungen schmatzen.

 

Der Kuchen schmeckt so süß und fein,

da hau‘n die Tiere richtig rein.

 

Doch ein Hund – und das ist kein Witz –

kriegt Extra-Kuchen stets: der Spitz.

 

© Volker Hilbt

 

Bilder: Pixabay


Autorenprofil: https://double-wan.de/ueber-uns/volker-hilbt.html


Mehr über ihn: https://www.halloherne.de/artikel/wenn-der-mops-auf-skatern-rollt-64903


Das Buch „Das Wort beim Wort nehmen – sei kein Frosch“:

https://shop.tredition.com/booktitle/Das_Wort_beim_Wort_nehmen_-_sei_kein_Frosch/W-1_127253



Schillerlocke

 

So ein Museum, das ist fein,

da wollen viele Menschen rein.

 

Da gibt es allerhand zu sehn,

deshalb bleibt man auch lang oft stehn.

 

Vor Bildern, Büsten und Pokalen,

Teppichen, Münzen, Silberschalen,

 

vor Ringen, Kleidern oder Kronen –

auch alte Waffen sich doch lohnen.

 

Man lebt Geschichte wie Kultur,

kommt alten Meistern auf die Spur.

 

Kürzlich die nächste Sensation,

sie liegt – na klar – im Louvre schon.

 

Sie hängen´s an die große Glocke:

„Wir haben eine Schillerlocke!“

 

© Volker Hilbt

 

Bild: Pixabay (Louvre)


Autorenprofil: https://double-wan.de/ueber-uns/volker-hilbt.html


Mehr über ihn: https://www.halloherne.de/artikel/wenn-der-mops-auf-skatern-rollt-64903


Das Buch „Das Wort beim Wort nehmen – sei kein Frosch“:

https://shop.tredition.com/booktitle/Das_Wort_beim_Wort_nehmen_-_sei_kein_Frosch/W-1_127253



Die Kuh

 

Die Kuh hat mächtig viele Fladen

auf ihren Anhänger geladen.

 

Sie hat so richtig rangeklotzt,

sich dann ein wenig aufgemotzt.

 

Denn jetzt möchte sie sich belohnen

mit dem Getränk aus frischen Bohnen.

 

Schnell geht sie in ein Restaurant,

wedelt mit ihrem Schwanz galant.

 

Als sie dort sitzt, erfolgt der Ruf

dazu winkt sie mit ihrem Huf.

 

Schon eilt der Kellner jetzt hinzu,

nimmt die Bestellung auf im Nu.

 

Sie wählt, was sie schon gestern hatte:

den großen Becher mit Muh-Latte.

 

© Volker Hilbt

 

Bild: Montage aus Pixabay-Bildern


Autorenprofil: https://double-wan.de/ueber-uns/volker-hilbt.html


Mehr über ihn: https://www.halloherne.de/artikel/wenn-der-mops-auf-skatern-rollt-64903


Das Buch „Das Wort beim Wort nehmen – sei kein Frosch“:

https://shop.tredition.com/booktitle/Das_Wort_beim_Wort_nehmen_-_sei_kein_Frosch/W-1_127253