Tanzen im Regen zu zweit

 

Wieder einmal von den Tagen, an denen man nicht

nach draußen gehen möchte.

Und doch wollten wir es wagen.

Es goss in Strömen.

 

Kein Sonnenstrahl berührte die nasse Erde.

Ganz leise dudelte aus dem Radio der Evergreen

„Singing in the Rain“.

 

„Komm, lass uns im Regen tanzen.“

Das sagte ich zu ihr.

 

Ja, und wir haben es getan.

 

Wie zwei Teenager hopsten wir im Regen hin und her.

Und immer diese wunderschöne Melodie auf den Lippen.

 

Wir wurden noch einmal jung und erlebten in

diesem Regenschauer unsere wundervollen

Jugendjahre aufs Neue.

 

In diesem Regenschauer

waren wir nur für uns,

ganz alleine;

nichts und niemand konnte

unser Zusammensein stören.



Ich nahm meine Liebste

in den Arm und küsste sie

zärtlich und meinte zu ihr.

 

„Lass uns zu zweit tanzen

in diesem Regenschauer.“

 

Und wir haben es nicht bereut,

dass wir es getan haben.

 

© Pitt (2026)

 

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Was ist Liebe?

 

Viele wissen nicht mehr, was Liebe ist,

wird verwechselt mit Verliebtsein, wenn man sich mal küsst,

mit Worten so schnell und Gefühlen aus Sand,

die fallen wie Schatten und ohne Verstand.

 

Liebe ist mehr als ein flüchtiger Blick,

ist mehr als ein Kuss, wo man glaubt es wäre Glück,

Sie bleibt, wenn das Leichte längst weiterzieht,

wenn das Herz noch hofft und auch sich müht.

 

Sie schreit nicht laut, sie drängt sich nicht vor,

sie steht still im Sturm, klopft leise ans Tor.

Sie geht nicht, wenn Zweifel die Wege verstellen,

sie lernt zu verstehen, statt schnell zu vergehen.



Viele wissen nicht mehr, was Nähe bedeutet,

so mancher hat schon die Seele verleugnet.

Sie suchen im Außen, was innen nur ruht

und nennen es Liebe, doch das ist Betrug.

 

Mut, sich zu zeigen ohne Maske im Spiel,

zu bleiben, wenn Schweigen mehr sagt als zu viel.

Denn Liebe ist kein Moment, der vergeht,

sondern für immer und ewig besteht ...

 

© Irmgard Behrend

 

Bild: Pixabay


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Auf der Bank

 

Die Bank ist unser Treffpunkt noch für heute und auch morgen,

wenn Abendsonne sich in den Olivenzweigen bricht,

wir sind umringt von blauem Mohn, vergessen alle Sorgen

und ich schau manchmal schüchtern in dein strahlendes Gesicht.

 

Ein leiser Wind rauscht durch das Feld und trägt die warmen Reste

vom Salz des Meers direkt zu uns, das etwas westlich liegt,

mit Wein und Zigaretten feiern wir intime Feste,

bis sich dein Kopf im Mondenschein an meine Schulter schmiegt.

 

Wir tauschen unsre Nummern aus für Tage nach dem Sommer,

den wir gemeinsam an dem hellen Urlaubsort verbracht,

wir saßen hier bei Affenhitze und auch mal bei Donner,

doch du hast mir die Stunden stets zu schöner Zeit gemacht.

 

© Fabio Berman

 

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Wanderwald

 

Den Weg, den ich wandere,

schmücke ich mit dem Laub der Buchen.

Die Sonnenstrahlen hänge ich

an die Äste der Bäume.

Dem Mond, gleich hinter dem Wald,

nehme ich seinen Glanz

und schmücke dein Haar mit Licht.

In meinen Händen trage ich

das Rauschen des Windes

dir entgegen.

 

© Olaf Lüken

 

Bild: Pixabay


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Zeiten der Liebe

 

Mit Elternliebe begann nach der Geburt unser Leben,

dem eignen Kind wollten unsere Eltern ihre ganze Liebe geben.

 

In der Schule hatte man dann so manchen Schulfreund gern,

doch vom Verliebtsein war man damals noch fern.

Die erste Liebe hatte alles auf den Kopf gestellt,

ein Blick in seine Augen und ich vergaß die Welt.

 

Die Schmetterlinge im Bauch vergesse ich nie,

beim Heiratsantrag bekam ich weiche Knie.

Gemeinsam hatten wir die Hochzeit gewagt,

strahlend hatten beide laut „Ja“ gesagt.

 

In jedem Alter war einer für den anderen da,

auch in schweren Zeiten waren wir uns nah.

Im Alter war die Liebe noch tiefer mit viel Zärtlichkeit.

In unserem Leben herrschte immer die Zufriedenheit.

 

Können wir uns jetzt auch nicht mehr sehen,

unsere Liebe wird auch nach dem Tod nie vergehen.

 

© Thea Küch

 

Bilder: Pixabay


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Zeiten der Liebe zu den Kindern

 

Schon in der Schwangerschaft, in den ersten Stunden,

ist eine liebende Mutter mit dem Kind verbunden.

Halten Eltern das Kind zum ersten Mal im Arm,

wird ihnen sofort um das Herz ganz warm.

Sie haben viele Jahre die wunderbare Kinderliebe gefühlt,

die mit Nähe, Wärme und Freude das Leben umhüllt.

Die elterliche Liebe zu den Kindern wächst mit der Zeit

und sie gibt auch in schwierigen Phasen dem Kind Sicherheit.

Dann kommt die Zeit in der die Eltern loslassen müssen,

sie werden ihre Kinder bestimmt sehr vermissen.

Erwachsene Kinder, sie verlassen das Elternhaus,

sie ziehen weit in die unsere Welt hinaus.

Doch in der Familie sind sie ihr ganzes Leben,

man wird aus der Ferne ihnen all unsere Liebe geben.

Wenn sich Eltern und Kinder auch lange nicht sehen,

die Liebe zueinander ist stark und wird nie vergehen.

 

© Thea Küch

 

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Zeiten der Freundschaft

 

Freundschaft ist nicht an Lebensjahre gebunden.

Sie kann Jahre bestehen und nicht nur Stunden.

Freunde kann man nicht sofort erkennen,

doch echte Freundschaft kann man Seltenheit nennen.

Freundschaft ist oft nur zwischen zwei Personen,

sie können auch kilometerweit auseinander wohnen.

Wahre Freunde werden dich in der Not unterstützen

und auch dich sofort bestimmt vor Unheil beschützen.

Einem Freund kannst du beruhigt kleine Geheimnisse sagen,

er erzählt es nicht weiter und wird nicht klagen,

denn einem guten Freund kannst du vertrauen

und du kannst auf seine Hilfe bauen.

Habt ihr auch mal Ärger und ganz verschiedene Ansichten,

da folgt eine Aussprache, das wird die Freundschaft nicht vernichten.

Ein Freund ist wie die Sterne, nicht ganz nah,

doch wenn du ihn brauchst, ist er immer da.

 

© Thea Küch

 

Bild: Pixabay


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Am Glühweinstand

 

Du hast mich einst am Glühweinstand

bei Schnee allein gelassen,

an Weihnachtsmarktes dunklem Rand

trank ich noch unsre Tassen.

 

Seitdem erscheint am Tannenbaum

beim Öffnen der Geschenke,

dein letzter Blick mir wie im Traum,

an den ich stetig denke.

 

In jedem noch so kleinen Licht

der bunten Lampenketten

seh ich im Winter dein Gesicht

beim Bummeln und bei Metten.

 

Die Mandeln schmecken irgendwie

nach deinen warmen Lippen,

wahrscheinlich werde ich nun nie

mehr davon wieder nippen.

 

Dein letzter Blick verfolgt mich noch

wohl für ganz viele Jahre,

am Glühweinstand fiel ich ins Loch

schon unzählige Male.

 

© Fabio Berman

 

Bild: Pixabay


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Sommernachtstraum

 

Sommernächte, so lind und lau,

verlassen ihr Traumgelände.

Süßer Atem meiner Frau,

angenehm, weil mild, nicht rau,

spüre ihre warmen Hände.

 

Ihr Atem spült die Träume fort,

Bilder, die lautlos entschwinden.

Sie, die liebt, auch ein liebes Wort,

das ihre Sehnsucht trägt mit sich fort,

und niemand kann's wiederfinden.

 

© Olaf Lüken

 

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Du und ich durch den Kosmos

 

Wir fliegen gemeinsam auf heißen Kometen

zu sehr weit entlegenen Exoplaneten,

wir lenken das Steuer zu kosmischen Blitzen,

zu denen wir heiter und sorgenfrei flitzen

hinein in die riesigen Raum-und-Zeit-Tunnel

für einen begrenzten, doch reizvollen Bummel

und schnurstracks hinein in die lichtlosen Löcher,

die Neugierde treibt unser Herz noch und nöcher

vorbei an den funkelnden, glitzernden Sternen

in außergewöhnliche, flüsternde Fernen.

 

Wir sind stets umgeben von manch Energien,

die uns jedoch nie unser Bündnis entziehen,

denn wir überwinden zu zweit Hand in Hand,

dort jedwede Hürde, sogar den Verstand.

Denn fern ab von aller, nur hemmender Logik,

lenkt Liebe verschmitzt das gemeinsame Glück.

 

© Fabio Berman

 

Bild: Pixabay


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Liebe auf den zweiten Blick

 

Ich sehe Dich, mit meinen Augen.

Empfinde das, was ICH sehen kann.

Was können Worte wirklich taugen?

Du auf dem Altar, ich wie im Bann.

Ich wickle Dich ein, in Geschenkpapier

und wünsche alles Liebe Dir.

Die Büste fällt. Dein Hals zerbricht.

Meine Güte! - Verletze Dich nicht!

 

Auch auf den 2ten Blick hab ich Dich gesehn.

Da war's um mich gleich wieder geschehn.

Mein Herz pochte schnell und schneller.

Mein Mut fiel in einen tiefen Keller.

Es kam die Zeit, ich war bereit.

Hab Kopf und Leib auf die Füße gestellt.

Dein Blick hat wieder mein Herz erhellt.

Ich liebe Dich! Sei sicher Dir!

Du bist mein Glück! Bitte bleib bei mir!

 

© Olaf Lüken

 

Bild: Pexels



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Frühling - ein Fest der Liebe

 

Amors Pfeile für die Liebe.

Blüten und Blumen schauen zu.

Flora und Fauna leben Triebe.

Mutter Natur kommt nicht zur Ruh'.

 

Die Sonne wärmt das Land der Liebe.

Der Lenz erfreut die Lebenswelt.

Von März bis Mai sind es noch Schübe,

mit Himmelsblau und Himmelszelt.

 

Liebe zwischen Kind und Eltern.

Liebe zwischen Mann und Frau.

Liebe möchte Seelen binden.

Liebe befreit vom Alltagsgrau!

 

Liebe ist mehr als eine Geste.

Liebe ist mehr als ein Händedruck.

Liebe - ein Grund für viele Feste.

Liebe ist mehr als ein Kuss im Bus.

 

Liebe will die andern achten.

Liebe erlaubt sich zu verzeih'n.

Liebe heißt: zum Guten trachten.

Liebe lädt uns täglich ein.

 

Liebe zwischen Menschen und Tieren.

Liebe auf zweien oder auf vieren.

Liebe belebt die Frühlingszeit.

Liebe durchdringt die Ewigkeit!

 

© Olaf Lüken

 

Bilder: Pixabay


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Die Verabredung

 

Wir schreiben seit Tagen vermehrt in den Weiten

vom endlosen Ozean des Internets,

in dem Algorithmen die Surfrouten leiten,

bis alles sich bündelt in Form eines Chats.

 

So haben wir schließlich, nach einigen Stunden,

ein Treffen vereinbart bei Anbruch der Nacht.

Um den neuen Weg produktiv zu erkunden,

hab Navi ich am Telefon angemacht.

 

Die Zeit fliegt erstaunlich, es ist wieder Winter,

das Schlupfloch im Ast hat dem Spatz ausgedient.

Mit knallrotem Ball spielen noch ein paar Kinder,

von denen der eine Neymar scheinbar mimt.

 

Ich hangel mich weiter zur nächsten Laterne,

sie ist mir ein Kompass zu pechschwarzer Stund,

die Wolken entzaubern den Mond und die Sterne

und unter mir friert selbst der steinerne Grund.

 

Nun bin ich schon nah bei der richtigen Wohnung,

das Navi sagt mir, dass es Meter nur sind.

Ich freu mich auf Heizung als erste Belohnung

und Mauerwerk gegen den eiskalten Wind.

 

Dein trauliches Lämpchen seh ich nun im Zimmer,

die Neugier im Herzen pulsiert jetzt recht schnell.

Ich klingle auf Suche nach dem Hoffnungsschimmer,

die Tür öffnet klimpernd, mir wird’s plötzlich hell.

 

© Fabio Berman

 

Bild: Pixabay


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