Der Wocheneinkauf ist zu teuer!

 

Frau Schlötterlein mit leeren Korb

betritt den Markt in ihrem Ort.

Der Regen plätschert auf das Haupt

und drinnen wird das Geld geraubt.

 

Sie greift zum Brot, es knirscht der Zahn:

Ein einfach Brot, da wird man arm.

Die Butter winkt im goldenen Glanz,

doch leider nicht zum Freudentanz.

 

Zwei Eier nur, Brot, ein halbes Pfund.

Die Rechnung wird doch wieder rund.

Der Käse lacht, der Schinken grinst,

ein Kassenbon, der fast schon spinnt.

 

Sie zahlt ganz schnell und geht hinaus,

der Wind pustet das Haar ihr kraus.

Zu Hause zählt sie Stück für Stück,

was sie bekam fürs Einkaufsglück.

 


Ein halber Wochenschmaus, nicht mehr,

und trotzdem ist der Beutel leer.

Sie seufzt und schaut mit stillen Blick,

legt ein paar Cents zum Sparen zurück.

 

Dann gibt's halt wieder Haferschleim,

der soll bekanntlich gesund ja sein.

Die Kinder verzichten aufs Pausenbrot,

es herrscht wie immer große Not.

 

© Irmgard Behrend

 

Bilder: Pixabay


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Geldscheinstapel-Blues

oder: vom Segen der Taschenrechner-App auf dem Smartphone

 

Man nehme einen Euroschein,

ein Fünfziger sollt es schon sein,

den legt man flach auf einen Tisch,

den nächsten drauf, schon stapelt's sich,

den nächsten drauf, dann wieder einen,

zum Stapel von zweihundert Scheinen.

Nach Adam Riese liegen hier

zehntausend Euro nun vor Dir,

des Stapels Höhe, ist belegt,

zwei Zentimeterchen beträgt.

 

Zehntausend Euro sind viel Geld,

wenn man so einen Stapel hält,

fünf solche Stapel gibt's im Jahr,

wenn man so richtig fleißig war,

zweitausend man nach Hause bringt,

in jedem Monat, unbedingt.

Ein Arbeitsleben ist vollbracht,

wenn man das fünfzig Jahr so macht,

der Geldschein-Stapel, ohne Mist,

zwei Meter hoch und fünfzig ist,

das hat sich sicherlich gelohnt,

denn das ist mehr als ein’ Million!

Für fünfzig Jahre Schufterei

gibt's ein Milliönchen Komma Zwei.

 

So ist's bei dem Normalverdiener,

es sei denn, der ist ein Schlawiner,

vielleicht ist er ein Pilz im Glück

und holt vom Jackpot sich ein Stück,

ansonsten war's das, dann gibt's Rente,

und die gibt's bis zum bitt'ren Ende.

 

Nun stellt euch vor und überlegt,

in welchen Sphären sich bewegt,

der reichste Mensch auf dem Planeten,

mit unermesslichen Moneten.

Der reichste Mensch ist Milliardär,

fünfhundert Mal milliardenschwer.

Wie groß wird wohl sein Stapel sein,

von fünfzig Euro-Schein auf Schein?

Wer gut im Rechnen ist, kriegt’s hin,

mit Einmaleins und zwei im Sinn!

 

Man könnte Doktor Google fragen,

man könnte auch ne Schätzung wagen,

wie hoch wohl solch ein Stapel wär,

beim Ultra-Hyper-Milliardär?

Was meint ihr, höher als ein Haus?

Ragt über'n Kölner Dom hinaus?

Gar höher als der Everest?

Und ob sich das wohl messen lässt?

Ich sag's euch, messen ist nicht drin,

nur rechnen macht hier wirklich Sinn.

Zwei Meter zwanzig, ein’ Million,

jetzt zwei im Sinn, dann hat man's schon,

mal tausend, das ist ‘ne Milliard,

zwei Kilometer plus man hat,

zwei Kilometer, Schein auf Schein,

reich wie ein Scheich muss man da sein,

doch nun geht's weiter, jetzt wird's ernst,

damit Du was fürs Leben lernst,

das ganze nun fünfhundert Mal,

was gibt das wohl für eine Zahl?

Zwei Kilometer, Komma Zwei,

fünfhundert Mal in einer Reih,

ergibt elfhundert Kilometer,

ich glaub, nun reibt sich wirklich jeder

erstaunt die Äuglein und sinniert,

dass gleich man den Verstand verliert.

 

Einmal längs durchs deutsche Land,

von Dänemark zum Alpenrand,

von Flensburg bis zum Königssee,

mir’s vorzustellen tut mir weh.

Zwölf Stunden fahren, ohne Rast,

die lange Fahrt ist eine Last,

und dann der Anblick, der sich biet’,

die Geldscheinmauer, die man sieht,

die ganze Strecke, Schein an Schein,

dann fällt’s euch sicher wieder ein,

ihr habt in fünfzig Arbeitsjahren

zwei Meter fünfzig eingefahren.

 

Nur um das richtig zu verorten,

schreib ich's nochmal mit andren Worten,

Vierhundertvierzigtausend Mann,

die kommen knapp an EINEN ran,

vielleicht noch andersrum gesagt,

wie wär's, wenn ihr euch einmal fragt,

wie lange müsste man wohl sparen?

Ich rede hier von viiieeelen Jahren!

Ich schreib’s, ihr könnt das Hirn jetzt schonen,

weit mehr als ZWANZIG MILLI-ONEN,

wenn die zweitausend man gleich spart,

die man pro Monat übrig hat.

Zwanzig Milli-onen Jahre,

dann fang ich schon mal an……

und spare!!!

 

Das war das große Einmaleins,

doch Zeugnis gibt es dafür keins.

 

Zur gleichen Zeit hat in der Welt

sich bitt're Armut eingestellt,

für Menschen, denen NICHTS gehört,

das hat die Welt noch nie gestört.

Ob es die Menschheit jemals schafft,

dass diese Schere nicht mehr klafft,

und dass sie endlich schmaler werde,

das brächt’ mehr Frieden auf der Erde.

 

©️ Klaus Dattner, 2025

 

Bilder: Pixabay

 

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Er schreibt ein Liebesgedicht

 

Worte, süß wie Zuckerguss,

leer wie eine hohle Nuss,

bringt er grade zu Papier.

Richtig klebrig wird es hier.

 

Verse, schmalziger als Stullen,

wählt er, um sie einzulullen.

Trägt mit Worten sie auf Händen.

Heftig pocht's in seinen Lenden.

 

Luftig leichte Liebesphrasen

schickt er seinem lieben Hasen.

Weil er sich nach ihr verzehrt,

ihren Körper so begehrt.



Ach, wieviel muss er denn reimen,

um sich bei ihr einzuschleimen?

Will mit Schmus sie doch erweichen,

um sein Ziel noch zu erreichen.

 

Viele Worte wird er biegen,

jede Lüge wird er lügen.

Sprachlich nimmt er alle Stiegen,

nur um sie ins Bett zu kriegen.

 

© Kay Gräfenberg (07.'24/03.'26)

 

Bilder: Pexels und Pixabay


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Ich vermisse …

 

Es fehlt die Menschlichkeit, sich mit Respekt zu begegnen

und sich mit Würde und Toleranz zu bewegen.

Was andere fühlen, musst du auch wahrnehmen

und ihre Hilflosigkeit und Nöte täglich sehen.

Die Hilfsbereitschaft für alle, egal welche Rasse, welche Religion,

die Menschen sind alle gleich, das lernten wir als Kinder schon.

Wahrheit und Ehrlichkeit ist in Vergessenheit geraten,

das sehen wir in den Medien an allen Tagen.

Man muss selbst zu seiner Überzeugung stehen

und die Lügen im Internet nicht übersehen.

Freundlichkeit hilft allen Menschen, die Tage zu gestalten

und aufgepasst, dass unser Mitgefühl nicht droht zu erkalten.

Zufriedenheit fehlt in den Familien seit mehreren Jahren,

hoffentlich erkennt man bald unsere großen Gefahren.

 

Wir jammern heute meistens auf hohem Niveau,

selbst der, der alles hat, macht es ebenso.

 

© Thea Küch

 

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Worte an die Macht


Wenn ich wirklich sicher wüsst

wer wohl der Macht auch mächtig ist

würd ich persönlich zu ihm sprechen

ernsthaft - aber ohne rächen.


Der Kampf um Macht ist weltweit da

genau dies ist doch die Gefahr

mit Waffen und mit Rüstungswahn

fängt man fatale Kriege an.


Ob Christen, Moslems – ganz egal

auch euer Glauben sagt einmal

du sollst nicht töten und nicht stehlen

nie Menschen oder Tiere quälen …

dich nicht bereichern an den Dingen

die über alles Schlechtes bringen

Welt zerstören, Meer berauben

auch das will nicht euer Glauben.


Ihr bittet dann um Gottes Gnade

aber es ist jammerschade

dass die Macht halt nicht versteht

dass durch Machtgier

die wundervolle Erde

jämmerlich zu Grunde geht.


© Angelika Schroeter


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Zu dumm

Am Tag, als Gott das Hirn verteilte,
der Mensch, obwohl er sich beeilte,
zu spät kam er zu dem Termin,
man muss es fragen, kommt nicht umhin:
Bleibt er zu dumm um einzusehen,
dass Kriege keinen Sieger sehen?

© Bernd Haberfellner

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Es wird so gewesen sein.


In unserem Dorf verbreiten sich Nachrichten wie ein reißender Fluss,

oft bringen sie großen Ärger und viel Verdruss.

Jeder sagt sie schnell weiter: „Ich habe das gehört.“

Ob es Lügen oder Wahrheit sind, das hat ihn nicht gestört.

Schnell wird noch etwas Interessantes dazu gemacht

und hinter vorgehaltener Hand dann hämisch gelacht

So geht es wochenlang durch den Ort, er ist zwar nur klein,

doch sagen viele Menschen: „Es wird schon so gewesen sein.“

Da denke ich immer an 1 Pfund Federn und 1 Pfund Blei,

die werfe ich wie Rufmord in den Wind und lasse sie frei.

Das schwere Blei bleibt starr vor mir liegen,

doch die vielen Federn sehe ich in alle Richtungen fliegen.

Die Federn sind wie Unwahrheiten, die sich schnell verbreiten,

auch wenn wir später versuchen, alles wieder abzustreiten.

Federn einzusammeln, das weiß jedes Kind,

dass sie weit verstreut und nicht einzusammeln sind.


© Thea Küch


Bild: Montage aus Pixabay-Bildern


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Alter, weißer Mann


Neulich hat man mir gesagt,

ich sei ein alter weißer Mann,

ich hab es weiter nicht beklagt,

weil ich es ja nicht ändern kann.


Denn ich bin alt, fast siebzig Jahr,

vom Leben viel zu früh ergraut,

als Kind von deutschem Elternpaar

bin ich ein Typ mit heller Haut.


Kann nichts dafür, bin so geboren,

mag sein, es war ein großes Glück,

bin deutsch mit allen meinen Poren,

einst blondem Haar und blauem Blick.


Und es sind diese Attribute,

sie bringen mich in Nöte,

ich bin der Böse, nicht der Gute,

man will, dass ich erröte.


Ich trage Schuld am Klimawandel,

dass Gletscher, Pole tauen,

betreibe regen Menschenhandel,

und ich missbrauche Frauen.


Ich sehe nicht die Not der andern

und denke immer nur an mich,

statt fröhlich durch das Land zu wandern,

fahr Auto und Motorrad ich.


Ich produziere C-O-zwei

mit Fußabdrücken riesengroß,

ich jette kurz mal nach Hawaii

und finde Kreuzfahrten famos.


Das Haus geheizt mit Öl und Gas,

wie auch mein Pool im Garten,

im Leben will ich eins nur, Spaß,

der Klimaschutz muss warten.


Ich bin, so sagt man, homophob,

mit Hass auf die, die anders sind,

mein Liebesleben, derb und grob,

für Zärtlichkeiten taub und blind.


Für mich sind Frauen nur Objekte,

lass mich bedienen, Tag und Nacht,

wenn mal ihr Essen mir nicht schmeckte,

dann hat es oft auch mal "gekracht".


Man hält mir vor, dass ich noch lebe,

mit Rentenzahlung bis zum Tod,

dass ich nur nehme, nichts mehr gebe,

wer heute einzahlt, leidet Not.



Ich hasse nichts so wie das "Gendern",

für mich sind "Gendersternchen" Mist,

will meine Sprache nicht verändern,

ich bin Sexist und ein Rassist.


Wenn freitags Kinder Schule schwänzend

für ihre Zukunft demonstrier’n,

Parolen rufend, Augen glänzend,

das kann doch mich nicht interessier’n.


Ich jage Tiere nur zum Spaß

und esse Fleisch von früh bis spät,

fürs Herz ein Schrittmacher und Bypass,

wenn kreislaufmäßig nichts mehr geht.


Mir sind die Flüchtlinge egal,

lass sie im Meer ertrinken,

ich seh im Fernseh'n ihre Qual,

bleib’ stumm und lass sie sinken.


So sehen mich die Selbstgerechten,

und oft sind’s junge Frauen,

die für Veränderungen fechten,

mit scharfer Zung’ und Klauen.


Mich ärgert's, dass man sich erdreistet,

mir all das vorzuhalten,

was hat man selbst denn schon geleistet,

nur schimpfen, hetzen, spalten.


Es heißt: man soll die Alten ehren!

Das hat man leider nicht bedacht,

und will man sich dagegen wehren,

wird man nur hämisch ausgelacht.


Ich bin ein alter, weißer Mann

und hoff’ man kann mir zeigen,

wie man es besser machen kann,

doch soll man's nicht vergeigen.


Vielleicht lässt sich die Erde retten,

die Menschheit und das Klima,

doch werd ich sicher nicht drauf wetten,

gelänge es, wär’s prima.


Ich kann mich, wenn es sein muss, ändern,

doch eines ich versprechen kann:

ich werde nie ein Freund vom "Gendern",

da bleib ich alt und weiß und Mann.


© Klaus Dattner, 2022


Bild: Pixabay


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Gesenkte Köpfe


Die Generation der gesenkten Köpfe

kann man in den Straßen seh'n.

Sind so vertieft ins eigene Handy,

bleiben ganz plötzlich ruckartig steh'n.


Ich war auf dem Weg, um einzukaufen,

konnte so schnell nicht reagieren.

Mit Wucht hab ich ihn über den Haufen gelaufen,

hab mich entschuldigt, hab ja gute Manieren.


Seine Reaktion hat mich dann doch irritiert,

er war gelassen und lachte mich an.

Sowas war ihm schon öfter passiert

und meinte, man gewöhnt sich irgendwann dran. 



Er wollte über die Straße, ging einfach bei Rot,

ich kriegte ihn gerad noch am Ärmel zu fassen.

An der Straße wäre sinnvoll ein Handyverbot,

er versprach, ab sofort besser aufzupassen.


Drum Augen auf im Straßenverkehr,

nicht immer ist ein Schutzengel da.

Denn Unachtsamkeit bedeutet Gefahr

und plötzlich ist nichts mehr, wie es mal war.


© Gabi Rettstadt


Bild: Creazilla


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Sind wir blind?

 

Als Kind war ich neugierig, habe mich überall umgesehen,

doch jetzt im Alter frag ich mich: „Was ist nur geschehen?“

Unsere Umwelt müsste uns zum Nachdenken bringen

und wir sollten uns zum Nachhalten zwingen.

Wir kennen die Ursachen und ich find,

wir Menschen sind heute blind.

 

Der Meeresspiegel steigt jährlich weiter an,

ob man die Inselstaaten noch lange besuchen kann?

Man fliegt in den Süden, obwohl die Meere voll Microplastik sind,

da denke ich entsetzt: „Sind wir Menschen denn blind?“

 

Klimawandel macht es auf der Welt immer wärmer,

durch fortschreitende Wüstenbildung wird die Bevölkerung ärmer.

Das muss sich ändern und ich find,

können wir es oder sind wir blind?

 

Abholzen von Wäldern, doch die schonen vor Erosion,

bei starkem Regen gibt es Überschwemmungen heute schon.

Menschengemacht ist der Klimawandel, das weiß jedes Kind

und fragt sich: „Sind die Menschen blind?“

 

Die Ernährungssicherheit ist in vielen Regionen in Gefahr,

Dürreperioden werden schlimmer, so Jahr für Jahr.

Hungernde Kinder im Fernsehen, man stellt aus geschwind,

so sieht man es nicht: „Man stellt sich blind.“

 

Durch Schadstoffe werden Luft, Erde und Meer weiter verschmutzt,

doch wir trennen den Müll und haben nicht mehr mit Chemie geputzt.

Wir wissen, dass wir keine Umweltverschmutzer sind

und wenn uns etwas ärgert, wir stellen uns nicht mehr blind.

 

© Thea Küch

 

Bilder: Pixabay


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Die Wende


Neunter Elfter Neunundachtzig,

Ost-Berlin und anderswo,

ganz sicher Dresden und in Leipzig,

was passiert, macht alle froh.


Nun ist die DDR Geschichte,

es winkt das freie Leben,

das graue weicht dem bunten Lichte,

das Glück lässt alle schweben.


Es war der Sieg der Demonstranten,

“Wir sind das Volk!”, sie riefen,

die Staatsgewalt, was sie nicht ahnten,

hielt sich an Direktiven.


Die Führung hatte schnell erkannt,

was dieses Volk begehrte,

ihr Land war nun verlor’nes Land,

gut, dass man sich nicht wehrte.


Der Mauer war man überdrüssig,

und auch der Todesstreifen,

die waren endlich überflüssig,

war Zeit, sie einzureißen.


Nach etwa einundvierzig Jahren,

der Unrechtsstaat muss weichen,

so konnte alle Welt erfahren,

ein Volk kann viel erreichen.


Das war der lang ersehnte Traum,

die Wende, still und friedlich,

noch kannten Ost und West sich kaum,

man “tickte” unterschiedlich.


Und es war Start für Menschen, die

sich Investoren nennen,

für die's ein Fressen ist, weil sie

nur die Rendite kennen.


Das war, so meinte Kanzler Kohl,

der Dünger für die Landschaft,

die laut dem Kanzler blühen soll,

in grenzenfreier Leuchtkraft.


Sie gaben früh ihr Habe auf,

da sie nicht viel besaßen,

vom Geld verführt zum Hausverkauf,

an die, die ALLES fraßen.



Ein Haus für’n Appel und ein Ei,

gekauft in aller Schnelle,

saniert mit Augenwischerei,

schon sprudelte die Quelle.


Sie kauften Häuser ohne Ende,

bekamen gold'ne Nasen,

ob das der Sinn war von der Wende,

die Reichen zu bespaßen?


Und eines Tages wacht man auf,

man ahnt, das war die Niete,

denn in dem Haus, das man verkauft,

da wohnt man jetzt zur Miete.


Man lernte auf die harte Tour

und fühlte sich betrogen,

doch hat “Das Kapital” sie nur

kurz über'n Tisch gezogen.


Ich kann sie nur zu gut versteh’n,

die Menschen dort im Osten,

sie sind verstummt und müssen seh'n,

wie andre zu sich prosten.


Sie war’ns doch, die für Freiheit stritten,

die montags stolz spazierten,

für das, was sie so lang erlitten,

muss man sie respektieren.


Doch denen, die nur haben wollen,

sind Menschen nicht so wichtig,

statt ihnen den Respekt zu zollen,

ist deren Schicksal nichtig!


Noch heute sind sie nicht vereint,

der Westen und der Osten,

das dauert länger, als man meint,

und wird noch sehr viel kosten.


© Klaus Dattner, 2024


Bild: Pixabay


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Egoismus, Hass und Wut


Wir schauen gern in diese Welt

und suchen, was uns gefällt,

denn die Not, der Krieg und das Leid

passen ja nicht in unsere Zeit.


Geübt wird gar sehr viel Kritik

an dieser, unsrer, Landespolitik.

Alle machen alles nur verkehrt,

davon ein jedes Netzwerk zehrt.


Kommentare, dubios, aggressiv,

werden verbreitet, ganz intensiv,

fordern gleichgesinnt zu sein,

lenken andersrum erst gar nicht ein.


Egoismus, Wut und großen Hass,

Anfeindungen, Drohungen, krass,

malt uns ein schrecklich' Weltbild aus,

ein Bruchteil verursacht diesen Graus.


Ein kleiner Teil hat die große Macht,

sind Anführer einer sieglosen Schlacht,

führen sich selbst jedoch gekonnt

nicht an die für andere tödliche Front.



Blickt man in der Geschichte zurück,

Kriege brachten niemanden noch Glück,

wer immer sie auch wann entfacht,

ist kläglich stets zusammen gekracht.


Wer die Despoten dieser Welt

wie früher so auch heut’ noch wählt,

hält er sie für geistig fit?

Ich komm’ da manchmal nicht mehr mit …


© Luis Walter


Bild: Pixabay


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Websites: https://www.luis-walter-skrumbacher.de/

und https://www.luis-walter-gedichte.com/


Seine bisher erschienenen Bücher: https://www.bod.de/buchshop/catalogsearch/result/?q=Luis+Walter

Der Mensch

 

Der Mensch, ganz stolz auf seinen Geist,

ist bis ins All herumgereist.

Er forscht und grübelt, wo und wann

er alles hier verbrauchen kann.

 

Entschlüsselt Gen, Atom und Higgs.

Ihm scheint, als wär´ das alles nix.

So dass er bald, wenn er´s vollbracht,

die Erde unbewohnbar macht.

 

Kann schaffen er ´ne neue Welt?

'Lass kosten es doch sehr viel Geld',

so denkt der Mensch. 'Das schaff ich schon.'

Er sitzt auf einem hohen Thron!

 

Oh Mensch, wann siehst du endlich ein,

dafür ist doch dein Geist zu klein!

Du kannst zwar forschen und auch schaffen,

erfinden sogar tolle Sachen.



Doch niemals eine neue Welt,

wo alles gut zusammenhält.

Die, wenn man´s richtig überlegt,

im kleinsten Samen angelegt.

 

Drum Mensch halt ein! - Schütz´ und bewach´,

das, was der Schöpfer gut gemacht!

Denn ER hat dir den Geist gegeben,

dass du bewahrst der Welt das Leben.

 

© Barbara Merten

 

Bilder und Hintergrund: Pixabay


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Hier findet Ihr ihre Krimis: https://harzkrimis.de/autoren/barbara-merten/

tiger

 

hast du schon einmal einen tiger beobachtet

hast du?

hinter käfigstangen, in einer begrenzten welt

den platz ausnützend

fünf schritte hin, wende

fünf schritte zuück, wende …

sich wiederholend

pranke vor pranke

bedächtig

keine zeit zu verlieren

minute für minute

stunde für stunde

geduldig

den kopf gedreht zur welt ...

wache augen

wache ohren

bebende nüstern ...

schritt, schritt, wende

schritt schritt ...

es gibt die welt ...

er hört, sieht und riecht sie

spürt doch nur den boden des käfigs ...

 

oh wie gern würde er ...

würde er? schritt, schritt, wende ...

die welt genießen?

die sicherheit verlassen ...

 

würde er, würde er?

 

eine sehnsucht im herzen macht ihn ruhelos

er ist sicher, er ist behütet

schritt, schritt, wende

ABER

aber da gibt es noch die welt …

soo viel zu entdecken

 

schritt, schritt, wende

vielleicht, wenn er die gelegenheit bekäme ...

schritt, schritt, wende ...

 

heute nicht,

morgen vielleicht?

ist so müde ...




hast du schon einmal einen tiger beobachtet

hast du?

hinter käfigstangen in einer begrenzten welt ...

 

gibt es einen tiger in uns?

hast du schon einmal einen tiger beobachtet

hast du?

Hinter käfigstangen, in einer begrenzten welt

den platz ausnützend

fünf schritte hin, wende

fünf schritte zurück, wende ...

sich wiederholend

pranke vor pranke

bedächtig

keine zeit zu verlieren

minute für minute

stunde für stunde

geduldig

den kopf gedreht zur welt ...

wache augen

wache ohren

bebende nüstern …

schritt, schritt, wende

schritt, schritt ...

es gibt die welt ...

er hört, sieht und riecht sie

spürt doch nur den boden des käfigs ...

 

oh wie gern würde er ...

würde er?

schritt, schritt wende ...

die welt genießen?

die sicherheit verlassen ...

 

würde er, würde er?

 

eine sehnsucht im herzen macht ihn ruhelos

er ist sicher, er ist behütet

schritt, schritt, wende

ABER

aber da gibt es noch die welt ...

soo viel zu entdecken

ruheloses herz




schritt, schritt, wende

vielleicht, wenn er die gelegenheit bekäme ...

schritt, schritt, wende ...

würde es die schmerzen lindern

im herzen

im kopf

im leben

 

heute nicht

morgen vielleicht?

Ist so müde ...

im herz, im kopf, im leben

aber die tatzen gehen von selbst

morgen vielleicht

vielleicht ohne schmerz ...

 

hast du schon einmal einen tiger beobachtet

hast du?

hinter käfigstangen in einer begrenzten welt ...

 

© Claudia Ott

 

Bild: Pixabay


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Einsamkeit

 

Ist Einsamkeit

ein Zeichen unserer Zeit?

Warum fühlen sich

so viele Menschen verlassen,

unverstanden und allein.

Wenn Erinnerungen verblassen,

sollte niemand einsam sein.

Das Wissen früherer Generationen

geht immer mehr verloren.

Der familiäre Zusammenhalt,

wenn auch nicht immer leicht,

wird immer mehr aufgeweicht.

Es zählt nur noch das Ich,

und überhaupt nicht mehr das Wir.

Kein Widerspruch und keine Reibung,

kein Streit, bloß alles leis'.

Vielleicht lebt man so leichter,

doch Einsamkeit ist dann der Preis.

 

© Astrid Nöll

 

Bild: Pixabay

Ne Hose Mitleid

 

Leute drehen sich im Kreise,

wollen Guccis weiche Seide,

wollen Mäntel von Versace,

stellen stets die Modefrage.

 

Wollen Jack & Joneses Hosen,

die sie im Geschäft liebkosen.

Wollen Parfüm von Armani

und Ketten alla Charivari.

 

Doch die goldnen Scheine fehlen,

mit denen sie sich stetig quälen,

immer auf ihr Konto lugen,

vergeblich nach den Münzen suchen.


Und so verharren sie in Resten,

die sie in Kik und Takko testen.

Ne Hose Mitleid für die Scharen,

die des Modeteufels Waren.

 

© Fabio Berman

 

Bilder: Pixabay (teilweise bearbeitet)



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Bei Poetry.de unter dem Namen Travis Beamer^^: https://www.poetry.de/


Sein Buch „Die schimmernden Welten des Travis Berman“: https://t1p.de/f28ow


und sein neues Buch „Das Pulsieren der Phantasie“: https://t1p.de/uya3b

Lehrer sein


Heute möchte ich kein Lehrer mehr sein,

denn die Umgangsregeln sind oft unfein.

Die Sprache ist verroht, es gibt Worte, die ich nie gesagt,

wir haben in der Schule keine Frechheiten gewagt.

Entsetzt sehe ich den Deutschlehrer blicken,

als der Schüler sagt, er soll sich ins Knie ……………

Neulich schrieb eine Schülerin eine 5, hat nicht aufgepasst,

jetzt behauptet sie, dieser Lehrer habe sie unsittlich angefasst.

Erst wollte sie bei ihren Freundinnen damit angeben,

ihr war nicht bewusst, dass sie damit zerstört ein Lehrerleben.

Er wurde beurlaubt, für seine Familie eine Blamage,

seine Freunde standen ihm zur Seite, sie waren in Rage.

Auf einer Party wollten seine Schüler die Wahrheit herausfinden,

sie beobachteten die Mädchen um diese Lüge zu ergründen.

Sie lobten das Mädchen: „Das hast du gut gemacht“.

„Den bring ich in den Knast“ rief sie und hat laut gelacht.

Da drehten die Jungen für das Mädchen noch ein paar Alkoholrunden

und plötzlich hat sie lachend zugegeben: „Ich habe alles erfunden“.


© Thea Küch


Bilder: Pixabay


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Wir ersticken im Müll!

 

Am Fluss, im Park, im Wald, am Strand

liegt Müll gedankenlos am Rand.

Die Welt erstickt im Wegwerf-Wahn,

doch alle schau‘n sich ratlos an.

 

Ich allein? Was soll ich tun?

Heißt es dann mit leerem Tun.

Doch jeder Schritt, so klein er sei,

macht die Wege vom Abfall frei.

 

Das Problem, das ist global.

Müllberge gibt es überall.

Plastiktüten auf jedem Weg,

landen nicht nur im Blumenbeet.

 

Bonbonpapier am Waldesrand,

manch Döschen liegt im Sand am Strand.

Flaschen schwimmen durch den See,

so tut der Müll der Erde weh.

 

Ist doch nur ein kleiner Rest,

denken viele, was mich entsetzt.

Doch wenn das alle Menschen tun,

verdreckt das Land von dem Konsum.

 

Drum denk bei allem, was du machst,

mal über die Müllberge nach, gib acht.

Heb‘s auf, bring es dann in den Sack,

das geht doch wirklich mal zack-zack.

 

Wenn jeder hilft, ob Groß, ob Klein,

die Welt wird sauber wieder sein.

Mit Herz und Mut, das ist genial,

dann schrumpft der Müllberg überall.

 

Recycling schön, doch oft nur Schein,

doch irgendwie passt viel nicht rein.

Die Tonne voll, das Meer noch mehr,

die Lösung wäre gar nicht so schwer.

 

Weniger kaufen, öfter teilen,

reparieren mal zuweilen.

Mensch, wach auf, es ist fatal.

Weltweit Müllberge in großer Zahl.

 

© Irmgard Behrend

 

Bilder: Pixabay


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Hundeaussetzer aufgepasst!

 

Ich fand einen Hund, der ausgesetzt,

ein trauriges Tier mit großem Herz.

Wer hat den Hund so grausam verschreckt?

Auch Tiere kennen den Seelenschmerz.

 

Wer Katzen und Hunde luftversetzt,

der ist auch ein Charakterschwein,

gehört gleich mit in die Frische gesetzt,

kann auch nicht frisch in der Birne sein!

 

© Olaf Lüken

 

Bild: Pixabay


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Und auch hier ist er sehr aktiv: https://www.festgestaltung.de/



Armageddon?

 

Musst ich stets die Zeitung lesen,

wenn ich selbst dabei gewesen?

Tod und Geld beherrschen die Welt,

die über uns zusammenfällt.

Ist's der Trump? Ist's ein Terrorist?

Gevatter Tod weiß, wer er ist.

Klima, Krebs, Krieg oder Atom,

Unfalltod durch Haushaltsstrom.

Drogen, Un- und Überfall,

Sensenmann lauert überall.

Lebensmittel sind vergiftet,

König Kunde abwärts driftet.

Heute stell' ich auch noch fest:

Dioxine geben uns den Rest.

Ich frag' mich, wann fing es an.

Ich frage euch, wann sind wir dran?

 

© Olaf Lüken

 

Bild: Montage aus Pixabay-Bildern


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Tu jetzt das Richtige

 

Es ist nie zu spät, das Richtige zu tun,

das heißt doch, ich darf nicht ruhn,

das Richtige zu suchen,

um kleine Erfolge zu verbuchen.

Das Richtige für meine Enkel ist der Klimaschutz,

auch uns zu wehren bei Fake-News-Schmutz.

Gefährliche Kräfte zerstören die Demokratie

mit Cyber-Kriminalität und auch mit KI.

Für mich bedeutet es, dass ich aufklären muss,

damit mach ich auf keinen Fall Schluss.

Kinderrechte stärken,

ganz egal bei welchen Werken.

Ich kämpfe für ihre Zukunft

mit Enthusiasmus und Vernunft,

indem ich ihre Achtsamkeit wecke

und sicherlich keine Lügen decke.

Für das alles ist es nie zu spät,

im Gegenteil, es ist genau richtig,

was man ihnen gerade in jungen Jahren erklärt und rät.

 

© Helga Wessel

 

Bilder: Pixabay



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Ihre Bücher auf einen Blick: https://www.epubli.com/autoren/helga-wessel-14502


„Gedanken in Gedichtform exklusiv“, ihre Bände mit Gedichtezauber-Designs gibt es hier: https://www.epubli.com/?s=Helga+Wessel+Gedanken+in+Gedichtform+exklusiv


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Käfighuhn Gackerlack in Freiheit?

 

Ein Käfig ohne Sonnenstrahlen,

darin ein Huhn, es leidet Schmerz.

Jenseits solcher Lebensqualen

wünscht Gackerlack sich himmelwärts.

 

Niemals wird es Liebe kennen,

in einer Welt der Grausamkeit.

Gackerlack, Star der Legehennen,

bleibt weggesperrt, wird nie befreit.

 

Alles liegt in unsren Händen.

Sonne satt, nie wieder leiden.

Der Mensch kann es schnell beenden,

wenn Gackerlacks Eier wir meiden.

 

© Olaf Lüken

 

Bilder: Pexels und Pixabay


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Im Namen des Fortschritts

 

Im Namen des Fortschritts

sind wir schwer am Roden,

entwenden die Schätze

vom giftigen Boden.

 

Im Namen des Fortschritts

entzaubern wir Arten,

auf Restitutionen

kann man oft nicht warten.

 

Im Namen des Fortschritts

zerlegen Maschinen

die Erde mit Tempo

in knallenge Schienen.

 

Im Namen des Fortschritts

sind wir meistens drinnen,

wir sitzen am Bildschirm

und zig Lampen glimmen.

 

Im Namen des Fortschritts

entstehen uns Trümmer,

im Puls der KIs

wird man immer dümmer.

 

Der Fortschritt kann Gutes

bewirken und geben,

zu Egalität führen,

zu längerem Leben.

 

Doch manchmal, da denk ich,

der Fortschritt ist schlecht,

die Zeit der Maschinen

kommt niemandem recht.

 

© Fabio Berman

 

Bilder: Pixabay



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Bei Poetry.de unter dem Namen Travis Beamer^^: https://www.poetry.de/


Sein Buch „Die schimmernden Welten des Travis Berman“: https://t1p.de/f28ow


und sein neues Buch „Das Pulsieren der Phantasie“: https://t1p.de/uya3b


Kann man überhaupt noch jemandem vertrauen?

 

Sie tragen Masken, man sieht sie nicht.

Sie haben ein falsches Lachen im Gesicht.

Sie reden süß und säuseln dir zu,

alles nur Tarnung, man fragt sich wozu?

 

Ich habe geglaubt, ich habe vertraut.

Dummheit nennt man das, ich sage es laut.

Jetzt brennt nur noch Wut in meiner Brust.

Kein Mitleid, kein Trost, einfach nur Frust.

 

Viele lügen und viele spielen

mit deinem Vertrauen, mit deinen Gefühlen.

Versprechen sind aus Staub gemacht,

gebrochen schnell in dunkler Nacht.

 

Vertraue nicht Worten, nicht dem Schein,

am Ende bist du doch allein.

Ein falscher Schwur stirbt wie in Flammen,

sie haben keinerlei Erbarmen.

 

Die Hand, die heute bei dir steht,

ist morgen die, die dich verrät.

Ein Schwur, wie fast in Stein gemeißelt,

verweht, sobald der Wind ihn streichelt.

 

Drum schenk dein Herz nicht allzu schnell,

nicht jedes Licht ist auch ein Quell.

Die Welt ist Maskenball und Spiel

und Ehrlichkeit ein hohes Ziel.

 

© Irmgard Behrend

 

Bilder: Pixabay


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