
Leonardo da Vinci
So viele Männer jener Zeit sind weltbekannt!
Die Renaissance war eine große Zeit für das Genie.
Und doch - es gibt hier einen, der sie all´ in mancher Hinsicht überragt!
Die Rede ist von Leonardo, wie man sich leicht denkt.
Universalgenie war er gewiss - denn seine Interessen waren weitgespannt!
So gab es keine Kunst und keine Wissenschaft, die ihn nicht angezogen hätt‘.
Nun, Bücher mit Notizen hat er früh schon angelegt.
Und das behielt er als Gewohnheit bis ins Alter bei.
So viele tausend Blätter sind erhalten, wie man weiß:
Entwürfe findet man von Panzern, Flugmaschinen, vielem andren mehr.
Auch insgesamt hat ihn beschäftigt alles, was bekannt!
So sah er sich als Künstler, doch auch Philosoph.
Doch selbstverständlich kennt man ihn als Maler ganz besonders gut.
So ist die „Mona Lisa“ wohl das Bild, das jeder Mensch auf Erden kennt!
Das rätselhafte Lächeln hat ein jeder schon geseh‘n:
Und dennoch ist das Rätsel, das das Bild umgibt, bis heute ungelöst.
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Galileo Galilei
Der große Mann hat ja der Wissenschaft so sehr genützt:
Hier lässt er sich vergleichen mit nur wen‘gen andern ja. -
Sein Vater zwang ihm auf, dass er studierte Medizin:
Doch gab er‘s zuletzt auf, es faszinierte ihn Mathematik.
So war er bald in Pisa ein Professor schon!
Und ein‘ge Jahre später übernahm er dieses Amt in Padua.
Doch vieles war es, was ihn fasziniert:
So war er Physiker und Astronom, doch wohl auch Philosoph.
Er war der erste, der die Fallgesetze fand:
Wenn Gegenstände fallen, kommen sie zur gleichen Zeit stets unten an.
Und keine Rolle spielt hier ihr Gewicht, was man seit Aristoteles geglaubt.
Auch hing er recht bald an der Lehre des Kopernikus, dass ja die Sonn‘ im Mittelpunkt.
Des Pendels Hin- und Herbewegung hat er gleichfalls untersucht:
Hier stellte er ganz überraschend fest, das Tempo hing von Pendels Länge ab!
Doch das, was wohl bis heute am bekanntesten:
Das war wohl der Gebrauch, den er vom Fernrohr hat gemacht!
Mit seiner Hilfe sah er Krater auf dem Mond, doch auch die Phasen, die die Venus zeigt!
Die großen Monde Jupiters hat er geseh‘n und vieles andre auch.
So kommt man denn ganz ohne Weit‘res zu dem Schluss:
Dass er wie wen‘ge dazu beigetragen hat, dass man die Sonne sah im Mittelpunkt.
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Sandro Botticelli
Auch er gehörte zu den großen Künstlern seiner Zeit:
Zu jenen Männern, die man gottbegnadet nennen kann.
Wie andre seiner Zunft ward er geboren in Florenz.
Auch fand er einst in seiner Stadt die letzte Ruh‘.
Die Vielfalt jener Werke, die er schuf, ist wahrlich groß.
So finden sich recht viele Bilder, die der Welt des Mythos sich ja weih‘n.
Der junge Sandro lernte viele Humanisten kennen, wie man weiß:
Profundes Wissen hat er sich durch sie erworben offenbar.
Doch religiöse Werke steh‘n bei ihm im Mittelpunkt, was nicht erstaunlich ist.
Die Zahl der Bilder, die er für Altäre schuf, ist wahrlich groß!
Und auch Madonnenbilder tauchen immer wieder auf.
Die junge Simonetta hat er porträtiert recht oft, doch schrieb er ihren Namen nie dazu.
Doch welches ist das Bild, das sicherlich ein jeder von uns kennt?
„Geburt der Venus“ heißt es, und die Liebesgöttin sieht man hier.
Von größter Schönheit, Anmut ist die junge Frau:
Und so bezaubert sie wohl alle, die sie seh‘n.
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DONATELLO
Als Schöpfer von Skulpturen ist er ja bis heut´ berühmt!
Sein Name ist den meisten von uns wohlbekannt.
Nur wenige aus seiner Zeit - sie haben es dem Florentiner gleichgetan.
Doch wie gelang es ihm, zu werden so originell?
Noch war er nicht erwachsen, als er eine Reise macht´ nach Rom!
Sie dauerte ein ganzes Jahr, und Brunelleschi hat ihn ja begleitet, wie man weiß.
Sie haben beiden große Werke der Antike intensiv studiert.
Für beide war nun der Ertrag der Reise wirklich groß.
Schon bald war Donatello sehr berühmt für das gepresste Relief!
Mit diesem war verbunden ja des Raumes große Tiefe, was recht paradox.
Ganz hochberühmt war seine Statue des David mit des Goliaths Kopf!
Als er im hohen Alter starb, ward er betrauert denn von Jung und Alt.
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Giordano Bruno
Noch heute ist der Mönch aus Nola sehr berühmt, und ganz zu Recht.
Dominikaner war der junge Mann schon bald, wie man ja weiß.
Sein selbstbewusstes Wesen zeigte sich schon früh:
Er hielt sich an Befehle keineswegs zu jeder Zeit.
Schon früh stand ja sein Weltbild fest, das absolut modern zu seiner Zeit!
Nicht nur, dass er das Weltbild des Kopernikus entschieden ja vertrat!
Unendlichkeit hatt´ man ja gefürchtet bis auf seine Zeit.
Grundlegend war sie ja für ihn, wie man aus seinen Schriften sieht.
Unendlich war ihm ja der Raum, was damals unerhört.
So ging er über Kopernikus denn weit hinaus:
Die Sonn’ und die Planeten, die wir kennen, sind ein kleiner Teil des Himmelsraums!
Die Sterne, die man sieht, sind weit entfernt -
und eigene Planeten jeder hat, die alle sind belebt.
Mit einem Wort, sein Weltbild war in jeder Weise ganz modern.
Doch bieten ließ sich das die Kirche nicht -
als Ketzer ward er dann verbrannt, nach langer Kerkerhaft.
Doch hat die Katastrophe sein Gedankengut nicht ausgelöscht!
Wir wissen, dass er recht behielt - bis heute wird geforscht in seinen Spuren ja.
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Nikolaus Kopernikus
Mit dieses großen Mannes Namen zeigt sich nun ein neues Weltbild, wie man weiß!
Geboren war der junge Nikolaus in Thorn; die Eltern waren durchaus angeseh‘n.
Dem jungen Mann ward sorgfältige Ausbildung zuteil.
Ein Jahr, das er in Rom verbracht, macht´ ihn mit manchem klugen Mann bekannt.
Und neben dem ererbten Christentum war ihm der Neoplatonismus stets von Wichtigkeit. -
Der kluge junge Mann war bald schon Mathematiker und Arzt, auch Astronom!
Als solcher setzte er sich auseinander mit des Ptolemäus Lehre schon recht früh.
Doch war ihm klar, dass nicht die Erde konnte sein der Mittelpunkt.
Was brachte ihn auf die Idee, dass alles hier die Sonn‘ umläuft?
Er kannte jetzt die Schriften vieler Astronomen ja des Altertums:
Und unter ihnen steht der Aristarchos obenan.
Doch nutzte er auch manch‘ Beobachtung - er selbst hat sich des Dreistabs hier bedient.
Nachdem sein Hauptwerk endlich doch erschien, so reagierte man recht reserviert!
Nun, Katholiken, Protestanten auch - sie mochten seine Lehre nicht!
So war denn Galilei mit der erste, der an seine Seite trat:
Das neu erfund‘ne Fernrohr war ein Mittel, das des klugen Mannes Lehre bald bewies.
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Michelangelo Buonarroti
Nun, in der Renaissance ist er ein Stern:
Von allen, die da leuchten, ist er mit der hellste ja!
Es hat ein jeder wohl von ihm gehört.
Und vieles gibt es zu berichten ja.
Sein Vater hatte andres für ihn vorgeseh‘n:
Doch Maler werden, war des Sohnes Wunsch!
So nahm man ihn mit dreizehn schon als Schüler an.
Und schnell hat er sich ja entwickelt, wie man weiß!
So viele lernte er bald kennen, die ihm vieles beigebracht:
Drum fand der junge Mann schon bald den eig‘nen Stil.
Doch war er nicht nur Maler, wie man weiß:
Es gab fast nichts, was er nicht hätte angerührt.
Nun, Maler war er, Architekt und vieles andre mehr!
Auch sind ja die Sonette ganz bezaubernd, die er hinterließ.
Doch denkt nur an die Fresken, die er ja in der Sixtina schuf:
Schon sie allein - sie sichern ihm Unsterblichkeit.
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Johannes Kepler
Der große Mann zählt zu den größten, die es gab zu seiner Zeit.
Geboren war er ja in Weil - doch trieb es ihn schon bald hinaus!
Es schien zuerst, dass er sich widme der Theologie:
Doch schob sich ja bald andres in den Vordergrund.
Gesegnet war der junge Mann mit mathematischem Talent!
So ward er früh berufen denn nach Graz - Professor war er dort.
Doch war‘s der Endpunkt seiner Karriere freilich nicht!
Es war im Jahre sechzehnhundert, dass ihn Tycho Brahe nun nach Prag berief.
Der große Mann war Mathematiker am kaiserlichen Hof!
Der junge Kepler war sein Assistent und lernte viel von ihm.
Gesammelt hatte Tycho viele Daten zur Planetenbahn:
Johannes aber profitiert‘ von ihnen bald.
Die Marsbahn war nun das, was ihm zum Schicksal ward!
Nach Jahren sah er denn, dass Tychos Daten eines zeigten klar:
Die Marsbahn um die Sonne war kein Kreis!
Elliptisch war die Bahn, was er zuletzt bewies.
Die Keplerschen Gesetze - drei - sie hat er ausarbeitet nun:
So zeigte er, dass alle die Planeten in Ellipsen sich bewegten ja.
Die Sonne war‘s, um die sie alle zogen ihre Bahn.
Unsterblich machten die Gesetze ihren Schöpfer, wie man weiß.
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Sofonisba d´ Anguissola
Die Zeit der Renaissance ist angefüllt mit großen Männern, wie bekannt.
Doch gab es manche Frau, die ihnen ebenbürtig war!
So lasst uns Sofonisba nehmen als ein Beispiel nur.
Sie maß sich mühelos ja mit den größten Malern ihrer Zeit!
Sie stammte aus dem Handelsbürgertum, wie man ja weiß.
Ihr Vater kümmert‘ sich darum, dass ihr und ihren Schwestern hohe Bildung ward zuteil.
So neigten sie und ein‘ge ihrer Schwestern bald der Malkunst zu!
Doch war nun Sofonisba absolut genial.
Die höchsten Kreise wurden auf sie aufmerksam sehr rasch:
So früh berief man sie an Spaniens Königshof.
Philipp den Zweiten malte sie - und die Familie auch!
Der jungen Königin, Elisabeth, gab sie auch Unterricht in ihrer Kunst.
So viele Adlige aus Spanien und auch Italien - sie hat sie porträtiert!
Auch Alltagsszenen hat sie dargestellt - geschickt war sie auch hier.
Nun, welches Bild ist das berühmteste bis auf den heut´ gen Tag?
Es zeigt drei Schwestern, die ins Schach vertieft - des Bildes Realismus ist ganz staunenswert.
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Tizian
Auch dieser große Mann zählt zu den größten Meistern seiner Zeit!
Schon früh hat sich, wie oft, ja sein Talent gezeigt.
So kam er denn, als er erst neun, zu einem großen Meister in die Lehre ja.
Und wahrlich hat er diese Zeit denn gut genutzt!
Bis heute zählt er zu den größten Venezianern seiner Zeit.
Recht gern vergleicht man ihn mit Michelangelo und Raffael:
So stellt man fest, dass in der Tat er zu den größten zählt.
Berühmt war er schon früh - und malte mehr als siebzig Jahre lang.
Und weltberühmt ist die „Assunta“, die die Himmelfahrt Mariens uns ja zeigt.
Sechshundertfünfzig Werke hat der Unermüdliche hervorgebracht!
Und keine Gattung fehlt, die damals allen war vertraut.
Aus allerhöchsten Kreisen stammten seine Auftraggeber, wie man weiß!
So hat er Paul den Dritten, jenen Papst, ja porträtiert:
Gleich zweimal auch den Kaiser Karl, der ihn zum Hofmaler ernannt.
Wie tragisch, dass er eines Tages an der Pest ja starb!
Doch leben seine Werke immer noch - und sie verschwinden nie.
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Raffaelo Santi
Sein Name zählt ja zu den größten seiner Zeit.
Es war‘n ja Michelangelo und Leonardo auch, die ihn beeinflusst, wie man weiß!
Und dies geschah zu seinem Vorteil ganz gewiss:
Denn seht, bis heut´ steht er mit ihnen auf derselben Stufe ja.
Als Maler in Florenz hat er sein Können früh gezeigt!
So dauert‘ es nicht lange, bis man auf ihn aufmerksam geworden ist.
Es fanden sich der Auftraggeber viele bald:
Den höchsten Kreisen haben sie ja angehört - sein Glück war früh gemacht.
Der große Mann vielseitig war, wie überliefert ist:
Als Maler tat er sich hervor, doch auch als Architekt!
Die meisten seiner Bilder waren schnell beliebt.
Besonders waren die Madonnenbilder schnell berühmt.
„Sixtinische Madonna“ - dieses ist vielleicht das Bild, das jeder kennt!
Doch sehr berühmt ist auch die „Schule von Athen“, die alte Philosophen zeigt.
Die Bauleitung des Petersdoms - auch sie oblag ja unserm großen Mann:
Als Architekt war er ein ebensolch‘ Genie, wie er‘s als Maler war.
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Paracelsus (Theophrast von Hohenheim)
Geboren war er in der Schweiz, wie uns bekannt.
Doch in der Heimat hielt es ihn nicht lang.
An manchen Universitäten hat er ja studiert:
So dass er sich ein großes Wissen angeeignet hat.
Sein Können zeigte sich in mehreren Funktionen, wie man weiß.
So war er denn in erster Linie sehr als Arzt berühmt!
Doch war er vieles mehr als das, ja ganz gewiss:
Er war ein Mystiker und Philosoph - und auch ein Alchemist.
Als Arzt hat er sich ja in Villach früh gezeigt!
Auch übte er ja den Beruf in Salzburg später aus:
In Basel wurde er Professor, wie man weiß.
Und viele hat von ihrem Leiden er geheilt.
Die Alchemie, die frühe Form unsrer Chemie, hat eifrig er benutzt.
Doch schrieb er große Wirkung zu auch der Astrologie.
Bis heut‘ beruft sich auf ihn Homöopathie!
Und Goethe hat in seinem Geist so manch‘ Experiment gemacht.
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Andrea Palladio
Berühmt ist ja der große Mann bis auf den heut‘gen Tag:
Nicht nur war er der größte Architekt Italiens zu seiner Zeit!
Auch war er ja der erste wohl, der sich ausschließlich hierauf konzentriert.
Zunächst wies freilich wenig darauf hin, dass solches aus ihm werden könnt‘!
Nun, Bildhauer und Steinmetz wollt‘ er werden ja.
Zu irgendeinem Zeitpunkt trat ein Gönner in sein Leben, was sehr wichtig war!
Denn dieser finanzierte ihm die erste Reise ja nach Rom.
Auf dieser hat er viel gelernt, die Bauten jener Klassik gern studiert.
Zwei weit‘re Reisen halfen ihm erst recht, dass er zuletzt er selber war.
Schon bald entstanden erste Villenbauten, die gelungen war‘n!
Und in Venedig lernt‘ er mächt‘ge Auftraggeber kennen, wie man weiß.
So schuf er denn zwei große Kirchen, ein Kapellchen auch!
Vier Bücher schrieb er über die Architektur, die ja bis heut‘ berühmt!
Sein klassisch schöner Stil hat früh sich durchgesetzt.
Als großes Vorbild sah und sieht man ihn seit langer Zeit.
Schon Goethe war beeindruckt, wie man weiß - bis heute sind es viele, ganz zu Recht.
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Albrecht Dürer
Man sieht ihn, wohl mit Recht, als den größten deutschen Künstler seiner Zeit!
Schon früh hat sich gezeigt, dass er recht eigenwillig war.
Sein Vater wollte ihn zum Goldschmied machen, wie bekannt.
Doch zog er ja die Laufbahn eines Malers vor.
Schon früh hat sich gezeigt, wie talentiert er war.
Denn schon sein Selbstbildnis, das er mit dreizehn angefertigt, zeigt uns Perfektion!
Doch blieb er niemals steh‘n auf irgendeiner Stufe, wie man weiß:
Denn in ihm lebte ja ein inn‘rer Drang, sich zu entwickeln jederzeit.
So viele Bilder, die er schuf - sie wurden ja berühmt, und das mit Recht.
Man denke nur an jenen Hasen, den er porträtiert:
Denn dieser ist naturalistisch dargestellt, was damals durchaus neu.
Nicht nur Gemälde schuf er, nein - auch Holzschnitt und der Kupferstich, sie waren sein Gebiet!
Berühmt sind das Rhinozeros, das ja ein Holzschnitt war - und auch Melenconia, dies ein Kupferstich!
Doch hat sich ja sein Können nicht in Kunst erschöpft:
Mathematik war ihm recht wichtig, so schrieb er ein Lehrbuch auch!
Fast nichts gab‘ s in der Welt, womit sein ruheloser Geist sich nicht beschäftigt hätt‘.
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Lucas Cranach der Ältere
Auch dieser Mann ist sehr bekannt, da er ein Könner war.
Er stammte aus dem Fränkischen, doch fiel er schon bald auf:
Sein Ruhm sprach sich herum, so kam er an Kursachsens Hof.
Friedrich der Weise war‘s, der ihn zum Hofmaler gemacht.
Für diesen war er tätig ohne Rast, doch nicht nur das:
Auch die ihm folgten, schätzten seine Kunst auf jede Art.
Sie alle porträtierte er - doch nicht nur sie:
Auch Luther und Melanchthon hat er ja gemalt!
So viele Auftraggeber hatte er - es zählten Katholiken immer auch dazu.
Das Werk des großen Mannes ist sehr umfangreich:
Es gab nun auch so manches Aktbildnis, was damals noch recht neu.
Man geht nicht falsch, wenn man nun sagt: Er war ein fleißiges Genie.
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Boccaccio
Ob er geboren in Florenz, vielleicht auch einem Bergdorf in der Näh’ -
wir wissen’s nicht!
Auf jeden Fall steht fest - sein Vater hat ihn nach Neapel früh geschickt.
Zum Kaufmann sollte er sich bilden dort:
Nach kurzer Zeit fand er schon Anschluss an den Hof.
Schon früh schrieb er ja erste Werke, wie man weiß:
Das waren nicht nur Reimerei’n - ein Frühroman war ganz in Prosa,
was recht ungewöhnlich damals war. -
Nach ein’ger Zeit ward er ein Freund Petrarcas, wie bekannt:
Sie liebten beide der Antike Zeit - und beide haben von der Freundschaft profitiert.
Was ist von allem, was er schuf, sein Hauptwerk wohl?
Hier sind sind alle einig - das „Decameron“!
Es sind ja glänzende Novellen, hundert an der Zahl:
Ein elegantes Spiegelbild der Menschen und des Lebens seiner Zeit.
Das Werk, das er dann über Dante schrieb, ward ebenfalls berühmt:
So hat man ihn beauftragt, oft zu sprechen über Mann und Werk.
Den Sinn der „Göttlichen Komödie“ hat er so vielen Hörern ja erklärt. -
Sein Ruhm nicht kleiner ward bis heut’, auch wenn viel Zeit vergangen ist!
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William Shakespeare
Längst hat sich dieses großen Mannes Ruhm verbreitet über alle Welt!
Geboren ward er einst, wie viele ja, in der Provinz:
Doch ging er schon als junger Mann entschlossen in die Hauptstadt ja.
Und ja - in London hat er sich schnell durchgesetzt!
Recht bald war er schon Mitglied einer Schauspieltruppe, die von Einfluss war.
Auch war er schon recht früh der Mitbesitzer eines der Theater, wie man weiß!
So war er nicht nur Künstler, nein, Geschäftsmann auch:
Er investierte klug schon bald in Immobilienbesitz.
Es sind ja an die vierzig Stücke fürs Theater, die man kennt:
Die Königsdramen sind berühmt, fast jeder kennt sie wohl.
Doch gibt’s bei weitem nicht nur sie:
Die Handlung vieler Dramen stützt sich auf Legenden, wie man weiß.
Doch welches Stück ist wohl bis heute am bekanntesten?
Es ist der „Hamlet“ wohl, so meine ich, der stets sein Publikum ja fasziniert:
Auch ist so mancher Satz aus diesem Werk bis heute ein geflügelt’ Wort!
Die Fachwelt ist in gleicher Weise immer wieder fasziniert.
Auch die Komödien, die er ja schuf - sie sind des Schauspiels Weltbestand.
Nicht wenige von ihnen wurden genial vertont. -
Schon früh war dieser große Mann bei uns berühmt:
Und lange schon ist er es in der ganzen Welt.
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Francesco Petrarca
Der Mann, gebürtig aus Arezzo, blieb recht vielen vorbildhaft, wie man ja weiß!
Dass er ein Dichter werden sollt’ , schien ihm von Anfang an nun nicht bestimmt.
Zunächst verschrieb er sich dem Studium der Rechte ja.
Doch nahm er recht bald schon die nied’ren Weih’n.
Was bald für ihn von Wichtigkeit, doch auch für seine Lyrik insgesamt:
Das war nun Lara, jene junge Frau, die er an einem Ostertage sah.
Verliebt war er alsbald - und blieb es dann sein Leben lang.
So schrieb er denn den „Canzoniere“, der zu dieser Zeit ohn’ Beispiel war!
Dreihundertsechsundsechzig sind es der Gedichte ja, die er uns in der Sammlung hinterließ:
Nun, über dieser Zahl Bedeutung ist man sich noch nicht ganz klar. -
Doch hat er sich in den Sonetten dieser Lara immer zugewandt:
Und jedes ist auf seine Art originell!
Es blieb die Sammlung von Gedichten vorbildhaft:
Der Einfluss unbestritten war für lange Zeit, von Petrarkismus sprach man ja.
Berühmt auch die „Trionfi“ sind, „Triumphe“ heißt’s auf Deutsch:
Zum Vorbild nahm er sich den großen Dante hier, und mit Erfolg.
Nicht wen’ge seiner Madrigale wurden schon recht bald vertont:
Man denke an Marenzio, doch Monteverdi auch.
Viel später waren Schubert es und Liszt:
Und jeder dieser beiden hat dem großen Mann auf seine Art ein Denkmal ja gesetzt!
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Heinrich Isaac
Aus Flandern stammte er ja, wie man weiß:
Und gründlich war die Ausbildung auf jede Art.
Am Hof von Innsbruck war er früh beschäftigt ja!
Lorenzo Medici hat ihn schon bald als Sänger angeworben nach Florenz.
Auch wenn sich alles hier gut angelassen hat:
So musste er Florenz verlassen eines Tags, nach Pisa ging es nun.
Der Kaiser Maximilian erkannte sein Talent und sandte ihn nach Wien.
Doch ganz zuletzt hat er denn wieder in Florenz gelebt. -
Von seinem Werk ist ja erhalten unverhältnismäßig viel:
Wenn man ihn mit so vielen Zeitgenossen ja vergleicht.
Die Zahl der Messen und Motetten ist recht hoch.
Doch ist auch dieses nur ein Teil des Schaffens, wie man weiß.
Schon früh hat man ihn ja gerechnet zu den Besten seines Fachs!
In eine Reihe hat man ihn gestellt mit Obrecht und Josquin.
In seinem Werk verschmolz er Flämisches mit Deutschem, wie bekannt. -
Und Senfl wie auch and’re Schüler gaben weiter ja den Staffelstab!
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Johannes Ockeghem
Noch heute gilt er als der größte Komponist des fünfzehnten Jahrhunderts, wie man weiß.
Geboren ward er einst im Hennegau, wie viele and’re auch!
Schon früh hat sein Talent sich, wie man sieht, gezeigt:
In des Franzosenkönigs Hofkapelle fand er sich als Sänger ja.
Auch war er schon als junger Mann ein Kleriker in Tours, auch trug man ihm das Amt des Schatzmeisters ja an.
Doch nach dem Tod des Königs blieb er ohne weiteres als Sänger ja im Amt.
Schon bald hat er sich auch als Komponist bewährt.
Auch war er früh berühmt, Kollegen und auch Dichter respektierten ihn.
Komplette Messen schrieb er mit als erster, wie man weiß.
Auch scheint es ja, dass ein komplettes Requiem vor ihm noch keiner schrieb!
Ganz unterschiedlich klingen die Chansons, die uns erhalten sind. -
Die Franko-Flamen-Schule hat er auf den Weg gebracht für lange Zeit.
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Josquin Desprez
Geboren war er wohl bei Saint-Quentin, wie man ja glaubt.
Nun, „franko-flämisch“ nannte man die Schule, der er angehört:
Er war ihr größter Komponist zu seiner Zeit.
Auch hat er sich als Sänger früh hervorgetan.
Man weiß, dass die Kollegen ihn schon früh geschätzt.
Nun, ob er Schüler war des großen Ockeghem, das ist nicht klar.
Der Herzog von Anjou hat ihn schon früh als Sänger engagiert.
Hernach er nach Italien ging, wie uns bekannt.
Hier findet sich nun seine Spur in Rom und Mailand auch.
Hernach ging’s nach Ferrara, wo ein glänzendes Gehalt man ihm bezahlt.
Doch gab er bald die Stellung wieder auf, kaum dass ein Jahr vergangen war:
Wie man vermutet, wollte er der Pest entgehen, was ihm auch gelang.
Die Menge der erhalt’nen Werke ist recht groß:
Darunter Messen und Motetten, Weltliches und vieles mehr!
Die Fähigkeit des Kontrapunkts beherrschte er am besten ja.
Berühmt war er vor allem auch, weil er die Texte leicht zum Sprechen hat gebracht!
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Giovanni Pierluigi da Palestrina
Geboren war der große Mann in Palestrina, wie man weiß:
Mit einem Wort, in jener Stadt, die in der alten Zeit Praeneste hieß.
Wir wissen, dass er schon als junger Mann nach Rom gelangt:
Sein Ruf war ihm schon früh vorausgeeilt.
Er war in der Sixtinischen Kapelle angestellt:
Und wahrlich, er enttäuschte seinen Auftraggeber nicht!
Kapellmeister und Sänger war er, bald auch Komponist.
Schon früh hat man die ersten Madrigale ja gedruckt.
Die Messe, die nach Papst Marcellus ward benannt:
Sie wurde früh gepriesen, ist bis heute ja berühmt.
So viele Messen sind bis heut‘ erhalten ja:
Auch hat er das Magnificat recht oft vertont, und so genial!
Das Werk des großen Mannes schließt, mit anderen, die späte Renaissance ab.
Bis heute spricht man rühmend ja vom Palestrinastil:
Wenn man die Ausgewogenheit von Werken rühmen will. -
Sein Ruhm wird, wie ich denke, keinesfalls verblassen irgendwann.
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Orlando di Lasso
In Mons, im Hennegau ward er geboren, wie man weiß!
Doch blieb er in der Heimat gar nicht lang.
Er fand sich in Italien nach kurzer Zeit:
So manche wichtige Persönlichkeit lernt‘ er hier kennen ja.
Schon früh entstanden erste Werke, da er sehr begabt.
Doch wollt‘ der Durchbruch ihm gelingen bis auf Weit‘res nicht!
So kehrt‘ er in die Niederlande denn zurück.
Doch ließ die Wende auf sich warten noch.
Sie kam, als Herzog Albrecht ihn nach München denn berief.
Er war dann in der Hofkapelle ausgelastet ganz und gar:
Er war hier Sänger, Leiter der Kapelle und auch Komponist.
Als solcher schrieb er viele Hunderte von Werken ja!
Nun, Messen schrieb er, Litaneien, vieles andre mehr.
Auch deutsche Lieder und Chansons verdankt man ihm!
Sein Ruhm war früh verbreitet ja, da vieles jeden Monat neu gedruckt erschien.
Nun - er und Palestrina sind der Gipfelpunkt der späten Renaissance.
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Thomas Tallis
Geboren war er wohl in Kent, auch wenn das feststeht keineswegs. -
Sehr früh war er schon Organist, wie man ja weiß:
Auch hat man ihn in Canterbury bald geseh‘n!
Und zur Kapell‘ in London fand er Zugang schon recht bald.
Nun, ausgezeichnet hat er sich mit Messen und Motetten früh.
Nachdem die Kirchenordnung alsbald anglikanisch war:
So gab es keinen Grund mehr, dass man Messen schrieb.
Doch blieb er der Motette treu - und schrieb auch lange Litanei‘n!
Berühmt bis heute ist ja „Spem in alium“.
Das einzigart‘ge Werk weist vierzig Stimmen auf, die unabhängig alle sind!
Bedeutend war sein großer Schüler William Byrd:
Denn dieser trug den Samen, den er ja von ihm empfing,
bis in den Frühbarock!
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William Byrd
Nun, dass der Mann aus Lincolnshire sehr talentiert:
Das hat sich an der Wiege ja schon fast gezeigt.
Als noch Maria die „Katholische“ die Queen ja war:
Da sang er schon als Kind in London, wie bekannt.
Von Anfang war er Katholik und blieb es auch:
Das brachte ihm Probleme, als die Konfession geändert ward.
Nun, „anglikanisch“ hieß des Staates Religion schon bald:
Dem angestammten Glauben hat er nie entsagt.
Er hielt an seiner Art des Komponierens fest:
Doch schrieb er nun auch für den Gottesdienst der Anglikaner, wie man weiß.
Man hat ihn früh den Palestrina Englands ja genannt.
Und in der Tat erinnern seine Werke sehr an jenen großen Mann.
Vokalpolyphonie - das war des Schaffens Hauptanteil:
Motetten, Messen, Madrigale - fünfhundert Werke sind‘s!
Doch hat er vieles auch für Tasteninstrumente komponiert:
Die Werke für das Cembalo und Virginal bezeugen sein Genie.
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Orlando Gibbons
In der Familie dieses großen Mannes gab‘s nicht wen‘ge große Musiker,
wie uns bekannt.
Getauft war er in Oxford, wie es scheint.
In Cambridge sang er schon als kleines Kind!
Elf Jahre vor dem Tod war erst der Höhepunkt erreicht.
Er wurde angestellt in der Kapelle, die dem König Jakob unterstellt:
Hier zeigte er sein Können denn als Organist.
Als solcher war er weithin angeseh‘n zu seiner Zeit.
Doch galt er auch schon früh als großer Komponist!
Recht vieles für Vokalbesetzung hat er hinterlassen uns.
Und recht berühmt ist ja das Madrigal „The silver swan“!
Auch schrieb er vieles für die Orgel, was von hohem Wert.
Ingleichen haben seine Gambenwerke die Musik vorangebracht.
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John Dowland
Auch er ist zugehörig noch der Renaissance:
Doch hat er sich entfaltet noch im Frühbarock. -
Geboren war er wohl in London, wie es scheint.
Er war und ist als Lautenspieler weltberühmt!
Die erste große Auslandsreise führte ihn nach Deutschland ja:
Doch brachte sie noch keinen Durchbruch, wie man weiß.
Sein langer Aufenthalt in Dänemark war recht erfolgreich dann:
Am Hof war er für gutes Geld als Lautenspieler angestellt.
Und in der Mitte seines Lebens hat sich dann sein Traum erfüllt:
In London war er nun der königliche Lautenspezialist.
Er war nicht nur der größte Lautenspieler seiner Zeit:
In gleicher Weise war er ja als Komponist genial.
Recht viele Sololieder schrieb er, mit Begleitung dieses Instruments.
Rund hundert Solostücke komponierte er, die unvergessen sind.
Die Werke, die den Klang von Gamben mit der Laute kombiniert:
Von ihnen ging ein starker Anstoß aus zu aller späteren Instrumentalmusik.
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Andrea del Verrocchio
Es ward der große Mann geboren in Florenz - wie viele andre auch.
Schon früh hat sich gezeigt, wofür er ja begabt:
Man weiß, dass er bei einem Goldschmied in die Lehre ging.
In gleicher Weise wurde er zum Bildhauer gemacht.
Zu irgendeinem Zeitpunkt griff das Schicksal ein:
Es nahm sich die Familie Medici nun seiner an.
Nun - die Antikensammlung der Familie durft‘ er als Kurator denn betreu‘n!
Auch Restaurator wurd‘ er ja, wodurch er viel gelernt.
So viele wichtige Skulpturen schuf er ja:
Man denke an den David nur, den er aus Bronze schuf.
Dem jungen Leonardo hat er einst in seiner Werkstatt alle Kniffe beigebracht!
Wer weiß, ob dieser ohne seinen Unterricht geworden wär‘ ein solch‘ Genie ...
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