
Eichhörnchen
Es ist ein flinkes Wesen, das Eichhörnchen im Wald.
Es sammelt Nuss und Kerne, der Winter kommt schon bald.
Noch muss es eifrig suchen. Ist erst der Winter da,
wird es ganz träg und müde. Schläft bis zum nächsten Jahr.
Doch quält im kalten Winter der Hunger es so sehr,
dann wacht es auf und holt sich die leckeren Kerne her.
Nicht immer find' es alle, sind ja so gut versteckt
Drum sieht man oft im Frühjahr, wie sich manch Köpfchen reckt.
Es wachsen kleine Eichen im kargen Kiefernwald.
Auch Walnuss und die Hasel, die tauchen auf recht bald.
Holt sich die jungen Pflanzen das Reh nicht vor der Zeit,
dann wachsen sie zum Himmel, den Eichhörnchen zur Freud.
© Elvira Lehmann
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Schlaflied für Kätzchen
Schlaf du kleines Kätzchen, schlaf in Sicherheit.
Alles was dir schaden könnt, ist unendlich weit.
Doch die Ohren stehen nicht still. Hören jeden Laut.
Arme wilde Miezekatz, die keinem Wesen traut.
Gefahr, sie lauert überall. Du lässt dich nicht besiegen.
Denn wer dir etwas Böses will, der muss dich erstmal kriegen.
Du bist so flink und sehr geschickt. Weichst immer wieder aus.
Die Freiheit ist dein höchstes Gut. Du frisst auch Frosch und Maus.
Das Jagen hat die Mutter schon dir zeitig beigebracht.
Du schläfst so gern am hellen Tag. Gejagt wird in der Nacht.
Doch frisst du auch das Schüsselchen mit Katzenfutter leer.
Und wenn du ausgeschlafen hast, willst du bestimmt noch mehr.
© Elvira Lehmann (Text und Bild)
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Zwei seltsame Freunde
Ein seltsames Paar, die beiden.
Sie mögen sich wirklich gut leiden.
Der Kater läuft mit beim Gassi gehen
und lässt sich auch stets am Futternapf sehen.
Das Hundebett möchte er auch gern benutzen.
Dort kann er sich in Ruhe drin putzen.
Sein Leben gehört ihm jedoch ganz allein.
Er möchte nicht immer unter Menschen sein.
Die Freiheit, sein Leben selbst zu gestalten.
Die lässt er sich niemals vorenthalten.
Gefährlich und karg mag sein Leben sein.
Doch wenn's ihm gefällt, dann soll es so sein.
© Elvira Lehmann (Text und Bilder)
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Jagd
Der Mond am Himmel leuchtet hell,
in runder, praller Pracht.
Der Wolf schleicht leise durch den Wald,
sein Hunger ist erwacht.
Ein Schaf, ein Reh, das ist egal,
wenn es nur schnell gejagt.
Sein Ruf erschallt, die Meute kommt!
Gemeinschaft ist gefragt.
Der Morgen graut, die Eule schreit.
Sie ruft den hellen Tag.
Erschöpft legt sich der Wolf zur Ruh.
Erfolgreich war die Jagd.
© Elvira Lehmann
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Katzenart
Wie doch die Katz dem Weibe gleicht in Anmut und Geschick.
Sie schleicht sich in dein Herz ganz leis und gibt es nicht zurück.
Sie schmeichelt dir und tröstet dich, wenn mal die Sonn nicht lacht.
Sie weiß, dass du das Futter bringst und jagt doch gern bei Nacht.
Sie könnte leben ohne dich. Das macht ihr gar nichts aus.
Doch lässt du deine Türe auf, kommt sie ganz gern ins Haus.
Geht sie für immer dann davon, bricht dir das Herz entzwei.
Doch hast du eine neue Katz, entbrennt die Liebe neu.
© Elvira Lehmann (Text und Bild)
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