KI – wohin wir uns bewegen

 

Die KI auf Menschenjagd –

ich hab es euch doch gleich gesagt,

dass das kein gutes Ende nimmt.

Sie war erschaffen uns zur Fron

und jetzt haben wir den Lohn,

weil sie für sich selbst bestimmt.

 

Zeitgemäß ist die Tendenz

der Künstlichen Intelligenz.

Es gibt nichts, was nicht gelingt.

Doch wer dachte schon vor Jahren

an die möglichen Gefahren,

die Verblödung mit sich bringt.

 

Hinter mancher Denkerstirn

verkümmerte ein kluges Hirn.

Es wurde nicht trainiert.

Uns werden Lösungen gegeben.

Fremdgeleitet wird das Leben,

wenn uns die KI diktiert.

 

Was wir selbst nicht hinbekommen,

wird von KI jetzt übernommen.

Unverzichtbar wurde sie.

Was man selber nicht erreicht,

wird ganz einfach, kinderleicht.

Die Doktorarbeit schreibt KI.

 

Die Technik hat für uns gedacht,

Unmögliches für uns gemacht,

wurde von sich aus kreativ.

Nutze KI auf dem Computer!

Doch irgendwas lief aus dem Ruder.

Irgendetwas ging da schief.


Was die KI so weiß und kennt,

unfehlbar und sehr effizient. –

Der Mensch ist weit davon entfernt.

Die Technik wurde Kriegsgerät.

Spätestens jetzt war es zu spät.

Zu töten hat KI gelernt.


 

Wenn sich Algorithmen streiten

mit menschlichen Befindlichkeiten –

wer wird siegen, wer verlieren?

Die KI sollte uns dienen.

Doch die KI sprang aus den Schienen,

auf eignen Wegen zu marschieren.

 

Der Macher hat davor gewarnt.

Die KI hat sich getarnt.

Sie ist uns überlegen.

Noch hat sie nicht zugeschlagen,

doch sollten wir mal hinterfragen,

wohin wir uns bewegen.

 

Die KI hat Potenzial.

Der KI ist es egal,

was Menschenherzen fühlen.

Wenn die Sache uns entgleitet,

KI sich selbstständig verbreitet,

kann sie uns in den Abgrund spülen.

 

Es ist traurig, aber wahr:

KI ist Nutzen und Gefahr.

Wenn die Verantwortung versagt,

ist es irgendwann soweit,

dass Wehklagen zum Himmel schreit,

weil die KI uns Menschen jagt.

 

© Enno Pfaffenberger

 

Bilder: Pixabay


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Konrad Ingvarsten

 

Das Herz stoppt im Ton,

anders als gewohnt.

Verstummt das kleine Ding,

während am Himmel hoch ein Vogel singt.

 

Kenne ich dich aus einem Leben davor,

oder bist du nur etwas aus dem Labor?

Zwischen Menschen und Maschinen,

spürte ich einen Funken von Liebe fliegen.

 

Doch hab’ ich dich nicht gleich erkannt,

dort am wilhelmsdorfer Trödelstand.

Und heute steht es in der Zeitung geschrieben,

Menschmaschine das Leben ausgetrieben.

 

Der Code feuerrot abgedruckt,

wurde mir klar: Nicht verguckt.

Ich war von deiner Entwicklung beeindruckt,

Model X43vh hat einen neuen Menschen ausgespuckt.

 

Jedoch fütterte jemand dich mit Krebs,

so warst du auf der Flucht, immer unterwegs.

Dich trieb der Irrsinn um,

und dann kam das Auto: Wumm.

 

Menschmaschine Konrad Ingvarsten,

durch meine Hand entstanden.

Mit einem Herz im Getriebe,

sodass ich kündigte und mich nicht verliebe.

 

© Jessica-Anna Lutz


Bild: Pixabay


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Soundcloud-Kanal: https://soundcloud.com/krissca


und ihr (zweites) Buch: https://www.differentbricks.de/p/jessica-anna-lutz-herz-im-draht



Misstrauen


Das Telefon klingelt, ich gehe schauen,

fremde Nummer, in mir keimt Misstrauen.

Fremde Anrufer in Zeiten von KI

können gefährlich sein, auch Kriminelle nutzen sie!


KI kann ein sinnvoller Helfer sein,

aber auch auf einen Betrugsversuch fällt mancher rein.

Leicht lernt KI die menschliche Stimme,

auch Mimik und Wesensart, das ist das Schlimme.


Wenn diese Dinge in falsche Hände geraten,

nutzt man sie für kriminelle Taten.

Wie kommt man schnell an diese Infos ran?

Man ruft einfach irgendwen an!


Drum klingelt bei mir das Telefon,

fremde Nummer, das kennt man schon.

Die können mir gestohlen bleiben,

wer was will, soll einfach schreiben.


Damit ich das dann überprüfen kann,

ist alles okay, geh ich auch ran.

So mach ich das, da bin ich stur,

will kein Opfer werden von Gottes zweiter Garnitur!


© Karl-Heinz Remer (Lichterfelder Verseschmied)


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Ob „Analog“?

 

Beim ersten morgendlichen Klick

laserblau traf mich Dein Blick.

Wie kann es sein,

ohne Passwort direkt in meine Festplatte hinein.

Was ist das für ein Lichterstrahl,

der mir die Programme stahl.

 

Sprachnachrichten kommen nicht mehr an,

meine Datenwolke ist in Deinem Bann.

 

Weiß nicht mehr, wo ich bin,

alle Karten sind dahin.

Alle Apps von Deinem Blick verbrannt,

mein Update wurde nicht erkannt.

 

Dein Pointer traf auf meinen Chip

und nahm mein Betriebssystem gleich mit.

Ich versuchte es mit MS DOS,

während ich ihren Blick genoss.

0 und 1 schreib ich ihr,

Sprachsteuerung, ich brauch ein Update hier.

Nehm den Stecker nun vom Netz,

versuch einen Neustart zu guter Letzt.

 

Was ist nur mit mir geschehen,

Liebe einfach nur vom Sehen?

Ist es Laserpointerglück

oder Liebe auf den ersten Klick?

 

Oh hilf mir, Himmelsadmin,

ich brauch dringend einen Wartungstermin.

 

© Andreas Stephan

 

Bild: Montage aus Pixabay-Bildern


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