Herbstwald

 

Wunder um Wunder in der Herbsteszeit.

Wälder, sie leuchten von nah und weit.

Bunt an den Zweigen schimmert’s vom Baum. –

Es ist wie im Traum.

 

Sommer, was hast du uns Schönes vererbt.

Farben, mit denen der Herbst sich nun färbt.

Die Blätter der Wipfel, die Blätter am Strauch,

in Büschen und Hecken; ach, siehst du es auch!

Wie herrlich der Wald sich bei Mondenschein

versilbert im Nebelrauch.

 

© Jürgen Feger

 

Bild: Pixabay


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Im Nebel

~ Michael Krause-Blassl ~

 

Nebel schließt mich ein

und aus

verschwunden sind

Himmel und Haus

keine Orientierung mehr

alles scheint

grau und leer

ohne Sinne

ohne Sinn

den Weg verloren

wohin?


Bild: Pixabay


HERBSTZEIT

 

Jetzt gibt es nochmals viel Arbeit im Garten,

denn plötzlich wurde es sehr schnell kalt,

der Pool muss auf den Sommer wieder warten,

die Terrassenmöbel wandern in den Keller bald.

 

Gestern wurden die Sträucher geschnitten,

die Wiese von Laub und Nüssen befreit,

die Lieschen, die durch Frost sehr gelitten,

können nicht weiter erfreuen uns ab heut'.

 

Die bunten Farben sind daher verschwunden,

nun überwiegt halt das Gelb und das Braun,

der grüne Efeu, um die Bäume gewunden,

ist auch im Winter hübsch anzuschauen.

 

Als ob sie der Kälte zum Trotz wär'n erblüht,

entdeckte ich noch einzelne frische Rosen,

hoffe, sie haben nicht umsonst sich bemüht,

denn der Frost kommt schon in geringen Dosen.



Auch die Zeit auf der Terrasse ist nun vorbei,

wir haben sie, wie immer, sehr genossen,

ich nun vom Nusslaub den Rasen befrei,

den ich im Sommer sehr pfleglich gegossen.

 

Bald ist auch die letzte Gartenarbeit vorbei,

der Winter kommt jetzt mit flotten Schritten,

man wünscht sich den Frühling schnell herbei,

um Wärme und Blütenduft wir bald wieder bitten.

 

© Angelika Weber

 

Bild: Montage aus Pixabay-Bildern


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Novemberblues 

 

Schaut mal hin, denn diese Zeiten

stecken voll Melancholie

ach, was könnt dies Freud bereiten,

fragten wir nicht ständig: „Wie ...?“ 

 

„Wie nur wird das Wetter werden?“

„Wie, ja, werd ich morgen satt?“

„Wie geht es mir hier auf Erden?“

Wie heißt's zu oft, ja, und wat? 

 

Dabei könnt's so einfach bleiben

würden wir auf uns vertrau‘n

und beim regen Blättertreiben

mal ins eigne Herz reinschau‘n. 

 

Gerade im Novembernebel

machte dieses sehr viel Sinn

stecken bliebe mancher Säbel

denn wir schauten näher hin. 

 

Doch für allzu viele Leute

ist's, als könnten sie nicht sehn

dass Melancholie auch heute

keiner wirklich muss versteh‘n. 

 

Man braucht sie nur zuzulassen,

statt zu weichen ihr stets aus,

täten wir's, verging das „Hassen“

und auch mancher arge Graus. 



Denn beim näheren Besehen

nur der eigenen Gestalt

würd man vieles „neu“ verstehen

und manch Herz bliebe nicht kalt. 

 

Doch dazu gehört zulassen

von ganz viel Melancholie

das aber wird keinem passen

der zu gerne stets fragt: „Wie …?“ 

 

Dabei gibt’s auf diese Frage

selten nur ein klares Wort

drum klagt man so manche Tage

und auch an so manchem Ort. 

 

Mir würd dieses nicht gefallen,

deshalb lasse ich sie rein

wünsche Melancholie allen

die mir mögen Freunde sein. 

 

Denn mit ihr ganz tief im Herzen

geht es vielen Menschen gut

sie vertreibt so manche Schmerzen

und schenkt dafür frohen Mut. 

 

© Gisela Segieth

 

Bilder: Pixabay


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Mann mit Hund

 

Ein Mann tritt aus dem Haus mit Hund

und während er so geht

spürt er zur abendlichen Stund

wie ihn der Wind verweht

 

Er riecht den Herbst und spürt den Wind

Langsam geht er Schritt für Schritt

und er freut sich wie ein Kind

Der gute Paco zieht ihn mit

 

Weiter geht's durch Wald und Flur

Bald werden Blätter bunt

Noch immer grün ist die Natur

Er streichelt seinen Hund



Hinter ihm die Sonne fällt

vor ihm ist der Wald

Dies Vergnügen kost kein Geld

Die Dunkelheit kommt bald

 

Eigentlich ist sie schon da

doch nur für ihn allein

Das Leben ist so wunderbar

Dann geht er wieder heim

 

© Ernst Richard Edinger (Text und Bild)

Herbstbeginn

 

Der September ist nun fortgegangen

und Nebelschwaden steigen auf.

Oktober macht mich stets befangen,

auch das Blattwerk steigt bald zuhauf.

 

Wäre nicht die güldene Sonne,

die uns schenkt ihren lichten Strahl.

Reben füllen fast jede Tonne.

Kein Märchen ohne - es war einmal.

 

Dunkle Wolken, Regenwetter.

Bald fallen auch die ersten Blätter.

Vogelscharen, Stoppelfelder,

ganz durchtränkt sind Land und Wälder.



Wasserpfützen, bunte Drachen,

unbekümmertes Kinderlachen.

Früchte zeigen hundert Farben.

Der Herbst ist da, noch ohne Narben!

 

© Olaf Lüken

 

Bild: Pixabay


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Und auch hier ist er sehr aktiv: https://www.festgestaltung.de/

Herbstimpressionen

~ Petra Mary Heuser ~

 

Draußen stürmt es schon seit Tagen

und es dämmert schon um acht.

Manchem mag es nicht behagen:

Der Herbst kam schneller als gedacht!

 

Gummistiefel sind bei Kindern

ein gefragtes Utensil.

Nichts kann ihren Spaß dann mindern

draußen beim vergnügten Spiel.

 

Die Kastanien fallen wieder,

meistens auch in großer Zahl,

reif dann auf die Erde nieder;

Basteln heißt es wieder mal.

 

Bunte Blätter weh’n von Bäumen,

ihr Farbenspiel zeigt die Natur.

Und man darf es nicht versäumen

umzustellen seine Uhr.




Drachen hoch zum Himmel steigen,

tanzen lustig dort im Wind,

wie ein fröhlich-bunter Reigen,

das begeistert jedes Kind.

 

Ja, der Herbst ist doch im Grunde

eine schöne Jahreszeit.

Er schenkt uns manch gold’ne Stunde

und viel Grund zur Fröhlichkeit.


Bilder: Pixabay


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Herbstbeginn

🌾🍁🍂


Auch wenn man es kaum fassen kann:

Es herbstet schon, oh Mannomann!

Das Heu muss schleunigst in den Schober;

Ab nächsten Mittwoch ist Oktober.


© Günter Lüdtke (Text und Bild)


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Novembernebel


Nebelschwaden ziehen übers Land …

haben den November in der Hand.

Die letzten Blätter fallen vom Baum …

erzählen dir etwas vom letzten Traum.


Die Tage sind kurz, die Nächte gar lang …

leise durchdringt uns der Novembergesang …

wenn der Nebel auf feuchte Erde sich legt …

sein kalter Hauch alles durchwebt.



Durchwandert man still das Nebelfeld …

gar geruhsam zeigt sich so die Welt.

Wer sich drauf einlässt weiß genau …

die Welt bleibt nicht immer grau in grau.


© Text und Bild: Claudia Solbach


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Herbstherz


Ein letzter Septembertag zeigt sich gütig.

Er taucht die Welt in warmes Sonnenlicht

und streut Milde aus.

Welcher Mensch sollte nun ungnädiger sein

als die Natur?


Die rauen Tage kommen …

Will ich auch rau sein?

Oder nehme ich lieber die Septembergüte

mit in den Herbst, durch den Winter,

und warte immerzu geduldig auf den Frühling,

der mich eines Tages neu erblühen lässt?



Die Menschen sitzen noch einmal draußen.

Sie blinzeln in die Sonne und öffnen ihre Jacken.

Das Gleiche kann mein Herz.

Wenn es nur blinzelt, fühlt es sich warm und mild an.

So kann es geöffnet bleiben

und wird nicht rau werden,

bis wieder Frühling ist.


© Christina Udwari


Bild: Pixabay


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✍️🌹🥀🙏

Abschied

 

Letzter schöner Rosentraum,

Leuchtkraft und Intensität

im herbstlichen Lebensraum,

Lichttränen sanft schweben,

sich hin zum Himmel heben.

 

Im Oktoberhaus noch linde Luft,

schwebt zu mir ein zarter Duft.

Das Rosenwinterkleid steht bereit,

umhüllt sie bald in Dunkelheit.


Lass sie dann schlafen leise

in ihrer besonderen Rosenweise.

Nimm ins Herz ihren Rosentraum

hinein in unsren Winterraum.

 

© Birgitta Zörner

(Text und Bild)

✍️🌹🥀🙏





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Prosit dem Herbst!

 

Gelobt sei deine Ernte, Herbst!

Hebt an und trinkt auf diesen.

Wir wollen ihn mit rotem Wein

begießen, ja, begießen.

 

Zwar sind die Bäume blätterlos

und blumenleer die Wiesen.

Lasst trotzdem uns den goldnen Herbst

mit seinem Wein begießen.

 

Sind auch die meisten Vögel fort.

„Ich will sie hiermit grüßen.“

Lasst deshalb uns den goldnen Herbst

mit seinem Wein begießen.

 

Und ist er noch so launisch, will

die Tage dir vermiesen.

Lasst fröhlich uns den goldnen Herbst

mit seinem Wein begießen.



Selbst wenn es draußen bitter kalt,

dich friert’s an Po und Füßen.

Lasst dennoch uns den goldnen Herbst

mit seinem Wein begießen.

 

Wenn Nebel, Stürme, Regen sich

im Pakt zusammenschließen.

So wollen wir erst recht den Herbst

mit seinem Wein begießen.

 

Und ist die Flasche einmal leer,

schnell ist die nächste offen.

Doch besser wir verschieben’s, denn

für heut’ bin ich besoffen!

 

© Jürgen Feger

 

Bild: Pixabay


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Herbst in Berlin

 

Die alten Uferbäume verlieren ihr sattes Grün.

Die Schwäne versammeln sich üppig, bevor sie nach Süden ziehen.

Ein altes Fahrrad verschwindet im Efeu. Ihm fehlt ein Rad.

Das Laub tanzt über die Straßen. Es leuchtet das Rot so satt.

Der wilde Wein verzaubert manch altgedientes Haus.

Die Sonne lockte noch einmal die Menschen zum Bummeln hinaus.

Vielfältig sind die Sprachen, die laut vorüberziehen.

Die Sonne funkelt im Wasser. Der Herbst verzaubert Berlin.

 

© Elvira Lehmann (Text und Bilder)


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Friedlicher Poesieherbstgarten

 

Poetisches Herbstkunstwerk, 

heute offen hier getroffen 

in der friedlichen Gartennatur, 

leuchtende Farben einfach pur -

 

Violette Herbstastern singen, 

Freude will ins Herz dringen. 

Blütensonnen lachen hell, 

meine Füße tanzen schnell 

einen Reigen durch den Garten.

 

Der Maler kann nicht warten, 

Herbstblätter, so schön bunt,

reichen vom tiefen Erdengrund, 

blicken hin zum Himmelszelt, 

eröffnen mir die Herbsteswelt.



Keine Frage mehr in mir, 

wer der größte Künstler sei - 

Die Antwort kommt klar zu dir: 

Die Natur bekommt die Künstlerkrone

und von mir Dankbarkeit zum Lohne.

 

© Birgitta Zörner (Text und Bilder)


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Das kleine Blatt

 

Am Baum hängt dieses kleine Blatt,

das hat die grüne Farbe satt.

 

Die Welt hat sich erneut gedreht

der Herbst kommt nun, der Sommer geht.

 

Das kleine Blatt, es fühlt sich schon

ähnlich einem Chamäleon.

 

Es denkt sich jetzt, es ist so weit,

ich werde gelb, es ist die Zeit.

 

Das Blatt hat ausgereizt, na klar,

so wie es immer ist und war.

 

Ein wenig noch im Winde schwingen,

am Ende wird es Dünger bringen.

 

Das Blatt wird braun und langsam schlapp

und fällt schnell säuselnd dann hinab.

 

Im nächsten Jahr sind neue dran,

sie wachsen schnell ganz grün heran

 

und laden neue Vögel ein

zum musischen Beisammensein.

 

© Volker Hilbt

 

Bild: Pixabay

Herbstmelancholie

 

Vom Norden weht ein stürmisch kalter Wind,

entflohen sind die Schwalben und die Sänger,

die Nachtigallen in den Süden schon

und Tage werden kürzer, Nächte länger.

 

In stolzen Gärten zerfällt Lavendelblau,

das Rot und Gelb der Rosen, Phlox verglühn.

Goldastern, -ruten welken, Löwenmaul

und Sonnenhüte – Chrysanthemen blühn.

 

Tief in den Wäldern schweigt ein jeder Baum,

entkräftet taumeln Blätter von den Zweigen.

Bereift sind Fluren, Ufer kleiner Seen,

in Nebeln, die in raue Lüfte steigen.

 

Den Himmel ziert ein nimmermüdes Grau,

am Firmament ziehn Wolken regenschwer.

Die Krähen quarren und die Felder stehn

nun abgeerntet, einsam, brach und leer.



Nun suchen Schutz im warmen Erdenbauch

zur Winterruh‘ Eichhörnchen und die Schnecken.

Erschimmern letzte Beeren im Gesträuch,

die Hagebutten in den Dornenhecken.

 

Verzage nicht und sehn’ den Augenblick

herbei, an dem die Welt sich weiß bedeckt,

bis dass ein junger Frühling wiederkehrt

und sie zu neuer Blütenpracht erweckt.

 

© Jürgen Feger

 

Bilder: Pixabay

 

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Sturmtief

 

Vor Wochen da machte ich meine größeren Runden um zehn,

damit ich nicht aus dem Rhythmus komme, muss ich um neun gehen.

Als ich heute rauskam, da wehte ein starker Wind,

doch ich schob mit meinem Rollator los, ganz geschwind.

Von den Eichen fielen mir bunte Blätter ins Gesicht

und der Baum ächzte und stöhnte unter seinem Gewicht.

Der Wind pfiff durch die fast nackten Bäume mit ganzer Kraft

und hat die Eichen zum Zittern und Knacken gebracht.

Tausende Eicheln lagen auf dem Weg wie ausgesät,

ich stolperte darüber, jetzt war es zu spät.

Nun warf der Wind mir noch kleine Äste entgegen,

ich stand wie festgefroren, konnte mich nicht bewegen.

Den Rollator musste ich festhalten, damit er nicht rollt,

doch da kam mein Enkel, der mich nach Hause geholt.

Das sollte mir eine echte Warnung sein,

bei Sturm bleiben wir Alten besser daheim.

 

© Thea Küch

 

Bild: Pixabay


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Herbstlich   


Herbstlich geht es bei uns zu

doch in mir ist nur noch Ruh

denn ich bin mit mir im Reinen

habe keinen Grund zum Weinen. 


Nein, in mir ist große Freud

und das sicher nicht nur heut'

denn bald flieg' ich Vöglein aus

ist dies andern auch ein Graus. 


Mich kann jetzt nichts mehr erschüttern

nicht wie bei so vielen Müttern

frage ich: „Was soll nur werden,

einstmals ohne mich auf Erden?“ 


Denn, wenn ich einst nicht mehr bin

was ja ist des Lebens Sinn

dann wird es auch weitergehen

wie man's kann bei andern sehen. 



Deshalb werd ich's schon mal proben

ganz egal ob andre toben

flieg den Winter einfach aus

und mache mir gar nichts draus. 


So kann jeder überlegen

ist es ohne mich ein Segen

oder werde ich vermisst

doch egal wie es auch ist: 


Ich werde die Zeit genießen

keine Träne wird mir fließen

denn mir geht’s bald nur noch gut

allen andern wünsch' ich Mut. 


© Gisela Segieth


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Winterzeit


Die Winterzeit hat angefangen,

die Uhr ist umgestellt.

Lange Nächte - kurze Tage

hat das Jahr nun ausgewählt.

Die Zeit legt ihre Hektik ab,

auch die Natur kommt jetzt zur Ruh.

Und wir gehen Schritt für Schritt

auf das Jahresende zu.

So folgen wir dem Ruf der Zeit

zufrieden und in Dankbarkeit.


© Doris M. Schlechta


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Herbst - November - Stimmung

 

Bunte Blätter fallen taumelnd sterbend zu Boden.

Bäume strecken anklagend kahle Äste gen Himmel –

Kälte, Sturm, prasselnder Regen,

Frieren, inneres Erschauern.

Klammer Nebel senkt sich schwer, erdrückend aufs Gemüt. –

Frühe Dunkelheit, trübe Gedanken,

Hoffnungslosigkeit, Verzweiflung.

Krankheit, Vergänglichkeit, Tod –

Abschiednehmen ... Trauer der Seele –

Sinn des Lebens? –

Licht am Horizont?!



Hoffnungsschimmer!

Immer wieder dieses Wunder!

Zaghafter Neubeginn ... frische Knospen,

zartes Grün, wärmende, tröstende Sonnenstrahlen,

ungläubiges, staunendes Erwachen;

Lebensmut und Lebenslust,

Freude, Glück, Liebe, Geborgenheit.

Aufatmen der Seele!

Das Leben kann so schön sein!

 

© Waltraud Uebelhoer

(Text und Bild)

Morgendliche Herbstimpressionen

 

Geheimnisvoll und friedlich liegt

der Wald zur Dämmerstund’

im Nebelschlaf, es träumt die Flur

noch tief auf grauem Grund.

 

Es dampft der Fluss, ein Schleier zieht

umher an Weges Saum.

Es raschelt, huscht und knackt, es fällt

der Apfel dumpf vom Baum.

 

Die Luft ist kühl, das Gras voll Tau,

aus Wiesen, aus dem Rohr

steigt Morgenrauch für Morgenrauch

im Nachtgewand empor.

 


Geheimnisvoll und friedlich liegt,

noch tief auf grauem Grund

die Flur, es träumt im Nebelschlaf

der Wald zur Dämmerstund.

 

© Jürgen Feger

 

Bilder: Pixabay


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Novembertristesse


Ich sitze hier und denke nach

so richtig heut', mit „Weh“ und „Ach“

der Weltschmerz hat mich voll im Griff

denn irgendwo fehlt mir der Pfiff. 


Zu gar nichts ist mir heute gar

nicht mal ein Märchen wird nun wahr

das Wetter macht den Rest dazu

ich will nur eins heut' „Meine Ruh!“ 


Doch aus dem Radio tönt es laut

ich hab den Ohren nicht getraut

„Wir feiern bald ein großes Fest“

na, mir gibt dieses gerad den Rest. 


Sie singen, tanzen, spielen hier

ich frage mich „Ist das so Zier?“

als wenn noch immer Sommer wär

dabei fällt mir das Denken schwer. 



Ich glaub, ich geh wieder ins Bett

denn dort ist's kuschelig und nett

Dort kann ich träumen, „Augen zu!“

dabei vergeht die Zeit im Nu. 


Doch morgen, Leut, das glaubet mir

bin ich wieder ganz fröhlich hier

und schreibe Euch ganz lust'ge Sachen

wenn ich werd' aus dem Schlaf erwachen. 


Bis dahin aber macht es gut

und wenn Euch packt der Übermut

dann saget ganz schnell mir Bescheid

denn dann verschieb' ich diese Zeit.


© Gisela Segieth


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Novemberschweigen

~ Mirjam Völker-Lasota ~

 

Zwischen alten knorrig Bäumen,

die des Waldes Rand besäumen,

hängen tief die Nebelschwaden,

in deren Wassertröpfchen baden

heitere Elfen ... zierlich ... zart,

... Geschöpfe der besond’ren Art.

 

Die magiebegabten Wesen

können in den Seelen lesen,

ob diese lachen oder weinen,

... taten’s wohl auch in der meinen,

schenken heraus mir aus dem Bade,

schäumend noch von Kopf bis Wade,

ein Päckchen pure Heiterkeit,

... eine Kostbarkeit in dunkler Zeit.

 

Und ihr Lachen perlt von den Zweigen

hinein in das Novemberschweigen.

 

Bild: Pixabay


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Nebelwelt!

 

Die Welt zeigt sich im Nebelkleid,

undurchsichtig, feucht und kalt.

So liegt er über Feld und Wald,

jetzt wird es Winter bald.

Ein Rascheln dort hinterm Gebüsch,

lauschend bleib ich stehen.

Zu dicht ist heut die Nebelwand,

ich kann nicht wirklich seh‘n.

Ist es ein Mensch oder ein Tier,

mir wird auf einmal kalt.

Was ist es, was mir Angst gemacht,

bin ich allein im Wald?

Ich lausche angespannt und starr,

kann keinen Schritt mehr gehen.

Der Nebel zieht jetzt langsam ab

und ich kann wieder seh‘n.

Was eben noch unheimlich war,

ist jetzt vertraut und schön.

 

© Ingrid Heuwers

 

Bild: Pexels


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Gedanken im Herbstwind

~ Christian Haslinger ~

 

Im Herbstwind wiegt das neue Ich,

schlief allzu lange tief in mir.

Gezeiten spielten ohne mich,

ein lauter Schrei – nun bin ich hier.

 

Der Herbst in seiner Farbenpracht

erblüht erneut in Glanz und Schein.

Der Herbstwind hat mir neu gebracht

ein stilles, buntes, schönes Sein.

 

Ein Blütenmeer vergangener Zeit,

vergilbt ganz still und leis,

Der Winter ist nun nicht mehr weit,

das Leben stets hat seinen Preis.

 

Aus alt wird neu, nichts geht verloren.

Das Leben, treu, wird stets geboren.

 

Das Rad der Zeit, es dreht sich still im ewig gleichen Lauf.

Das Schicksal, es tut, was es will, das nehmen wir in Kauf.

 

Der Herbst beginnt und endet bald, und Neues wird entstehen.

Und wird es draußen wieder kalt, so wird auch dies erneut vergehen.


Bilder: Pixabay


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Herbsterwachen

 

Die Äpfel reifen an den Bäumen.

Wir kochen frisches Pflaumenmus.

Die letzten warmen Sonnentage

sind wie ein letzter Sommergruß.

Der Wind weht kühl am frühen Abend,

so manches Blatt vom Baume fällt.

Es zaubern morgens Nebelschwaden

die schönsten Sagen in die Welt.

 

© Elvira Lehmann (Text und Bild)


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Der September

 

Der Sommer flieht, er gibt klein bei,

denn der September eilt herbei.

Am Tag ist‘s warm, am Abend kühl,

herbstlich sein buntes Ränkespiel.

 

Froh sind die Kinder, bunt die Drachen,

auf den Wiesen hört man Lachen.

Spiel und Spaß, herbstlicher Glanz,

schön und wild der Drachen Tanz.

 

Die Welt im Rausch der bunten Farben,

vom Indian Summer schön getragen.

Genüsslich reif hängt Frucht an Frucht,

so wie zum Naschen man sie sucht.

 

Noch scheint die Sonne weit und breit

und Rosen blüh’n im schönsten Kleid.

Kastanien, Eicheln und des Baumes Rinde,

find‘ jetzt zum Basteln jedes Kinde.

 

Die Birke wechselt ihr Gewand,

wirft gold’ne Blätter in den Sand.

Schwer wiegen Ähren, des fleiß‘gen Bauern Lohn,

das Erntedankfest wartet schon.

 

Anfänglich noch mit zarter Hand,

streift nun der Wind durchs weite Land,

doch wart nur bis zum Sturm er reift,

dann kraftvoll er zum Blattwerk greift.

 

Farbig das Laub, der Herbst lässt grüßen,

knistern und rascheln unter den Füssen

und wenn der Tag erwacht zum Leben,

Frühnebel dicht am Boden schweben.

 

© W. Thieke

 

Bild: Pixabay


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Herbstgesichter!

 

Herbstgesichter, bunte Blätter

Nebelschwaden in der Früh

Gänse ziehen hoch am Himmel

ihren Ruf vergisst man nie.

 

Weiter, weiter nur nicht rasten

scheint's, so klingt es, wenn sie ziehn

um dem nahen, kalten Winter

und dem Hunger zu entfliehn.

 

Mäuschen sammeln fleißig Vorrat

lagern ihn in ihrem Nest

teilen ihn mit den Verwandten

leben gern, wenn man sie lässt.

 

Und wir Menschen rücken näher

ist die Ernte eingebracht

denn die Tage werden kürzer

und schon früh beginnt die Nacht.

 

Herbstgesichter, Blätter rascheln

Spinnennetz im Morgentau

süße Wehmut und doch Freude

wenn ich stets nach vorn nur schau.

 

© Ingrid Heuwers

 

Bilder: Pixabay


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Der Sommer macht leise den Vorhang zu!

 

Der Sommer macht leise den Vorhang zu.

Die Blätter tanzen bunt in der herbstlichen Ruh.

Die Luft wird würzig, der Himmel weit.

Es ist soweit, es ist Herbstpartyzeit.

 

Die Kerzen flackern, das Feuer knistert,

die Stimmung steigt, der Kürbis glitzert.

Ein Glas in der Hand, so gold und fein.

Es ist Federweißer-Time.

 

Ein Schluck von Herbst so süß und mild,

wie frisch vom Winzer, vom Rebstock gefüllt.

Er kitzelt die Sinne, macht fröhlich und heiter,

so ist eine Herbstparty mit Federweißer.

 

Die Gläser hoch auf diese Zeit,

mit Wind in den Haaren voller Dankbarkeit.

Mit Freunden lachen, Kastanien sammeln,

durch raschelndes Laub gemeinsam mal gammeln.

 

Die Welt wird ruhiger, das Herz wird weit

und jeder Moment voller Gemütlichkeit.

Dazu Zwiebelkuchen delikat und fein,

der Herbst ist da, so soll es sein.

 

© Irmgard Behrend

 

Bilder Pixabay


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Blick auf den Herbst

 

Erntedankfest ist im Oktober

und das Heu kommt in den Schober.

 

Die Äpfel prasseln auf den Rasen,

auf dem die Kühe grasen.

 

Birnen, Vorsicht! Auf dem Kopfe fallen,

manchmal hört man sie auch knallen.

 

Pilze schießen aus dem Boden,

Hüte, jetzt ganz groß in Moden.

 

Stoppelfelder, gelb, in Richtung Himmel schauen.

Kinder, die im Sand noch bauen.

 

Blätter, die von Bäumen segeln,

jetzt müssen einige Tiere etwas regeln.

 

Weil der Winterschlaf steht vor der Tür.

Doch der Herbst kann nichts dafür.

 

© Marina Vieth

 

Bild: Pixabay


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Herbstliche Haikus

~ Christine Matha ~

 

Der Abend kommt schnell –

die letzten Rosen im Park

verströmen Wehmut.

~

Wie ein loses Blatt

vom Wind weit fortgetragen –

ist unser Leben.

 

Bilder: Pixabay


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Herbstzauber

 

Gedanken ziehen leise durch jeden hellen Tag,

jetzt kommen diese Zeiten, die keiner gerne mag.

Die Tage werden kürzer und länger wird die Nacht,

es gehen schon die Hühner zum Schlafen, vor halb acht.

 

Recht heftig schon die Stürme, sie fegen übers Land,

im Norden peitschen Wellen ganz heftig an den Strand.

Im Süden sind die Berge gezuckert schon ganz weiß,

es heißt, es wird bald Winter, ganz langsam und ganz leis.

 

Der Regen, der mal fehlte, durchnässt nun Flur und Wald,

gefühlte Temperaturen erweisen sich recht kalt.

Erhoffter Farbenzauber ergibt ein Grau in Grau,

es fehlt der Menschenseele die Sonne und das Blau.

 

Denn golden der Oktober, den man herbei sich sehnt,

er lässt noch auf sich warten und vor sich hin nur gähnt,

Noch blühen all die Rosen noch langsam auf,

bis dann so mancher Reif sich legt ganz sacht darauf.

 

Ist es der Klimawandel, von dem ein jeder spricht,

der in den letzten Jahren das Altbewährte bricht,

ist es jetzt die Erwärmung der Meere auf der Welt,

dass unser Wetter heut Versprechen nicht mehr hält.

 

© Luis Walter, Oktober 2025 (Text und Bild)


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Websites: https://www.luis-walter-skrumbacher.de/

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Seine bisher erschienenen Bücher: https://www.bod.de/buchshop/catalogsearch/result/?q=Luis+Walter


Herbst

 

Horch, Horch, draußen weht stürmisch ein kalter Wind,

die Bäume neigen sich knarrend so ganz geschwind.

 

Eicheln und Bucheckern fliegen dir jetzt entgegen,

wie ausgesät liegen sie durcheinander auf den Wegen.

 

Regentropfen, sie glitzern hell auf den letzten Blättern,

die kleinen Äste auf den Zweigen sieht man jetzt zittern.

 

Baum, armer Baum der Sturm hat für dich zu viel Gewalt,

deine tiefen Wurzeln geben dir heute nicht genug Halt.

 

Stöhnend und krachend sieht man die alte Eiche fallen,

sie war die schönste und älteste von allen.

 

Traurig reckt der zerstörte Baum die letzten Zweige hoch hinaus,

denn seit meiner Geburt stand die Eiche neben meinem Elternhaus.

 

Jeden Tag geht morgens mein erster Blick,

zum zerstörten Baum, ich denke an meine Kindheit zurück.

 

© Thea Küch

 

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Herbstlaunen

 

Wilde Winde Blätter treiben

hier den lieben langen Tag

deshalb muss ich drinnen bleiben

da ich's gerne kuschlig mag.

 

Nebelschwaden zieh'n vorüber

nicht ein Sonnenstrahl kommt raus

und die Welt scheint immer trüber

ach, das ist vielleicht ein Graus.

 

Regentropfen fall'n herunter

seit der Frühe heute schon

hoffentlich wird’s wieder bunter

hier wo ich so friedlich wohn.

 

Mag ich auch des Herbstes Lüfte

und des Herbstlaubs bunte Pracht

schätz ich doch hier drin die Düfte

von wo ich Euch grüß' ganz sacht.

 

Bald schon kommt ein neuer Morgen

den der Herbst uns gerne schenkt

drum gebt mit der Nacht die Sorgen

da doch all's der Herrgott lenkt.

 

© Gisela Segieth

 

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Das Bächlein

 

Das Bächlein plätschert vor sich hin,

der Wind summt dazu sein Lied.

Sonnenschein streichelt das Land

und Frieden das Gemüt.

Gemächlich fließt die Zeit dahin,

leichte Wehmut liegt in der Luft.

Ein goldener Frühherbsttag

verbreitet seinen Duft.

Ein paar bunte Blätter

rieseln sacht zu Boden.

So zeigt die Zeit uns an,

alles Gute kommt von oben.

 

© Doris M. Schlechta

 

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Das Blatt

 

Hoch oben in des Baumes Krone

ein Blättchen hofft, dass man es schone.

 

Es hat so Angst, so tief zu fallen

und zu fest unten aufzuprallen.

 

Einst fand es oben zwar sein Glück,

behielt immer den Überblick.

 

Es grünte fröhlich vor sich hin,

das Leben hatte einen Sinn.

 

Doch jetzt im Herbst – es ist nun braun –

traut es sich kaum runterzuschau´n.

 

Wie Espenlaub zittert es fast,

lebt ohne Ruh und ohne Rast.

 

In jedem ach so schlimmen Traum

stürzt es rasant von seinem Baum.

 

Doch plötzlich wendet sich das Blatt,

weil ihm der Wind verspochen hat,

 

er würde es den Weg, den weiten,

ganz sanft zur Erde dann begleiten.

 

Dort könnte es im großen Haufen

dann endlich wieder auch verschnaufen

 

und Igeln eine Heimat geben,

die so den Winter überleben.

 

Den netten Vorschlag nimmt es an –

das Blatt erfreut nun segeln kann.

 

© Volker Hilbt

 

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Letzte Rose

 

Im Herbst die Ros erblühte und war so wunderschön.

Da kam der Frost vom Norden und konnt´ nicht von ihr geh´n.

Er küsste sie am Morgen. Der Tau gefror zu Eis.

Die zarten Blütenblätter, sie wurden plötzlich weiß.

Es war die letzte Blüte der Ros in diesem Jahr.

Doch kommt der nächste Frühling sind wieder neue da.

 

© Elvira Lehmann (Text und Foto)


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Nebel im November!

 

Einsam gehst du durch die Straßen,

Nebel legt sich übers Land.

Die dir sonst vertrauten Gassen

werden kaum von dir erkannt.

Da ein Schritt, da ist doch einer,

lauschend bleibst du ängstlich stehen,

hörst gleich vielerlei Geräusche,

kannst nichts durch den Nebel sehen.

Vor dir Lichter wie Gespenster,

scheinen in der Luft zu schweben,

Angst packt dich mit kalten Händen,

zitternd läufst du um dein Leben.

Etwas streift dich an den Beinen,

wie versteinert bleibst du stehen,

ganz egal, wie es nun endet,

du magst keinen Schritt mehr gehen.

Da ein Mauzen und ein Schnurren,

etwas springt an dir empor

und auf einmal kommt der Nebel

dir gar nicht mehr gespenstisch vor.

 

© Ingrid Heuwers

 

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Tief im Herbstwald!

 

Tief im Wald, da tanzt das Licht,

durch buntes Blatt, in sanfter Schicht.

Gold und Rot in leisem Schweben

künden still vom alten Leben.

 

Nebelschleier zieh‘n durchs Tal,

kräuseln sacht den Morgenstrahl.

Blätter fallen leicht und leise

auf des Waldes letzte Reise.

 

Pilze sprießen, feucht und dicht,

ein Igel huscht durchs Dämmerlicht.

Der Wind, er singt in dunklen Chören,

Lieder, die den Herbst beschwören.

 

Tief im Wald in dunkler Pracht

ruht die Welt in sanfter Macht.

Und wer still durchs Laub dort schreitet,

fühlt, wie der Herbst die Zeit begleitet ...

 

© Irmgard Behrend

 

Bild: Pixabay


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Regen im Spätherbst

 

Regentropfen klopfen an die Fensterscheibe.

Bald geht auch dieser Tag zur Neige.

Wohlig warm ist es nun im Haus

und du freust dich, musst nicht mehr hinaus.

Das züngelnde Feuer knistert im Kamin.

Die harte Arbeit des Tages ist dahin.

Ein Gläschen guter schwerer Rotwein

wärmt dir die Seele und dein Gebein.

Schluck um Schlückchen neigt sich auch der letzte Tropfen.

Hör ich richtig? Kein Klopfen mehr von Regentropfen.

 

© Karin Friesenbichler

 

Bild: Pixabay


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Herbst

 

Der Herbst stellt wohl die Leiter an,

er bemalt mit schönen Farben die Natur,

ein Künstler, ja ein Supermann,

seine Farben sind Rot, Gelb und Purpur!

 

Ein goldener Herbst, mein Herz erquickt,

der Schöpfer hat es gut gemacht!

Das Kind einen Drachen zum Himmel schickt,

die Welt erstrahlt in voller Pracht!

 

© Ulrike Sachs (Text und Bilder)


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Der Blätterwald

~ Claudia Solbach ~

 

Zeigt der Herbst sein goldenes Kleid …

geschneidert aus bunt gefärbten Blättern …

im noch warmen Sonnenlicht …

leuchtet es schon von weit.

 

Zum Blätterwald zieht es mich wieder …

dort lausch ich still, hör es genau …

wie Vögel sich zusammen rufen …

zwitschern fröhlich, putzen ihr Gefieder.

 

Sie werden sich bestimmt beraten …

wohin wohl bald die Reise geht.

In südliche Gefilde werden sie zieh‘n.

Wer bei uns bleibt, das sind die Raben.

 

Viele Vögel dann am Himmel gleiten …

gar herrlich ist das anzuseh‘n.

Ein Seufzer schleicht sich bei mir ein …

wie schnell vergeh‘n die Jahreszeiten.

 

Bald rückt heran die stille Zeit …

das Werden sich zur Ruhe legt.

Der Winter dann die Macht ergreift …

Eis und Schnee hält er für uns bereit.

 

Bild: Claudia Solbach


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Durch die Straßen mit Laternen

 

Durch die Straßen mit Laternen

ziehen Kinder durch die Stadt,

um den heil‘gen Mann zu ehren,

der selbstlos geholfen hat.

Ließ sein Pferd vorm Bettler halten,

der ganz ohne Schutz im Schnee,

ohne Kleidung, ohne Nahrung

und die Kälte tat so weh.

Martin teilte kurz entschlossen

seinen Mantel mit dem Schwert,

ritt dann weiter unverdrossen,

hatte auf sein Herz gehört.

In der Nacht erschien ihm Jesus

und bedankte sich bei ihm.

Seitdem sieht man an Sankt Martin

Kinder durch die Straßen ziehen.

Bitten um ne kleine Gabe,

singen dir ein Lied dafür,

sei so gütig wie Sankt Martin

uns verschließ‘ nicht deine Tür.

 

© Ingrid Heuwers

 

Bild: Pixabay


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Herbst

 

Herbst, oh Herbst, ich bin in dir geboren,

fühle mich so gut mit dir und in deiner Zeit geborgen.

 

Du erweckst in mir ein Gefühl so wohlig

an Abenden mit Wolldecke, Tee und Buch bei Kerzenschein,

an diesen sehr heimelig

und am liebsten mit mir allein.

 

Deine Winde zerzausen und spielen mit meinen Haaren,

ich spüre sie so gern darin

und diese schon seit vielen Jahren.

 

Ich warte auf dich, jedes Jahr aufs Neue,

denn meine Zeit ist in dir

und was ich stets beteure:

Nach einem Sommer mit viel Gewühl,

mich zu freuen auf dich und dieses Gefühl.

 

Herbst, oh Herbst, ich fühle mich so gut mit dir

und in deiner Zeit geborgen.

 

© Christine Naurath

 

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Bäh!

 

Die Schwalbe piepst den letzten Ton,

fliegt über Hals und Kopf davon.

Die Jungs und Mädels, aus den Bädern,

flüchten auf ihren Leichtfahrrädern

und Opas schicken Sonnenhut –

den tut er ab, denkt‚ nu‘ is‘ gut.

Hedwig, im Dekolletee gefüllt,

geht wieder deutlich mehr verhüllt.

Es gibt gar keine Gegenwehr –

da rumpelt doch der Herbst daher?!

 

© Christina Udwari

 

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Herbst

 

Goldene Oktobertage,

Blätter tanzen durch die Luft,

Herbst zeigt sich in bunten Farben,

Blättermeer des Herbstes Duft.

Eichhörnchen stibitzen Nüsse,

plündern unseren Walnussbaum,

über mir ziehen weiße Wolken,

Herbst zeigt sich im Farbentraum.

Bald zieht Nebel auf, bringt Stille,

dämpft die Schritte durch die Nacht,

Regen, Wind und Sonnenschein

hat uns der schöne Herbst gebracht.

 

© Ingrid Heuwers

 

Bild: Pixabay


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Der September

 

Selten besungen wird der September,

Farben wechseln Sommergewänder.

Was der Morgen so schön malt,

ist am Abend noch lang nicht alt.

 

Vogelschwärme in der Ferne,

ziehen südwärts durch ein Blau.

Diesen Monat hab' ich gerne,

zeigt er mir ein Abschieds-V!

 

Frisch ist die Luft, intensiv der Duft,

lass' gleich meine Arbeit liegen,

geb' mich hin dem Sehvergnügen,

mag gern noch warten auf die Gruft.

 

Der Sommer winkt, sagt mir Adé,

freu' mich drauf ihn wiederzusehn!

 

© Olaf Lüken

 

Bilder: Pixabay


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Und auch hier ist er sehr aktiv: https://www.festgestaltung.de/



Wenn Blätter fallen, ist es Herbst!

 

Die Blätter fallen, es ist Herbst,

ein bunter Tanz, das ist kein Scherz.

Gold und Orange, welch frischer Duft,

da liegt ein Zauber in der Luft.

 

Die Äpfel reifen süß und rund,

die Welt wirkt warm und farbenbunt.

Die Kinder lachen, Drachen steigen

und Wolken zieh‘n in sanftem Reigen.

 

Ein Hauch von Wind, nicht wild, nicht roh,

spielt mit dem Laub so lebensfroh.

Die Sonne blinzelt durch die Zweige,

als ob sie mit dem Herbst sich zeige.

 

So ist der Herbst ein frohes Fest,

was die Herzen erfreuen lässt.

Mit frischem Blick durch Felder gehen,

um all das Leuchtende zu sehen ...

 

© Irmgard Behrend

 

Bilder: Pixabay


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Herbst

 

Altweibersommer über allem

kunstgesponn'ne Fäden wallen

durch der Sonne Strahl umher.

Bald ist diese Pracht nicht mehr!

 

Duft nach Apfel, Laub und Feuer

der letzte Tanz, der ist bald euer!

Biene, Schmetterling und Hummel

überall herrscht das Getummel.

 

Nicht mehr lang, zum letzten Mal,

keinem bleibt da was zu Wahl.

Gespenstisch pirscht der Nebel dann

sich an Baum und Zweige ran.

 

Beständig rütteln Sturm und Regen

denn die Blätter soll'n sich legen

schützend als der Erde Kleid,

des einen Freud, des andren Leid.

 

Scheint auch die Sonne hin und wieder

sie schaut nun kalt von oben nieder.

Spiegelt sich verliebt im Schnee

glänzt eitel auf vereistem See.

 

Ihr Blick bringt keine Wärme rüber

der blaue Himmel lächelt drüber.

Die Sonne macht halt ihre Reise

schmunzelt er und lächelt weise.

 

© Petra Genz (Text und Bild)


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Herbst

 

Herbstlich glänzt der Blätterwald

hier vor meiner Türe

in mir drin ist´s gar nicht kalt

und mein Weg, er führe

 

allezeit mich stets voran

durch die Jahreszeiten

jede doch so schön sein kann

wenn sie uns begleiten

 

stets durch unsres Lebens Lauf

auf allen unsren Wegen

deshalb komm ich gern hier rauf

und ich spür den Segen

 

den mir stets mein Schöpfer schenkt

um mich zu erfreuen

da er immer an mich denkt

brauch ich nichts bereuen.

 

© Gisela Segieth

 

Bild: Pixabay


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Oktoberreigen

🍁 🍂 🌼

Farben des Herbstes

voller Leuchtkraft und Tiefe

tanzen vor meinen Augen

den Oktoberreigen

🌼 🍂 🍁

Farben des Herbstes

voller Leuchtkraft und Tiefes

singen bis zum letzten Oktobertag

eine Symphonie vom Leben

🍁 🍂 🌼

Farben des Herbstes

voller Leuchtkraft und Tiefe

gemalt voller Leidenschaft

dringen hinaus in die Welt

🌼 🍂 🍁

Bald werde sie ruhen

in ihrem Winterbett -

das gemalte Bild

wandelt sich in Stille ...

 

© Birgitta Zörner

(Text und Bilder)


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Oktoberzeit

 

Ach nun ist es schon Oktober.

Eicheln fallen aufs Autodach.

Überall sind bunte Blätter

und der Tag wird später wach.

Kalt ist es, die Hände frieren.

Auch die Füße sind ganz klamm.

Wind fährt wild durch unsere Haare.

Ständig braucht man einen Kamm.

Doch wenn mittags strahlt die Sonne

und der Wind gibt auch mal Ruh.

Ja, da wärmen sich die Glieder

und man schaut den Vögeln zu.

Auf den hohen Strommast-Drähten

sitzen sie, wie aufgereiht.

Zwitschern laut und ohne Pause,

sind zum Abflug nun bereit.

Wollen in die weite Ferne.

Dorthin, wo die Sonne lacht

und sich nicht nach kurzer Zeit schon

heimlich aus dem Staube macht.

Fliegt nur fort, ich werde warten,

frierend, bis zur Frühlingszeit,

wenn die ersten Knospen springen

und der Kuckuck wieder schreit.

 

© Elvira Lehmann

 

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Novembermorgen

 

Je älter ich werde, desto kürzer ist für mich die Nacht.

Heute bin ich schon um fünf Uhr aufgewacht.

Nach einer Tasse Tee geh ich jetzt sofort hinaus,

warm und guteingepackt verlasse ich unser Haus.

Mit dem glitzernden Raureif kann ich die Hände kühlen,

denn nur so kann ich die frühe Morgenruhe fühlen.

Ich genieße die Morgenluft und atme tief aus und ein,

dabei werden all meine Sorgen jetzt viel kleiner sein.

Allmählich erlischt das funkelnde Sternenzelt,

der Mond ist nun auch auf der anderen Seite der Welt.

Im Osten steigt langsam die Sonne auf,

sie beginnt hinter Wolken ihren Tageslauf.

Das Tageslicht vertreibt jetzt die Schatten der Nacht

und die Sonnenstrahlen haben Wärme mitgebracht.

Jetzt singen die Vögel, die nicht in den Süden geflogen sind,

es wacht unser Dorf, ich fühle mich wie ein kleines Kind.

 

Die kälteren Tage brauchst du überhaupt nicht scheuen,

auch ein Morgen im November kann uns erfreuen.

 

© Thea Küch

 

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Novemberstimmung

 

Novemberhimmel grau in grau

wo immer ich heut auch hinschau

nicht ein Sonnenstrahl in Sicht

der erstrahlt in hellem Licht. 

 

Wie soll das nur weitergehen

Leute, die ich kann erspähen

laufen traurig rum und matt

und ich selbst bin auch ganz platt. 

 

Herbst, was tust du denn nur machen

niemand will zurzeit mehr lachen

Novemberstimmung macht sich breit

in dieser tristen Jahreszeit. 

 

Doch, zum Glück, das geht vorbei

bald schon sind die Herzen frei

freuen sich aufs Christuskind

mit dem die lichte Zeit beginnt.

 

© Gisela Segieth

 

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Mein Herbst

 

Na klar, hat er noch schöne Tage,

eigentlich ist alles wie immer.

Oktober aber mit buntem Schimmer,

hoffentlich auch weniger Plage.

 

Es sollte für alle Erntezeit sein.

Was hat man nicht alles versprochen,

wie viel ist im Sommer zerbrochen.

Erkenne, Leben ist nicht immer fein.

 

Tage werden kürzer und ruhiger,

sollten wir es nicht auch werden.

Geht leider nicht, gibt noch keinen

Frieden auf Erden.

Warum ist alles noch malliger?

 

Ich finde, das Leben ist schön,

es hört nicht auf zu blühen.

Danke an die Natur für ihr Mühen

und sonnige Tage ohne Gestöhn.

 

© Ernestine Freifrau von Mollwitz

 

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Herbst und Winter

 

Winter will nun Einzug halten

und die Landschaft umgestalten.

Er will Unordnung verstecken

und färben Bäume oder Hecken.

 

Doch der Herbst ist noch der Herr,

bis in den Dezember hat er Gewähr.

Lässt sich das Zepter nicht entreißen,

duldet nur kurzen Besuch des Weißen.

 

Taut weg den schönen Schnee und Eis,

weil, wie jedes Kind es weiß,

Schnee brauchen wir zur Weihnachtszeit

und es ist leider noch nicht soweit.

 

Dann heißen wir ihn gerne willkommen,

freuen uns auf ihn ganz unbenommen.

Schneeflocken gehören zur stillen Zeit.

Wir sind dafür schon längst bereit.

 

© 21.11.25 M.H.

 

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Novembernebel

 

Feuchte Nebel senken langsam sich in den Novemberwald.

Alle Blätter sind verschwunden und die Luft ist eisigkalt.

Jeden Laut verschlingt der Nebel. Ziellos irre ich umher.

Selbst die lang vertrauten Wege aufzufinden, fällt mir schwer.

Grün sind nur der Kiefern Nadeln und der Efeu, dort am Baum.

Einsam geh ich meiner Wege, wie durch einen bösen Traum.

 

© Elvira Lehmann (Text und Bilder)


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