In der Pyramide


Der Sandstaub der Wüste wird leise im Mondschein

vom Wind hin zu den Pyramiden gebracht,

ein Räuber sieht aus der Entfernung die Skyline

von Kairo in kühlender, funkelnder Nacht.


Nach all diesen Infos, wo Schätze verschwinden,

kam er ganz verwegen einst auf die Idee,

er will in den Kammern von Cheops was finden,

die innere Stimme sagt: „Suche, los geh!“


Die Wolken vertreiben jetzt typische Nächte,

kein Stern sendet mehr einen leuchtenden Strahl

so tritt er hinein in die uralten Schächte

bewaffnet mit Schaufeln aus Eisen und Stahl.


Er hört plötzlich Stimmen aus lichtlosen Zimmern

es knackt und es zischt und ein kühler Hauch weht

in seine Visage und schmerzliches Wimmern

ertönt von dem Geist, der jetzt vor dem Mann steht.


Der Räuber erschrickt und sein Herz spielt in Takten,

die es vorher niemals im Leben gespielt,

der Spuk macht aus Märchen gespenstische Fakten

und hat bei dem Räuber manch Wirkung erzielt.




Mit zitternden Händen sucht er nach dem Ausgang

doch findet nur Wände im pechschwarzen Raum,

es schließt sich für ihn schweißgebadet der Vorhang,

er ist dort gefangen, so endet sein Traum.


© Fabio Berman


Bild: Pixabay


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Der Magiermann

 

Ein Männchen mit dem Zauberhut,

er zündet nachts die Sterne an,

entfacht am Himmel warme Glut,

in der es sich bewegen kann.

 

Im All läuft dann der Magiermann

mit einem Sack voll Funkellicht

hin in das Schatteneckgespann

und schenkt dem Vollmond sein Gesicht.


Samtschwarzes Pulver streut er dann

in Mondes Rundung frech hinein,

unbeugsam geht er schweigend ran

und macht ihn pünktlich wieder klein.

 

© Fabio Berman

 

Bild: Montage aus Pixabay-Bildern




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Die letzte Schlacht

 

Der Mond nimmt sich am Firmament eine Pause,

das Wolkengeschwader verrichtet sein Werk,

im Dunkeln der Erde sind Trolle zu Hause,

sie leben in lichtlosen Schächten vom Berg.

Gezüchtet von Mächten der bösen Magien

erhoben sie sich aus dem schlammigen Dreck,

sie sind nur die Sklaven für Kriegsstrategien,

erschaffen letztendlich bloß zu einem Zweck.

Der letzte der Kämpfe steht kurz vor dem Anfang,

der alles bestimmt und der alles sortiert,

die Kraft dieser Wesen scheint Gold für den Vorgang,

wenn von den Geschossen der Boden vibriert.

Das Schattenreich will alles Leben verschlingen,

doch glühen die Schwerter, von Elfen erdacht,

mit schärfsten, in Wäldern, geschmiedeten Klingen

für jene einst herrschende, kommende Schlacht.

Die Nacht schluckt auch weiterhin jedwede Lichter,

kein Mond ist zu sehen und keinerlei Stern,

dem Elf und dem Mensch bleiben so die Gesichter

von Trollen und anderen Wesen noch fern.

Es fliegen die ersten der Pfeile vom Köcher

hinein in die Horden der finstren Armee,

an vorderster Front klaffen schon manche Löcher

und grün färbt sich der naheliegende See.

 

© Fabio Berman

 

Bilder: Pixabay



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Sternengärtner


Am Ende aller Galaxien

behaust ein Sternengärtner

das All mit schrillen Lichtmagien

abseits von seinem Kerker.


Sind welche der Trilliarden Tonnen

Materie am Verglühen,

sät er den Keim für neue Sonnen

und lässt ihn fein erblühen.


Im weiten Raum hinter den Monden

bestellt er seine Pflanzen,

damit dort mal Geschöpfe wohnen,

lässt er die Samen tanzen.


Er walzt das Erdland, klar im Denken,

vertieft in seinen Plänen

er gießt, um wieder Licht zu schenken,

mit seiner Augen Tränen.


So wartet er manch dunkle Stunde

und pflügt auf diesen Äckern,

dreht auf dem Boden Rund um Runde,

still schweigend ohne Meckern.




Er erntet mit den eignen Händen

und wirft die frischen Sterne

hinauf zu schwarzen Himmelsstränden,

in ungreifbare Ferne.


© Fabio Berman


Bild: KI generiert von biuki


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Der Sternenzüchter


Am finstren Rand von Zeit und Raum, wo Galaxien enden,

behaust ein Sternengärtner still den letzten Erdengrund,

er schaut gespannt und aufmerksam zu fernen Sonnenstränden

und macht das Universum wieder leuchtend und gesund.


Sind welche der Trilliarden Tonnen Teilchen am verglühen,

sät er den Keim für neue Sterne, gibt auf diese acht,

voll Weisheit lässt er sie im Weit gedeihen und erblühen,

dass jedweder der Monde neu aus Schattenschlaf erwacht.


Er pflügt das Land mit schwerer Müh, vertieft in seinen Plänen

und walzt auf seinen Äckern schweigend in manch dunkler Stund.

Milliarden Jahre schon gießt er mit seiner Augen Tränen

und macht sich seine Finger für den Endertrag oft wund.

Sind sie gereift und groß genug, wirft er die frischen Sterne

hinauf zu andern Himmelskörpern in die weite Nacht,

als Fixpunkt mancher Existenz in ungreifbarer Ferne,

der Ursprung jedes Lebens wurd vom Gärtner einst erdacht.


© Fabio Berman


Bild: KI-generiert von biuki


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Hahn und Fuchs

 

„Steh' auf dem Hof, bin euer Chef!

Brauch' kein wau-wau und kein kläff-kläff!

Schaut mich an, bin euer Mann,

der sich mit ALLEN messen kann!

Meine Krallen, scharf und mächtig,

meine Federn, bunt und prächtig.

Bin hier im Hof die Majestät,

ich bin da! - Bin nie zu spät!

 

Mein Gebaren - stolz und schlank.

Mein Kikeriki - Trompetenklang.

Ich bin hier, mir schwillt der Kamm,

krähe, wie ich nur krähen kann.“


Plötzlich taucht auf, ein kleiner Fuchs,

Augen hat er, wie ein Luchs.

Kündigt mit Spaß ´nen Helden an,

grinst, wie ein Fuchs nur grinsen kann.



 

Meinen König sehen wir laufen.

Rennt die Hühner über'n Haufen.

Unser Hahn? - Ein kleiner Mann,

läuft, wie ein Feigling nur laufen kann.

 

© Olaf Lüken

 

Bilder: Pixabay


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Weihnachtswende – ab in Rente

 

Weihnacht hat sich auch gewendet

Hoffnung, dass sie nicht ganz endet

denn wie`s früher lief –

geht schief.

 

Frau Holle ist doch auch schon alt

es wird nicht mehr richtig kalt

Betten schüttelt sie nicht mehr –

zu schwer.

 

Vater Frost kann nicht mehr pusten

immer öfter hat er Husten

Hustentropfen sind zu teuer –

auch Feuer.

 

Rentierschlitten hat viel Mängel

in der Werkstatt oft Gedrängel

Ersatzteil gibt es kaum –

ein Traum.

 

Ruprecht, was soll er nur bringen

Kinder können nicht mehr singen

lernen nicht mehr viel –

kein Ziel.



Weihnacht ist wie`s ganze Leben

immer nur noch streben, streben

geht doch leider nicht –

ist Pflicht.

 

Die Regierung macht Gesetzte

weil sie Menschen falsch einschätze

auch wenn nichts mehr klappt –

ertappt.

 

Mit den Menschen auch mal reden

es betrifft doch schließlich jeden

dann kann alles geh`n –

wär schön.

 

© Angelika Schroeter

 

Bilder: KI kreiert von skumy666


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Protest Winter

 

Vor kurzem schrieb ich von Frau Holle

dass sie alt ist und auch müd`

und jetzt staun ich wie Herr Bolle

was uns letzte Zeit so blüht.

 

Frau Holle war wohl etwas böse

denn sie startet den Protest

schickt mit Kraft das Schneegetöse

was die Welt versinken lässt.

 

Sie traf wohl den Gewerkschaftsboss

und fragte ihn, was sie wohl solle

der sagt der lieben alten Frau

na überlege mal, Frau Holle …

 

zeig`s den Menschen auf der Welt

dass du Kraft hast und noch Macht

dass der Schnee in Massen fällt

und das Chaos schnell entfacht.

 

Ach und der Vater Frost, der Alte

bekam den Hustensaft geschenkt

dass er die Backen dick entfalte

den Frost in Richtung Erde lenkt.



Gemeinsam macht er dicke Sache

mit Frau Holle im Duett

zwei von des Winters Meisterfache

ach wenn ich nur geschwiegen hätt.

 

Nun schieb ich Schnee und kratze Eis

wie lange Zeit vorher nicht mehr

ja es ist Winter, wie ich weiß

um etwas Milde bitt ich sehr.

 

Frau Holle lass die Betten liegen

ich nehme alles schnell zurück

damit nicht so viel Flocken fliegen

und mit einem kleinen Glück …

lässt Vater Frost die Backen schmal

und Glatteis wird uns nicht zur Qual.

 

© Angelika Schroeter

 

Bilder: KI kreiert von skumy666


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SOS im Wichtelwald!

 

Es weihnachtet im Tannenreich,

die Welt liegt still, der Schnee so weich.

Sternenglanz durchdringt die Nacht,

hat leise Hoffnung mitgebracht.

 

Die Wichtel werkeln von früh bis spät,

damit das Fest bald rundum steht.

Doch oh! - Was klingt da durch den Hain?

Ein Hilferuf im Kerzenschein!

 

„SOS!“, ruft Wichtel Wipp.

Der Schlitten steckt, nicht dass er kippt?

Die Rentiere frier‘n, der Sack ist nass –

wie schaffen wir das alles taff?

 

Da flackern Lichter zwischen Zweigen,

die Englein lassen Sterne steigen.

Vom Himmel klingt ein sanftes Lied,

das Trost und neue Kräfte gibt.

 

Da packen alle flink mit an,

so gut es jeder schaffen kann.

Mit Glöckchen, Lachen, frohem Mut

geht‘s weiter und es läuft nun gut.



Die Wichtel huschen hin und her,

sie tragen Päckchen, leicht und schwer.

Sie rufen fröhlich: „Seht, nun bald

kommt der Weihnachtsmann aus dem Winterwald.“

 

Die Zeit vergeht, es funkelt hell,

märchenhaft klingt es nun schnell.

Der Friede und Liebe in dieser Nacht

hat schon manchen froh gemacht.

 

Der Schlitten gleitet durch den Schnee.

Einer ruft laut: „Wie schön, juchee!“

Der Wald erstrahlt in Lichterpracht.

so klingt sie an - die Heilige Nacht.

 

© Irmgard Behrend

 

Bilder: KI erstellt von C. Hasse und Pixabay


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Das Kräuterweib im Birkenwald!

 

Im Birkenwald, wo Nebel kriechen

und alle Bäume endlos sprießen,

wo Pilze stehn im Nebelgrau,

wohnt eine Frau, sehr alt und schlau.

 

Man nennt sie nur das Kräuterweib,

verknittert wie ein Birkenzweig.

Ihr Rücken krumm, ihr Haar schneeweiß,

der Blick so trüb wie Nebel und Eis.

 

Sie sammelt Wurzeln, Kräuter und Moos,

denn der Bedarf ist stets recht groß.

Kennt jedes Blatt, kennt jeden Weg,

egal, wie auch der Wind sich dreht.

 

Im Dorf meidet man ihren Namen,

doch bringt man heimlich ihr auch Gaben.

Ist jemand krank, geht man zu ihr

und hofft, sie kann auch heilen hier.

 

Die Kinder sagen: Sie ist verhext!

Die Alten meinen: Sie schützt uns stets.

Hat einer Fieber, Angst oder Gicht,

geht man zu ihr mit Zuversicht.

 

Sie redet wenig, murmelt leise

in einer längst vergessenen Weise.

Und wer ihr hilft, kriegt Kräutertee

und viele Tipps, für manches Weh.

 

Das Kräuterweib rührt im Topf aus Stein

im Nebelgrau ganz allein.

Ihr Steinkessel brodelt Tag und Nacht,

darin wird Tee für manches Leiden gemacht.

 

So manchen ist sie nicht geheuer.

Im Dickicht sitzt sie still am Feuer.

Sie murmelt manchen Zauberspruch,

ein Rabe krächzt im Rauchgeruch.

 

Sie ist kein Geist, kein Spukgesicht,

doch lebt sie zwischen Tag und Licht.

Kein Teil der Welt, kein Teil der Norm.

Das Kräuterweib ist gut in Form.

 

© Irmgard Behrend

 

Bild: KI kreiert von C. Hasse

 

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Pinguin Peter

 

Pinguin Peter steht auf dem Eis.

Der Frack ist schwarz, die Weste weiß.

Große Füße, kurze Beine,

sind nicht halb so lang wie meine!

Lebt zwischen bequem und „La Boheme“.

Pinguine bewohnen eiskalte Zonen.

Eis treibt auf dem Meer.

Nordwinde wüten hier sehr.

 

Peters Tochter heißt Leonie,

sie ist ein Bündel Energie.

In der Antarktis ein Sonnenschein,

unter Freunden der Edelstein.

Da stehen sie, dicht an dicht,

kuscheln gern und frieren nicht.

 

Auch sie watschelt, latscht und liebt den Tratsch.

Am Pol ist ihr nur im Gestöber wohl.

Wenn die Kälte klirrt und das Eis gefriert,

feiert man überall „frackfrohen Sommerball“.

 

Pinguin Peter frisst gerne Fisch.

Anderes kommt nicht auf den Tisch.

Die Liebe treibt ihn durch ewiges Eis.

Im kalten Wasser friert auch sein Steiß.

 

Ein Vogel ist Peter, mein Pinguin.

Das Fliegen kriegt er nicht mehr hin.

Der Südpol ist sein großes Glück.

Zum Eisberg will er stets zurück.

 

Nahe der Amundsen-Scott-Station

machte sich Peter auf und davon.

Ich sah ihn wieder bei Rügen-Puttgarden.

Peter strahlte, trug unterm Frack zwei Barben.

 

© Olaf Lüken

 

Bild: Pixabay (Eselspinguin)


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