Warum ist das so?


Still ist’s im Raum.

Nur das Hallen meiner Schritte erfüllt ihn.

Gedankenversunken gehe ich durch den langen Gang

bis zu dem riesigen Kreuz,

an dem dein Leichnam matt

in der Abendsonne glänzt.


Langsam hebe ich den Blick,

murmele ein paar Worte,

hoffend, dass du sie verstehst.


Warum ist das so?

Warum bringen sich Menschen gegenseitig um?


Eine Mutter hält ihren Sohn im Arm

und weiß nicht, wohin mit ihm.

Der Krieg hat ihr Zuhause fortgenommen.


Warum schaust du zu?

Ich kann es nicht begreifen.


Wälder sterben

für unsere Habgier.

Nichts ist ihnen heilig.

Selbst geweihten Boden zerstören sie.



Es ist Weihnachten,

und sie kämpfen wie Barbaren

um ein Stück Land,

das ihnen nicht gehört.


Nichts hält sie auf.

Und du schaust zu.


Ich flehe dich an:

Sprich ein Machtwort.

Vielleicht hören sie dir zu.


Noch ist nichts verloren.

Noch gibt es ein paar gute Seelen.

Doch sie zu finden

ist schwer

in dieser barbarischen Zeit.


© Pitt

(Text und mittels KI erstelltes Bild)


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Sein Buch „Pitts Poesie und Kurzgeschichten“: https://t1p.de/qup9

Wer hält die Welt an?


Ich möcht die ganze Welt anhalten,

am liebsten Länder neu gestalten,

Menschen einfach inspirieren

damit sie keine Kriege führen.


Ich möcht Zufriedenheit vermitteln,

Politiker gewaltig rütteln,

Gerechtigkeit in Steine meißeln

und Freiheit fordern für die Geißeln.


Ich möcht Milliarden Freunde finden,

die alle Schrecken überwinden,

die friedlich Forderungen stellen

und sich mir helfend zugesellen.



Gemeinsam kann man wahrhaft streiten,

freie Gedanken weit verbreiten,

ohne Gewalt und Menschenhass,

wir gemeinsam – wie wär das?


© Angelika Schroeter


Bild: Pixabay


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Der Moment


Warum das Gestern noch beweinen,

wenn Dinge längst vergangen sind.

Die Lösung braucht man nicht zu meinen,

dass man sie noch nach Jahren find't.


Sich vor der Zukunft stets zu bangen,

das macht doch wirklich keinen Sinn.

Sie hat noch gar nicht angefangen

und innerlich schmeißt du schon hin?


Es gilt das Leben heut' zu leben,

die Lebenszeit wird überschätzt.

Nur dem Moment Bedeutung geben,

genieß dein Leben hier und jetzt.


© Kay Gräfenberg


Bilder: Pixabay


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maiabend


gelbe sterne werden grau

und entlassen neues leben

in den abendwinden, lau

heut noch zarte schirmchen schweben ...

jedes geht auf eine reise

nachdenklich, auf seine weise ...


mücken tanzen abendreigen

schillernd, schatten vor der sonne

sind ganz eifrig zwar, doch schweigen

spielen fangen voller wonne

morgen ist's vielleicht vorbei

mit der frühjahrsliebelei ...


fliederblüten senden düfte

die dem menschen nicht entgehen

schnuppernd er genießt die lüfte

die um seine nase wehen

morgen ist's vielleicht vorbei

komm das wetter, wie es sei ...


wenn auch graue wolken jagen

sollte mensch doch daran denken

über tropfenflut nicht klagen

da grad diese leben schenken

wasser uns die pflanzen spendet

ohne dieses alles endet ...


menschlein, bist du gar so klein

musst der erde lauf verstehen

tage nur mit sonnenschein

können gut nicht lange gehen

erde wär bald wüst und leer

überleben fiel uns schwer ...



mache deine seele frei

willst du sonnenstrahlen horten

unbeständig ist der mai

kannst du sie im herzen orten

freunde sind wie sonnenstrahlen

die in uns ein lächeln malen


maientag wie jeder tag

ist mit abendblau verloren

doch der, der ihn fühlen mag

fühlt sich wieder neugeboren ...

wagt dann einen nächsten schritt

lieber freund, komm mach doch mit ...


auch, wenn seele einmal weint

musst du dich dafür nicht schämen

bist mit freund im geist vereint

lass dich in die arme nehmen!

wie ein regenguss im mai

sind dann tränen schnell vorbei!


bist in freundschaft du geborgen

hast du niemals angst vor morgen ...

freundschaft, das ist diese kraft

die als einzige das schafft!


© claudia ott


bild: pixabay


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GENERATIONEN


Ihr seid erwachsen, na gute Nacht,

vorbildlich sieht anders aus,

hört uns zu und gebt auf uns acht,

wir Kinder verlassenen bald das Haus.

Es ist dann nur mehr kurze Zeit,

entwickelt euch zurück zum Kind,

wir sind dann für euch bereit,

weil wir erwachsen sind.


© Bernd Haberfellner


Bild: Pixabay

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Wenn Stille werden will …


Die Stille will sich zeigen,

will in mir ruh`n

doch es fällt mir gar schwer

zu schweigen,

auch hab ich unendlich

viel zu tun!!


Die Stille greift nach meinem Herzen,

verhüllt den Lärm in mir,

doch all die darin

verborgenen Schmerzen,

verschließen ständig die Tür

vor ihr!!


Die Stille will Gehör erhalten,

will mein Ohr berühren,

doch sie kann sich

nicht entfalten,

weil die Gedanken laut

Gespräche führen!!


Die Stille greift nach meinem Kopf,

will mein Denken verschlingen,

doch die Angst drückt ständig

auf den Knopf,

um all die Gedanken

unversehrt zurückzubringen!!



Die Stille, sie WIRD sich zeigen!!

Vielleicht jetzt noch nicht so laut?!

Doch irgendwann,

da schaff ich es

zu schweigen,

weil keine Angst mehr

den Zutritt ihr verbaut!!!!


Die Stille greift dann erneut

nach Kopf und Herz,

um mich vertraut mit ihr zu machen,

bringt den Frieden in meinen Schmerz

und lässt meine Seele wieder lachen!!


© Adellina Fellner (Text und Bild)


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Die Kunst des Lebens

 

„Leicht zu leben ohne Leichtsinn,

heiter zu sein ohne Ausgelassenheit,

Mut zu haben ohne Übermut,

das ist die Kunst des Lebens.“

 

                                       (Theodor Fontane)

 

 

Er, Fontane, stellte fest

wie‘s sich am besten leben lässt

doch ist es auf der großen Welt

um Lebenskünstler schlecht bestellt.

 

Immer schwerer wird das Leben

die Politik in Übermut

ausgelassen Contra geben

das wär zurzeit bestimmt ganz gut.



Nicht weg schau‘n und das Ohr gespitzt

es geht doch schließlich jeden an

das allen wirklich alles nützt

könnte man erreichen dann.

 

Man kann die ganze Welt nicht retten

nicht mit Waffen und mit Geld

das, was wir am liebsten hätten

ist:

Frieden auf der ganzen Welt.

 

© Angelika Schroeter

 

Bilder: Pexels


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Gedichte schreiben

 

Wenn ich schreibe, rauschen Meere von verkappter Wut

ins Papier und lassen meine Zeilen wild erbeben,

suche nach dem Feuer und ich bring die schwarze Glut

auf das Blatt und forsche so subtil in meinem Leben.

 

Im geheimem Boden, weit im Schatten meiner Stirn,

grabe ich nach Flammen, Blitzen und nach starkem Regen,

dann beginn ich, diese dunklen Bilder von mei'm Hirn

in die enge Form der Verse vielschichtig zu legen.

 

Bis die Bilder sich verbinden und dann was entsteht,

das aus meinen Tiefen rührt und schonungslos entschleiert,

manchmal ist es auf der Uhr am Ende schon recht spät,

dann mach ich die Lampe aus, den Steg zum Selbst verbreitert.

 

© Fabio Berman

 

Bild: Kombination aus Pixabay-Bildern



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Vertrauen

 

Wem kann man vertrauen und wem nicht,

dem Ehrlichen, der nie sein Versprechen bricht?

 

Oder dem, der hinter dem Rücken die Finger kreuzt,

oder dem, der mit Kaltschnäuzigkeit nicht geizt?

 

Vertrauen setzt eine Erwartungshaltung voraus,

bringt aber leider oft Enttäuschung ins Haus.

 

Vertrauen zu schenken erfordert viel Mut,

das nur auf Gegenseitigkeit beruht.

 

Ohne Vertrauen gäb es keine Hoffnung mehr

und die Herzen der Menschen blieben einsam und leer.

 

© Gabi Rettstadt

 

Bilder: Pixabay


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Mein Geist


Tack ..., tack ..., tack ...

Oh weh, er ist unterwegs,

will er zu mir?

Mein Magen zieht sich zusammen,

meine Atmung beschleunigt sich.

Tack …, tack..., tack ...,

noch hat er die Krücke nicht verloren, hingeschmissen,

vielleicht möchte er doch nur eine Zigarette rauchen?

Aber nein, schon ruft er meinen Namen.

"Wo bist du denn?

Ich muss dir was erzählen,

hast du schon gewusst, dass

... auf der Insel Tititi etwas ..."

Nach drei Runden: "Oh, wie interessant ...

ich geh mal kurz an deinen Computer,

du hast doch sicher nichts dagegen?"

(Doch! Ich könnte dich dafür schlagen,

du hast einen Laptop und zwei Tablets für dich!)

"Ich bin ja nur kurz drin …"



Nach drei Stunden: "Bin jetzt dann gleich draußen."

Tatsächlich …?

Tack ... Oh nein, kein Tack!

"Hab meine Krücke verloren, kannst du sie suchen?"

Selbstverständlich …

Tack..., tack ..., tack ...

"Was machst du denn im Computer?"

"Oh, ich schreibe Gedichte und lese auch gute ..."

Tack... umdrehen: "Wie nutzlos!"

Tack ..., tack ..., tack ...

Sein Blick signalisiert mir, wie wertlos ich bin,

ich sehe und rieche seine schwarze Aura …

Tack ..., tack ..., tack


© Claudia Ott


Bilder: Pixabay


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Die Stadt

 

Autos, Busse und Räder in Reih'n.

In den Kneipen locken Bier und Wein.

Die Stadt hüllt mich ein mit Zaubermacht.

Alles ist hell, auch in tiefdunkler Nacht.

 

Hastig huschen Gestalten vorbei.

Niemand fragt, wer der andere sei.

Wer fragt mich schon nach Leid und Schmerz?

Wer nimmt heut' wahr des andren Herz?

 

Wer sorgt sich, wenn ich krank und schwach?

Rennen wir nur unserem Glücke nach?

Es ist die Stadt ohne Rast und Ruh'.

Wir eilen dem eignen Tode zu.

 

© Olaf Lüken

 

Bilder: Pixabay


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Der Blick hinauf zu den Sternen

 

Gedankenversunken saß ich im alten Liegestuhl

und blickte in die stille Nacht.

 

Tausende Sterne funkelten über mir.

Irgendwo dort oben

musste auch mein Stern sein.

 

Ich hätte ihn gern so vieles gefragt.

Doch vielleicht wollte ich

die Antwort gar nicht wissen.


Eine innere Stimme flüsterte:

Wache auf, mein alter Freund.

Genieße diese Nacht.


 

Denn so eine

unter diesem Sternenzelt

wirst du nie wieder erleben.

 

© 2024 Pitt

 

Bild: KI kreiert von Pitt


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Des Schreibers Zierde

 

Supernova-Explosionen brachten Gold vom Weltraum,

Diamant wächst tief im Boden unter hohem Druck,

schwarze Tinte tropft hinab als Folge von manch Tagtraum

und verziert dann das Papier mit Bildgedankenschmuck.

 

Eisen kommt mit Meteoren nach Fusion von Sternen

in die Welt und Erz durch den magmatischen Verlauf,

Schreiber greifen nach dem Stift und somit nach den Fernen

und notieren mit dem Füller Denkprozesse auf.

 

So auch Silber, Kupfer, Blei. Entstehung durch Verschmelzen

großer Sonnenmassen. Die Ressourcen schimmern matt.

Der Poet muss seine Schätze nur im Innern wälzen,

aus dem Herz und aus dem Kopf keimt ein Smaragd ins Blatt.

 

© Fabio Berman

 

Bilder: Pixabay


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Wut und Zorn

 

Wut gerät zum Flächenbrand.

Wut verstört auch Stadt und Land.

Wut schafft Ärger und Sorgen,

Wut erfrischt keinen Morgen.

 

Wut entstellt mein Angesicht,

Wut zieht gern auch vor Gericht.

Jeder schnell das Weite sucht,

wenn man flucht und flucht und flucht.

 

Will ein Freund unter Freunden sein,

stell' auch meine Aggressionen ein.

Ein zügig Wort, im Zorn gesagt,

hat mir am Anfang durchaus behagt.



Wut und Zorn voller Süßigkeit,

verschaffen am Ende Herzeleid.

Wut verändert mich.

Wut zerfrisst auch dich!

 

© Olaf Lüken

 

Bild: Pixabay


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Der Regen singt ein Hoffnungslied


Ich geh am Strand,

warmer Sand begleitet mich,

schau auf das weite Meer,

sag mir, wo finde ich dich?


Ich suche dich, such deine Nähe.

Für die Liebe, die du mir gibst,

schenk ich dir gerne meine Wärme

und mein Herz, das dir gehört.


Ich bin der Mond und du die Sonne,

bist du der Tag, bin ich die Nacht,

wenn ich in deine Nähe komme,

bist du schon längst wieder erwacht.


Bist du das Meer, in das ich fließe?

Der raue Wind in meinem Haar,

das satte Grün der Sommerwiese,

die Feder in der Luft, die ich einst sah?


Sind wir die Hitze in der Nacht?

Oder Gefangene unseres Lebens?

Bist du die Melodie, die mich bewacht,

und ist mein Leben nicht vergebens?



Bist du die Stille aller Sterne,

weiß ich jedoch, dass es dich gibt.

Regen flüstert aus der Ferne

und singt mir leis' ein Hoffnungslied.


Ich suche dich, such deine Nähe.

Für die Liebe, die du mir gibst,

schenk ich dir gern meine Wärme

und mein Herz, das dir gehört.


© Astrid Nöll


Bild: Pixabay


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Sie ist auch im Buch „365 Tage Frieden“ zu finden, das es hier gibt:

https://www.kulturkaufhaus.de/de/detail/ISBN-9783930758951/Heins-R%C3%BCdiger/365-Tage-Frieden


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Ihr Buch „Seelenfedern“ gibt es hier: https://shop.tredition.com/search/U2VlbGVuZmVkZXJuIA

Paranoia


Die Blicke der Leute fixieren mich lüstern,

ich bin für ihr Lästern nur nacktes Objekt,

die Stimmen im Kopf kriechen langsam und flüsternd

durch meine Synapsen, fürs Außen versteckt.


Ich schließe mich ein in die Wände der Wohnung

und lebe weit abseits von Freude und Glück,

der Tag bringt mir niemals das Licht als Belohnung

und nie kehrt die Zeit ohne Pillen zurück.


Motoren der Autos hör ich, die sich hektisch

und lautstark gruppieren auf nahem Asphalt,

der schmetternde Klang der Gefahr wirkt eklektisch

mit Keifen der Vögel, berechnend und kalt.


Und in meinem Bunker aus Kummer und Sorgen

entpuppt sich die Lampe als splittrig und fahl,

vielleicht gibt es für mich ein schimmerndes Morgen,

doch noch seh ich meist nur das pechschwarze Tal.


© Fabio Berman


Bild und Hintergrund: Pixabay (teilweise bearbeitet)




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Worte + Leben


Worte, unausgesprochene, geschriebene,

Wirkung im Stillen,

Zeichen zusammengereiht,

in Silben zu Worten geformt,

mit Worten Sätze gebaut,

stilles Erwachen inkludiert.


In Klangfarben Welten eröffnen,

frei in ihrer Sinnesentfaltung.

Das Geschriebene Quell für Fantasie

und persönliches Erleben.

Für wen, für was, warum, weshalb, wieso

– offen bleibt die Deutung.


Worte, herausgebrüllt, hämmernd und laut,

mit der Intention, Wirkung zu erzielen,

zu steuern und zu lenken.

Unvollständige Fetzen

durch Kanäle und Gassen dröhnen,

die Massen zu bewegen.

Doch der Hall der Propaganda

versiegt meist schnell.


Worte schwirren in Räumen,

ob auf Papier oder Stimmbändern.

Leichte, fröhliche, verbogene

– Wortrauschen an vielen Stellen.


Ob leise, ob laut,

ob schwarz, ob weiß,

ob eintönig, ob bunt,

ob hässlich, ob schön,

Worte begleiten unser Leben

in ihrer ganzen Vielfalt.



Worte verbinden,

Worte aktivieren,

Worte öffnen.


Worte ohne Menschsein,

nur leere Buchstabensammlungen

in Klängen oder Lettern.


Worte mit Menschsein,

sinnstiftende Zeichen und

Wegweiser der Lebensorientierung.


© Andreas Lukas (2026)

(Text und Bilder)


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Manchmal


Die Menschen erscheinen in ihrem Benehmen

mir manchmal so unheimlich sicher und fest.

Sie leben stringent dort in ihren Systemen,

von Zweifeln und Skepsis ist ihnen kein Rest.

Sie teilen Ideen in strenger Erscheinung

mit Mündern aus Glut und mit Augen aus Eis,

sie haben zu jedem Problem eine Meinung,

bewegen sich lediglich in ihrem Kreis.

Sie wollen sich neuer Gedanken erwehren.

Die Antworten lassen sie niemals im Stich,

die Fragen sind einfach, nichts braucht sie belehren.

So wirkt es von Außen bisweilen auf mich.


© Fabio Berman


Bild: Pixabay



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Stille in mir

 

Stille, ist jene Kraft,

welche nach außen hin

unsichtbar ist,

die es jedoch schafft,

sich IN MIR

so weit auszudehnen,

dass weder Zeit existiert – noch Raum …

sie erfüllt mich,

so klar …

so tief …

so, als ob es nie anders war …

 

... und doch,

sie war vergraben, verschüttet, versteckt,

tief in mir

vom Narbengeflecht verdeckt,

Tränen hatten sie fürs Auge unsichtbar gemacht,

der Nörgler in mir

verdammte sie zum Schweigen,

der inneren Kritiker

sie ihres Platzes verwies,

so dass sie sich in tiefster Einsamkeit,

weit entfernt vom Herzen niederließ …

 

… und wartete

wartete, auf mich …

um endlich wirken zu können

als jene große Kraft,

die sie wahrhaftig ist

… doch in meiner Wahrheit

hab ich sie nicht vermisst, denn:

was vergessen – kann nicht fehlen,

was nicht fehlt – wird auch nicht gesucht,

KEINE Leere – ich dacht` – ich hätt` besessen,

doch aller Platz in mir – war nur durch Ablenkungen ausgebucht …

 

Erst als ein offenes Lächeln mich erreicht,

ein ehrlicher Blick den meinen streift,

werd` ich von etwas

sanft berührt –

etwas, dass ich schon lang nicht mehr gespürt …

… Wärme flutet mich.

 

Doch, erinnern kann ich mich noch immer nicht!

 

Erst als ein liebes Wort mein Ohr mit Klang erfüllt,

dieser sanft mein Herz einhüllt,

werd` ich von etwas

sanft berührt –

etwas, dass ich schon lang nicht mehr gespürt …

…  Freude flutet mich.

 

Doch, erinnern kann ich mich noch immer nicht!


Erst als eine zarte Berührung wie ein Windhauch

über meinen Körper streicht,

werd` ich von etwas

sanft berührt –

etwas, dass ich schon lang nicht mehr gespürt …

…  Erinnerung flutet mich.

 

Und da nehm` ich sie wahr,

die Wärme, die mich flutet ...

Und da nehm` ich sie wahr,

die Freude, die mich flutet ...

 

Und dann, ganz plötzlich ist sie da – die Stille!

 

Entflohen dem Nebel des Vergessens,

steht sie nun vor mir – direkt und klar!

In ihrer vollen Kraft,

mit ihrer vollen Macht,

unüberhörbar lautlos,

wie nur sie es schafft!

 

… die Gedanken versiegen

… die Zweifel erliegen

… Unsicherheit weicht

… Angst mich nicht mehr erreicht

 

Ich scheine in ihr zu schweben,

grenzenlos,

weit,

kein Anfang – kein Ende,

ganz ohne Zeit.

Das Jetzt – das Hier,

nur das verbindet mich mit ihr.

 

Die Leichtigkeit ist ihr Lohn,

die Lebendigkeit ihr Geschenk

und so entgleite ich all den Grenzen,

die ein anderer mir denkt!

 

Nun weiß ich,

was mich da sanft berührt,

wohl hatte ich es lange vergessen

und nicht mehr gespürt,

doch von nun an werde ich durch

ein offenes Lächeln – ein liebes Wort – eine zarte Berührung

wieder und wieder

in die Stille geführt!!

 

© Artellinas, 05.07.2025

 

Bild: „Pietroz“


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Finden zu …

 

Glück finden, Frieden finden,

Verständnis finden, Respekt finden.

 

In Gesellschaft, in Freundschaft,

in Empathie und Liebe.

Sinn erkennen, Verständnis wecken,

Lebensinhalt finden.

 

Ich suche nach dem Menschen,

wie er ist, wer er ist,

was er ist, warum er ist.

 

Zusammenfinden, verstehen lernen,

dunstverhangen ahne ich,

ob dies eine Sehnsucht bleiben wird.


Im Nebel zu verschwinden droht,

was lange gepflegt und

selbstverständlich schien.

 

Haltung zeigen mit Respekt,

Achtung und Menschsein,

wertschätzen das Zusammensein

als Fundament für Künftiges.

 

Die Tür finden zu Akzeptanz,

die Wege finden, sich öffnen für

Verständigung und Miteinander!

 

© Andreas Lukas (Text und Bilder)


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GEHEN


Inmitten der Gesichtermenge

spürst du diese innere Enge,

drehst dich um gegen den Strom,

bist du bereit zu gehen schon?


© Bernd Haberfellner


Bild: Pixabay

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Fragen über Fragen!

 

Wieso all der Hass auf dieser Welt?

Alles dreht sich um Macht und Geld.

Warum so viel Schmerz und Leid?

Warum so viel Kriege in der heutigen Zeit?

 

Warum wird geschossen, statt gehört?

Warum wird gelogen, verletzt und zerstört?

Warum zählt Macht mehr als Verstand?

Warum brennt Liebe in so mancher Hand?

 

Warum können wir nicht einfach verstehen?

Dass wir nur gemeinsam können weitergehen?

Warum bauen wir Mauern aus Angst und Gier?

Anstatt Brücken zu schlagen - von mir zu dir.

 

Warum sehen wir Haut statt das Herz?

Warum zählt Besitz und man trägt Nerz?

Warum lernen wir nicht aus dem, was war?

Obwohl die Vergangenheit zeigt, wie schön es mal war.

 

Warum ist das Miteinander so leise?

Die Menschlichkeit auf halber Reise?

Warum weinen Kinder ohne Schuld?

Und erwartet von ihnen auch noch Geduld?

 

Warum geben wir der Wut so viel Raum?

Statt Hoffnung zu pflanzen wie einen Baum?

Warum ist das Miteinander so schwer?

Wir sollten es lassen, ich mag das nicht mehr.

 

© Irmgard Behrend

 

Bilder: Pixabay


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Wer kennt Alexa?

 

Heute hat die Neugierde meine Schritte gelenkt,

zum 80sten hat der Sohn meiner Freundin ihr Alexa geschenkt.

Am Telefon hat sie die Box in höchsten Tönen gelobt

und ich höre, wie im Hintergrund die Alexa laut tobt.

Freudestrahlend macht sie mir jetzt die Türe auf,

da nimmt der fröhliche Nachmittag seinen Lauf.

Im Wohnzimmer lass ich mich vor Schreck aufs Sofa fallen

und neben dem Sofa höre ich aus der Box Alexa lallen.

„Alexa, sing uns mal Herzilein vor.“

Doch ich höre James Last mit seinem Chor.

„Alexa, was wird morgen für Wetter sein?“

„Nieselregen, 20 Grad und später Sonnenschein.“

Nebenbei haben wir Kaffee getrunken und Kuchen gegessen,

da hatte ich die Geburtstagsfeier fast vergessen.

Doch jetzt habe ich Alexa sofort ausgefragt,

die hat laut gelacht und „wunderbar“ gesagt.

Meine Freundin wohnt allein, da ist Alexa ein echter Segen,

da kann sie zuhören und sich auch im Takt bewegen.

 

Jetzt braucht der Sohn seine Mutter nicht jeden Tag zu besuchen,

denn die hat Unterhaltung und isst alleine mit Alexa ihren Kuchen.

 

© Thea Küch

 

Bilder: Pexels und Pixabay


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Der gefallene Soldat

 

Das Klavier, auf dem du spieltest, ist bedeckt mit Staub,

Spinnenweben kleiden alte Bücher im Regal,

denn die Jahre machten dich für immer blind und taub,

du gehorchtest nur noch dem, was einer dir befahl.

 

In dem Keller, wo du maltest, wächst seit langem Moos,

Efeu rankt im Kämmerlein, in dem du spieltest Schach,

denn dem Führer Pflicht zu leisten war dein dunkles Los,

du gingst unter im von Bomben generierten Krach.

 

So ist alles, wo du warst, erschaudernd trüb und schwer,

Krieg nahm uns ein Leben voller Geist und voll Kultur,

man verriet uns, du lagst wund im Eis mit dem Gewehr,

vorher gabst du still gebückt erst deinen Treueschwur.

 

© Fabio Berman

 

Bild: Pixabay


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Vorsicht Suchtgefahr

 

Ich frage mich inzwischen,

sitze ich zwischen zwei Stühlen oder auch Tischen?

Bin ich wohl schon süchtig

oder bin ich einfach nur tüchtig?

Bisher freute ich mich über meine Aktivitäten,

welche mir sicherlich erstaunlich gut taten und weiterhin täten.

Doch mittlerweile fällt mir immer mehr auf,

ich schaue sehr oft auf mein Handy drauf.

Wer hat mir bei Social Media geantwortet,

von wem wurde mein Gedicht richtig eingeordnet?

Wie viele Herzen wurden mir gegeben,

ist das wirklich so wichtig in meinem Leben?

Inzwischen sage ich „Vorsicht Suchtgefahr“,

weil, auch das ist leider wahr,

ich war auch schon mal süchtig nach Nikotin,

sicher, das ist schon eine lange Zeit hin.

Aber die Sucht sucht sich weiterhin einen Weg,

den ich leider noch immer zurückleg.

Ganz egal in welcher Form,

die Suchtgefahr ist tatsächlich enorm.

 

© Helga Wessel

 

Bild: Pixabay


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Ihre Bücher auf einen Blick: https://www.epubli.com/autoren/helga-wessel-14502


„Gedanken in Gedichtform exklusiv“, ihre Bände mit Gedichtezauber-Designs gibt es hier: https://www.epubli.com/?s=Helga+Wessel+Gedanken+in+Gedichtform+exklusiv


Ihr YouTube-Kanal: https://www.youtube.com/@Helgasarbeit


Bühnenstück

 

In dem Bühnenstück der Erde

sind wir oft nur Randfiguren,

spielen unsre Rollen achtsam,

stets bemüht mal aufzusteigen

in das Feld der Superstars.

 

Fleißig üben wir in Schulen,

um uns dem System zu fügen

und im harten Showgeschäft

mit dem angehäuften Wissen

einmal auch Regie zu führen.

 

Manchmal ist man Marionette,

hängt an Fäden von den Großen,

muss sein Herz pulsieren hören,

um mit Sicherheit zu sagen,

dass man nicht aus Baumholz ist.

 

Still das Umfeld zu betrachten,

ist fast meine Lieblingsrolle.

Schäbig ist sie auch für manche,

ohne Text und Minenspiele.

Man lässt die Gedanken fließen.

 

© Fabio Berman

 

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Bei Poetry.de unter dem Namen Travis Beamer^^: https://www.poetry.de/


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und sein neues Buch „Das Pulsieren der Phantasie“: https://t1p.de/uya3b


Schenke Worte

 

Was soll ich denn verschenken,

was muss ich dabei bedenken?

Du kannst liebe Worte wagen

und täglich ein lächelndes „Guten Tag“ sagen.

Ein herzliches „Liebling“ ist besser als ein Strauß Nelken,

denn alle Blumen werden schnell verwelken.

Ein schlichtes „Danke“ nach einem guten Essen,

„es hat gut geschmeckt“ darfst du auch nicht vergessen.

Die neue Sonnenbrille „steht dir gut“,

dieses zum Freund zu sagen braucht keinen Mut.

„Ich liebe dich“ kannst du öfters dem Partner schreiben,

so wird die Liebe immer bei euch bleiben.

Koseworte wie „mein Herz“ oder „mein Stern“

das hört jeder Partner gern.

Hallo „lieber Schatz“, so kannst du ihn schon begrüßen

und du wirst mit strahlenden Augen den Tag genießen.

Ein ehrliches Kompliment, wie „gut gemacht“,

hat es oft zu einer Freundschaft gebracht.

Und hat dein Enkel immer zu viele Fragen,

musst du ihn mal loben und „super gemacht“ sagen.

Vergiss nicht auf all deinen Wegen,

ein „Danke“ zu sagen für Gottes Segen.

Für ein schlichtes „Danke“ hat man immer Zeit

und ist auch oft für ein kurzes Gebet bereit.

 

© Thea Küch

 

Bilder: Pixabay und Creazilla


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MOMENT

 

Die Welt, sie stöhnt, sie keucht und rennt,

das Wesentliche bleibt verborgen,

vergessen wurde der Moment,

der uns ertragen lässt die Sorgen.

 

Im Da und Hier, die Zeit sagt jetzt,

es braucht Gespür, zu viel gehetzt,

die Stille ist's, die uns am End'

lehrt zu schätzen den Moment.

 

© bpoetrynmusic/Bernd Haberfellner

 

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Pusteblume

 

Zart, zerbrechlich siehst du aus,

in deinem Kampf ums Überleben

fliegt dein Samen, überlegen,

in die weite Welt hinaus.

 

Jede Ecke, jeder kleine Ritz,

deine Leichtigkeit und dein Bestreben

dringt überall dein neues Leben,

nimmst du die Räume in Besitz.

 

Getragen von Liebe, Hoffnung, Licht,

lass uns Pusteblumensamen sein,

pflanzen diesen in harte Herzen ein,

bis der Hass darin zerbricht.

 

© Astrid Nöll

 

Bild: Pixabay


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Sie ist auch im Buch „365 Tage Frieden“ zu finden, das es hier gibt:

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Gedankenflug

 

Mein Gedanke kehrt nicht wieder,

als er dem Augenblick entsprang

und mit glanzvollem Gefieder

sich durch mein Gehirne schwang.

Halte fest den Geistesfunken,

puste ihn zur Flamme wach.

Und ich sehe, wie betrunken,

was der eigne Geist vermag!

 

© Olaf Lüken

 

Bilder: Pixabay

(teilweise bearbeitet)


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Und auch hier ist er sehr aktiv: https://www.festgestaltung.de/



Wehrpflicht, NEIN DANKE

 

Müssen meine Kinder und Enkel Krieg zu führen erlernen?

Lernen sie jetzt verteidigen und töten in unseren Kasernen?

Ich wurde 1942 geboren, kam in eine hassvolle Welt.

Meine Mutter hat mir später vom Krieg erzählt.

Ihr Bruder musste von der Schulbank in den Krieg,

dort wurde gelehrt, „wir brauchen den Sieg“.

Als er angeschossen war, hielt er der Mutter Bild in der Hand,

er rief sterbend bestimmt nicht „hoch lebe das Vaterland“.

Über 50 Soldaten sind in unserem Dorf gefallen,

mein Onkel war der Jüngste von allen.

Als Kind habe ich die meisten Frauen schwarz gekleidet gesehen.

Warum? Das konnte ich damals nicht verstehen.

Jetzt habe ich seine Briefe aus dem Krieg gelesen

und habe festgestellt, „er ist noch ein halbes Kind gewesen“.

In der Familie hinterließ sein Tod große Wunden,

man hat in all den Jahren sein Grab nicht gefunden.

 

© Thea Küch

 

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Nicht geweinte Tränen

 

Viele Tränen werden nicht geweint,

sie landen im Körper, alle vereint.

 

Stell dich nicht so an,

wirksam bis ins Alter, und dann

weint der Körper diese Tränen,

wichtig hier, das zu erwähnen.

 

Eine Enttäuschung schießt direkt ins Mark,

nicht zart, sondern richtig arg.

 

Ich weiß, dass man mich nicht enttäuschen kann,

ich täusche mich nur selber, da ist was dran.

 

Und dennoch kenne ich dieses Spiel sehr gut,

doch es braucht Einfühlungsvermögen, den Mut,

einfach mal richtig loszulassen

und Tränen ruhig fließen zu lassen.

 

Ich will mich nicht meiner Tränen schämen,

will mich auch nicht länger grämen.

 

© Helga Wessel

 

Bild: Pixabay


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Ihre Bücher auf einen Blick: https://www.epubli.com/autoren/helga-wessel-14502


„Gedanken in Gedichtform exklusiv“, ihre Bände mit Gedichtezauber-Designs gibt es hier: https://www.epubli.com/?s=Helga+Wessel+Gedanken+in+Gedichtform+exklusiv


Ihr YouTube-Kanal: https://www.youtube.com/@Helgasarbeit


Nächte der Wehmut

 

In Einsamkeit sitz ich im Zimmer

bei einem trüben Lampenschimmer

und lese in des Buches Seiten,

die mich seit Tagen still begleiten,

mit tiefem inneren Gewimmer.

 

Denn selbst der goldne Mondenschein

lässt mich hier in der Welt allein.

Die Wolken decken alle Sterne,

nur Schwarz umhüllt die weite Ferne

und ich fühl mich erschöpft und klein.

 

Und du, mein Herz, bist nicht mehr da,

das wird mir durch die Zeilen klar.

Des Werthers Leiden sind zu fühlen,

die mich ins Reich der Wehmut spülen,

du bist mein Damals, fern und nah.

 

© Fabio Berman

 

Bild: Pixabay


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Wie bucklig ist unsere Verwandtschaft?

 

Was das Leben oft glücklich macht,

sind die Lieben in der Ferne.

Vom Schicksal einst ins Leben gebracht,

sahen wir früher uns noch gerne.

 

Ganz tief in meinem Herzen wohnt

ein lieber Mensch, der durchaus echt.

Verwandtschaftssinn sich wirklich lohnt,

ein gold‘nes Band, mit Fug und Recht.

 

Schmerzen tut auch ein Sich-Scheiden,

ein Endlich-Auseinandergehen.

Nichts im Leben ist ohne Leiden,

würden wir uns nur recht verstehen!

 

Werden enger unsere Bande,

mit denen, die uns noch verblieben?

Wird auch das letzte Korn im Sande

nicht später durch den Wind vertrieben?

 

© Olaf Lüken

 

Bild: Pixabay


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