
Abendrot
Feuerrot sinkt meine Sonne
hinterm Meer im Abendwind.
Eine Möwe auf ´ner Tonne
mir ihr Lieblingslied vorsingt.
Milder Hauch der großen Bäume
und ein Mond am Himmel steht.
Natur zeigt ihre großen Räume,
in einer Zeit, die schnell vergeht.
Sonne, Mond und ferne Sterne,
sind so nah, wie du zu mir.
Nähe kennt auch große Ferne.
Wie herrlich wär ein ehrlich WIR!
Sieh nur meine Tränentropfen,
die peu à peu verrinnen.
Tropfen, die ans Fenster klopfen.
Lasst jetzt uns neu beginnen!
© Olaf Lüken
Bild: Pixabay
Autorenprofil: https://www.viabilia.de/olaf-lueken-sprueche-gedichte/
Und auch hier ist er sehr aktiv: https://www.festgestaltung.de/

Am Bach
Keine Bäche ohne Quellen,
geheimnisvolle Wasserstellen.
Und das Nass fließt zu den Auen.
Klares Wasser nährt Vertrauen.
Sprudelnd fällst du bergab
und ein Fluss wird dir zum Grab.
Bis dahin gluckst du, hüpfest und springst.
Bis dahin tobst du, swingst und singst.
Gespeist wirst du aus vielen Quellen.
Und jede spricht ihr Dialekt.
Im Wasser tummeln sich Forellen.
Ein Laichort, rein und unbefleckt.
Herrlich ist des Bachs Idylle,
strebt zur Sonne ew'ger Fülle.
Leise fließt durch den Wald der Bach,
und sein Plätschern hör' ich schwach.
Bienen summen ums duftende Jasmin.
Am blauen Himmel Federwolken ziehn.
Auf dem Bach glitzert Schwester Sonne*.
Das Leben ist schön, es atmet Wonne!
© Olaf Lüken
Bild: Pixabay
*In seinem „Sonnengesang“ nannte
Franz von Assisi die Sonne seine
Schwester
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