
Eisschmelze
Es schneit nur noch selten, wo einstmals die Bären
die riesigen Platten aus Eis dominiert,
man munkelt, es könnten sich Sommer nun mehren,
bei denen die Sonne das noch reduziert.
Die Schollen, die schon in den Zeiten entstanden,
als ewiger Winter das Land hat bestimmt,
sie schmelzen ganz langsam und alle bekannten
Vereisungsprozesse entschwinden im Wind.
Und während der Feuerball alles vernichtet,
was viele Jahrtausende haben gebaut,
wird nur noch sporadisch das Eis frisch beschichtet,
auf das diese Bären so lange vertraut.
Auch Füchse und Wölfe verspüren den Wandel
sie schauen gen Himmel und bitten um Frost,
der Mensch treibt verwegen mit dieser Welt Handel,
es bleibt wohl nichts übrig als bittere Kost.
© Fabio Berman
Bild: Pixabay
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Bei Poetry.de unter dem Namen Travis Beamer^^: https://www.poetry.de/
Sein Buch „Die schimmernden Welten des Travis Berman“: https://t1p.de/f28ow
und sein neues Buch „Das Pulsieren der Phantasie“: https://t1p.de/uya3b

MEIN GARTEN
Ich liebe meinen Garten,
er sieht verdammt gut aus,
es freut mich, ihn zu warten,
ich machte viel daraus.
War`s vorher nur `ne Wiese
und eine grüne Wand,
jetzt zieren Blumen diese,
wie ein schön buntes Band.
Ob Rosen, rot und rosa,
ob Phlox, ob Wienerin,
gelb leuchtende Mimosa
und Blau ist auch mit drin.
Dazu die schmucken Blätter
von Funkien, Efeu, Wein,
die machen das noch netter
und rahmen alles ein.
Rhabarber, Beeren, Schnittlauch
erfreuen Aug` und Mund
und hie und da ein Blütenstrauch
macht alles noch mehr bunt.
Den Schatten spenden Bäume,
die schenken uns auch Obst,
ein Pool erfüllt mir Träume,
mein Garten gibt mir Trost.
© Angelika Weber (Text und Bild)
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Wenn es regnet
Wenn aufs Dach der Regen prasselt,
ist die Laune schnell vermasselt.
Alles was da kreucht und fleucht,
wird bei Regen richtig feucht.
Wenn die Regentropfen rasseln,
flüchten flink die Kellerasseln.
Und die Regenwürmer toben,
denn sie wollen schnell nach oben.
Wenn es regnet, tragen Tauben
liebend gern auch Regenhauben.
Und sie fliegen dann zum Spaß,
durch das wunderbare Nass.
Selbst die Fische tief im Wasser
werden scheinbar immer nasser.
Und sie freuen sich dann so,
über noch mehr H2O.
Nur die Menschen in den Straßen
kann der Regen nicht bespaßen.
Ihnen fehlt's grad nicht an Hirn,
nein, es fehlt der Regenschirm.
Doch die Wolken ziehen weiter,
das Gemüt wird wieder heiter.
Bis uns Sonnenstrahlen plagen
und wir über Hitze klagen.
© Kay Gräfenberg
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SeelenLeere …
kein Blau erblüht
die Landschaft schweigt
stumm die Sandsteinblöcke
aus millionenaltem Meeresgrund
kein Grün erstrahlt
auf rissigem Boden
ausgetrocknete Gerippe
aus saftigen Zeiten
kein Gesang ertönt
kein Piepen unterbricht
den Windhauch
säuselnd über trostlose Felder
kein Schrei erklingt
in gespenstiger Ruhe
prall die Sonnenglut
gnadenlos den Tag beherrscht
meine Blicke erstarren
seelenleer die Atmosphäre
Zukunft des blauen Diamanten
oder vorübergehende Episode?
© Andreas Lukas (Text und Bilder)
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Rosenblätter
Mit Freude schau ich in den Garten,
ein Feenzauber über Nacht
hat meines Herzens Rosen
leise zum Erblühen gebracht.
Rosenknospen strecken sich
von kühler Nacht erfrischt
in Farben zart wie Porzellan
hinauf zum ersten Sonnenlicht.
In ihrem Duft, betörend schön,
öffnet sich ihr zartes Blütenkleid,
kann ich die Schönheit sehen.
Beginnt die neue Rosenzeit.
In wunderbarer Blütenpracht,
der Morgentau ihr Herz benetzt.
Zerbrechlich, wiegt sie sich im Wind.
Ein Schmetterling, sich zu ihr setzt.
Für kurze Zeit kann ich ihn sehen,
des Zaubers wunderbarer Augenblick.
Vergänglich ist ein jeder Tag,
und ein Moment kehrt nicht zurück.
In meiner Seele Widerhall,
genieß, was meine Augen sehen,
die Blütenblätter werden fallen,
denn jede Schönheit wird vergehen.
Die Zeit der Rosen geht vorbei,
doch eins weiß ich gewiss,
der Kreis, er wird sich schließen,
mein Herz nicht lange traurig ist.
Im nächsten Jahr zur gleichen Zeit,
im Feenzauber über Nacht,
in Schönheit und Vergänglichkeit
ein neues Rosenmeer erwacht.
© Astrid Nöll
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Sie ist auch im Buch „365 Tage Frieden“ zu finden, das es hier gibt:
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Ihr Buch „Seelenfedern“ gibt es hier: https://shop.tredition.com/search/U2VlbGVuZmVkZXJuIA

Mammutbaum
Das Wurzelwerk des Mammutbaums gräbt schon seit tausend Jahren
im warmen Boden sich hindurch und hält den Stamm stabil,
ihm ist in dieser langen Zeit so manches widerfahren,
er nahm sein Schicksal schweigend hin und forderte nicht viel.
Er sah an seinem dicken Holz Indianer Pfeife rauchen
bei Büffelfleisch, manch Stangenzelt und Lagerfeuerglut,
er sah die weißen Männer ihre Waffenmacht missbrauchen
und nehmen den Indianern weite Länder und den Mut.
Er sah die Europäer ihre Pläne grausam schmieden,
die Sklavenhandel brummen ließen für ihr Vieh und Feld,
eh sie mit der Moral der Stunde in Konflikt gerieten
und machten in der Industrie ihr schwer verdientes Geld.
Er sah den Siebenjahre-Krieg und andre große Schlachten,
das Ringen um die Vorherrschaft im Kreis der ganzen Welt,
die Folgen von Elektrizität, die Chancen neu entfachten,
das Telefon, das Internet, seit er die Stellung hält.
So wirft er seinen großen Schatten als ein stiller Zeuge
von tausend Jahren Erdgeschichte in dem weiten Park,
mit Weisheit unterm Rindenkleid, vor der der Mensch sich beuge,
steht er in Nordamerika und zehrt an jedem Tag.
© Fabio Berman
Bilder: Pixabay
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Abendrot
Feuerrot sinkt meine Sonne
hinterm Meer im Abendwind.
Eine Möwe auf ´ner Tonne
mir ihr Lieblingslied vorsingt.
Milder Hauch der großen Bäume
und ein Mond am Himmel steht.
Natur zeigt ihre großen Räume,
in einer Zeit, die schnell vergeht.
Sonne, Mond und ferne Sterne,
sind so nah, wie du zu mir.
Nähe kennt auch große Ferne.
Wie herrlich wär ein ehrlich WIR!
Sieh nur meine Tränentropfen,
die peu à peu verrinnen.
Tropfen, die ans Fenster klopfen.
Lasst jetzt uns neu beginnen!
© Olaf Lüken
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Schietwetter
Das Wetter, es ändert sich stündlich.
Ach käme der Regen doch pünktlich.
Dann könnt ich's mir sparen
den Schirm mit zu tragen.
Nun bin ich pitschnass, aber gründlich.
© Barbara Merten
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Ein Blümlein wächst am Wegesrand
Kann sich Kraft gleich offenbaren,
wird sie Widerstand erfahren.
Arges hat mit Gutem Streit.
Es geht um Tücke, Wut und Neid.
Doch schau ich auf die Ackerkrume,
hier wächst das Kraut und auch die Blume.
Es ist das Kraut, das macht sich breit,
hat wenig Sinn für Freud' und Leid!
Und die Welt, sie spürt - zum Ruhme,
Schönheit und Duft der einen Blume.
Schätzen wir mehr den Wert der Dinge.
Achten wir auch auf das Geringe!
© Olaf Lüken
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Meerweh
Er wünscht sie herbei nun, die glücklichen Zeiten,
die schneeweißen Strände und endlosen Weiten,
das Tosen der Brandung; sein Herz wird ihm schwer.
Er spürt eine Sehnsucht, er will nur ans Meer:
Wo sich auf dem Wasser der Sonnenstrahl bricht,
das Blaue des Meeres hell spiegelt das Licht.
Wo Wellen bedeckt sind mit schäumenden Kronen,
die so nur ihr rastloses Wogen betonen.
Die Dünung, die stetig das Ufer berührt,
ein Anblick, der jeden Besucher verführt.
Das Brausen und Rauschen, es bricht jedes Eis.
Wer grade noch laut war, wird langsam ganz leis.
Es gibt keine Hektik, es gilt nichts zu tun,
die Seele darf baumeln und endlich mal ruh'n.
Es zählt der Moment und kein Blick geht zurück,
die Seele durchflutet ein zeitloses Glück.
© Kay Gräfenberg (05.'25/05.'26)
Bild: Pixabay
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Am Bach
Keine Bäche ohne Quellen,
geheimnisvolle Wasserstellen.
Und das Nass fließt zu den Auen.
Klares Wasser nährt Vertrauen.
Sprudelnd fällst du bergab
und ein Fluss wird dir zum Grab.
Bis dahin gluckst du, hüpfest und springst.
Bis dahin tobst du, swingst und singst.
Gespeist wirst du aus vielen Quellen.
Und jede spricht ihr Dialekt.
Im Wasser tummeln sich Forellen.
Ein Laichort, rein und unbefleckt.
Herrlich ist des Bachs Idylle,
strebt zur Sonne ew'ger Fülle.
Leise fließt durch den Wald der Bach,
und sein Plätschern hör' ich schwach.
Bienen summen ums duftende Jasmin.
Am blauen Himmel Federwolken ziehn.
Auf dem Bach glitzert Schwester Sonne*.
Das Leben ist schön, es atmet Wonne!
© Olaf Lüken
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*In seinem „Sonnengesang“ nannte
Franz von Assisi die Sonne seine
Schwester
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Straßenpflaster
Aus allen Ritzen lugt das Gras,
wächst Löwenzahn, wächst Wegerich.
Räder klappern über die Straß',
doch die Gewächse halten sich.
Die Straßenwerker müssen schon
mit Hochleistern kehren gehen.
Paar Wochen später, wie zum Hohn,
kann man erste Gräser wachsen sehen.
Weil die Ritzen sind warm und nass,
Leben gedeiht hier richtig gut.
Ob Eisen, Stahl, das ist schon krass.
Nichts hilft, was immer man tut.
© Olaf Lüken
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Die Christrose, auch Schneerose
In meiner tief verschwiegenen Welt
vom Himmel eine Blume fällt.
Flugs erhebt sie ihr weißes Haupt,
schenkt ihre Lieb' an den, der glaubt.
Die Christrose kommt und verschwindet,
ehe der Frühling sie findet.
Die Blume erinnert an Jesu Christ,
der unser Tröster und Retter ER ist!
© Olaf Lüken
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