Splitternackt im Schnee!

Ich dachte, es wäre 'ne tolle Idee,
zu tanzen - splitternackt im Schnee.
Die Sonne schien, ich war beschwingt,
bis mir der Wind die Wahrheit bringt.

Die Gänse schauten irritiert,
der Nachbar - der hat applaudiert.
Ein Hase sprang, ein Fuchs schaute stumm,
mein Hintern fror, mir wurde ganz dumm.

Der Schnee, so weiß, so kalt, so fein,
kroch langsam in die Knochen rein.
Erst dacht' ich noch: Wie wunderschön!
Dann konnte ich meine Zehen nicht mehr spüren und seh'n.


Mit letzter Würde, halb erfroren,

fühlte ich mich dennoch wie neu geboren.

Und schwor mir leise: Nie mehr geh',

ich splitternackt hinaus in den Schnee.


Zum Aufwärmen gab's Tee mit Rum,

man legte mir eine Kuscheldecke um.

Kaminfeuer wärmte Leib und Herz,

schnell wurde mir warm, das ist kein Scherz.


© Irmgard Behrend


Bild: KI-generiert von biuki


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Juhu, der erste Schnee!

 

Juhu, juhu, es schneit, es schneit,

wie schön ist doch die Winterzeit.

Kaum kann man noch die Wege seh‘n,

die Welt, sie glitzert, wie wunderschön.

 

Die Kinder jauchzen, laufen raus

und bauen gleich ein Schneemannhaus.

Und in der Luft, so kalt und rein,

tanzt leis der Wintersonnenschein.

 

Doch ach, herrje, nach Woche drei

ist‘s mit der Freude schnell vorbei.

Der Schnee liegt hoch, die Wege dicht,

man sieht fast die Haustür nicht.

 

Wenn es so weiter schneit wie bisher,

dann sieht man bald die Welt nicht mehr.

Die Häuser stecken tief im Schnee,

die Straßen verschwunden - herrjemine!

 

Die Zäune tragen weiße Hüte,

die Autos - ach du meine Güte,

sie stecken fest im weißen Schnee,

der Briefträger schnauft: Oh weh, oh weh.

 

Die Bäume biegen sich von der Last,

es knackt sogar so mancher Ast.

Die Post, die bringt man mit dem Schlitten,

selbst der Schneemann droht zu ersticken.

 

Die Nachbarn rufen, schaufeln, keuchen,

versuchen Wege zu beleuchten.

Selbst Omas Garten, alles weiß,

nichts mehr zu seh‘n als Schnee und Eis.

 

Die Dächer ächzen von der Last,

kein Wunder, wenn da bald was kracht.

Die Welt, sie wirkt ganz surreal,

nur Kälte und Schnee überall.

 

So sitzen alle warm daheim

und warten, bis es aufhört zu schnei‘n.

Wir reden über unser Winterglück,

das die Natur uns hat geschickt.

 

© Irmgard Behrend

 

Bilder und Hintergrund: Pixabay

 

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