
Sait mei Schatz
Des bissle Haushalt machsch du heit alloi,
sait mei Schatz.
Nau bleibsch au heit mal meah bei mir dahoi,
sait mei Schatz.
Wenn i des net so dua, nau g’hear i heit dr Katz,
drum mach i des, fer mei’n Schatz.
Die Fenschter send ja wieder voller Dreck,
sait mei Schatz,
und d’Schpennaweba send ja non et weg,
sait mei Schatz.
Bevoar i wieder diskutier, g’hear i dr Katz,
drum mach i’s oifach, fer mein Schatz.
Sia sait, des g’heaert so, des hält mi fit,
dau ka i bettla, des schtört mein Schätzle it.
Am Morga aufschtau, sei doch wunderschea,
sait mei Schatz,
des Frühschtück macha, und vielleicht no meah,
sait mei Schatz.
Und wenn i oimaul widerschprich, g’hear i dr Katz,
drum mach i alles, fern mei’n Schatz.
Sia sait, des g’heaert so, des hält mi fit,
dau ka i bettla, des schtört mein Schätzle it.
Du bisch fer mi dau, merk dir des frei g’nau,
sait mei Schatz,
a jedes Mannsbild braucht a so a Frau,
sait mei Schatz.
Will i mal ebbes anders, g’hear i glei dr Katz,
drum bi i willig, fer mein Schatz.
A Ma braucht Arbad, nau sei alles guat,
sait mei Schatz,
wenn des net doa willsch, net guat doa duat,
sait mei Schatz,
doch oimaul kommt der Daa, dau g’hearet sia dr Katz,
ja nau suach i an andra Schatz.
© Luis Walter
Schwäbischer Dialekt
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Des Weihnachtsfescht an sich
Scho bald sieht ma heit in de Schtädt
dass d’Weihnachtszeit bald kommt.
es isch no Herbscht und d’Sonna scheint
sieht ma scho d’Niklaus prompt.
Leabkuacha geits’s und Glühwei scho
was em Regal so schtad,
dass ma bis na auf Weihnächta
scho gar koin Gluscht meah hat.
Des Fescht an sich, ganz kommerziell
dia größscht Bedeutung fend’t,
dia Wirtschaft macht au ihra G’schäft,
am moischta dau dra g’wennt.
Grad wia des oft ausg’schlachtad wett
isch’s Fescht a Neabasach,
dau wed nau kauft, dau wed nau g’schenkt,
und hierher liegt’s brach.
Und doch hat’s no an b’sondra Flair
wenn’s dussa hoimle schneit,
wenn Wald und Flur schea weiß bedeckt
isch’s scho a scheana Zeit.
Vom Duura raa a Musik schpielt,
so en dr Heil’ga Nacht,
a Kinderchoar a Liadle sengt,
a jedes Herz dau lacht.
Dr Chrischtbaum dau am Rathaus schtadt
mit Kugla wunderschea,
wenn dann au no manch Kerzle brennt
dau koin Kommerz muass gea.
A jeder griaßt, weil Weihnacht isch,
und isch gar voller Fraid,
ma dau au mal ganz schnell vergisst
was oin druckt fer a Leid.
Wia all’z em Leaba, au des Fescht
zwoi Seita an sich hat,
dr oi frait sich über sei G’schäft
und net em Minus schtadt.
Da andra g’freit ganz oifach all’z,
b’sinnt sich an Kinderzeit,
so ich letzscht Endes halt a mal
a Weihnacht wia’s oin Fraid.
© Luis Walter
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A saubleder Daa
Es geit em Leaba so an Daa,
der rutscht dr glei em Buckl naa,
weil der net sei ka wia en ma,
saubleder er au net sei ka.
Dau schtasch en dr Friah eascht mal auf,
hausch eascht mal auf da Wecker drauf,
nau leited scho des Telefo,
wer will denn was am morga scho.
Nau sait oiner, es sei verreckt,
er hätt an mein’m Auto a geckt,
des hätt en dr Diir jetzt a Dull,
es wär jetzt all’z andre als cool.
I ziag mir nau schnell ebbe a
daumit i dean Schada seah ka,
und wia i dau dussa so schtand
han i koin Schlüssl en dr Hand.
Mir machad des alles perfekt,
han nau au sei Karte eig’schteckt,
dr Schada, m aka eahn so lau,
muass halt en d’Werkschtatt nau gau.
Viel schlemmer, i komm nemme nei,
mei Diir, dia isch g’raschtad ein,
dau griasch ganz schloddrige Knia,
und des au scho glei en dr Friah.
Nau han i eascht maul überlegt,
han i net au oin mal verschteckt,
weil mir des ja scho mal passiert,
han mei Hiira mal fokusiert.
Em Garta, ja dau müsst er sei,
dau han es oin g’legt doch wo nei,
und wia i all’z umgrutschtlad han,
nau isch er ganz unda en ra Wann.
Und wia i nau komma bi nei,
nau hann i mi g’schläfad eascht ei,
ruaf nau glei mei Werkschatt a
wia i denn vorbei komma ka.
Acht Wucha, dr’voar gad dau nix,
i fraug eahn nau, ob des a Witz,
der sait nau, noi, noi, alles voll,
ja was fer an Daa, der isch toll.
© Luis Walter 10.02.2026
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Auf dr Bundesschtrauß
I fahr grad auf ra Bundesschtrauß,
dau denk i, mi kratzt grad au Laus,
dau fährt grad oiner voar mir her,
ja der blockiert ganz da Verkehr.
Es wärad ja Hundert dau erlaubt,
ob der sich des net fahra traut?
Mit sechzig kriacht er so dau na,
wo ma au net überhola ka.
Ganz links fährt er au no so dau rom,
kommt über da Schtroifa au no nom,
wo oiner nau au ganz prompt
schea langsam au entgega kommt.
Der voar mir merkt des au glei
dass er viel zweit links deana sei,
reißt ’s Auto ganz schnell rechts rom,
und geit nau glei Gas omadomm.
Mit achtzig fährt er nau au glei
en dia nächscht Ortschaft dau nei,
wo i dau nau aabremsa dua,
halt zum Vordara Abschtand dr’zua.
Und dußa nau, auf grader Schtreck,
dau denk i mir nau, i verreck,
der glatt wieder langsamer wedd,
zum überhola aber scho d’schpät.
So fahr i weiter hinterher,
entgega kommt all a Verkehr,
na ja, i han ja a wenga Zeit,
bloß schnell doa wär grad net g’scheit.
Doch dann komm i an eahm vorbei,
a älterer Herr des dau sei,
dahoi bi i ja nau au scho glei,
und fahr en mei Diafgarascha nei.
© Luis Walter / 02.02.2026
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Wenn heit dr Herrgott gnädig wär
Wenn heit dr Herrgott gnädig wär,
nau nimmt er jedem sei Gewehr,
nau nimmt er jedem, der z’viel Geld
und vertoilt’s gerecht auf dieser Welt.
Doch weil des halt so net passiert,
drom häuft’s oiner a ungeniert,
er nimmt’s sogar de Arme weg,
daumit se hand da fetta Schpeck.
Dia Reiche send dau unter sich,
duat oiner em andra koin Schtich,
toilt alles ondranander schea auf,
auf da Kloina pfeifft ma schea drauf.
Dr Herrgott, der hätt doch a Macht,
dass der dau dr’gega nix macht?
A Sintflut wär dau scho meah recht
dr’mit sich dr Kloi au mal rächt.
I han ja nix gega dia Leit,
wenn oiner a Geld hat wia g’scheit,
wenn der bloß Guates dr’mit dät,
nau wär bei uns all no nix d’schpät.
Es nimmt am End koiner ebbes mit,
duat oiner mal da allerletscht Tritt,
wenn all des ganze Geld vertoilt,
i denk, dau wär dia Welt bald g’hoilt
© Luis Walter
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