Julihitze


Die Sonne brennt erbarmungslos im Rhythmus von Sekunden

hinein in brache Felder und auf staubigen Asphalt

im Boden dreht ein Regenwurm ganz träge seine Runden

und wird im Raum dicht unterm Gras vermutlich nicht mehr alt.


Ich schließe die Gardinen und ich nehme ein Glas Wasser

und halt es wie ein heiliges, vergessenes Relikt,

die Sommerglut im Freien wird minütlich immer krasser,

sogar bevor die Uhr in Richtung Mittagsfenster tickt.


Kein Auspufflärm ist mehr zu hör'n, kein Hupen und kein Fluchen

die Leute bleiben alle scheinbar sonntags müd zu Haus,

ich bin verschwitzt und hungerlos mein Planschbecken am Suchen,

dazu müsst ich jedoch wohl in die grelle Sonne raus.


Am Abend, wenn es dunkel wird, setz ich mich in den Garten,

die angenehme Brise ist, was stundenlang gefehlt.

Für morgen forme ich ein Loch aus Träumen mit dem Spaten,

das von dem kühlen Niederschlag im Mai mir noch erzählt.


© Fabio Berman


Bilder: Pixabay


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Bei Poetry.de unter dem Namen Travis Beamer^^: https://www.poetry.de/


Sein Buch „Die schimmernden Welten des Travis Berman“: https://t1p.de/f28ow


und sein neues Buch „Das Pulsieren der Phantasie“: https://t1p.de/uya3b

Keiner von den bösen Tagen


Eiskaffee und Jazzrhythmen

schmelzen mir in Mund und Ohr.

Deckenventilator

dreht sich

und mich.


Strohhut sitzt auf altem Mann,

zwinkert enger Bluse des Mädchens zu.

Zigarettenqualm steht noch

zwischen dem Kuss des Pärchens,

Hände kleben schon aneinander fest.


Sonnenbrille rutscht lustig auf der Nase.

Fahrrad winkt Cabrio beim Überholen zu.

Luftballon will sich von der Leine reißen,

Kind lacht ihn aus.


Getränke eilen zu Tischen.

Salatsoßen tropfen.

Kaltes Wasser perlt um Eiswürfel.

Genüssliches Nuckeln an Trinkhalmen.


Schweiß teilt sich in sichtbar und riechbar.

Sonnencremeduft tritt dagegen an:

Hitzegleichstand. Heute kein Gewinner.


Krawatten baumeln locker,

Brusthaare krabbeln aus dem Hemd.

Sandalenfüße räkeln sich,

buntglänzend lackierte Zehennägel wippen übermütig.



Sonnenlicht sticht aufmüpfig.

Ab und zu gibt es sich kurz hinter Dunstwolken geschlagen.

Schwüle drückt mich –

aber wie einen Freund.


Hunde saufen von Springbrunnenfontänen.

Spatzen lustschreien im Sandbad.


Dazwischen streifen Sehnsüchte und Träume umher –

Streicheln erlaubt.

Keiner von den bösen Tagen.

Hat mich lustvoll geliebt –

und wär´s nur einmal:

Danke, Julinachmittag.


© Christina Udwari


Bild: Pixabay


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Strandgeflüster

 

In einer lauen Sommernacht,

hab ich mich einstmals aufgemacht.

Ich lief nach draußen an den Strand,

dort setzte ich mich in den Sand.

 

Und als ich da gesessen hab,

kam gleich ein Pferd zu mir im Trab.

Es hat sich rasch dazu gesellt,

als hätt’ ich es zu mir bestellt.

 

Es sprach mich an: „Was machst du hier?“

Ich sagte ihm: „Ich kam zu dir,

um mich mit dir zu unterhalten...“

Da tat es seine Hufe falten.

 

Gemeinsam saßen wir am Strand

und blickten in den weißen Sand.

Schon kam zu uns ein Fisch geschwommen

und meinte: „Ich hab Euch vernommen…“

 

Wir sahn ihn an, und fanden´s nett.

Als er uns fragte: „Habt´s kein Bett?

Was macht ihr denn hier in der Nacht...?“,

haben wir nur ganz laut gelacht.

 

Doch daraufhin spritzt er uns nass.

Das Pferd, es wurde leichenblass

und meinte „Ich bin wasserscheu,

oh Schreck, das ist mir wirklich neu…“

 

Ich selbst genoss den feuchten Gruß

und gab dem Pferd gleich einen Kuss.

Da wurde aus dem Pferdentier,

ein Mensch wie ich, nein, so wie wir.



Erschrocken wich ich schnell zurück,

doch es sah mich an, voller Glück.

Es sagte: „Du hast mir gegeben,

zurück mein längst verlornes Leben.

 

Jetzt werd ich nie mehr von dir gehen,

nein, zu dir halten, du wirst sehen.

Und dich begleiten Tag und Nacht...“

Oh Schreck, was hab ich nur gemacht?

 

Was wird mein Partner dazu sagen?

Wenn ich künftig, an allen Tagen

ein Pferdchen zur Begleitung hab?

Da es das doch noch niemals gab.

 

„Ich muss zurück“, sprach ich sodann

Ob es nicht mit mir kommen kann,

wollt dieses Pferd tatsächlich wissen.

Doch „NEIN“, sagt darauf mein Gewissen.

 

Das Pferd ward traurig, weinte laut,

ich war davon gar nicht erbaut.

Es blieb mir keine andre Wahl,

ich nahm es mit, mir war´s ne Qual.

 

Doch kaum war ich mit ihm zu Haus,

da fiel ich aus dem Bett heraus.

Ich merkte, es war nur ein Traum,

wie froh ich war, beschreibt sich kaum.

 

Beim nächsten Mal, da werd ich fliegen

ganz sicher hoch mit vielen Ziegen.

Und was ich dabei dann erleb’,

ich Euch darauf zum Besten geb.

 

© Gisela Segieth

 

Bild: Montage aus Pixabay-Bildern


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Im August


Ich sitz im August zwischen Lilien vom Garten

genieße die Brise der kühlenden Nacht,

das Funkeln der Sterne lässt nicht auf sich warten

genau wie der Mond, der im Silberkleid lacht.


Im samtenen Schwarz rauschen die Perseiden

am riesigen Wagen und Bären vorbei

und hab ich manch Träume auch lange gemieden,

wirkt dieser Moment als geheime Arznei.


Der Zwerg in der Wiese mit weinroter Mütze,

schaut rüber zum Birnbaum, der pralle gefüllt,

ich lehn mich zurück auf die hölzerne Stütze

und schmecke den Nachtwind, der alles umhüllt.


Und in diesem Treiben, da gurrt eine Eule

ihr Lied vom Vergessen und Blicken nach vorn,

ein Falter sitzt auf der keramischen Säule

er dreht sich und fliegt Richtung Mond dann davon.


© Fabio Berman


Bilder: Pixabay



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Wolkenbogen
Felderwogen
Tanzgesänge
Leutgedränge
Lüfteflimmern
Nesterzimmern
Freiluftschnaufen
Schleckeiskaufen
Warmwindbrise
Blumenwiese
Brutzelfleisch
Kindergekreisch
Liebesreigen
Himmelsgeigen
Blitzegewitter
Regengeflitter
Barfußgehen
Sternebesehen
Kletterrosen
Badehosen
Glitzerwasser
Hitzehasser

Mückenschwirren
Gläserklirren


Minirocksäume
Männerträume
Sommerliebe
Wohnungsdiebe
Katzengewimmer
Herzgeflimmer
Abendrot
Sanftertod
Endzeitdonner
 
ALLES IM SOMMER

 

© Christina Udwari

 

Bilder: Pixabay


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Sommerzeit

 

Sommer, Sonne, Urlaubszeit,

glaubtet Ihr, steht Euch bereit.

Nix davon gibt es, stattdessen

regnet es fast wie besessen.

Aus der Traum vom Urlaub pur,

ja, wo ist der Sommer nur?

 

Wer hat diesen Mist gemacht,

dass die Sonne nicht mehr lacht,

dass es gießt fast wie aus Kannen

und der Sommer ging von dannen?

Wo ist denn der Sommer hin,

sagt: „Wo liegt der Sache Sinn?“

 

Kinder und erwachsene Leute,

die der Sommer immer freute,

sind jetzt außer Rand und Band,

da auch sie haben erkannt,

dass in diesem einen Jahr

kein Sommermärchen wird mehr wahr.

 

Sonne pur, die gibt es nicht,

bald hat Euch wieder die Pflicht

und der Urlaub geht vorbei,

wird ersetzt durch Einheitsbrei,

den der Alltag Euch beschert,

irgendwas läuft da verkehrt. 



Jeder der die Sonne liebt,

fühlt der Sommer ist versiebt,

denn der Herbst kommt unverhohlen,

rasend schnell auf lauten Sohlen,

die den Regen prasseln lassen,

ist´s für Euch auch kaum zu fassen.

 

Darum Freunde sollt Ihr leben,

statt nach Sommer pur zu streben,

nehmt das Wetter wie es ist,

auch wenn Sonne ihr vermisst.

Jedes Wetter macht doch Sinn

schaut nur mal genauer hin.

 

Denn, wenn jeder Wetter machte,

niemand mehr darüber lachte,

da es dann gäb Chaos pur

und von Wetter keine Spur.

Drum freut Euch an schönen Tagen,

an den schlechten tut nicht klagen.

 

© Gisela Segieth

 

Bilder: Pixabay


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Sommergruß

🌻

Die Blümelein, sie sprießen.

Die Brünnelein, sie fließen.

Es quakt der Frosch an seinem Teich,

guckt aufgebläht nach seinem Laich.

🐸

Ich sprieße auch, bin nicht zu halten,

gewisslich fließen Herzgewalten.

Bin wie der Frosch, zum Sprung bereit

- es ist jetzt Sonnenstrahlenzeit!

💥

Die Häsin hockt auf ihrem Puschel,

ersehnt ihr Hasenmanngekuschel.

Was hat die herrlich laue Nacht

doch für ein Sternenmeer gebracht!

🐰



Ich denk an dich, kein Wenn und Aber.

Der Vogelzug fliegt im Geschwader.

Sein Zwitschern wird dich doch erreichen,

hell klare Sicht ins Herz dir bleichen.

🕊️

© Christina Udwari

 

Bilder: Pixabay


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Sommer - Sonnenschein   

 

Sag einmal, hast du auch die Bitt’

„ach Sommer, bring die Sonne mit?“

wird dir auch ohne Sonnenstrahl

dies Jahreszeit nun bald zur Qual?

 

Wenn ich es könnte, würde ich

Sonne dir schenken, sicherlich

damit dir nicht, du armer Tropf

die Decke fällt auf deinen Kopf.

 

Gern nehm ich mich der Sache an

wenngleich ich auch nicht alles kann

doch was ich mache, lies es nun

danach kannst du im Sessel ruhn.

 

Könnt ich erfüllen diese Bitt’

nach Sonne in der Jahresmitt’

dann käme sie wohl täglich vor

denn glaub mir, da bin ich ganz Ohr.

 

Doch bin ich hier der Himmel nicht

im Gegenteil, ein kleiner Wicht

der immer nach der Sonne schreit

doch diese schenkt uns keine Zeit.

 

Sie treibt sich gern woanders rum

ich selbst find’ das nur allzu dumm

denn hier bei uns wird sie gebraucht

da uns schon sehr der Regen schlaucht.

 

Deshalb schreib ich sie sehr oft an

viel öfter als ich sagen kann

hab ihr so manch Gedicht geschenkt

doch glaub nicht, dass sie an uns denkt. 



So langsam weiß ich auch nicht mehr

wie man noch lockt die Sonne her

deshalb versuch ich nun zu singen

mag das auch ganz erbärmlich klingen.

 

Komm Freund, ja, sing doch einfach mit

vielleicht erhört sie unsre Bitt’

und zeigt sich dann am Himmelszelt

um zu erhellen unsre Welt.

 

Und wenn sie uns dann auch nicht will

dann werde ich Mucksmäuschen still

und schenk ihr keine Zeilen mehr

denn dann sind die Gedanken leer.

 

Ich gebe ihr drei Tage noch

nein, besser noch, ne ganze Woch’

und ist sie dann auch noch nicht hier

dann laufe ich ganz schnell zu ihr.

 

Ich nehme mit ein langes Seil

und schnappe sie, ich hoffe heil

dann bring ich sie zu uns hierher

ist das auch mühselig und schwer.

 

Hier binden wir sie sogleich an

damit sie nicht entwischen kann

und schenken ihr an jedem Tag

ein Lächeln, bis sie bleiben mag...

 

© Gisela Segieth

 

Bild: Pexels


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Wüstenhitze

 

Wüstenhitze in den Bergen,

Wüstenhitze an der See,

nicht nur bei den sieben Zwergen,

schreit so mancher: „Ach“ und „Weh“.

 

Wird auch mancher drüber schimpfen,

ist sie doch für andre fein,

nein, so geht es nicht nur Pimpfen,

bin ich selbst als Mensch auch klein.

 

Ich genieße sie am Tage,

ich genieß' sie in der Nacht,

mir kommt nicht die kleinste Frage,

da mein Herz so in mir lacht.

 

Kann ich auch die gut verstehen,

denen dies nun ist zu viel,

möchte ich sie noch lang sehen,

Kälte war noch nie mein Ziel.

 

Denn bei dieser tollen Wärme,

fühle ich mich vogelfrei,

darum ich von ihr auch schwärme,

alles andre sei wie's sei.

 

Ich wünsch' allen Sonnentage,

draußen, aber auch im Herz,

hat vielleicht auch wer 'ne Klage,

Sonne nimmt so manchen Schmerz.

 

© Gisela Segieth

 

Bilder: Pixabay


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Ein Sommertag

 

Ich liege still im hohen Gras.

Mein Blick geht himmelwärts nach oben.

Bienen summen ohn' Unterlass.

Wolkenfetzen haben's Blaue umwoben.

 

Ein Vogelschwarm zieht leis dahin.

Reist ins Land der süßen Träume,

verleiht Gedanken ´nen frohen Sinn.

Die Seele sucht sich neue Räume.

Ein Tag, an dem ich glücklich bin.

 

© Olaf Lüken

 

Bilder: Pixabay


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Ende des Sommers


Wieder länger wird nun die dunkle Nacht,

an jedem Tag fehlt jetzt der Sonne Pracht.

Der Sonne fehlen plötzlich die Wärme und viel Kraft,

bis sie es durch den Nebel und die Wolken schafft.

Die Blätter der Bäume fangen an sich bunt zu färben,

fallen ab und wollen für den farbigen Herbst werben.

Blätter säumen jetzt den Weg, den ich immer wieder gehe,

das Rascheln erheitert mich, wenn ich die Farbenpracht sehe.

Dabei lasse ich meine Füße durch das bunte Laub schleifen,

ich werde beim Spaziergang nach Eicheln und Kastanien greifen.

Jetzt rüsten sich Störche und Schwalben für ihre Reise,

Kraniche ziehen auch in Richtung Süden ihre Kreise.

Der Sommer verlässt uns mit leisem Schritt,

der Herbst, der jetzt kommt, bringt bunte Farben mit.

Mit warmen Jacken bin ich für den Herbst bereit,

denn ich liebe zum Spazierengehen jede Jahreszeit.


© Thea Küch


Bild: Pixabay


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Einmaliger König

 

Hoch auf dem Balkon steht ein Stuhl mir als Thron.

Verbeugende Wellen sind mir untertan schon.

Das Orchester tost rauschend ins gefällige Ohr

und ich komme wie ein König mir vor.

 

Als die Sonne sich langsam vom Himmel senkt

und mir ihre leuchtendsten Farben schenkt –

kurz bevor sie ins Meer taucht und dann kommt die Nacht

– ist meine Regentschaft schon wieder vollbracht.

 

© Christina Udwari

 

Bild: Pixabay


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Sommerwinde

 

Sommerwinde böig und kühl, nicht schwer,

streichen über Gärten, Wiesen und Felder her.

Erfrischen Hirne, Haut und Locken,

läuten selbst die Blütenglocken!

 

Was ich spüre, was ich fühle,

ist der Winde sanfte Kühle.

Auch mein Herz kommt schnell zur Ruh.

Sommerwinde blasen keine Türen zu.

 

Halme werden nur leicht gebogen.

Ähren, die sich auf Feldern wogen.

Im Hintergrund ein Gelb und Blau.

Der Wind tut gut. Er ist nicht rau!

 

© Olaf Lüken

 

Bild: Pixabay


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Sommerausklang

 

Warmer Tag, auf Besuch im Garten,

wo freundliche Menschen auf uns warten.

Im Garten späte Blütenpracht,

Spätsommer hat sie hervorgebracht.

 

Noch viele Farben sind zu sehen,

anders bunt, werden bald vergehen.

Dieser Garten liegt an einem Kanal,

ich erzählte davon schon einmal.

 

Kaffeetrinken, später Grillen,

direkt am Wasser, ideal zum Chillen.

Auf dem Kanal herrscht kaum Verkehr,

nur Sportruderer fahren hin und her.

 

Heitere Gespräche werden geführt,

warme Sonnenstrahlen haben wir gespürt.

Im September die Tage früher dunkeln,

bei klarem Himmel sehen wir Sterne funkeln.

 

Auf dem Wasser landet ein Schwanenpaar,

schwimmen majestätisch nebeneinander,

was auch im Flug so war.

Wunderschön ist dieses Bild,

friedliche Stimmung hat uns erfüllt.

 

Die Sonne verschwindet vom Firmament,

es wird kühl, Abendstimmung, wie man das nennt.

Wir müssen uns verabschieden, es ist schon spät,

zu Hause warten Katzen, um die sich alles dreht.

Herbststurm singt bald seine Lieder,

Gruß an den Sommer, wir kommen wieder!

 

© Karl-Heinz Remer (Lichterfelder Verseschmied)

 

Bild: Pixabay


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Sommerglück

 

Sommer, Sonne, Freude pur,

so liebe ich die Zeit,

dabei schau ich nicht auf die Uhr,

bin zum Genuss bereit.

 

Zu lange hab ich sie vermisst,

zu lange war sie fern,

was manches Mal vergessen ist,

doch sicher nicht dem Stern.

 

Dem Stern, dem ich mich anvertraut,

in mancher dunklen Nacht,

und der auf mich herab geschaut,

dabei hat er gelacht.

 

So wusste ich, es kommt die Zeit,

die Sonn' und Freude bringt,

und machte mich dafür bereit,

was heut' noch in mir klingt.

 

Deshalb genieße ich sie nun,

mit jedem Atemzug,

und kann dabei auch in mir ruh'n,

doch jetzt ist es genug.

 

Die Sonne wartet hier auf mich,

deshalb will ich nun raus,

davor jedoch grüße ich dich,

dann lauf ich aus dem Haus.

 

Hinunter an das blaue Meer,

will in die Wellen schau'n,

sei sicher, das fällt mir nicht schwer,

werd' ich dabei auch braun.

 

Doch das gehört zum Sommer halt,

was kann die Sonn' dafür?

Dafür ist's mir hier gar nicht kalt,

nun bin ich bei der Tür.

 

Ein letztes Mal sag ich: „Adé!“,

und damit bin ich weg,

ich grüß die Sonne, die ich seh'

und lache dabei keck.

 

Sie scheint für mich hier auf die Welt,

sie lässt mich neu erblüh'n,

und kostet mich nicht einmal Geld,

behaupte ich ganz kühn.

 

Willst du sie sehen, so wie ich,

dann komm doch einfach her,

denn hier scheint sie dann auch für dich,

das fällt ihr gar nicht schwer.

 

Die Sonne, Freude, Hoffnung pur,

vergeh'n nicht über Nacht,

sie richten sich nach keiner Uhr,

da sie der Stern bewacht.

 

Heut' Nacht schau ich zum Himmelszelt,

hinauf, und dank dem Stern,

der mich begleitet auf der Welt,

denn dieser hat mich gern.

 

Ach, wenn ich meinen Stern nicht hätt',

was wäre ich allein,

mit ihm jedoch ist's hier ganz nett

und ich kann glücklich sein.

 

Doch führt der Stern mich einst zurück,

dort, in mein Heimatland,

trag ich in mir das „Sonnenglück“,

das mir wurd' hier bekannt.

 

Damit werd' ich nie einsam sein,

nicht traurig und nicht klein,

ich kann für mich zufrieden sein,

denn meine Welt ist fein.

 

© Gisela Segieth

 

Bild: Pixabay



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