Die Eitelkeit!

 

Herr Schröder gibt sich viele Müh,

er steht am Spiegel in aller Früh.

Er kämmt das Haar, er dreht den Bart,

er zupft die Brauen, knüppelhart.

 

Dreht sich vorm Spiegel auf einem Bein

und bindet die Krawatte fein.

Die Brust heraus, als wär sie aus Holz.

Er duftet nach Rasierwasser, ist voller Stolz.

 

So hat er nun aufs Flirten Lust

und stolziert mit geschwellter Brust,

ist eitel wie ein Hahn auf dem Mist,

weil er doch so vollkommen ist.

 

Die Damenwelt ist meist bescheiden,

kann Aufgeblasenheit nicht leiden.

Und Schröder vor Verdruss dann schmachtet,

wenn die Damenwelt ihn nicht beachtet.



Herr Schröder runzelt seine Stirn:

Ich bin so schön, habt ihr kein Hirn?

Mein Spiegelbild ist genial.

Ich bin der Schönste auf jeden Fall.

 

Im Traume denkt er nicht daran,

wie böse das wohl enden kann.

Wer nur aufs Spiegelbild vertraut,

bekommt niemals eine nette Braut.

 

© Irmgard Behrend

 

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ZU VIEL / ZU WENIG


Zu viel gehetzt, zu viel gerannt,

zu wenig Ruhe, zu wenig entspannt.

Zu viel Trauer, zu viel geweint,

zu wenig gelacht, zu wenig vereint.

Zu viel gekämpft, zu viele Schmerzen, zu wenig geglänzt mit Sonne im Herzen.

Zu viel schwarz und zu viel grau, zu wenig bunt, zu wenig blau.

Zu viel Schaden, zu viel kaputt, zu wenig Hoffnung, zu wenig Mut.

Zu viel getrunken, zu viel gegessen,

zu wenig geachtet, zu wenig vergessen.

Zu viel von Nichts, zu viel von Leere, zu wenig von dem, wo ich mich erkläre.

Zu viel Dummheit, viel zu viel blöd, zu wenig Denken, denn das ist ja öd.

Zu viel Kummer und zu viel Last, zu wenig Auszeit, zu wenig Rast.

Zu viel von gestern und von morgen, zu wenig heute vergessen die Sorgen.

So ist immer etwas zu viel,

es bleibt auch immer das Gefühl, nicht zu wissen, reicht dies nun,

ob zu wenig oder zu viel: Du sollst es tun!


© Bernd Haberfellner


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Mein Leben


Pass mich nicht mehr an und tu was ich mag,

ecke oft an, mit dem, was ich sag.

Hab lange getan, was man von mir verlangt,

Konflikte vermieden, um Freundschaft gebangt.


Das ist nun für mich endgültig vorbei,

was man von mir denkt, ist mir einerlei.

Weh getan hat man mir wieder und wieder,

doch nun stehe ich auf und recke die Glieder.


Ich lebe mein Leben, nicht das der andern,

werd nie mehr im Schatten der anderen wandern.

Ich geh meinen Weg und wenn Du magst, dann komm mit,

schaue endlich nach vorne und nie mehr zurück.


© Gabi Rettstadt


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Gehirntraining


Manchmal frage ich mich, ob es wohl das Alter ist,

dass man manches gar so leicht vergisst.

Ich sehe einen Bekannten, kenne sein Gesicht,

jedoch den Namen, im Moment kenne ich ihn nicht.


Manchmal, da setze ich mich an den PC,

nur das leere Dokument am Bildschirm seh.

Plötzlich fallen mir manche Worte nicht mehr ein,

so mit der Zeit finde ich das abscheulich und gemein.


Da suche ich was, habe ich wohl mal verlegt,

doch mit der Zeit, lange auch überlegt,

suchte ich immer am ganz falschen Fleck,

dachte schon, es wäre verschwunden und weg.


Jedoch, wenn ich an so manchem Tag

mal einen relativ jungen Menschen frag,

dies oder jenes doch vergessen hat glatt,

dann weiß ich, nein, ich bin noch lange nicht matt.


Es gibt einfach der Tage sehr viele heut,

das Denken wird abgenommen, was man so bereut.

Das Gehirn hat lang schon die Arbeit nicht mehr,

und so wirkt es einfach auch mal so richtig leer.



Im Auto, da fragt man nur noch das Navi,

schreiben lässt man gerne heut schon die KI,

für alles hat man Technik, die für einen denkt,

somit im Gehirn das Datenvolumen langsam senkt.


Daher, das normale Denken ist wieder angesagt,

damit unser Denkvolumen nicht restlos versagt,

daher trainieren wir fleißig weiter das Gehirn,

damit immer wieder etwas mehr dazwischen drin.


© Luis Walter / 05.02.2026


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REIFEZEUGNIS


Das Rechnen mit Differential

war viel mehr als eine Qual,

das Ding mit der Wahrscheinlichkeit,

dafür war ich nicht bereit.


Auch in die Tiefen der Geometrie

abgetaucht bin ich da nie,

Gleichung hier und Gleichung da,

mir war dies nicht mal etwas klar.


Arithmetisches Gewirr,

ganz anders wurde es da mir,

es wurde schlimmer und noch mehr,

kam die Wurzelrechnung daher.


Funktionsberechnung, oh wie toll,

weiß nicht, wie ich überleben soll,

bitte nur mal dividieren,

doch auch da kann man sich irren.


Nicht genügend durch alle Klassen,

es brachte nichts, es nur zu hassen,

eine Lösung musste her,

um es zu schaffen mit Gewähr.



Die Formeln schließlich retten mich,

nichts ist mehr erinnerlich,

ein Genügend dann zum Schluss,

anscheinend nichts verstehen muss.


Reifezeugnis wirst du genannt,

hatte dich endlich in der Hand,

viele Jahre ist's nun her,

war eigentlich ja gar nicht schwer.


© bpoetrynmusic/Bernd Haberfellner


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Was ist Glück?

 

Glück ist, wenn der Kaffee fließt,

wenn du Milch in deine Tasse gießt.

Wenn Montag ist und du hast frei

und keiner fragt: Bist du dabei ...

 

Glück ist, wenn der Wecker schweigt,

der Kühlschrank sich vor Essen neigt.

Wenn du beim Kochen nichts verbrennst

und das WLAN perfekt rennt.

 

Wenn du die Socke wiederfindest,

die sonst im Nirgendwo verschwindet.

Glück ist, wenn die Bahn pünktlich kommt,

die Sonne scheint am Horizont.

 

Glück ist ein Kind, das fröhlich lacht,

ein Stern, der durch die Wolken wacht.

Ein Freund, der bleibt, wenn alles geht.

Ein Herz, das immer zu dir steht.

 


Es ist ein Duft von frischem Brot.

Ein Wort zur rechten Zeit in Not.

Ein Morgen ohne Hast und Eile.

Ein Augenblick nur zum Verweilen.

 

Glück ist alles, was Freude macht,

und wenn am Tag die Sonne lacht.

Drum such nicht wild das Glücksgefühl,

es steckt im Alltag und im Spiel.

 

© Irmgard Behrend

 

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Fehler


Es heißt man lernt das ganze Leben

nicht immer Schönes ist dabei

Fehler macht man leider eben

oft schmerzt die gute Lernerei


Diese Wunden sind Garant

für neue Wege neues Denken

du hast selbst es in der Hand

den Fehlern kein Gewicht zu schenken


Nicht immer leicht dich auch beschleicht

etwas Angst zu viel Distanz

nicht wissend ob es passt und reicht

Unsicherheit erfasst dich ganz

Sie sind präsent und Teil von dir

die Geister der Vergangenheit

keine Freude oder Zier

machen sich manchmal zu breit


Dennoch schützen und bewahren sie

uns manchmal vor erneuter Last

ohne Fehler lebt sich's nie

auch wenn die Schnauze voll du hast


© Bernd Haberfellner


Bilder: Pixabay

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Eltern

 

Ich habe nie verstanden,

warum sie so viel fragten:

„Hast du genug gegessen?“

„Bist du warm angezogen?“

„Wann kommst du heim?“

 

All diese Fragen haben mich genervt.

Doch heute habe ich es verstanden:

Es war einfach Liebe.

 

Und jetzt?

Jetzt sind sie nicht mehr da.

 

Darum sage ich euch:

Ruft eure Eltern an,

fragt sie, wie es ihnen geht.



Denn irgendwann sind sie nicht mehr da,

und dann wirst du verstehen,

was Liebe ist.

 

©️ Pitt

 

Bild: KI kreiert von Pitt


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Nachbarschaftshilfe!

 

Die Klingel schellt - wer kann das sein?

Der Nachbar ist‘s, ich bitte ihn herein.

Mein WLAN geht nicht, hilfst du mir?

Na klar, dafür sind Nachbarn hier.

 

Ich gieß die Blumen nebenan

und führ den Hund aus, ganz spontan.

Ich füttere Katzen, nehme das Kind,

bis die Nachbarn wieder zu Hause sind.

 

Pakete kommen ohne Zahl,

die nehm‘ ich an, das ist normal.

Und habe ich‘s mal mit dem Rücken,

dann wird der Nachbar sich für mich bücken.



Wir sind wirklich ein tolles Team,

hier bei uns im Mietshaus drin.

Der eine rollt die Mülltonnen raus,

der andere borgt den Bohrer aus.

 

Ist einmal ne Schraube locker

oder man braucht einen Hocker,

wir sind füreinander da,

wie es früher in den Familien war.

 

© Irmgard Behrend

 

Bilder: Pixabay


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Positive Aspekte

 

Ich schaue fern, bin abgelenkt,

habe mir kurzfristig eine Auszeit geschenkt.

Dabei habe ich mir vorgestellt,

ich wäre in einer anderen Welt.

Hier herrscht Friede, Liebe, auch Humor,

dadurch kommt es mir so vor,

als sei alles in bester Ordnung,

aber dann mit einem Schwung,

wenn der Film zu Ende ist,

gibt es sie wieder, die alten Sorgen, den ganzen Mist,

der mich im Leben innerlich und äußerlich berührt,

doch dieser schöne Film hat mich entführt.

Er zieht mich für eine Zeit in seinen Bann,

so dass ich gut durchatmen kann.

Ich nutze immer wieder den positiven Aspekt,

der in dieser Maßnahme steckt.

Ich halte ihn für wichtig,

und nur das allein ist richtig.

 

© Helga Wessel

 

Bild: Pexels




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Schreck am Morgen

 

Um sechs Uhr aufgewacht, frisch ausgeruht,

denke ich mir so, der Tag wird gut.

Noch im Pyjama und Wickler im Haar,

fühl ich mich einfach wunderbar.

 

Draußen ist's dunkel, der Wind pfeift ums Haus,

schnell bringe ich den Mülleimer raus.

Die Nachbarschaft schläft, mich wird niemand seh'n,

drum so wie ich bin, werd ich schnell geh'n.

 

Der Hof ist matschig, ich komme zu Fall,

meine Haustür schlägt zu, ich hör noch den Knall.

Der Schreck, der dann kam, der hat gesessen,

denn den Schlüssel hab ich im Haus vergessen.

 

In Pyjama und Schlappen stand ich nun da,

der Wind zog die Wickler aus meinen Haar.

Wie ein wildgewordener Besen sah ich nun aus,

die Haare standen zu Berge, wild und kraus.

Durch lautes Rufen hab ich die Nachbarin geweckt,

mein Anblick hat sie wohl sehr erschreckt.

Laut schrie sie um Hilfe: „Überfall!“

Die Fenster öffneten sich nun überall.


Die Polizei rückte an, ich sah mich schon hinter Gittern,

in der Kälte fing ich an zu zittern.

Aufgeklärt hat sich dann doch alles schnell,

mittlerweile war's acht Uhr und es wurde hell.

 

Der Schlüsseldienst öffnete mir die Tür,

für die Hilfe zahlte ich eine ordentliche Gebühr.

Und die Moral von der Geschicht:

Nochmal vergess ich den Hausschlüssel nicht.

 

© Gabi Rettstadt

 

Bild: KI kreiert von C.Hasse


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DANACH

 

Der Tag siegt über jede Nacht,

so wie die Sonne über Regen,

aus heftig wird mal sacht gemacht,

der Tod bedeutet auch zu leben.

 

Ein heftig' Sturm weht übers Land,

die Bäume wanken, fallen nicht,

wir wissen es, uns ist's bekannt,

gut, wenn nichts zusammenbricht.

 

Alles kommt danach zur Ruh',

endlich ist es gänzlich still,

kein störendes Geräusch dazu,

Ordnung herrscht und nicht Gewühl.

 

Das Licht besiegt für immer Dunkel,

die Lüge wird der Wahrheit weichen,

für ewig endet das Gemunkel,

Klarheit jeder wird erreichen.

 

Auch die Kälte nicht gewinnt,

Wärme ist's, die sie besiegt,

Eis zu Wasser nun zerrinnt,

dort, wo neues Leben liegt.



Er dreht sich weiter immerfort,

der Kreis des Lebens niemals endet,

es gibt ihn sicher diesen Ort,

wo man gar nichts mehr verschwendet.

 

Dort gibt es nichts, was siegen muss,

man gewinnt nicht und verliert,

es endet auch der Überfluss,

ob man es glaubt oder negiert.

 

Der Tag siegt über jede Nacht,

so wie die Sonne über Regen,

aus heftig wird mal sacht gemacht,

Tod gehört dazu zum Leben.

 

© bpoetrynmusic/Bernd Haberfellner

 

Bild: Pexels, Logo: Bernd Haberfellner


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Meine Erinnerungen

 

Welche Erinnerungen sind intensiver in meinem Leben,

welche besonderen Ereignisse durfte ich erleben.

Erinnere ich mehr die materiellen oder die sozialen Begebenheiten,

wer oder was durfte mich nachhaltig begleiten.

Ist es der Urlaub, das Kleid, das neue Auto,

oder ist es ein nachhaltigeres Motto.

Sowohl Urlaub, Kleid und PKW

sind wie der Gedanke von gestern der Schnee.

(Wenn ich Glück habe, passt das Kleid noch!!)

Die Geburten meiner Kinder spüre ich im Herzen,

reines Glück trotz mancher Schmerzen.

Viele Menschen haben mich berührt,

durch sie habe ich viel Freude gespürt.

Es heißt, du weißt nicht alles, was ein Mensch dir sagte,

aber du erinnerst dich daran, was dir an ihm behagte.

 

© Helga Wessel (Text und Bilder)

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Welcher Tag ist heute?

 

Was habe ich eigentlich gestern gemacht,

fragt sich eine ältere Dame und lacht.

Ach wahrscheinlich habe ich nur rumgesessen

und zwischendurch auch was gegessen.

Welcher Tag ist denn wohl heute,

das überlege ich manchmal, liebe Leute.

Leider habe ich eine lange Leitung,

doch dann schaue ich einfach in die Fernsehzeitung.

Aha, gestern lief doch „Hart aber fair“,

dann ist heute Dienstag, bitte sehr.

So kommt sie auch in im hohen Alter klar,

ganz schön schlau, und das ist wahr.

 

© Helga Wessel

 

Bild: Pexels




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Wer bin ich?


Zuerst bin ich das Baby mit dem Hahnenkamm,

ein kleines Würmchen von 3000 Gramm.

Dann das Mädchen, das nur mit Jungen spielt

und die Erwachsenen mit „Dönekens“ unterhielt.

Mein Spitzname war Peter,

der änderte sich aber dann später.

Ein Pummelchen in der Pubertät,

vom Bruder „die Dicke“ genannt, ohne Sensibilität.

Schule, Ausbildung, Veränderung,

hinein ins Leben mit ganz viel Schwung.

Danach Ehefrau und Mutter,

und heute stolze Großmutter.

Im Alter schaue ich zurück,

ich erinnere mich Stück für Stück.

Staune darüber, was und wer ich schon alles war,

das Leben hat mich geprägt, Jahr für Jahr.

Kinderbilder zeigen mir

ich bin nur eine Person, jetzt und hier.


© Helga Wessel


Bilder: oben: Pixabay, rechts: biuki




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Liebevolles Heim

 

Alle Kinder auf Erden brauchen Zeit und Nähe,

denn Liebe wird nicht geschrien, sondern gezeigt.

Kein Kind sollte jemals Liebe erflehen,

kleine Seelen werden nur durch Sanftheit geheilt.

 

Ein Nest aus Wärme und Geborgenheit,

liebevolle Eltern und ein herzliches Heim.

Das lehrt sie Zuversicht und Achtsamkeit,

Güte im Leben und Gelassenheit.



Sie behutsam führen auf all ihren Wegen,

stets mit Rat und Tat zur Seite steh‘n.

Ihnen Flügel geben und sie lehren zu fliegen,

dann gibt‘s am Ende ihrer Reise ein Wiederseh‘n.

 

© Gabi Rettstadt

 

Bild: Pixabay


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Unter den Brücken von Paris

 

Mit unseren Kindern bummelten wir durch die Stadt,

die viele wunderschöne Sehenswürdigkeiten hat.

Die Kinder bestaunten die Obdachlosen unter den Brücken,

da nahte einer mit Hund, er stützte sich auf Krücken.

Auf Deutsch fragte er unsere Kinder aus:

„Wo kommt ihr her? Wo seid ihr zu Haus?“

Die Kinder wussten: „Lasst euch nicht ausfragen!“

Doch aufgeregt hörten wir, wie sie ihm Namen und Wohnort sagen.

Mit strahlenden Augen rief er: „Das ist mein schönes Heimatland

und eure Eltern sind mir seit unserer Schulzeit bekannt.“

Jetzt haben wir ihn auch erkannt, als wir auf ihn zugehen,

nach dem Tod seiner Frau haben wir ihn nicht mehr gesehen.

Als Lehrer im Dorf hat er den Tod seiner Frau nicht überwunden,

er ist nach der Beisetzung einfach spurlos verschwunden.

Nun haben wir lange von früheren Schulfreunden erzählt

und warum er sich das Leben unter den Brücken ausgewählt.

Dabei flossen bei ihm auch ein paar Tränen

und ich weinte mit, das muss ich erwähnen.

Wir verabredeten uns für den nächsten Tag für ein paar Stunden,

doch wir haben ihn unter den Brücken nicht wiedergefunden.

 

© Thea Küch

 

Bild: KI kreiert von C. Hasse


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Learning by doing


Was Hänschen nicht lernt,

lernt Hans nimmermehr,

davon bin ich weit entfernt.


Ich tüftel manchmal einen ganzen Tag,

bis es richtig ist, so, wie ich es mag.

Das kann schon mal viele Schweißperlen kosten,

doch ich habe nicht vor, einzurosten.

Learning bei doing nennt man das,

wenn es dann endlich klappt, macht es auch ganz viel Spaß.

Außerdem bin ich danach richtig stolz auf mich

das ist ein super Gefühl, und das ist mir wichtig.

Es lohnt sich gerade auch im Alter,

denn ich bin der alleinige Verwalter

von meinem Lebensabend,

es ist für mich absolut erlabend,

neue Dinge zu verstehen

und so offenen Auges durch mein Leben zu gehen.


© Helga Wessel


Bild: Pixabay



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„Dingsbums“

 

Senioren und Seniorinnen sind schlau,

sie wissen meistens ganz genau,

wie sie sich gegenseitig helfen können,

nämlich indem sie ihrem Gegenüber Aufmerksamkeit gönnen.

Sucht einer nach einem Wort,

hilft der andere liebevoll sofort.

Sie ahnen natürlich, was derjenige meint,

und so überlegen beide vereint,

doch heraus kommt manchmal „Dingsbums“ oder so ähnlich,

das ist genehmigt und gar nicht dämlich.

„Ist nicht schlimm, ich weiß ja, worum es geht!“

Deshalb ist es wurscht, ob da „Dingsbums“ steht.

Wichtig ist doch, sie können sich mitteilen,

wenn sie in gemütlicher Runde gemeinsam verweilen.


Die Wortfindung fängt bei manchem schon früh an,

ganz egal, ob Frau oder Mann.

Daher sind sie bereits darin geübt

und derjenige schlau über Umschreibungen verfügt.



 

Ein Beispiel füge ich hier an,

fällt mir Broccoli nicht ein, dann

sage ich einfach grüner Blumenkohl

und so versteht man mich wohl.

 

© Helga Wessel

 

Bilder: Pixabay


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Die Fastenzeit

 

Ist noch der vorhandene Weihnachtsspeck

gegangen über den Fasching gar nicht weg,

dann besinnt man sich nun auf die Fastenzeit,

fügt man den Kalorien zu das Leid,

dass sie purzeln dann fast von allein,

kein Gewand wirkt nachher mehr zu klein.

 

Man fastet, man nur noch die Hälfte isst,

nach dem Kalorienberater gern bemisst.

Süßes, Fettes, nein, ist nicht mehr,

Schonkost, Trennkost muss jetzt her,

alles was Kalorien gerne frisst,

damit vernichtet wird mal dieses Biest.

 

Das gilt jetzt vierzig Tage lang,

nach allem ist nicht mehr der Drang,

ohne Wurst, ohne Fleisch, vegetarisch halt,

früher, nein, da gab es hier kein Spalt.

Das haben Mönche längst doch schon gewusst,

flüssig war die Nahrung, ganz bewusst.

 

So wurde dafür ein Bier extra gebraut,

dass die Schaffenskraft nicht abgebaut,

hatte als Nahrungsmittel viel Energie,

zu Schäden führte dieses Mittel nie.

Bis heute ist es immer noch das Elixier,

das gute, edle, starke dunkle Bier.



Fasten auch von jeder Negativität,

weil dies zu viel Anstrengungen erzeugen tät,

Verzicht sicher Herz und Seele hoch erfreut,

ist ja sehr wichtig, vor allem gerade heut.

Alles was Herz und Seele sehr schwer bedrückt,

wird schnell in ein ganz tiefes Loch gedrückt.

 

Ausgenommen vom Fasten und dies alle Zeit

soll sein der Friede, die Liebe, die Menschlichkeit.

Man davon gar nie zu viel zu sich nehmen kann,

denn weil man mit diesen fing einst zu leben an,

viel davon verloren ging, nehmen wir es wieder auf,

verstärken die Dosis, setzen es auf die Karte drauf.

 

© Luis Walter, 17/02/2026

 

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Depressionen im Alter

 

Innere Unruhe, Schreckhaftigkeit,

ist es vielleicht jetzt soweit,

nennt man das denn schon

eine Altersdepression?

Das glaube ich in deinem Fall nicht,

in mir eine Stimme spricht.

Über achtzig wird dir mehr und mehr bewusst,

das, was dir bereitet zu viel Frust,

ist wohl eher die begrenzte Zeit,

die dir auf Erden hier noch bleibt.

Das ist sicher wahr,

und mir ist sofort klar:

Ich hab doch noch so manche Träume,

daher ich nicht versäume,

einige davon umzusetzen

und werde mit Gleichgesinnten mich vernetzen,

um mich mit ihnen auszutauschen

und mich an der Durchführung eines Traumes berauschen.

Eine Depression lässt das nicht zu,

zu stark sind Traurigkeit, Verlustängste, innere Unruh.

 

© Helga Wessel

 

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Andenken

 

Welche Andenken will ich behalten,

meine Vorlieben dazu sind gespalten.

Ich bin ja selbst bald ein Andenken,

also kann ich sie getrost weitergeben und verschenken.

Meine Nachkommen kennen meine Ahnen nur vom Erzählen,

auch kann ich manche nur von Berichten meiner Eltern erwähnen.

Folglich möchte ich zu Lebzeiten mein Wissen teilen

und bei einem gemütlichen Zusammensein beim Erinnern verweilen.

Wir blättern in alten Familienalben,

schauen in Omas Schmuckkästchen meinethalben.

Wir lachen, freuen uns über ihre Geschichten,

die ich meinen Lieben kann berichten.

Dann überlegen wir gemeinsam,

von wem denn wohl diese Schmuckstücke stammen.

Und wer möchte denn welches Andenken haben,

ich kann mich inzwischen gut trennen von diesen besonderen Gaben.

Es muss ja für jeden nicht so viel sein,

schon unser Familientreffen allein

bleibt allen in guter Erinnerung,

jede einzelne Geschichte, jede liebevolle Äußerung.

 

© Helga Wessel

 

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Meine Maxime


Gerade las ich einen Satz,

passend hier am richtigen Platz:

„Es könnte schlimmer sein“,

gewiss gibt es eine größere Pein.

Ich spreche jetzt nur von mir,

nicht von einem schlimmen Leid von dir.

Das wäre nicht korrekt,

den Spruch habe ich für mich entdeckt.

Natürlich darf ich auch mal jammern,

aber ich möchte mich nicht an meine Beschwerden klammern.

Daher passt heute genau der Spruch,

für mich der richtige Versuch,

positiv zu denken,

und diesen Spruch, wenn möglich, auch dir zu schenken:

„Es könnte schlimmer sein“,

fühl dich bitte niemals allein.


© Helga Wessel


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Erkältungszeit!

 

Kalte Winde wehen leise,

Viren machen sich auf die Reise.

Und bei Frost gefriert der See.

Die Nase läuft, der Kopf tut weh.

 

Man fröstelt und hat Gliederschmerzen.

Mal kalt, mal heiß, das nagt am Herzen.

Husten krächzt und Schnupfen quält,

was wohl niemanden gefällt.

 

Im Bett verkriecht sich die Gestalt.

Man fühlt sich hundert Jahre alt.

Jeder hofft, es geht schnell vorbei.

Tabletten und Tee sind stets dabei.

 

Doch Geduld ist angesagt

und der Körper ist geplagt.

Die Viren feiern erst mal Party

und das Sputum wird nun khaki.

 

Die Welt dreht sich weiter voller Schwung

und selbst liegt man im Bett herum.

Die Stunden schleichen, die Tage ziehn.

Wo gibt's die beste Medizin?

 

© Irmgard Behrend

 

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BIS ZUM SCHLUSS

 

Es sind noch immer dieselben Augen,

seit Jahrzehnten sehen sie,

mit unverrückbar starkem Glauben,

die Welt verändert sich und wie.

 

Auch sind es noch dieselben Ohren,

das Gehörte nicht immer leicht,

nie die Contenance verloren,

dennoch hat es mal gereicht.

 

Das Fühlen auch ist gleich geblieben,

nur etwas anders ist es nun,

wir reden hier von Lust und Trieben,

es verändert sich das Tun.

 

Der Geruch manchmal entführt

uns in gestrig, vergangene Welt,

er erinnert und berührt,

manches, was uns hat gequält.

 

Wir lassen uns das Leben schmecken,

auch dieser Sinn verändert sich,

können es nicht mehr verstecken,

doch vieles bleibt erinnerlich.

 

In Würde dem Alter zu begegnen,

den Sinnen stets die Treue halten,

mein Wunsch und bitte abzusegnen,

bis zum Schluss alles gestalten.

 

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Gegenseitige Hilfe

 

Abwechselnd sind wir bisher für einander da,

einer für den anderen, ist ja klar.

Ist einer traurig, baut ihn der andere wieder auf,

Unannehmlichkeiten nimmt derjenige in Kauf.

Aber was ist, wenn es für beide schwierig wird,

das Alter kommt, ganz ungeniert.

Das beginnt beim Autofahren,

es wird schwieriger mit den Jahren,

nicht mehr im Dunkeln, keine weiten Strecken,

immer erst die Lage checken.

Aber es gibt Lösungen für alles,

denn im Falle eines Falles

Taxi bestellen für die Fahrt zum Doktor,

das kommt im Alter wahrscheinlich öfter vor.

Hilfe annehmen, für die du bezahlt hast,

durch eigene Arbeit, durch eigene Last.

Wohl auch um freundschaftliche Hilfe bitten,

wie nach früheren, alten Sitten.

So schaffen wir es sicher weiter gemeinsam,

um nicht zu werden depressiv und einsam.

 

© Helga Wessel

 

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Motivation statt Illusion

 

Besser wird‘s nicht mehr,

höchstens schlimmer dafür sehr.

Das erlebe ich jeden Morgen,

wenn ich erwache zunächst ohne Sorgen.

 

Doch danach,

welche Schmach …

 

Attacke!

Au Backe!

 

Wenn ich aus meinem Bettchen krabbel,

wohl recht freundlich guten Morgen babbel,

sind alle meine beweglichen Körperteile

für eine längere Weile

ziemlich unbeweglich,

aber mit Recken und Strecken ist es möglich,

dass ich in die Puschen komme

und mit Freude und mit Wonne

an meine erste Tasse Kaffee denke,

die ich mir vergnüglich einschenke.

 

Danach tanze ich zu meinen Liedern,

gerade auch mit steifen Gliedern.

 

© Helga Wessel

 

Bild: KI kreiert von C. Hasse


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Leere im Kopf

 

Im Alter hat man es oftmals schwer,

die Sinne schwinden und der Kopf ist leer.

 

Langsam, schleichend fängt es an,

dass man vergisst, sich nicht erinnern kann.

 

Die Familie und Freunde werden Fremde,

der Lebenskreis schließt sich und geht zu Ende.

 

Gelebte Zeiten kehren nie mehr zurück,

der Mensch verschwindet, Stück für Stück.

 

Jeder Versuch, es zu ändern, ist vergebens,

so ist nun mal der Lauf des Lebens.

 

© Gabi Rettstadt

 

Bild: Pexels


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Die Nachbarin

 

Seit Jahren besuchte ich sie im Seniorenhaus.

Anfangs wollte sie immer wieder nach Haus.

Dann hatte sie sich eingelebt und Freunde gefunden

und langsam heilten ihre seelischen Wunden.

Wir haben immer vom Dorfleben erzählt,

doch nach drei Jahren haben ihr manchmal die Worte gefehlt.

Anfangs konnte ich mit Wörtern die Lücken füllen.

Irgendwann sah ich sie, sich in eine andere Welt zu hüllen.

Plötzlich fiel ihr auch mein Name nicht mehr ein,

für sie war ich die Pflegerin vom Altenheim.

Die Besuche waren für mich manchmal schwer,

doch ich liebte die alten Erinnerungen sehr.

Für die Besuche bei der Nachbarin nahm ich mir immer Zeit

und mich erfreuten ihre strahlenden Augen voll Zufriedenheit.

Gestern haben wir noch herzlich zusammen gelacht,

doch heute ist sie nach der langen Nacht nicht wieder aufgewacht.

 

© Thea Küch

 

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Der Spiegel und die Illusion

 

Ich hätte gerne einen neuen Spiegel

und gebe euch darauf Brief und Siegel,

ich sehe darin bestimmt jünger aus

und spende mir selbst dafür Applaus.

 

Es gibt doch Spiegel, die können schmeicheln,

ich versuche, über meine Konturen zu streicheln.

In einem Spiegelkabinett

sehe ich mich mal schmal und leider mal fett.

 

Wahrscheinlich gibt es einen Spiegel, dem es gelingt,

der meine neuesten Altersfältchen verjüngt.

 

So einen hätte ich sehr gerne,

der schenkt mir eine neue Wärme.

 

Auch wenn dieser Spiegel mir bald die Wahrheit zeigt,

bin ich weniger abgeneigt,

mich so wie ich bin zu akzeptieren

und mir zu meinem Aussehen zu gratulieren.

 

Spieglein, Spieglein an der Wand,

natürlich bin ich ehrlich im ganzen Land.

 

© Helga Wessel

 

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KLEINES MENSCHLEIN

 

Bin ein kleines Menschlein nur,

gemacht aus Wasser, Fleisch und Blut,

bin mal offen und mal stur,

jedoch verlässt mich nie der Mut.

 

Bin ein kleines Menschlein nur,

mit offenen Augen manchmal blind,

keine Mischung sondern pur,

frag' mich wo die Jahre sind?

 

Bin ein kleines Menschlein nur,

ich geh den Weg such' meinen Platz,

nur so halte ich die Spur

und ertrage Stress und Hatz.

 

Bin ein kleines Menschlein nur,

nicht immer Sinn hat, was ich mache,

erteilte schon den Eheschwur,

im Nachhinein verrückte Sache.

 

Bin ein kleines Menschlein nur,

oft fehlerhaft mal fabelhaft,

nicht immer schaff' ich's mit Bravour,

das Ende des Tages doch geschafft.

 

Bin ein kleines Menschlein nur,

ein Hauch von nichts auf dieser Erde,

lebe als Teil von der Natur,

bis ich selbst zu Staub dann werde.

 

Bin ein kleines Menschlein nur,

noch ist es jedoch nicht soweit,

weiter tickt die Lebensuhr,

nicht vorbei ist meine Zeit.

 

© bpoetrynmusic/Bernd Haberfellner

(Text, Logo und Bild)


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Kastanien

 

Auf den rauen, herbstlichen Wegen

schlendere ich am frühen Morgen der Sonne entgegen.

Da liegen sie glänzend im feuchten Gras, lachen mich an,

ich stecke Kastanien ein, so viel, wie ich tragen kann.

Eine halte ich zärtlich in der Hand und denke zurück,

für meinen Opa sammelte ich jährlich so etwa 20 Stück.

Er hatte eine Kastanie in den Hosentaschen sein Leben lang,

deshalb war ihm vor Krankheiten überhaupt nicht bang.

Sein Glaube war, Kastanien haben ihn vor Krankheiten geschützt

und bei ihm hat dieser Aberglaube viele Jahre etwas genützt.

Als er mit achtundneunzig Jahren starb, hat mich das sehr bewegt,

heimlich hat ihm jeder der Familie eine Kastanie in den Sarg gelegt.

 

Ich habe damals an den Birnbaum von Ribbeck auf Ribbeck gedacht,

deshalb haben wir es mit den Kastanien genauso gemacht.

Doch nach dreißig Jahren wuchs aus dem Grab noch kein Baum

und es blieb mein Leben lang ein schöner Kindheitstraum.

 

Noch heute bleibe ich bei jeder großen Kastanie stehen

und im Hebst kann man mich beim Kastanieneinsammeln sehen.

 

© Thea Küch

 

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Gute Idee

 

Mit halber Kraft voraus

putze ich Balkon und Haus.

Heute bin ich dazu bereit,

einzuteilen meine Zeit.

Ich nehme mir die Pausen

statt herumzusausen,

wie ich es früher gerne tat,

ich gebe mir den guten Rat,

sei du lieber selbst „putz“munter,

deine Wohnung geht nicht unter.

Die Hauptsache ist, dir geht es gut,

der Staub ist unsichtbar und ruht.

Setz einfach deine Brille ab,

dann siehst du nix, Papperlapapp.

 

© Helga Wessel

 

Bilder: Pixabay


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Die Augenpflege

 

Der Mensch hat viele Glieder,

dazu gehören die Augenlider,

auch diese bedürfen Hege,

eine sogenannte Augenpflege.

 

Als Kleinkind, nachmittags schlafen,

damit wollte man es ja nicht strafen,

denn es gehörte einfach zur Hege,

die Augen brauchen ihre Pflege.

 

In so einem gewissen Alter

brauch man keinen Gesundheitsverwalter,

ist selbst verantwortlich für die Hege,

selbst für diese sogenannte Augenpflege.

 

Ob auf der Terrasse, dem Balkon,

wen stört es denn draußen schon,

die Augenlider wollen siegen,

Augenpflege haben, im Liegen.

 

Zur Mittagszeit, nach dem Essen,

man will es heut nicht mehr vergessen,

vielleicht im Beisein ein leichtes Sägen,

war dann zur Augenpflege hin gelegen.

 

Eine halbe Stunde da schon reicht,

man gewöhnt sich daran ganz leicht,

heute, egal in welchem Alter

ist die Augenpflege auch ein Energieverwalter.

 

Bei der mittäglichen Augenpflege geht munter

auch die Anspannung kräftig runter,

man kommt dann wie ein alter Lanz,

langsam aber auf Touren, voll und ganz

 

© Luis Walter (03.2026)

 

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Seine bisher erschienenen Bücher: https://www.bod.de/buchshop/catalogsearch/result/?q=Luis+Walter


Kleine Freuden im Alter

 

Ach, ist das Alter manchmal schön,

ich suche mein Handy, hab es doch gerade noch gesehen.

In welchem Zimmer war das denn,

suchend ich durch die Wohnung renn.

Wenn ich es nicht schnell finden kann,

rufe ich vom Festnetz meine Nummer an.

Doch ich höre nichts, keinen Klingelton,

Da erscheint mein Göttergatte schon.

„Sag mal, hast du mein Handy eingesteckt?“

Lachend er es mir entgegen streckt.

Vertan, vertan.

Kurze Zeit später ich ihn ermahn:

„Sag mal, weißt du vielleicht auch, wo meine Brille ist,

die kann ich nicht anrufen, so ein Mist.“

„Sie passt mir doch überhaupt nicht“, antwortet er,

wir finden sie gemeinsam, das ist nicht so schwer.

Und weil ich sie jetzt auf der Nase habe,

verdichte ich alles mit Freude und Hingabe.

 

© Helga Wessel

 

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Die Uhr des Lebens

 

Es gibt eine Uhr,

die für jeden von uns tickt.

Wir können sie nicht sehen

und wissen nicht, wann sie stehen bleibt.

Doch eines Tages wird sie stillstehen.

 

Darum: Liebe mit ganzem Herzen.

Sag, was du wirklich fühlst.

Halte die Menschen fest,

die dir wirklich wichtig sind.

Verschwende keine Zeit an jene,

denen du nichts bedeutest.

 

Denn die Wahrheit ist:

Niemand weiß, ob es ein Morgen gibt.

Eines Tages wird unsere Uhr auf null stehen.

 

© Pitt

 

Bild: KI kreiert von Pitt


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Lebenserfahrung

 

Die Menschen werden erfreulicherweise älter,

doch leider wird die Luft um sie herum manchmal kälter.

Ihre Liebsten verlassen sie Stück für Stück

und sie bleiben alleine und einsam zurück.

Genau das haben Hilfsorganisationen erkannt

und inzwischen sehr gute Angebote benannt.

Sie bieten sinnvolle Wege aus der Einsamkeit,

dazu sind viele Helfende und auch Suchende bereit.

Es gibt Besuche, Telefonate, gute Gespräche,

damit man diese Einsamkeit unterbreche.

 

Der wichtigste und positivste Aspekt

ist das Interesse an Lebenserfahrung,

die dahinter steckt.

Bei Hausbesuchen, Telefonaten oder im Plaudernetz,

da gilt es als oberstes Gesetz,

man lässt diese Menschen erzählen

und gerne verschiedene Themen auswählen.

Genau dabei erkennt man die Lebenserfahrung

und erreicht so eine wertvolle Bewahrung

der vielen Geschichten dieser wunderbaren Menschen,

die noch im Alter um Lebensqualität kämpfen.

 

Also raus aus der Isolation,

viele schöne Stunden sind der Lohn.

 

© Helga Wessel

 

Bild: Pexels


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