Galerie Mundart 2

Früeligsputz 2022

 

Am Früelig zue wird’s schlimm und schlimmer

Doch putze chasch jo au nit immer

Staub fu de Figüürli wüsche

Si nachhär schön ufst Büfee tische

 

Seifi uf de Bode schmiere

Ufnee und dänn nachpoliere

Fu de Flüüge Kot entfärne

Au das chasch mit dr Ziit erlärne

 

Dräck tuet sich id Egge grabe

Dä muesch versueche uuse d’schabe

Wäschpi us de Rille chnüüble

A’d Wand es Höögli ane düüble

 

Abwäschmittel chasch benutze

Um d’Chuchischränkli use z’putze

All’s Gschier chund uf de Chuchitisch

Jetzt gsehsch so rächt wie riich das bisch

 

D’Handgriff a de Glaswitriine

Bringsch mit Sigolin zum schiine

Allerdings söttsch’s nacheriibe

Doch tues au doo nit übertiibe

 

Zum Reinige fu Abflussröhre

Tuen ich uf Schawellwasser schwöre

Fots di a de Händ a brenne

Muesch es sofort abe schwemme




Sött d’Rötig sich intensiwiere

Chasch dr Salbe drüber schmiere

Das wird d’Schmärze merklich hemme

So muesch nit grad zum Dokter renne

 

Jetzt isch D’Duschi a dr Reie

Das heisst, fu Kalkrückständ befreie

S’Wasser macht nochär kei Müeh

Mit me Schaber abe z’zieh

 

S’isch Ziit zum Winterjagge wäsche

Zerscht en Griff in alli Täsche

Chugelschriiber, Fürazünder

Fingerhändsche fu de Chinder

 

D’Ofefänschter guet iispreie

Dr Grill fu Ruess und Fett bfreie

Cha dich das Ganzi nit beglügge

Dänn losch es halt bis s’nöchscht Johr ligge … O_°

 

© Osswald Mueller


Schyzerdütsch


Bild: Pexels


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FROHE OSTERN

 

Goggelen stian für a nuies Lebm

und wenn mir ihmene a Forbe gebm,

hoffn miar af a Zukunft luschtig und bunt,

zufrieden, erfolgreich und gsund!

Für olles Guate welln miar donkbar sein,

ins über schiane Stundn freidn!

 

Frohe Ostern, a buntes Leben

und vor ollem Gottes Segen

leg i in Dein Osternest

und wünsche Dir a schianes Fest!

 

© Michaela Rott (Text und Bild)


Südtiroler Dialekt


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A Krüchla Moust


Mei Großvater hat Barthl ghässn.

Der wor auf seina Holzbänk gsessn

nabern Oufn in der Stubn.

Und obärds, wenn der Dooch wor rum


hat er mit lauter Stimm befohln

dass mer a Krüchla Moust ihm holn.

War gäht nein Kaller vo uns Kinner?

Eener wor halt der "Gewinner".


Im Kaller worn die Spinna ghockt.

Des hat uns Kinner nit gelockt.

Die krumma Treppn worn a Graus

und gförcht ham mir uns vo der Maus.


Do worn ja Rübn und Grumbern drunt.

Des hält die Maus a fit und gsund.

Doch eemol wor ich der "Gewinner".

Ich sogs euch, liebe Leut und Kinner


a Desaster wor des sondersgleichen.

Weil ich der Maus nit konnt ausweichn

hob ich des Hähnla a nit zugedreht.

Noja, do wor alles no zu spät.


Dar Moust it aus dan Fassla geloffn.

Des Mäusla wor bestimmt besoffn .

Ich bin die Treppn naufgärennt

mit dan Krüchla in der Händ


und hob der Familie gsocht

däs im Kaller des Fassla tropft.

Und schnaller wie ich guck hätt könn

it der Onkl scho gärennt


und hat des Hähnla zugedreht.

Für a poor Liter Moust wors halt zu spät.

Und die Moral vo der Gschicht wor die:

Nein Kaller musst ich nix mehr, nie. 😊😏


© Margarete Meier


Fränkischer Dialekt


So wird bei uns in Volkach an der Mainschleife gesprochen. Lkr. Kitzingen bei Würzburg.

Kaller = Keller

Fassla = kleines Fass

Moust = Most

Grumbern = Kartoffeln


Bild: Pixabay


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Fasend 🎊🎉

 

Am Rosenmontag,

da wurd' ich geboren

und dazu auserkoren,

im schönen Saarland zu leben

und an der Fasend alles zu geben.

 

Als Kind schon lief ich von Haus zu Haus

und trällerte mein Liedchen raus: 🎶🎶🎶🎶🎶🎶🎶🎶🎶🎶🎶🎶

"Is Fasenacht, is Fasenacht

de Kichelcher genn gebackt.

Heraus damet, heraus damet,

ma stoppen se in de Sack.

 

Un wenn mei Mama keen Kichelcher backt,

dann peiff ma off de Fasnacht.

 

Is Fasenacht, is Fasenacht, de Kichelcher genn gebackt.

 

© Elke Weitner


Saarländischer Dialekt

 

Bild von Ellen Kreis


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Früelig 2022

 

S’Gwicht tuet meh und meh belaste

Wie wäris mit e bitzli faschte?

Anstatt fahre, chöntisch laufe

Wänd scho muesch go Chleider chaufe

 

Weit-Watscher tüent dich unterstütze

Mit Wanilldrinks und Hafergrütze

Bisch nach me Monet halb so schwär

Chunt dr Jojoo-Effäkt dehär

 

Mit Grüensalat wirsch besser fahre

Und chasch derzue no Rappe spare

Häsch nümm viel Chleider – fu de änge

I die du dich muesch iine zwänge

 

Allerdings, das chasch vergässe

S’langet nit, nu Grüenzüg z’ässe

Nei, du söttisch dich uufraffe

Und es bitzli a dier schaffe

 

Probiers doch mit Staffettelaufe

Due dr es Gumpiseili chaufe

Mit tanze chöntsch es au probiere

Sötsch nu de Partner nit verfüere

 

Mit me Hündli go spaziere

Cha dini Seel regeneriere

Gumpe uf me Trampoli

Machti au entsprächend Sinn

 

Nume Sport am Färnseh luege

Bringt dich allmälich us de Fuege

Wachse isch grundsätzlich wichtig

Nu nit in die falschi Richtig

 

Am Wuchenänd en Bärg erklimme

Ir Mittagspause goge schwimme

Überhaupt, sich me bewege

En Spurt zum Trämli anelege

 

Willsch nit is Rägewätter uuse

Heisst nit, dass dörftisch länger pfuuse

D’Schritt chasch uf em Laufband mässe

Nu darfsch d’Stoppuhr nit debii vergässe

 

D’Winterjagge chasch veruume

Allerdings darfs nit versuume

Alli gründlich z,impregniere

Und die alte uus z’sortiere

 

D’Summerchleider söttisch lüfte

Das die ganz spezielle Düfte

Fu Mottechugle und derglieche

Us de Chleider chönnt entwiiche

 

Jetzt chasch dich sälber prepariere

Das heisst, mit Sunnegrem iischmiere

Es blüemlets Badchleid wär no nett

Und dini Schönheit isch komplett … O_°

 

© Osswald Mueller


Schwyzerdütsch


Bilder: Pixabay


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Kaffee


Früh, do brauch i mein Kaffee.

Häß muss er sei, nit gonz sou stark.

Der mächt mi wach und a nu schö

und läfft mer nunter bis ins Mark.


Ja wenn i mein Kaffee nit hätt

des wär fei wergli arch.

Ich möchet gor nit aus mein Bett

und wär gonz überzwarch.


Die Sockn wärn verkehrt rüm ou

weil i nu immer träum.

Schuhpendl hängerten bloß drou

weils Binden i versäum .


Mei Mo, der derfed gor nix sooch

der wär am bestn still

weil des Gebabbel früh am Dooch

ich auf ken Fall hören will.


Än Spritzer Sahne nein Kaffee

des it mei höchstes Glück.

Und nochmittogs dann zum Kaffee

gits monchmol a ä Tortenstück.


Etz wünsch i euch än schöna Dooch

bleibts olla gsund und munter.

Und wer gor ken Kaffee mooch

muss Tee trink zu seim Plunder.


© Margarete Meier


Fränkischer Dialekt


Bild: Pixabay


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Camping

 

Wenn s'di nit zfescht tuet schiniere

Chasch mit dem Zältli go campiere

Bisch z'mits i der Natur drin inne

Rechts Käfer, links no e paar Spinne

 

Am Morge düent di d'Grille wecke

Chrüchsch use zwüsche füechte Decke

Suechsch s'Pulver unter hundert Sache

Dänn dusse söttisch Kafi mache

 

Isch das nit Ferie sonder Frohn

Kaufsch gschiider dir es Mobilhom

Mit Stange muesch do nit hantiere

Und zerscht emol e Stund probiere

 

Bis de weisch was zäme chunnt

Nei, bi diir lauft alles rund

S'Füürli brennt au ohni z'flueche

Muesch s'WC nit im Wald go sueche

 

Sigs e Rösti oder Waie

Alles machsch im handumdreie

Chochisch wenig oder viel

Immer isch's es Chinderspiel

 

Willsch es nit zfescht übertriebe

Chasch du au deheime bliibe

En Wiiswii häsch au do zur Hand

Für das bruchsch nit nach Griecheland

 

Organisiersch es chliises Fescht

Nochbere chömed no als Gescht

Die wo nit chönnt parzipiere

Tüent destotrotz de Wii spendiere

 

Liit au das nit für dich dinne

Muesch di nit zfescht hintersinne

Tues nit allzu fesch bereue

Chasch di jo uf's nöchscht Johr freue  ........O_°

 

© Osswald Mueller


Schwyzerdütsch

 

Bild: Pixabay


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A Malheur 🙆


Vor viela Johr it des passiert.

Mei Tante, die hat ausprobiert -

Leut, des muss i euch derzähl -

obs Riechala am Saustall hält.


Sie schiebt mit Druck, weil gäht sou schlacht.

Doch eens, des hat sa nit bedacht

däs die Sau ans Türla drückt.

Und es it ara geglückt.


Die Sau, die hat Freiheit gerochn

und it im Galopp ausgebrochn.

Noja, des könnt är euch ja denk:

Die Sau it dorch des Dorf gerennt


und die Tante hintennooch.

Heichesna, ich kann euch sooch

des wor a Bildla für die Götter

und gfahlt hats werkli nit an Spötter.


In Gummistiefl it sa gerennt

und hat in eener Tour bloß gschennt.

Die Sau hat des fei nit gejuckt.

Die hat nit eemal rümgeguckt.


Auf der Straß wor des a Geschrei.

Zwä Nachbern sen zur Hilf herbei

und hom des Viech nein Stall getriebn.

Die Erinnerung it bis heut gebliebn.


© Margarete Meier


Fränkischer Dialekt


Bild: Montage aus Pixabay-Vektorgrafiken


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A Gerücht

(meefränggisch)

 

Der Nachbar hat der Lies wos gsocht.

Des wor fei interessant.

Er hat freili drauf gepocht

dass des nit weiter werd bekannt.

 

Für die Lies wor des arch schwer.

Es gäht ihr gor nit ausm Kopf

wie überrascht die Marie wär.

Und scho werd an die Tür geklopft:

 

Marie, ich muss dir wos sooch

Ich hobs erscht heut derfohrn.

Du därfst des jo nit weitersooch

sünst ham mer glei verlorn .

 

Und weil die Lies halt weiter denkt

phantasiert sie glei däzu

wie des hätt olles sei gekönnt.

Und scho werd aus an Ochs a Kuh.

 

Die Marie kanns nit für sich behalt

und schleicht zum Nachbar nüber.

Erzählt ihm unter Vorbehalt

sei Geschichtla wieder.

 

Dar Nachbar schmunzelt in sich nei

und raucht sei Pfeufla weiter.

Sei Scherz it na gelunga fei.

Die zwä wern halt nit gscheiter.

 

© Margarete Meier

 

Fränkischer Dialekt

 

Bild: Pixabay

 

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Härbscht 2021

 

D’ Buure gönnt go d’Ächer pfluege

D’Störch düent für Würmli umeluege

Jetzt heisst’s Winterweize saie

Und s’letschti Gras für d’Chüe go maie

 

Denn nachethär de Mais go häxle

Für d’Rüebe muesch d’Maschine wäxle

Dr Lauch zur Ärde uuse rupfe

Himbeeri fu de Stuude zupfe

 

Gonfitür in Gläser giesse

Mit me Deckel guet verschliesse

De Schimmel wird si susch befalle

Das würd nit allne gliech gue gfalle

 

Bald isch d’Ziit zum repariere

Öle und d’ Maschine schmiere

Nit nu das, muesch si au putze

Willsch si s’nöchtsch Johr wieder nutze

 

Zum Metallscharnier entroschte

Muesch es geignets Mittel poste

Das chasch au bruuche zum enthemme

Fu alte Schruube wo tüent chlemme

 

Bald heisst’s wieder umelaufe

Und für d’Wienacht Gschänkli chaufe

Obwohl si nümme alzuwiit

Für das häsch, Gottseidank, no Ziit

 

Doch d’Natur wird chalt und chälter

Au mir wärdet langsam älter

D’Gsichtszüg tüent sich deformiere

Und an Spannigskraft verliere

 

Drum heisst Dewiise: go marschiere

Und d’Muskle intensiv treniere

Doch bim Tschogge oder Renne

Chasch no mee Substanz verbrenne

 

Bliibsch derbii, losch dir kei Rueh

Nimmt au d’Schönheit wieder zue

Und isch si halt trotzdäm vorbii

So gilt s’Motto: das wärs gsii……O_°

 

© Osswald Mueller


Schwyzerdütsch


Bild und Hintergrund: Pixabay


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Der Bello und äs Gulasch

(meefränggisch)

 

Ich hob neuli eigekäfft.

Der Bello drübn hat glei gekläfft

wie ich des Wachla läff zum Haus.

Und war guckt zum Fanster raus?!

 

Die Nochbara. Sie will wiss'

ob's Angebot no gültich is.

A Gulasch will sa heut nu koch

und dafür braucht sa's Gulasch noch.

 

Der Bello hat des glei derschmeckt.

Ar hat des Flääsch ja glei entdeckt

des wu in meiner Tasch drin wor.

Für ihn wor des scheints sonnenklor

 

dass er a Bröckla kriecht, ar it ja brov

und geduldich wie a Schoof.

Doch eens, des hob i nit bedacht.

Denn wie i mei Tasch aufmach

 

hat der sei Schnauzn glei neighängt.

Des Flääsch hob i na dann a gschenkt.

Und die Moral von dara Gschicht:

Trau niemals einem Dackl nicht.

 

Für heut gits halt an Grumbererbrei -

Bratwörscht hob i a dabei -

mit Sauerkraut und brauna Zwiebl .

Des schmeckt fei a und gor nit übl.

 

© Margarete Meier

 

Fränkischer Dialekt

 

Bild: Pixabay


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Herzla

 

Wennsd traurig bist und ganz allaans

Herzla, no sooch ich dir aans.

Dei Kummer, der geht a vorbei.

Musst bloß a weng geduldig sei.

 

Es dauert alles seine Zeit

die Traurigkeit und a die Freud.

Am Ende is dann alles gut.

Des kannst mer glaubm , hab Mut.

 

Des Lebm, des is wies Wetter mooch.

Mol Sunnaschei, mol Regendooch.

Mol stürmts, mol schneits, a ruhige Zeit.

Aufamol is es dann soweit.

 

Dann kannst tanzn, lachn , singa

vor Übermut im Kreis rumspringa.

Wos amol wor is gschehng, vorbei.

Brauchst dann nimmer traurig sei.

 

© Margarete Meier


Fränkischer Dialekt


Bild: Pixabay


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Die Hexe und der Besn

 

Sogg mein Besn heint zu miar:

„Hex, wenn fliagn miar wieder aus?"

„Ruhig, mein Besn! Geat grod net:

Der Virus isch im Haus!!"

 

© Michaela Rott (Text und Bild)


Südtiroler Dialekt


Die Hexe und der Besen

 

Sagt mein Besen heut zu mir:

„Hexe, flieg'n wir wieder aus?"

„Ruhig, mein Besen, geht grad nicht,

der Virus ist im Haus!"

 

© Michaela Rott (Text und Bild)


Übersetzt ins Hochdeutsche


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Unner Hündla

 

Unner Hündla, des it fei a Strolch

Monchmol will sa gor nit folch.

A Diva it's, ich kanns euch sooch.

Wenn sa ihr Assn mol nit moch

 

no guckt sa glei beleidicht drei

und hopft dann in ihr Häusla nei.

Do dreht sa sich erscht racht sou nou

däss mer sa guckt von hintn ou.

 

Mit Leckerli könnt mer sa lock .

Doch dodrauf hob i a kenn Bock.

Obber noch a gewissn Zeit

tut mer des Hündla doch arch leid.

 

No ploocht mi doch a mei Gewissn.

Ich hätt ke sanftes Ruhekissn.

Sie hätt halt lieber wos vom Tisch

denn bei uns gibt's heut an Fisch.

 

Noja, wos soll ich euch erzähl.

Ich will des Hündla ja nit quäl.

Drum kriecht sa halt a Napfla voll.

Do frät sa sich, it des nit toll?

 

© Margarete Meier (Text und Bild)


Fränkischer Dialekt


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Härbst

 

Näbelbänk und dunkli Schatte

Ligged über Fäld und Matte

Füechtigkeit liit in dr Luft

Im Wald en moderige Duft.

 

D'Bletter tüend jetzt farbig wärde

Falled ab, wärded zu Ärde

Nu ganz langsam, ohni Gschtürm

Nochär gfrässe fu de Würm

 

Au dr Froscht stot bald bereit

I sim lange wisse Chleid

Jetz isch fertig Barfuess laufen

Sötsch ändli es Paar Schue go chaufe

 

Muesch luege dass sie s'Wasser trenne

Schusch fönd dr d'Füess gli afo brenne.

Dezue e langi Pellerine

Jetzt wo d'Sunne nümm will schiine

 

Herbscht chunnt au in unsrem Läbe

Drumm söttisch folgendes asträbe

Wichtig isch, dini Scharniere

Durch Bewegig immer z'schmiere

 

Au Hirnbewegig söttsch betriebe

Zum Bischpiel mit Gedichte schriebe

Hesch derbii es bitzli Schwein

Findsch au no dr richtig Reim

 

Dr ganzi Körper muesch trenniere

Willsch d' Muskelmasse nit verliere

Dänn, machts Turne dier kei Spass

Sesch bald uus wie Zittergras

 

Wetsch die no zuesätzlich trimme

Chasch en chalte See durchschwimme

Folgend bruuchsch kei Fitness meh

Defür e Tasse heisse Tee

 

Willsch es lieber sanft betriebe

Chasch dir Wellness lo verschriebe

Leider, doch das isch de Bruuch

Kriegsch so kei Muskle, nu en Buuch O_°

 

© Osswald Mueller


Schwyzerdütsch


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Für an Lausbubm


Ja do schau her, ja sixt des aa?

Die Liesl hat ganz krumme Baa.

Wenn die steht auf dera Wiesn

könnst exakt an Ball durchschießn.


Aber halt, ich sooch ders fei.

Trau di net, des gibt a Gschrei.

Die Liesl haut mit flacher Hand

und scho hats der ane glangt.


Und tretn kanns mit ihra Baa.

A wenns krumm sin. Siehe da:

Im hohen Bogn fliegst in die Heckn

und lässt die beissn vo die Zeckn.


Drum rat ich dir, sei auf der Hut

denn Übermut tut selten gut.

Der Doldi bist dann du, nets Liesala

mit ihra krumme Fussballbaa. 😎


© Margarete Meier


Fränkische Mundart

(Baa sind Beine) 😏


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En echte Pälzer Buu ...

 

Isch bin en Pälzer Krischer,

steck moi Nos aach gern in Bischer,

schreib Gedichte fer die Welt,

weil mir des so gefällt.

Des macht mehr große Spaß,

drum schreib ich über dies und das.

Bin in Bad Kreiznach dehäm,

mich meiner Herkunft gar net schäm,

im Nohe-Land lässt sich's gut soi,

do schmeckt mer aach de Woi,

es leit im Herze vun de Palz,

un ich hoff, Gott erhalts!

 

© Michael Wies


Pfälzer Mundart


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Veröffentlichungen:

 

Bad Kreuznach - Kurstadt an der Nahe - meine Heimatstadt:

https://bit.ly/2snxJvL


Es war Liebe auf den ersten Blick ...

https://bit.ly/2ZxBeMa


Katzen - Kleine Tiger auf vier Pfoten

https://bit.ly/2F5ji28


Gute Nacht - Geschichten

https://bit.ly/39mITRS


Und es ist immer noch Liebe …

https://bit.ly/37ptjTT


Des Make up

 

Neili hob i mi mol geschminkt.

Wollt schaua ob des a wos bringt.

Hob denkt, machst aus der altn Fraa a junga.

Des is mer fei ganz gut gelunga.

 

A bissla Tusche auf die Wimpern

weil, no kann mer scheener klimpern.

Unters Aug an schwarzn Strich

weil mer des Aug no größer sicht.

 

Und des Make up recht schee verteiln

mer möcht ja a ka Faltn zeign.

Etz wor i afamol braun.

Mei do wern die Nochbern schaun.

 

Fehlt bloß no der Lippnstift.

Na, den in rosa nehme i nit.

Ich nehm den in dunklrot.

A bissla aufghübscht tut scho not.

 

Etz wern die Hoor nu weng toupiert

und scheena Lockn hinfrisiert.

An die Ohrn häng i Creoln.

Do schaut mer doch ganz unverholn

 

aus dem Spiechl a fremds Gesicht.

Allmächt na, des bin doch net ich

Ich bin werkli gscheit derschrockn

und wor ganz vo meine Sockn.

 

Ich hob grinst, des Gsicht dann a

und glacht ham mer dann alle zwa .

Mei Mo, der hat mi schier net kennt

hat aufm Sofa grod nu pennt.

 

No schteht vor ihm a fremde Fraa.

A weng bläid gschaut hat er scho a.

A poor Sekundn hat er braucht.

Mer hats gsehng, der Kopf hat graucht.

 

Und die Moral vo der Gschicht?

Make up verändert scho des Gsicht.

Obber die Johr hast aufm Buckl.

Des is a su, kannst net dro ruckln.

 

© Margarete Meier


Fränkischer Dialekt


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JOHANNISSEGN

 

Wenn i kannt, tat i Dir übergebm,

de Flosche mit Johonnissegn.

Wind und Wetter hobm sie überstonnen,

in der Sunn und im Regn sein se kongen,

de Weimor! Fleißige Händ worn ollm bereit,

hobm drun gezupft, die gonze Zeit.

 

Gewimmp und vergoren zu an guatn Wein

soll er Dir iatz Kroft verleihn.

Der Pforrer hotn geweiht mit Gottes Segn

für a gsundes, guates Lebm.

Glück und Zufriedenheit selln Deine Familie begleitn

a in de scheinbor schwierign Zeiten.

 

Trink den Wein und denk dobei,

dass Gottes Segn mit Dir sei.

Loss den Tog heint bsunders sein!

Zum Wohl mit dem Johanniswein!

 

© Michaela Rott


Südtiroler Dialekt


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Mei Märchenwelt

 

Als Kind, do hob i werkli denkt

wenns Rehla ausm Wald raus rennt

des wärs verwunschne Brüderla

des etzer sucht sei Schwesterla .

 

Die 7 Zwerchla hom sie a versteckt.

I hob sie arch lang net entdeckt

bis i bin zum Weiher kumma.

Do is a rotes Dingsbums gschwumma.

 

Do wor i fei ganz arch betroffn.

Der arme Zwerch, der is dersoffn.

Und drobn im Wald - I hob mi traut -

hat die Hex ihr Heisla baut.

 

Grouß wors net, a klana Hüttn

mit an Türla in der Mittn.

Gfehlt hom a die Fensterla

und aufm Dooch die Lebkoung a.

 

Däi ham bestimmt die Vöchl gfressn.

Däi sin auf Lebkoung ganz versessn.

Und Bärn - des hat die Oma gsacht -

däi ham sie aufm Wech scho gmacht .

 

Dabei hätt i - wenn der Bär hätt brummt -

su gern gsehng, wäi der Prinz raus kummt.

Bei uns im Dörfla, dort am Brunna

hob i des Fröschla a nit gfunna

 

der a verwunschner Prinz soll sei.

Is wurscht, des wor mer einerlei

denn küssn gwollt hätt ich den net.

I glaab, des hätt mer gor net gschmeckt.

 

Amol wor ich am Hienberch drobn

und hob mei Schürzla schee hoch ghobn.

Hob denkt, die Sternla falln etz ro.

Obber na, des wor net so.

 

Zum Glück ham mir ka Geißla ghabt

sunst hätt der Wolf die a nu gschnappt .

Mei Oma hat in ihrm Bett gruht

dass der Wolf ihr blouß nix tut.

 

A Tischla, wo sich selber deckt

an Esel, der, wenn er sich streckt

a nu Golddukatn scheißt -

den hätt mer braucht, der wor verreist.

 

Schee wors scho, die Märchenwelt.

Mir hat blouß der Prinz nu gfehlt

der aufm Gaul zur Burch mich bringt

und a guta Fee, die mir a Liedla singt.

 

© Margarete Meier

 

Fränkischer Dialekt


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Schwimm-Säson

 

Nit Dehei im Sofa döse

Gang go es Badi-Abo löse

Doch viellicht isch d’Ziit vorbii

D’Ziit vum Mini-Bikinii

 

Deswäge söttsch di überwinde

Und passendi Textilie finde

Grad bi neue Kondizione

Würd sich en ganze Aazug lohne

 

Und d’Manne, vorne, jeminee

Stoff chasch nu fu hinne gseh

Vorneduure isch nit z’gschpasse

Dänn das isch nit nu Muskelmasse

 

Nur bi dr Fasnacht isch’s en Säge

E Trummle mit sich umme z’träge

Chasch d’Nahrigsmittel minimiere

Un so dr Umfang reduziere

 

Wie wär’s, e bitzli ume z’renne

Un so es Quantum Fett z’verbrenne

Nu mit Wanderlieder singe

Wirsch kein Sixpack anebringe

 

Turne uf em Trampolin

macht zusätzlich au en Sinn

Ergänzend würd’s dier sicher gfalle

Z’spiele mit ere Fäderballe

 

An Wienacht ässe isch vorbii

Wänd im Früelig schlank muesch sii

Willsch im Wasser nit versinke

Und wänn möglich no ertrinke

 

Darfs di doch nit z’heftig trimme

Dänn Fett tuet uf em Wasser schwimme

Sehr langsam tuesch is Wasser stiege

Das cha au a dr Chelti liege

 

Bis zu de Chnüü isch es nit schwär

Wiiter obe wird’s brekär

Langsam chasch di nu dra gwoone

Bsunders rund um d’Spickelzone

 

Äntlich hesch es überwunde

Und bisch ganz im Wasser unde

Jetz muesch zeige, was de chasch

Zletscht am Änd machts au no Spass…..O_°

 

© Osswald Mueller


Schwyzerdütsch


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Mei Gärtle

 

Glei ganz nah am Haus

da isch mei Gärtle.

Wenn ih me

a bissele ausruhn will,

gang ih a paar Stäffele ra,

na, bin ih au schon gle da.

 

Na setz ih me

uff Treppe nuff,

gugg a bissele um me rum.

Des freut me grad,

wie'es halt so isch,

des isch g'scheid,

was da elles

im meim Gärtle

wächst und gedeid.

 

Da wachsed de rote Tomate,

de Ruccula spriest,

danebe isch dr Ackersalat.

Zwischen nei,

des fend ih au recht nett,

da wächst so manches

andrea G'wächs.

Und dr Zucchinie,

der gedeiht,

des isch mo a arge Freut.

 

Dort drübe am Gartezaun

des lässt sich au sehn,

da schdandet de Rose

und de Vergiss-mei-nichtle.

Was mr gar net g'fällt,

des isch der Löwezah,

den sodd ih au glei rupfe.

 

I schdand jetzt uff,

weils mer's denkt,

zwisch nei

könnt ih im Beetle zupfe,

sodd a bissele drin häckle.

die schöene Blüemle

könnt ih au glei giesse.

Dr Hatschiee,

dr Heuschnupfe,

lässt me au glei grüsse.

 

Ja, ja, mei Gärtle,

des isch mir mei ganzer Schtolz.

Wenn ih au an so

manche Täg

grabe, häckle und schwitze muss,

net oin Täg hätts me je g'reuit.

Noi, noi, ganz im Gegendeil

 

© Helga Schlobach

 

Schwäbischer Dialekt


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A Gedichtla wie's domals wor

 

Es gibt a klaans Dörfla

im fränggischen Land.

Dou bin i gebor'n

dou wor i daham.

 

Lang scho is her,

die Johr sin dahin.

Je älter ich wär,

kommt's mir in den Sinn.

 

Die Kindheit - ja mei -

viel ham mer net g'habt.

Aber viel Phantasie

und des net zu knapp.

 

Der Booch wor's Schwimmbad

die Fisch mittendrin.

Des hat uns net g'stört,

bloß konnt mer net schwimm .

 

Auf die Bäm sin mer kraxelt.

Wer schafft' s bis nach ob'n?

Die Hus'n worn z'riss'n,

Hauptsach mir worn ob'n.

 

Äs Seil ham mer g'schwunga.

Wos sin mer do g'hupft.

Des wor gout für die Lunga.

Und Bluma ham mer zupft.

 

Däi ham mer verkaaft

am Hienberg drob'n.

Mir wollt'n ja a

ä Taschengeld hob'n.

 

Der Schulwech wor weit,

der Lehrer wor streng.

5 Klassen im Raum,

des wor a weng eng.

 

Des Steckerla wor

auf'm Pult immer g'leg'n

und hat aner g'muckst,

hat's a Tatzn geb'n.

 

Am Booch bei der Mühl'

ham Schlanga g'haust.

Dou sin mer glei g'rennt,

dou hats uns graust.

 

Der Wald wor oft's Ziel

für die Boum und uns a.

Ham Indianerles g'spielt.

Zerkratzt worn die Baa.

 

Wenn's rout worn die Kirschen

im Nachbar seim Gart'n,

nou ham mers uns klaut,

dou konnt mer net wart'n.

 

Su wor des damals,

su lang scho is her

und manchmal is mir

als ob's gestern g'wen wär.

 

© Margarete Meier

 

Fränkischer Dialekt


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Bütschee bewirtschaftig

 

Be Gott, ich will nit kritisiere

Ich möchti nume konstatiere

Tuets Bütschee us em Rueder laufe

Bisch vorhär eifach zviel go chaufe

 

Do es Schääli, det es Täschli

Ir Drogerii es Parfümfläschli

Guet, wänd Schue bruuchsch, muesch si haa

Chasch schliessli nit nu Baarfuess gaa

 

Aber vorhäär wärs guet, z’dänke

Und diich ufs Wichtigsti z’beschränke

Es Blüüsli rot, es Blüüsli blau

Eis eher grüenlich, eis liecht grau

 

D’Chüeltrue mit zwanzg Gotlett fülle

Dr Durscht nu mit Schampanier stille

Zwüsche drii söttsch inne halte

Und dr Verstand e bitz lo walte

 

Nit füfzäh Kilometer fahre

Um fürs Benzin zwei Rappe z’spare

D’Stüüre, d’Mieti, d’Krankekasse

Muesch im Bütschee au erfasse

 

Doch körperlich darfsch inwestiere

Ich mein nit, Nuudle konsumiere

Ich meine, Muskelträning mache

Hürdelauf und söttig Sache

 

Warum zwei Chleidli goge poste?

Dopplet chaufe, dopplet choschte

Loss dä Chaufwahn lieber bliibe

Susch tuet me dich zletscht no betriibe ...O_°

 

© Osswald Mueller


Schwyzerdütsch


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A graua Tooch

 

Heit tu ich fei die Sunn vermissn.

Die graua Tooch sen scho beschis...

Die Wolkn grau am Himml drobm

die Leit sen olla schwarz ozogn

 

Ka Sunnaschtrohl vom Himml kummt

die Vöchala sen a verschtummt.

Drum hob i mir an Kaffee gmacht

der mir etz entgechn lacht.

 

Der motiviert, der schpornt mi an

sodass mei Werk wos werdn kann.

So werd dann aus an graua Tooch

doch ebbes wos i a gern mooch.

 

© Margarete Meier

 

Fränkischer Dialekt

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Ich bin su frei


"Rutsch mer doch an Buckl runter".

Wer su denkt, der lebt fei gsünder . 😉

Auf die andern Leit ihrn Frust

hob i einfach gor ka Lust.


Ich bin su frei, weils mi net juckt -

und i geh a net geduckt -

wenn andre denkn , su muss sei.

Des is mir wurscht, mir einerlei.


Däi solln ihr eichnes Lebm betrachtn

und net auf die andern achtn .

Solln sich um ihre Sachn schern

und vor der eichnen Haustür kehrn .


Manchmol hilft des ungemein.

Ich lass mi auf an Streit net ein.

Ich grins mer aans und denk mer munter:

rutsch mer doch an Buckl runter. 😉


© Margarete Meier


Fränkischer Dialekt


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Gardinenpredigt

 

Siggsdes etz, ich hob ders gsacht

obber du hast ja bloß glacht .

Hast net hörn wolln wos i sooch

und etz mei Lieber hast die Plooch.

 

Gscheit recht, häst auf mi ghärt

no könnest etz nu unbeschwert

und lustich auf dei Handy glotzn

und müssest a net ständich motzn.

 

Selber schuld, wenn mer vor Übermut

nimmer waaß wohie mers tut.

Etz such amol dei Portmonee.

So a Verlust, der tut scho weh.

 

Ich kann ders soogn, ich waaß wos steckt.

Durch Zufall hob ichs glei entdeckt.

Ich sooch ders net, lass die nu wartn.

(Es liecht im Kühlschrank nebern Bratn) 😁

 

© Margarete Meier

 

Fränkischer Dialekt


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En gude Pälzer Woi ...

 

Em Pälzer Bu' lacht immer die Sunn',

er is ganz eng mit em Herrgott verbunn',

so fährt er die Woistroß entlang,

uf seine Libbe an liebliche G'sang.

Er sieht Rebe so weit's Aach reicht

un es werd ihm ums Herz so leicht,

er fühlt sich dem Himmel so noh,

en gude Woi macht ihn glücklich und froh.

Un wenn er owends vorm Dubbeglas sitzt,

vor sich hingrient und lächelt verschmitzt,

dann derfter eich sicher soi,

des leit am gude Pälzer Woi!

 

© Michael Wies


Pfälzer Mundart


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Veröffentlichungen:

 

Bad Kreuznach - Kurstadt an der Nahe - meine Heimatstadt:

https://bit.ly/2snxJvL


Es war Liebe auf den ersten Blick ...

https://bit.ly/2ZxBeMa


Katzen - Kleine Tiger auf vier Pfoten

https://bit.ly/2F5ji28


Gute Nacht - Geschichten

https://bit.ly/39mITRS


Und es ist immer noch Liebe …

https://bit.ly/37ptjTT


Wolkenguckeles

 

Ich guck sou garn zum Himmel nauf.

Die Wolken türma sich zuhauf.

Schöna weißa, groß und klee

und mer sollet gor nit meen

 

wos olles die in petto hom

und sich do olles tummlt drobm.

Do grinst mi a klens Äffla ou.

Äs hot bloß ken Schwonz mer drou.

 

Der Elefont it scheints nit schwer

sunst fliechet der nit sou doher.

Zwä Gschtoltn raufn mitanonner

do bläst der Wind sa ausanonner.

 

Und a Engl mit zwä Flüchl

fliecht do über Berch und Hüchl.

Guck, a Herzla gonz in Weiß.

Wennsd länger guckst, no werds a Kreis.

 

Sou it's der Wolknprinzessin gonga.

Ihr Prinz, der wor auf eemal schwonger.

Sei Bauch it ümmer dicker worn.

Dann hot er nu sei Bee verlorn.

 

Liebe Leut, ich sogs euch fei.

Bei sou a Wolknträumerei

vergisst dei Sorchn gonzagor.

Des stimmt fei, des it werkli wohr.

 

© Margarete Meier


Fränkischer Dialekt


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Schmärze

 

Immer wieder, je nach Wätter

Fots a bi de Schulterblätter

Es liechts zieh, mit Schmärz verbunde

Strahlts dänn langsam gege unde

 

Intensiever wärdet Schmärze

Chunnt das ächt am Änd fum Härze?

Au d’Rippe tuets jetzt ivolviere

Was zu Atemnot cha füere

 

Wännd de dänksch, das sigis gsii

Saust är am Beckekamm vorbii

Au ohni das muesch übertriibe

Fosch jetzt richtig afo liide

 

S’got wiiter zu de Chnüüscharniere

Was dich bim Laufe chönnt scheniere

«Articulatio genus» - medizinisch

Das isch de Name uf latinisch

 

Au an andere Ort chasch Schmärze fühle

Ich dänke do ad Wirbelsüüle

Zum Bischbiil bi extremem dreie

Wenn’d mit ere Sänse Gras tuesch maie

 

Do sött me scho e Lösig sueche

En Termin bim Huusarzt bueche

Är tuet de Druck und’s Fieber mässe

Und wiäs dänn sigi mit en Ässe?

 

S’Ässe hängt, us sienere Sicht,

Zäme mit em Körpergwicht

Willsch der Umfang reduziere

Gits nüüt anders als treniere

 

Tablette wird är dier verschriibe

Susch heisst’s eifach, Sport betriibe

Willsch lieber Sport im Färnseh gsee

Nimmsch eifach es Tablettli mehr … O_°

 

© Osswald Mueller


Schwyzerdütsch


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A Smoothie

🍋🥬🍌

 

Bananen, Grünkohl und Spinat

und a Zitrone, wenn parat.

Des Ganze in an Mixer nei.

Des soll wos super Gsundes sei.

 

Bei Grünkohl hob i erscht bläid gschaut.

Wos isn des no für a Kraut?

Bei uns in Franken wächst des net.

Was mach i etz mit dem Rezept?

 

Auf jeden Fall werd ich net satt

von ner Banane mit Spinat.

Des heart si scho so grauslich o.

Und wos sacht do bloß mei Mo

 

Wenn der a Glos zu Mittoch kriecht

Wo die grüna Soß rausriecht?

Satt werd der aa net, des is kloar

vo dera neimodischn Woar.

 

Ich pfeif auf Smoothie, koch wos Gscheits.

Vorsorglich hob i ja bereits

die Bratwörscht aus der Truhe raus.

Des werd etz unner Alltagsschmaus.

 

© Margarete Meier


Fränkischer Dialekt

 

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WEIHNOCHTSZEIT

 

So kurz der Tog,

so long die Nocht!

Wia des af oanmol miade mocht.

Adventkronz bindn, Keksln bochn,

Weihnochtsposcht schreibm und Gschenklor mochn,

Holz trogn, in Ofn und in Herd unschiern,

dass nor olle die Wärme gspiern.

G‘miatlich sein und zsommensitzn,

mit die Buabm und mit die Gitschn

Zufriedn sein, guat geats ins heint!

Isch des a schiane Weihnochtszeit!

 

Af‘s Johr zruggschaugn und donkbor sein,

für olles wos guat wor oder fein!

Wos net guat wor in leschter Zeit,

miar denkn drun in Traurigkeit.

Miar beten um viel Kroft für ins und ondere Leit.

Des isch a schiane Weihnochtszeit!

 

© Michaela Rott (Text und Bild)


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Wienacht 2021

 

Gschänkli chaufe isch en Säge

Do chunnt bläck Freidey grad geläge

Sött’sch scho am frühe Morge goo

Susch muesch am Ändi schlange stoo

 

Gosch diräkt it Elektronik

Für’s Radiogrät fu Panasonic

Es Bäbi wo cha Mami schreie

E Maschine zum de Rase maie

 

E Jagge, isoliert mit Watte

Für de Papi e Grawatte

Öppis lot dr no kei Rueh

Machsch no Jagt uf Winterschue

 

Allerdings darfsch nit vergässe

Do isch au no s’Wienachtsässe

Im Migro chaufsch e Himbeerrolle

Wän’d Glück häsch, au en Wienachtsstolle

 

Nit fähle darf e Chümiwurscht

Und e paar Fläsche für de Durscht

Was im Notfall au chönnt go

Wär es Fondü Burginjo

 

Au en schöne Gänsebrote

Tät mit Sosse sicher grote

Resultierts nochär in Magegschichte

Alca Selzer wird’s scho richte…..O_°

 

© Osswald Mueller

 

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DER ENGL TRAMP

 

Er sitzt gonz obm afn Bam,

und tuat, als hätt er grod an Tram.

Er tramp woll von der hoaln Welt,

wo olls lei guat isch, nix verstellt.

I schaug ihm un und spür in Friedn,

eppes isch in miar gebliebm.

 

Es leschte Johr hot viel gebrocht

i hon miar gonz oft Sorgn gmocht,

ober donn ollm wieder gspiert,

do isch jemond, der mi fiahrt!

 

Im nuin Johr werdn miar iatz schaugn,

olls wieder ungian mit Vertraun,

dass des olls an Sinn ergibb!

 

Freidn mor ins af schiane Zeitn,

weil ins guate Leit begleitn.

Wenns traurig isch und wieder schian,

miar werdn des olles überstian!

 

© Michaela Rott (Text und Bild)


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A Gschimpf

 

Sixt es etz? Ich hob ders gsacht.

Obber du hast drüber glacht.

Etz schaust recht bläid aus deim Kroong.

Obber du lässt dir nix soogn.

 

Etz schau ders oo, sei so nett-

wos zsammbracht hast. A elends Gfrett!

Auf su an Stuhl kannst du di hockn.

Ich strick auf meim Stuhl meine Sockn.

 

Drei Schraubm fehln, die liegn etz rum.

Und des Stuhlbaa, des is krumm.

Wennsd draufhockst - ich sooch ders fei

kracht der Stuhl sofort entzwei.

 

Schaus oo dei Werk, du Möchtegern.

Asu kann des glei gornix wern.

Ja mei, wenns halt fehln die Schraubm

muss der arme Stuhl dran glaubm.

 

Drum schau, dass in der Oberstubm

kane Schraubm liegn rum.

Sunst werds finster im Gebälk

und a dei Synapsen welk.

 

Ich maans net bös, nimms mer net krumm.

Bei suwos bleib i halt net stumm.

Beim nächstn Mal, do hörst auf mich

dann werd des wos ... hoffentlich. 😎

 

© Margarete Meier

 

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Silveschter 2021

 

D’Chircheglocke sind verklunge

Au d’ Wienachtslieder fertig gsunge

S’alti Johr tuet üs verloo

Jetzt chas, wie immer, wieter go

 

Natürlich söttisch Sport betriebe

Fründ, fu Hand es Briefli schriebe

Regelmässig z’Gwicht go mässe

Nit drüü Täller Nudle ässe

 

S’Cholesterin im Blickfäld bhalte

Dich an Diätvorschrifte halte

Nit z’viel im Auto umefahre

Dänk derbii ad Triibhuusgfahre

 

D’Schulde gwüssehaft verwalte

S’hät öppis z’tue mit Kaufverhalte

Darfsch s’Änd fum Monet nit vergässe

Susch chasch z’letscht nu no Hörnli ässe

 

S’Umfäld schonigsvoll behandle

Nit befähle, meh verhandle

Au nit immer kritisiere

Chasch, wänns passt, mit Lob probiere

 

Do drüber isch e jede froh

Dir wird’s so au viel besser go

Meinsch, ich taigi übertriibe

Dänn losch das Ganzi eifach bliibe … - O_°

 

© Osswald Mueller


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