Galerie Kritisches 2

Trilogie gegen das Vergessen

Die Deutschen


Gehorsamspflicht,

Gefolgschaftstreue,

verleiten zu Schwüren ohne Reue:

Wir sind bereit!

                         

Teutoneneide,

geboren aus Gefahr und Not,

bedingungsloser als der Tod,

in Wahrheit Teufelspakte,

unwerter Kot.

                                       

Ein brotloses Volk,

von seichten Versprechen

ekstatisch gerührt,

von hehren Tiraden

zum Verbrechen verführt,

sich hörig weiht

dem Untergang:

Wir folgen dir!

                                     

Seit Odins Zeiten,

wie unstet, zersplittert,

auf ewig verdammt,

zu streben nach

Freiheit und Land,

ein Volk, das nie eins war.


Von Preußens Gnaden erkoren,

geeint durch Feuer und Schwert,

will kämpfen und zwingen,

Helden besingen.


Die Schlange erneut

will sich häuten sich

und zeigen uns

ihr wahres Gesicht.


So uneins sind wir doch nicht!

Die Mühsal der Erinnerung


Menschentaten

als Teufelssaaten

brauchen Särge

der Erinnerung.


Längst verblassend,

fast schon vergessen,

fühlt man zu jung man sich,

nicht drauf versessen,

der zahllosen Opfer

zu gedenken.

Man war doch kein Täter,

nie ein Verräter!

Vielleicht ein Glotzer,

gewiss kein Trotzer.


Heldenmutig,

für Volk und Land,

einst blutig sich verdingt.

Wie tapfer sie sich schlugen,

so unendlich viel ertrugen!

Wer kennt schon ihre Zahl

und weiß noch ihre Namen?

Wer bittet für sie bei den Ahnen?

Hatten sie eine Wahl?


Feldherren errichtet man Siegessäulen,

Ewigkeit, die in der Zeit zerfällt.

Und manchem es dann doch gefällt,

wenn hehre Geschichten auf Pylonen

von denen, die ganz oben,

uns immer noch belügen.

Mythen des Unheils werden zerrieben.

Wo sind die Helden geblieben?


Groß sind die, die keiner je als solche erkannt,

die niemand hat zu Generälen ernannt:

Es sind die Kinder und Frauen,

die schweigend und mit Grauen

im dampfenden Dung des Todes

sitzen und allen Ruhms entbehren.

Sie alleine muss man ehren.

Fragen wie lästige Fliegen …


„Mein Kind, nun stell mir doch nicht solche Fragen,

das Leben kennt - weiß Gott - genug der Plagen!

Es soll uns doch viel Freude machen,

mit Spiel und Spaß und solchen Sachen!“


„Papa, die Lehrerin hat's uns gesagt,

und deshalb hab‘ ich dich gefragt.

Ich wollt nur wissen, was damals war,

wie‘s heute ist und ob‘s ist wahr?“

                                           

Ach Gott, das alles ist vorüber nun,

das viele Denken lass mal ruh‘n.

Vergiss nur die Vergangenheit,

es war ja bloß ‘ne schlechte Zeit.

                                         

Was braucht‘s schon die Erinnerung,

Geschichte ist's, die macht nur stumm!


© Hubert Michelis


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Veröffentlichungen von ihm (seine Kinderbücher):


„Am Tag, als die Tiere verschwanden“: https://t1p.de/iec9

oder: https://t1p.de/flt4

„Der Staub der Elefanten“: https://t1p.de/254i


Umgangs-Deutsch

 

 

Man nennt es "Deutsch" seit Anbeginn,

doch was machts für einen Sinn,

sieht man sich unsre Sprach heut an:

Aus Dialekten wird der SLANG!

 

Aus ists mit unsren deutschen Worten,

englisch schallt es aller Orten.

Wir leben in der neuen Zeit,

wo so was IN ist eben heut:

 

Was einmal lässig war, ist COOL,

OUT jener, welcher eine Null.

Wer modisch war, ist nunmehr TRENDY,

statt Telefon hat man ein HANDY.

 

Die PARTY war da noch die Fete,

statt MONEY gab es noch die Knete.

Das Fußballspiel ist heut ein MATCH,

Wer rauft, der gibt sich einen CATCH.

 

Zum GAMEN treffen sich die Spieler

CHEATEN gehört zum Hobby vieler;

wer falsch spielt, der begeht ein FOUL

und CASH bringt mancher schnelle Gaul.

 

Statt lachen wird nur mehr GESMILET,

der modisch ist, der ist GESTYLT.

Wer einkauft, geht in einen SHOP,

was früher Spitze war, ist TOP.


Die YOUNGSTERS sind die Jugendlichen,

selbst Eltern werden angeglichen,

werden zu OLDIES kurzerhand,

zu KIDS die Kinder umbenannt.

 

Scherzt man, dann macht man einen JOKE,

wer Cola trinkt, nimmt eine COKE.

Wenns EASY geht ists leicht und locker,

wer TAFF ist, den haut nichts vom Hocker!

 

Wer HAPPY ist, dem geht es gut,

STRANGE bedeutet großen Mut.

Der durchmacht, gibt sich eine SESSION

und man schminkt sich je nach FASHION.

 

Wer RAPPT ist für die Meisten fesch,

das Diskolicht ist dann der FLASH

in dem der BODY wird gemessen.

Danach wird FASTFOOD oft gegessen.

 

Wer ausgeht, geht auf einen DRINK;

ein DATE wird daraus ziemlich flink,

doch wenn er SOFTIE ist und HIGH

ist so ein MEETING schnell vorbei.

 

Wie gut das unsre Nachbarn nur

hoch halten unsre Sprachkultur

mit COLGATE; MICHELIN und CO.

Da bin ich aber wirklich froh!?

 

© DerPoet


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Der Schreiber

 

Ein eitler Schreiber tritt zum Pult

und lähmt dort endlos die Geduld

des Publikums, das müde gähnt,

doch er sich sehr als Dichter wähnt.

Reiht eifrig sinnlos Wort an Wort

und lässt dabei den Reim ganz fort,

weil ja in unsrer freien Welt

der Mensch nichts mehr von Formen hält.

Bisher er nur in Prosa schrieb,

was leider ohne Leser blieb,

nun baut er’s um zu `nem Gedicht

und glaubt, der Hörer merkt es nicht.

Sein Unterschied zur Prosa ist,

dass er den Satzbau ganz vergisst;

auch Zeichensetzung ist nicht wichtig,

im Gedicht erscheint ihm alles richtig.

Vom Inhalt her, so ist zu sagen,

kann ein Poet wohl alles wagen,

romantisch, melancholisch, auch empört;

Kunst ist, was andre Seelen rührt.

Der Schreiber ganz beim Thema Liebe

und was von ihr noch übrig bliebe,

wenn nur der Kopf die Welt regierte

und Amor nicht den Mensch’ verführte.

Doch wie auch oft im Liebesleben,

so geht sein Schreiben sehr daneben,

Langeweile immer dann entsteht,

wenn Berührung nicht in die Tiefe geht.

Zu schlicht erscheint des Schreibers Schreiben,

bei dem Form und Tiefgang draußen bleiben.

Echte Dichterschaft ist erst gegeben,

wenn Inhalt kommt durch Form zum Leben.

 

© U Abhaya


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Autoren-Homepage: https://u-abhaya.jimdofree.com/



Wahres Gesicht

 

Die Lüge kannst Du manchmal hören

Doch so leis', das wird nicht stören

Oft kannst Du sie nicht entdecken

Kann sie sich überall verstecken

 

Wird sie jedoch Dein Begleiter

Bringt sie Dich weit und weiter

Von Dir weg und Deiner Wahrheit

Zerstreut Dich, nimmt Dir Klarheit

 

Damit das keiner sehen kann

Ziehst Du Dir eine Maske an

Zeigst nicht Dein wahres Gesicht

Und hältst Dein Licht

Verborgen

Machst Dir keine Sorgen

 

Da, nun ist es offenbar

Es das Ziel der Lüge war

Nicht Gesicht zu zeigen

Zu schweigen

Zu dem, was ist nicht wahr

 

Alle haben Masken auf

Nehmen schlechte Luft in Kauf

Man kann es übersehen nicht

Keiner zeigt sein wahres Gesicht

 

Doch die Lüge lacht

Hat ein neues Kleid gemacht

Das zieht sie dem an, der sie erkennt

Den dann jeder Lügner nennt

 

Magst Du zeigen Dein Gesicht?

Akzeptiere die Lüge als Wahrheit nicht

Es gibt einen Kompass in allen Lagen

Das ist Dein Herz, fange an, es zu fragen

 

Wer helfen will, der schadet nicht

Erzählt die Wahrheit und überlegt nicht

Wie er kontrollieren kann

Was hilfreich ist, das wird getan

 

Drum zeige Dein Gesicht

Akzeptiere die Lüge als Wahrheit nicht!

 

© Claudia Völker


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Greta-Hasser

 

Wenn man so liest, was mancher schreibt

über Frau Thunberg, fast man speit.

Es ist wahrlich nicht zu fassen,

wie weit manch Leut sich runterlassen.

 

Tiefer geht’s eigentlich nimmer,

dennoch wird es immer schlimmer

mit Beschimpfung, Neid und Hass.

Dabei lehrt sie euch etwas:

 

Dass man nämlich aufstehen muss

gegen den täglichen Verdruss

und auch wenn es unbequem,

auch den längeren Weg gehen!

 

Statt dieses Kind zu unterstützen,

unsre Umwelt jetzt zu schützen,

könnt ihr nur neidzerfressen hetzen.

Ihr seid echt die Allerletzten!

 

Da wird für Krankheit sie verlacht

und das für Geld sie das nur macht.

Greta sei nur fremdgesteuert,

oder gar nur angeheuert.

 

Nun, naiv ist besser als die Leut,

die hetzen, madig machen heut,

weil das absolut nichts nützt,

damit das Klima bleibt geschützt.

 

Die Angst ist groß vor diesem Kind

denn da erkennt mancher geschwind,

wieviel klüger sie doch ist.

Tut weh, wenn Neid einen zerfrisst.

 

Weil schon mit 16 sie berühmt

und - ich sag’s ganz unverblümt -

mehr Empathie hat. Leider wahr,

doch damit kommt man wohl nicht klar...

 

© DerPoet

 

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Klimawandel

 

Derzeit ist sie in aller Munde,

Geschichten machen ihrer Runde,

von Greta, die fürs Klima streikt

dafür auf Barrikaden steigt.

 

Aus Schweden kommt das kleine Mädel

und geht einem nicht aus dem Schädel.

Denn sie ist eloquent und klar,

in ihrer Sprache wunderbar.

 

Saß mit einem Schild vorm Reichstag

und leistet damit ihren Beitrag.

Der Schulstreik für das Klima

wurde durch sie zum Thema.

 

Sie rüttelt auf damit, klagt an,

geht Freitags Nachmittags voran;

„Fridays for Future“ ist die Devise,

gegen die schlimme Klimakrise.

 

Reist schadstoffarm zum Klimasitzung,

hält Reden dort zur Erderhitzung,

mahnt die Politiker zu Taten

zur Rettung vieler unserer Arten.

 

Dem Eisbären geht’s sonst an den Kragen,

können nicht für sich selber klagen,

wenn der Mensch nichts unternimmt,

die erste Küstenstadt bald schwimmt.

 

Sie kämpft für eine bessere Welt,

auch wenn es manchem nicht gefällt.

Denn wo Erfolg, da gibt’s auch Neider,

dies zeigt sich grad bei Greta – leider.

 

Es ist gemein der Neid und Hass,

denn sie lehrt euch alle was:

Nämlich dass man aufstehen muss,

laut sein gegen den Verdruss!

 

Drum hoff ich, dass sie weiterkämpft,

nichts ihren Enthusiasmus dämpft,

niemand sie unterkriegen wird,

sie die Bewegung weiterführt.

 

Sie kämpft für sich und ihresgleichen,

denn stellt man jetzt nicht schon die Weichen,

ist es wahrscheinlich schon zu spät;

zu nah am Abgrund man schon steht!

 

© DerPoet


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Klimaleugner


Jeder sieht es, jeder spürt,

es wird warm und immer wärmer,

und wir wissen, wohin‘s führt

unsere Erde, die wird ärmer.


Artensterben, beinah täglich

und der Mensch tut nichts dagegen.

Die Versuche sind zu kläglich,

stehen bald im sauren Regen.


Gletscher schmelzen, Meere steigen,

Dürre und kein Schnee im Tal.

Bäume sich zu Boden neigen,

weiße Weihnacht war einmal.


Übergang gibt es fast nimmer;

Stürme, Hagel und Gewitter,

Tornados werden immer schlimmer.

Die Folgen sind für alle bitter.


Katastrophen, die sich rächen:

Das Bächlein wird zum reißend Fluss,

solange, bis die Dämme brechen,

dem das Haus dann weichen muss.


Plastik im Meer als große Seuche;

Inseln, die darin versinken.

Hitzewellen, Korallenbleiche,

wenig Wasser nur zum Trinken.


Und was tun wir: Urwald roden!

Es müsst der Mensch inzwischen merken,

dass mit solch dummen Methoden

wir die Krise nur verstärken.


Und dann kommen auch noch Leute

- ja, wer hätte das gedacht? –

die behaupten einfach heute,

der Wandel sei nicht menschgemacht.


Nur weil es früher auch schon heiß war

sagen sie, dass sei normal.

Und vergessen um ein Haar,

der Grat zum Abgrund ist schon schmal.


Ja, früher gab‘s das alles auch.

Doch nie so oft und nicht so heftig.

Und es sagt nicht nur der Bauch,

wir unterstützen dies noch kräftig.


Und obwohl sie alle schwitzen,

sind sie klüger als die Forscher

und der Ast auf dem sie sitzen,

wird inzwischen immer morscher.


Verwechseln Klima mit dem Wetter,

spinnen Verschwörungstheorien,

denken nur sie wären die Retter,

vor ihrem Wissen sollt man knien.


Trauen sich dann noch zu sagen,

während selber sie nur hetzen,

man solle kritisch hinterfragen.

Ich sag nur: „Nicht genügend, setzen!“


Sich gegen Klimaleugner wehren,

das ist das Gebot der Stunde.

Denn jene, die sich nicht drum scheren,

gehen ebenso zu Grunde.


Der, der‘s nicht glaubt, ist ignorant.

Drum sag ich‘s, lass es mir nicht nehmen:

Wer es noch immer nicht erkannt,

sollt‘ sich in Grund und Boden schämen!


© DerPoet


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Lied der Erde

(angeregt durch den Earth Song

von Michael Jackson)


Könnte die Erde singen

wie würde ihr Lied klingen?


Könnte die Erde reden

würde sie vielleicht sprechen

von den vielen Verbrechen

begangen an ihr

voller Gewalt und Gier.

Könnten wir (auf) die Erde hören

würde sie uns vielleicht beschwören

sie nicht weiter zu zerstören.


Könnte die Erde uns zeigen

wie sehr wir sie brauchen

würden wir dann noch schweigen?


© Michael Krause-Blassl aus "Frühlingsgedanken"


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Ungleichheit

 

Ich fragte mich einst,

ob ich wirklich glücklich bin,

und stellte dabei fest,

dass nur die Wenigen,

die wie ich

im Überfluss Lebenden,

sich in dieser Frage wirklich

wiederfinden können.

 

Weltweit leben mitten unter uns

150 Millionen Straßenkinder,

19 Millionen allein davon

in den Slums von Indien.

 

Wir leben damit,

aber nicht unter ihnen.

 

Wir leben gemeinsam in der Vielfalt

und sie alle einsam allein,

Kinder sammeln Abfall dort,

um versorgt zu sein.

 

Wann werden wir es endlich einsehen

und begreifen,

für unser Hab und Gut,

wir gehen nicht,

sondern stolzieren über Leichen.

 

Es ist einfach Wahnsinn

davon auszugehen,

ein Leben wäre mehr Wert

als das eines anderen Lebewesens,

welches wie ich ist,

geboren und einfach da gewesen.

 

Nur Du und ich

sind in der Lage,

solche Missstände zu verhindern,

um einen anderen Weg zu finden

und aufzuhören, Ressourcen zu plündern.

 

Wir könnten alles Leid beenden,

müssten nur damit anfangen,

ein wenig mehr von unserem Luxus

an die Bedürftigen zu spenden.

 

© Jacqueline Dietrich

 

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Über Bäume sprechen


Auch in diesen Zeiten

liebe ich es

über Bäume zu sprechen

über den Frieden

den sie uns zeigen

ohne das Unrecht zu verschweigen

und die vielen Verbrechen.


© Michael Krause-Blassl aus "Frühlingsgedanken"


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Aquarium

 

Ein buntes Treiben,

Fische, die ihre Nasen an der Glasscheibe reiben,

große und auch kleine,

grobe und auch feine,

ein Gewusele im Wasser umher,

werd ja vom Schauen duselig und mehr!

Friedlich ziehen sie ihre Bahnen,

man kann es nur erahnen,

umtriebig auf der Suche nach Futterbrocken

lassen sie sich gerne von den Zuschauern anlocken!

Fürchterliche Zähne,

ein Maul noch größer beim Gähnen,

dicke Bäuche, lange Flossen,

süße Garnelen, die durchs Wasser schossen!

Viele Bewohner schwimmen hier,

Fische, Schildkröten, Mantas und so allerlei Getier...

Zur Freude des Menschen Lust,

doch den Tieren ist es ein einziger Frust!

 

© Gerlinde Catanzaro (Text und Bild)



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Tiere und Menschen

 

Wir Menschen sind ein Stück Natur,

den Tieren gleich, die auf weiter Flur,

im Wald und in den Steppen leben.

Bloß Menschenart will rastlos streben,

die Welt erobern, als wär’s ein Segen,

und doch auch sie wird einst verrecken.

 

Vielleicht ein feiner Unterschied?

Ein Tier nicht wird begraben,

Schoßhündchen ja, doch keine Raben!

Sie suchen still sich Loch oder Höhle,

verenden friedlich, ohne Getöse.

 

Der Mensch hingegen holt sich Beistand,

macht viel Tamtam, als wär's ein Aufstand!

Hernach noch Kaffee und Kuchen es gibt,

der Selige schien gar nicht unbeliebt!

Bevor noch die Leich‘ vergraben ist,

kein gutes Haar ihr auf dem Kopf mehr sprießt.

 

Das Leben muss schließlich weitergeh’n,

versteht sich doch, dass all dies muss gescheh'n …

Das Testamentum, ach, wo ist‘s? - Bald wird‘s eröffnet!

„Fragt sich, ob ihr‘s überhaupt sehen möchtet?“,

der Notar die Versammelten warnte zuvor,

ganz feierlich liest er das Documentum vor.

 

Die Bestürzung, um‘s gleich vorweg zu sagen,

einem Erdbeben glich, es heftig krachte:

Der Verblichene alles dem Tierheim vermachte

und niemanden sonst in seiner Großmut bedachte.

Schock und Wut saßen gar tief und keiner mehr lachte.

Ein jeder immerzu an sich selber dachte.

 

Drum die Tiere in Wald und Feld sind mir lieber,

Hase, Igel und Fuchs, selbst buntes Gefieder!

Sie fressen und töten, aber morden nicht,

und sind nicht auf and‘rer Leute Geld erpicht,

das Menschen so gierig erstreben

in ihrem sehr kurzen Leben.

 

Die Tiere nie falsch oder hinterlistig sind,

sie folgen stets dem eigenen Instinkt.

Sie merken auch, wenn ihr Leben verrinnt,

und sind sie nicht menschlicher gesinnt?

 

© Hubert Michelis


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Scham

 

Ständig wird von Scham geredet

Das Gewissen weich geknetet

Ganz gleich wofür, dies und das

Missgunst selbst für kleinsten Spaß

 

Eingeimpft die Schuldkomplexe

Freust Du Dich, dann folgt Hetze

Nur damit Du klein dich fühlst,

Manipulationen fügst

 

Stets devot den Kopf gesenkt

Leichter warst du nie gelenkt

Leb dein Leben, deinen Traum

Trink dein Bier, genieß den Schaum

 

Bis zum End' sämtlich Verzicht

Dankeschön dafür gibt's nicht

Drum geh deinen Mittelweg

Hunger nicht, genieß und leb

 

© Helge Mazuw


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Unser täglich Brot


„Herr, gib uns unser täglich‘ Brot,

bewahre uns vor Hungersnot,

auf dass wir auf die Bauern schauen,

auf dass wir ihrem Schaffen trauen.“

Gibt es im Land zu wenig Brot,

dann leidet Tier und Mensch nur Not,

dann kann der Mensch mit leeren Magen

nicht mehr des Tages Lasten tragen.

Heut bäckt man Brot in der Fabrik.

An diesem Brot üb ich Kritik.

Man das Mehl als Grundstoffelement

nicht mehr als Nahrungsmittel nennt.

Es geht nur als Füllstoff bestenfalls

zur Not noch rein in unseren Hals.

Die Qualität man somit streicht,

weil mit Chemie wird es gebleicht,

es ist aufgedunsen, aufgepäppelt.

Der Verbraucher wird damit veräppelt.

Er beißt hinein in diese Fülle

und bemerkt zu spät die leere Hülle.

Das Brot vergeht wie Zauberei.

Man wird nicht satt von diesem Brei.

So flauschig wie ein Seifenschaum,

stillt es der Menschen Hunger kaum.

Ihr Bäcker, ehret eure Zunft.

Backt Brot mit Fleiß und mit Vernunft

und haltet eure Ehre hoch.

Vereinzelt gibt es solche noch!

Der Bauer soll den Samen säen,

mit dem Korn soll er zum Müllner gehen.

Der Müllner gibt dem Bäcker kund,

der bäckt das Brot zur frühen Stund.

So schließt am Ende sich der Kreis,

von Qualität und gutem Preis.

Das Brot verzehrt am letzten End,

voll Appetit der Konsument.


© Hans Riedl


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Meine Söhne bekommst du nicht...!


Wir waren jung und verliebt.

Das Leben genossen in vollen Zügen, gezankt und Versöhnung gehörten dazu!

Mit den Jahren in Liebe vereint, sind wir geschritten zum Traualtar...

*

Sie wurden mit Liebe gezeugt und unter Schmerzen geboren!

Meine Söhne, so wunderschön.

Zu zweit haben wir ihnen alles gegeben.

*

Geborgenheit, Liebe und festen Halt im Leben!

In Krankheit über sie gewacht, gepflegt und gehegt wie zwei Diamanten.

Die beiden wurden groß und standen mitten im festen Leben.

*

Sie wurden beide älter und reifer.

Die Hörner hatten sie sich abgestoßen.

Doch irgendwann an einem trüben Tage kam dieser verhängnisvolle Brief.

*

Als man sie zu den Waffen rief.

Man zog sie ein, um die zu töten, die sie nicht kannten.

Der Staat war gnadenlos.

*

Ob ein Mutterherz weint in ihrer Not.

Das interessiert ihn nicht.

Nein, nein meine Söhne bekommst du nicht.

*

Aufgezogen mit unserer ganzen Liebe, hergeben, das werde ich sie nicht.

Nein, das ihr sie mir tötet oder auch verletzt, dafür hab ich sie nicht in die Welt gesetzt!

Verteidigen mit meinem Leben, das werde ich sie!

*

Doch der Staat war stärker als Elternliebe, genommen hat er sie uns.

Sie starben in einem fernen Land ohne zu halten der Mutterhand.

Sie kamen heim in zwei hellen Kisten, bedeckt mit der Fahne, wofür sie gaben ihr noch so junges Leben.

*

Der Vater weint die Mutter schreit...

MEINE SÖHNE BEKOMMST DU NICHT.


© Pitt


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Sein Buch „Pitts Poesie und Kurzgeschichten“: https://t1p.de/qup9



Humanressource

 

Wir sind den ganzen Tag auf Zack

Eine Droge die es in sich hat

 

Tick, tack, tick, tack im Algorithmus

Der Mainstream fließt in den Überfluss

 

Das Kapital zieht rastlos um die Welt

Wer arbeitet mehr für weniger Geld

 

Zukunft, Wachstum, Fortschritt

Alles verlagert sich ins Internet

 

Geistlos, wertlos Schritt für Schritt

Doch wie geht es uns damit?

 

Es geht so, Geschäfte laufen

Renditestreben, Sachen kaufen

 

Gefühle sind eigentlich egal

Alles ist getaktet nach Null und Zahl

 

Wir fühlen uns krank, haben den Hek-Tick

Essen im Stehen und sind zu dick

 

Alles wird schneller, keiner sagt Stopp

Alle haben Angst um ihren Job

 

Masken tragen, Druck haben, Druck machen

Und nach außen immer schön lachen.

 

Kann ich nur Täter oder Opfer sein

Kann ich nicht ich sein?

 

Träume werden klein, vom täglich Gleichen

Geschliffen in den Endlosschleifen

 

Wir hetzen herum, immer in Zeitnot

Und wenn wir sie hätten, wir schlügen sie tot

 

 

© Holger Heuer (Die Eule)


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(von Holger Heuer erworben)


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dritter jahrestag


drei jahre ist es nun her,

es fiel mir nicht schwer


viele konnten es nicht fassen,

ich hab mich operieren lassen


viele jahre musste ich gehen,

niemand wollte mich verstehen


ich fand einen neuen namen,

es passte nicht in ihrem rahmen


ihr weltbild wurde zerstört,

mein rufen wurde nicht erhört


ich durfte viele steine aus dem weg räumen,

durfte nicht vom ende des weges träumen


sie schmissen mich aus ihrer kabine,

mir blieb nur die latrine


sie wollten mich nicht mehr sehen,

am ende musste ich gehen


© alexandra boisen


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Nicht alles...

 

Ein Dichter schenkt gern seine Gunst

an Freunde, die des Dichtens Kunst

still und leise in sich tragen

und Poesie an vielen Tagen

 

auf dem Papiere, auf den Tasten

ohne Ruhen oder Fasten

aus dem Gedankenstrom heraus

selbst binden ´nen Gedichtestrauß

 

und kommt ein Lob von Meisterhand,

wird die Sach’ erst int’ressant.

Aufgeschrieben, ´scheint mir wichtig.

Auch mancher Unsinn, null und nichtig.

 

Menschenskind, das ist verhunzt!

Nicht jeder Reim ist Dichterkunst.

 

© Karin Fluche


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Facebook, Twitter und Co.


Mit Facebook, das ist jedem klar,

wird manch einer über Nacht zum Star!

Mark Zuckerberg, der hat's erfunden,

ausgetüftelt in vielen nächtlichen Stunden.

Vom Studenten zum Multimillionär,

ist doch scheinbar gar nicht schwer,

doch braucht die Menschheit das überhaupt,

werden wir damit nicht unserer Freizeit beraubt?

Wie war das ohne Facebook früher,

die Menschen gingen öfters vor die Tür,

statt im stillen Kämmerlein zu sitzen

und am PC vor sich hin zu schwitzen.

Was hätten wohl unsere Vorfahren getan,

darüber nachzudenken strengt mächtig an,

denk dabei an Goethe, Haydn, Luther oder Schiller,

wär ihr Leben lauter oder stiller?

Martin Luther zum Beispiel, ein frommer Mann,

brachte 95 Thesen an der Kirchentür an,

ein Tweet im Netz hat 140 Zeichen,

mit ihm würd er heut mehr erreichen.

In sozialen Netzwerken schnell alles verbreiten,

ob's immer gut ist, darüber lässt sich streiten,

auch ich benutz es ab und an,

geb auch mal Sprüche zum besten dann,

fühl mich ab und zu wie ein Blogger,

Nein, ich bin kein Stubenhocker,

beweg mich viel lieber in freier Natur,

bin so den Wundern des Lebens auf der Spur!


© Michael Wies


Bild: Pixabay


Facebookprofil: https://t1p.de/22hd

 

Veröffentlichungen:

 

Bad Kreuznach - Kurstadt an der Nahe - meine Heimatstadt:

https://bit.ly/2snxJvL


Es war Liebe auf den ersten Blick....

https://bit.ly/2ZxBeMa


Katzen - Kleine Tiger auf vier Pfoten

https://bit.ly/2F5ji28


Gute Nacht - Geschichten

https://bit.ly/39mITRS


Und es ist immer noch Liebe.....

https://bit.ly/37ptjTT


„ALLES GUT..."


Das Kind fragt die Mama: „Wie geht es dir?“

„ALLES GUT, mein Kind!"

Ob das wohl stimmt?


Hast du Kummer, hast Sorgen

oder bedrückt dich dein Leid und die Einsamkeit?

Doch fragt man dich, dann wirst du sagen?

„ALLES GUT."


Es herrscht auf dieser Welt so viel Not und Ungerechtigkeit.

Was werdet ihr dagegen unternehmen?

Doch der Politiker hebt die Hände und verschließt die Augen.

„ALLES GUT", das wird er dir sagen!


Spricht die junge Frau zum Ehemann:

„Wo bist du mit deinen Gedanken, was bringt dich so ins Grübeln?"

Er schaut abwesend ihr ins Gesicht

„ALLES GUT“, das wird er ihr sagen, aber so stimmt das nicht!


Zwei Worte nur, ausgesprochen, belanglos, oder auch mit Bedacht.

Sei es nur um einer Diskussion aus dem Wege zu geh’n.

Dann wirst du eben sagen, sei es wahr oder gelogen

„ALLES GUT“


© Pitt (Text und Bild)


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Die Farben der Welt


Noch zeigt sie uns

ihre Wunder

ihre Schönheit

noch sind die Wälder

tief und weit

noch leuchten die Blätter

im Frühlingslicht

noch kann sie ein Paradies sein

doch denke nicht

es wird so bleiben.

Wer sind wir

dass wir glauben

in unsrem gierigen Wahn

zu glauben

die Erde zu beherrschen

als wäre sie uns untertan?


© Michael Krause-Blassl aus "Frühlingsgedanken"


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Die liebe Rente ...

 

Auf dem Sofa saßen sie beisammen,

aßen, tranken und glotzten ins TV.

Man merkte es deutlich, sah's auch genau,

dass irgendwie sie schienen gefangen.

Seit dreißig Jahren waren sie ein Paar,

sie damals ihm Sohn und Tochter gebar.

Jetzt dachte man wenig und sprach nicht viel,

verloren war das Lebensziel.

Ein paar Mal schon wollte sie ihn verlassen,

zu finden bei Alexander ihr großes Glück.

Sie wagte es nicht, es gäb' ja keinen Weg zurück!

Nun sagt sie sich: Wie kann man seinen Mann denn hassen!

Doch still und heimlich sie manchmal flennte,

von Alex bekäm sie nie 'ne Rente!

 

© Hubert Michelis


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Veröffentlichungen von ihm (seine Kinderbücher):


„Am Tag, als die Tiere verschwanden“: https://t1p.de/iec9

oder: https://t1p.de/flt4

„Der Staub der Elefanten“: https://t1p.de/254i



Wo sind die FALTER geblieben?

 

Mit der Giftspritze vertrieben?

Aber wir taten sie doch lieben...

Sind als Raupe schon gestorben,

nie zum Schmetterling geworden.

Manch einer wird nie mehr geseh'n,

Schuld trägt der Mensch an dem Gescheh'n...

 

Wo Blumenwiesen war'n zu schau'n,

tat der Mensch sich Häuser bau'n.

Und wie zu erwarten,

findet man dort wenig Garten,

doch schön gepflastert drum herum,

da flattert kaum ein Falter rum

und kaum ein anderes Insekt

in so einer tristen Umgebung steckt.

 

Doch in einem echten Bauerngarten

ist wahre Vielfalt zu erwarten.

Dort summt und brummt es um heimische Pflanzen,

dort sind auch die FALTER, die schwirrend die Blüten umtanzen.

Doch die Idylle, sie trügt, der Mensch muss kapier'n,

dass die Natur schon längst ist am kollabier'n.

Wir dürfen nicht ruh'n,

müssen endlich was tun,

damit es der Natur bald besser geht,

denn es ist wirklich schon fast zu spät!

 

© Ulla Fangmann


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Jeder Mensch

 

Jeder Mensch ist aus dem gleichen Material,

die Haut, ob dunkel oder weiß,

aus dem gleichen Material,

bei jedem Menschen ist sie wie Samt und weich,

das Haar, ob rötlich, schwarz oder blond,

der Unterschied sollte für keinen eine Gefahr sein,

denn alles ist aus dem gleichen Material,

die Augen, ob grün, blau oder dunkel,

sind aus dem gleichen Material,

nur zum Sehen sollten sie taugen.

Ja, wir sind alle aus dem gleichen Material,

denn bei allen ist das Blut rot,

wer es vergießt wegen dem Anderssein,

ist ein Idiot.

Hinter der Stirn liegt bei allen das Hirn,

bei allen aus dem gleichen Material,

nur bei Rassisten, da ist es wohl hohl,

dazu kommt bei allen die gleiche Funktion,

wir haben Kraft, um schwere Dinge zu tragen,

sind sie zu schwer, haben wir einen Mund, um nach Hilfe zu fragen,

bei allen die gleiche Funktion.

Wir haben Füße zum Gehen, dazu die Augen zum Sehen,

bei allen die gleiche Funktion.

Wir haben ein Herz, das schlägt,

ein Symbol der Liebe noch dazu,

bei allen die gleiche Funktion.

 

© Pascal Hilgendorf


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Eine Welt


Eine Sonne

die hoch am Himmel steht

eine Erde

die sich pausenlos dreht

ein Wind

der überall weht

ein Mond

der die Meere bewegt

ein Leben

das sich überall regt.


Und wir haben uns gespalten

in Völker

Staaten

Länder

Klassen

Ideologien

Religionen

schaffen es nicht

diese Welt gemeinsam

zu gestalten

zu erhalten

zu bewohnen.


„Entweder wir leben zusammen – wie Brüder und Schwestern,

oder wir gehen zusammen unter – als Narren.“ (Martin Luther King)


© Michael Krause-Blassl aus "Frühlingsgedanken"


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🐒 - - Affengaffen - - 🐒

 

Ja, im Zoo die Menschen gaffen

allzu gern mal nach den Affen.

Und dann springen sie wie dumm

vor den Käfigen herum.

Ziehen hässliche Grimassen,

tun sonstwo sich hin fassen

und versuchen deren Lachen

laut und kreischend nachzumachen.

Fängt er wie die Affen dann,

sich auch noch zu lausen an,

klopft brüllend dann sich vor Entzücken

auf die Brust wie ein Silberrücken,

vielleicht fragt sich manch Affentier:

„Was wollen die zu gaffen hier.“

Und mancher Mensch, der dies Gescheh'n

heimlich hat mit angeseh'n,

hat spätestens nun erkannt,

mit dem Affen ist der Mensch verwandt. 🐒

 

© Ulla Fangmann


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Weggeworfen....


Vorbei das Weihnachtsfest, vorbei das alte Jahr.

Geschenke, die gab‘s reichlich!

Aber konntest du sie auch gebrauchen?


All das ganze unnütze Zeug , was soll ich noch damit?

Der saure Wein, den ich nicht trinke, nur weg damit!

Die Unterhose, sie juckt und kratzt und obendrein drei Nummern zu groß!


Weg damit, mit diesem unnützen Zeugs.

Weggeworfen werden all die Dinge, die du nicht mehr brauchst!

Auch der kleine Hund, den man dir schenkte?


Einen Tag nur hast du mit ihm geschmust, ins gute Zimmer zum Dank hat er gepinkelt!

Nur weg mit ihm, ab ins Tierasyl.

Weggeworfen, abgeschoben und aus dem Sinn.


Das arme Tier, so unschuldig und so klein, was macht man nur mit mir, wird es sich fragen?

All das geschieht tausende Male auf dieser Welt.

So ist das auch mit den alten Menschen, weit und breit!


Auf der einen Seite werden sie gehegt, gepflegt und beschützt.

Doch die andere Seite, die gibt es auch.

Man redet nicht darüber, abgeschoben, weggeschafft, weggeschaut und weggeworfen.


Wie dieser kleine Hund, der es nicht begreift, so muss auch dieser alte Mensch, wenn er nicht mehr kann, ja geh’n.

Warum, warum das wird er sich fragen?

Weggeworfen werden all die Dinge, Gegenstände, Tiere, auch zuletzt der Mensch!


Doch es muss auch anders geh’n, du wirst es seh‘n!

Drum schenke mit Bedacht, dann wirft man es auch nicht weg.

Gib dem Tier und dem alten Menschen noch eine Chance!


Und du wirst sehen, Spaß und Freude wirst du an ihnen haben.

Und auch der alte Mensch wird dir dankbar sein, dass du ihn nicht hast weggeworfen.


©️ Pitt 


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Sein Buch „Pitts Poesie und Kurzgeschichten“: https://t1p.de/qup9



Die Bestellung!

 

Bei Amazon bekommst du alles,

egal was auch das Herz begehrt,

brauchst bei der Hitze nicht ins Freie,

kein Parkplatz suchen und viel mehr!

 

Schaust auf die vielen kleinen Bilder,

eins, zwei, drei, ein kleiner Klick

und schon hast du die Bestellung,

ganz fix auch gleich abgeschickt!

 

In zwei - drei Tagen kommt ein Bote,

bringt dir das gewünschte Teil,

freudig öffnest du das Päckchen

und du machst nen Freudenschrei!

 

Leider hat man viel Verpackung,

Kartonagen ohne Zahl...

Doch bei Corona - das ist sicher,

ist das erst mal ne gute Wahl!

 

© Irmgard Behrend


Bilder: Pixabay


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Das Like

 

Heutzutag wird ungeniert

überall nach Likes gegiert.

Man ist in diesen Medien drin

wie Facebook, Twitter, das macht Sinn.

 

Der Daumen hoch zeigt, dass gefällt,

was so an Postings wird erstellt.

Dass mit der Meinung man konform

und es entspricht der eignen Norm.

 

Dass es gemocht wird, anerkannt,

wenn möglichst hoch der Zahlen-Stand

von Likes, der Smileys und der Herzen,

keins von dem bereitet Schmerzen.

 

Und der, der sagt, es sei egal

weil ohne sei jetzt nicht fatal,

der lügt, denn kein Kommentar

steht gerne ungewürdigt da.

 

Beim Wettstreit um die meisten Herzen,

kann man sich’s ordentlich verscherzen.

Denn mehr „gefällt mir“ als der „Freund“,

eben wichtig vielen scheint.

 

Denn wenn’s egal, wie‘s jemand findet,

wenn man um jedes Wort sich windet,

damit die Formulierung stimmt,

es einem doch die Freunde nimmt.

 

„Sinnfrei“ wird oft lamentiert,

doch wenn man einfach kommentiert,

ist’s auch ohne Like ganz fein;

und konstruktiv kann‘s dennoch sein.

 

Die Wenigsten schreiben für sich,

um Aufmerksamkeit geht’s sicherlich.

Man sieht: Gelesen oder nicht.

Ob’s gut ist, ist ne and’re G’schicht...

 

© DerPoet

 

Bild: Pixabay


Facebookseite: https://www.facebook.com/PeterDerPoet/



Ogottogott ...


Der Mensch ist unberechenbar,

mir ist das schon seit langem klar.

Wer weiß, welch Seele in ihm steckt,

mein Misstrauen wurde längst geweckt.

Man muss gut hinhören und gut schau'n,

um Gottes Willen nicht gleich vertrau'n.

Er lacht dich an, dreht mit Geschick,

hintenrum dir einen Strick.

Red nicht zu viel - fragst mich warum?

Dreht oft dir das Wort im Munde um.

Was er auch verspricht,

glaub ihm gleich nicht,

oft heuchelt er, hat ein zweites Gesicht ...


© Ulla Fangmann


Bild: Pixabay


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